Rechtsprechung
| BayObLG, 23.05.1984 - BReg. 2 Z 28/84 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Erfordernis der hinreichenden Bestimmtheit von Eintragungsantrag und Eintragungsbewilligung ; Definition der Begriffe "laufende Zinsen" und "nebst sämtlicher Zinsen"; Übergang von vereinbarten Nebenleistungen auf den Erwerber einer abgetretenen Briefgrundschuld; ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG München II, 15.11.1983 - 2 T 1681/83
- BayObLG, 23.05.1984 - BReg. 2 Z 28/84
Papierfundstellen
- MDR 1984, 758
- DNotZ 1984, 562 (Ls.)
- Rpfleger 1984, 351
- BayObLGZ 1984, 122
Wird zitiert von ... (34) Zitiert selbst (11)
- BayObLG, 23.04.1980 - BReg. 2 Z 47/79
Wirksamkeit der Auflassung bei Grundstücksänderung im Umlegungsverfahren
Auszug aus BayObLG, 23.05.1984 - BReg. 2 Z 28/84
Der Auslegung durch das Grundbuchamt sind zwar - bedingt durch den genannten Bestimmtheitsgrundsatz, das grundsätzliche Erfordernis urkundlich belegter Eintragungsunterlagen (BayObLGZ 1974, 112/114 f. m.Nachw.; 1980, 108/112 f.; BayObLG Rpfleger 1980, 111 und 1981, 147) und das Fehlen einer Ermittlungspflicht des Grundbuchamts im Eintragungsverfahren (BayObLGZ 1971, 252/257; BayObLG MittBayNot 1980, 152 und 1981, 188; Horber § 1 Anm. 5 G, Grundz. vor § 13 Anm. 1 b; jew.m.Nachw.) Grenzen gesetzt.Für die Auslegung von Grundbucherklärungen (wie für die von Grundbucheintragungen) gilt der Grundsatz, daß auf deren Wortlaut und Sinn abzustellen ist, wie er sich für einen unbefangenen Betrachter als nächstliegende Bedeutung der Erklärung ergibt (BGHZ 59, 205/209; BayObLGZ 1977, 189/191; 1980, 108/113; KEHE Einl. C 26; Horber § 53 Anm. 2; jew.m.weit.Nachw.).
Die Auslegung muß im Hinblick auf die Anforderungen des Grundbuchverkehrs an Klarheit und Bestimmtheit des objektiven Inhalts einer Grundbucherklärung zu einem dieser Bestimmtheit entsprechenden eindeutigen Ergebnis führen (BayObLGZ 1980, 108/113; BayObLG Rpfleger 1980, 19 f.; Senatsbeschluß vom 23.2.1984 BReg. 2 Z 8/84; KEHE Einl. C 27).
- BGH, 10.02.1960 - V ZR 39/58
Haftung des Erben eines Handelsgeschäftes für vor dem Erbfall begründete …
Auszug aus BayObLG, 23.05.1984 - BReg. 2 Z 28/84
Grundbucherklärungen sind dabei als Willenserklärungen grundsätzlich, jedenfalls soweit sie nicht eindeutig sind, der Auslegung fähig und zugänglich (BGHZ 32, 60/63; BayObLGZ 1979, 12/15 m.Nachw.). - BGH, 23.05.1962 - V ZR 123/60
Rechtsfolgen des nachträglichen Erwerbs des unberechtigt Verfügenden
Auszug aus BayObLG, 23.05.1984 - BReg. 2 Z 28/84
Diese Eintragung hat das Rechtsbeschwerdegericht selbständig auszulegen (BGHZ 37, 147 [BGH 23.05.1962 - V ZR 123/60] /148 f.; 59; 205/208 f.; …
- BGH, 20.06.1962 - V ZR 219/60
Rechtsmittel
Auszug aus BayObLG, 23.05.1984 - BReg. 2 Z 28/84
Leidet die Auslegung an einem derartigen Rechtsfehler, so ist sie für das Rechtsbeschwerdegericht nicht bindend (vgl. BayObLGZ 1972, 260/262 f.; BayObLG Rpfleger 1982, 141; Horber § 78 Anm. 3 A b, c m.Nachw.); die Auslegung ist dann vom Rechtsbeschwerdegericht selbst vorzunehmen (BGHZ 37, 233 [BGH 20.06.1962 - V ZR 219/60] /243; BayObLG Rpfleger 1980, 111;… Jansen FGG 2. Aufl. § 27 RdNr. 21; vgl. zu allem auch Schneider MDR 1981, 885 f.). - BGH, 16.06.1972 - V ZR 93/70
Erbbaurecht für Werkstattgebäude
Auszug aus BayObLG, 23.05.1984 - BReg. 2 Z 28/84
Für die Auslegung von Grundbucherklärungen (wie für die von Grundbucheintragungen) gilt der Grundsatz, daß auf deren Wortlaut und Sinn abzustellen ist, wie er sich für einen unbefangenen Betrachter als nächstliegende Bedeutung der Erklärung ergibt (BGHZ 59, 205/209; BayObLGZ 1977, 189/191; 1980, 108/113; KEHE Einl. C 26; Horber § 53 Anm. 2; jew.m.weit.Nachw.). - BayObLG, 09.07.1980 - BReg. 2 Z 39/80
Zur Formbedürftigkeit einer Vollmacht
Auszug aus BayObLG, 23.05.1984 - BReg. 2 Z 28/84
Der Auslegung durch das Grundbuchamt sind zwar - bedingt durch den genannten Bestimmtheitsgrundsatz, das grundsätzliche Erfordernis urkundlich belegter Eintragungsunterlagen (BayObLGZ 1974, 112/114 f. m.Nachw.; 1980, 108/112 f.; BayObLG Rpfleger 1980, 111 und 1981, 147) und das Fehlen einer Ermittlungspflicht des Grundbuchamts im Eintragungsverfahren (BayObLGZ 1971, 252/257; BayObLG MittBayNot 1980, 152 und 1981, 188; Horber § 1 Anm. 5 G, Grundz. vor § 13 Anm. 1 b; jew.m.Nachw.) Grenzen gesetzt. - BayObLG, 24.06.1977 - BReg. 2 Z 64/76
Möglichkeit der Übertragung eines halben Miteigentumsanteils an einem Grundstück …
Auszug aus BayObLG, 23.05.1984 - BReg. 2 Z 28/84
Für die Auslegung von Grundbucherklärungen (wie für die von Grundbucheintragungen) gilt der Grundsatz, daß auf deren Wortlaut und Sinn abzustellen ist, wie er sich für einen unbefangenen Betrachter als nächstliegende Bedeutung der Erklärung ergibt (BGHZ 59, 205/209; BayObLGZ 1977, 189/191; 1980, 108/113; KEHE Einl. C 26; Horber § 53 Anm. 2; jew.m.weit.Nachw.). - BayObLG, 18.01.1979 - BReg. 2 Z 55/78
Vorliegen einer Vollmacht zur Bewilligung der Eintragung einer …
Auszug aus BayObLG, 23.05.1984 - BReg. 2 Z 28/84
Grundbucherklärungen sind dabei als Willenserklärungen grundsätzlich, jedenfalls soweit sie nicht eindeutig sind, der Auslegung fähig und zugänglich (BGHZ 32, 60/63; BayObLGZ 1979, 12/15 m.Nachw.). - BayObLG, 13.07.1978 - BReg. 2 Z 37/77
Verkauf eines Wohnungseigentumsrechts; Abgabe einer Auflassungserklärung ; …
Auszug aus BayObLG, 23.05.1984 - BReg. 2 Z 28/84
Ein solcher Rechtsfehler liegt vor, wenn der Tatrichter bei der Auslegung gegen den klaren Sinn der Urkunde, gegen gesetzliche Auslegungsregeln und allgemein anerkannte Erfahrungssätze oder gegen Denkgesetze verstoßen oder nicht alle für die Auslegung in Betracht kommenden Gesichtspunkte gewürdigt hat (ständige Rechtsprechung; vgl. BayObLGZ 1978, 194/196 m.Nachw.; BayObLG Rpfleger 1979, 424/425 und 1980, 19/20;… Senatsbeschluß vom 23.2.1984 a.a.O.). - BayObLG, 04.03.1974 - BReg. 2 Z 11/74
Auszug aus BayObLG, 23.05.1984 - BReg. 2 Z 28/84
Der Auslegung durch das Grundbuchamt sind zwar - bedingt durch den genannten Bestimmtheitsgrundsatz, das grundsätzliche Erfordernis urkundlich belegter Eintragungsunterlagen (BayObLGZ 1974, 112/114 f. m.Nachw.; 1980, 108/112 f.; BayObLG Rpfleger 1980, 111 und 1981, 147) und das Fehlen einer Ermittlungspflicht des Grundbuchamts im Eintragungsverfahren (BayObLGZ 1971, 252/257; BayObLG MittBayNot 1980, 152 und 1981, 188; Horber § 1 Anm. 5 G, Grundz. vor § 13 Anm. 1 b; jew.m.Nachw.) Grenzen gesetzt. - BayObLG, 28.07.1972 - BReg. 2 Z 35/72
- OLG München, 14.03.2016 - 34 Wx 239/15
Keine Verfügungsbeschränkung (§ 2113 BGB) des zum Vorerben berufenen überlebenden …
Rn. 49 Im Grundbuchverfahren sind der Ermittlung des Parteiwillens mit Blick auf den verfahrensbeherrschenden Bestimmtheitsgrundsatz und das grundsätzliche Erfordernis urkundlich belegter Eintragungsunterlagen Grenzen gesetzt (BayObLGZ 1984, 122/124; Senat vom 28.7.2014, 34 Wx 240/14 = FamRZ 2015, 1139). - OLG München, 25.04.2018 - 34 Wx 359/17
Löschung einer Rückauflassungsvormerkung
Allerdings sind der Ermittlung des Parteiwillens im Grundbuchverfahren - anders als im Verfahren nach der ZPO auf Abgabe einer Bewilligungserklärung - mit Blick auf den verfahrensbeherrschenden Bestimmtheitsgrundsatz und das grundsätzliche Erfordernis urkundlich belegter Eintragungsunterlagen Grenzen gesetzt (BayObLGZ 1984, 122/124; Senat vom 28.7.2014, 34 Wx 240/14 = FamRZ 2015, 1139). - OLG München, 28.07.2015 - 34 Wx 106/15
Keine wirksame Erbanteilsübertragung mit GbR-Anteilen nach erfolgter …
Im Grundbuchverfahren sind allerdings der Ermittlung des Parteiwillens mit Blick auf den verfahrensbeherrschenden Bestimmtheitsgrundsatz und das grundsätzliche Erfordernis urkundlich belegter Eintragungsunterlagen Grenzen gesetzt (BayObLGZ 1984, 122/124; Senat vom 28.7.2014, 34 Wx 240/14 = FamRZ 2015, 1139).
- OLG München, 22.09.2017 - 34 Wx 68/17
Änderungen der Rechte am Grundstück
Rn. 14 aa) Für die Auslegung der Bewilligung als Grundbucherklärung gilt § 133 BGB entsprechend; jedoch ist zu berücksichtigen, dass der das Grundbuchverfahren beherrschende Bestimmtheitsgrundsatz und das grundsätzliche Erfordernis urkundlich belegter Eintragungsunterlagen der Auslegung durch das Grundbuchamt Grenzen setzen (BayObLGZ 1984, 122/124). - OLG München, 29.06.2016 - 34 Wx 27/16
Bestellung eines Nießbrauchs am Dauernutzungsrecht
Rn. 41 Im Grundbuchverfahren sind der Ermittlung des Parteiwillens mit Blick auf den verfahrensbeherrschenden Bestimmtheitsgrundsatz und das grundsätzliche Erfordernis urkundlich belegter Eintragungsunterlagen Grenzen gesetzt (BayObLGZ 1984, 122/124; Senat vom 28.7.2014, 34 Wx 240/14 = FamRZ 2015, 1139). - OLG München, 17.10.2016 - 34 Wx 208/16
Löschung einer einen bedingten Rückübertragungsanspruchs sichernden Vormerkung …
Allerdings sind der Ermittlung des Parteiwillens im Grundbuchverfahren mit Blick auf den verfahrensbeherrschenden Bestimmtheitsgrundsatz und das grundsätzliche Erfordernis urkundlich belegter Eintragungsunterlagen Grenzen gesetzt (BayObLGZ 1984, 122/124; Senat vom 28.7.2014, 34 Wx 240/14 = FamRZ 2015, 1139). - OLG München, 15.03.2016 - 34 Wx 3/16
Unzulässige Belastung mit mehreren gleichrangigen Vorkaufsrechten ohne …
Denn im Grundbuchverfahren sind der Ermittlung des Parteiwillens mit Blick auf den verfahrensbeherrschenden Bestimmtheitsgrundsatz und das grundsätzliche Erfordernis urkundlich belegter Eintragungsunterlagen Grenzen gesetzt (BayObLGZ 1984, 122/124; Senat vom 28.7.2014, 34 Wx 240/14 = FamRZ 2015, 1139; vom 28.7.2015, 34 Wx 106/15 = Rpfleger 2016, 14). - OLG Saarbrücken, 04.04.2025 - 5 W 14/25
Ausnahme vom Grundsatz der Voreintragung bei Eintragung einer Grundschuld
Eine Auslegung kommt daher nur in Betracht, wenn sie zu einem zweifelsfreien und eindeutigen Ergebnis führt (BGH, Beschluss vom 9. Februar 1995 - V ZB 23/94, BGHZ 129, 1; BayObLGZ 1984, 122; OLG Düsseldorf, FGPrax 2021, 7;… Demharter, a.a.O., § 19 Rn. 28). - OLG München, 01.10.2018 - 34 Wx 10/18
Inhaltliche Verknüpfung der Auflassung mit einer bedingten Regelung zur …
Danach ist bei der Auslegung der Auflassungserklärungen auf ihren Wortlaut und Sinn abzustellen, wie er sich für einen unbefangenen Betrachter als nächstliegende Bedeutung der Erklärungen ergibt (BGHZ 59, 205/209; 129, 3 f.; BGH DNotZ 1976, 16; BayObLGZ 1984, 122/124 f.; Senat vom 28.7.2014, 34 Wx 240/14 = FGPrax 2014, 244;… Staudinger/Pfeifer/Diehn § 925 Rn. 38). - BayObLG, 15.03.1990 - BReg. 2 Z 21/90
"Willensvollstreckung" nach schweizerischem Recht in deutschem Nachlaßverfahrens- …
- OLG Zweibrücken, 15.11.2000 - 3 W 175/00
Prüfungskompetenz des Grundbuchamtes - Verfügung des Testamentsvollstreckers über …
- BayObLG, 05.03.1987 - BReg. 2 Z 18/87
Auslegung einer Belastungsvollmacht
- BayObLG, 30.10.1992 - 2Z BR 89/92
Unzulässigkeit der Eintragung eines unentgeltlichen Wohnungsrechts
- BayObLG, 23.06.1988 - BReg. 2 Z 47/88
Bestimmtheitsgrundsatz bei der Bestellung von Dienstbarkeiten zur Sicherung …
- BayObLG, 04.04.2001 - 2Z BR 141/00
Sondereigentum an einem Tiefgaragenstellplatz
- OLG Saarbrücken, 04.04.2025 - 5 W 15/25
Ausnahme vom Grundsatz der Voreintragung bei Eintragung einer Grundschuld
- OLG München, 14.10.2008 - 34 Wx 62/08
Grundbuchverfahren: Pflicht zur Rückauflassung an Miteigentümer als unteilbare …
- OLG München, 14.03.2006 - 32 Wx 31/06
Unwirksame Rangrücktrittsvereinbarung als wirksame Rangbestimmung
- OLG München, 19.10.2016 - 34 Wx 261/16
Ermittlung des Parteiwillens im Grundbuchverfahren
- BayObLG, 17.12.1987 - BReg. 2 Z 84/87
Umfang der Zustimmungsbedürftigkeit der Errichtung eines Gartenhäuschens als …
- OLG München, 23.02.2015 - 34 Wx 7/14
Wahrung des Ausschlusses des Aufhebungsrechts bei späterer Untergemeinschaft
- BayObLG, 30.06.1989 - BReg. 2 Z 47/89
Nachträgliche Begründung von Sondernutzungsrechten
- OLG München, 13.12.2016 - 34 Wx 82/16
Auslegung einer Abtretungserklärung im Grundbuchverfahren
- OLG München, 28.07.2014 - 34 Wx 240/14
Grundbuchverfahren: Erlöschen der Eintragungsbewilligung mit dem Tod; Auslegung …
- BayObLG, 15.02.1990 - BReg. 2 Z 5/90
Ausgestaltung von Rückübertragungsansprüchen in Übergabeverträgen
- OLG München, 07.11.2014 - 34 Wx 353/14
Grundbuchberichtigung: Nachweis der Erbfolge nach Versterben des Erben des noch …
- BayObLG, 28.06.1984 - BReg. 2 Z 43/84
Zum Nachweis des Bedingungseintritts im Grundbuchverfahren
- KG, 11.06.1991 - 1 W 1581/91
Zur Auslegung einer Handlungsvollmacht im Grundbucheintragungsverfahren
- BayObLG, 23.05.1991 - BReg. 2 Z 55/91
Voraussetzungen für die Statthaftigkeit einer sofortigen weiteren Beschwerde; …
- BayObLG, 10.01.1997 - 2Z BR 137/96
Abtretung ohne Zinsen
- BayObLG, 31.10.1985 - BReg. 2 Z 89/85
Mangelhafter Gemeinderatsbeschluß im Grundbuchverfahren
- LG Bayreuth, 09.01.2007 - 42 T 6/07
Löschungserleichterung bei bedingtem Rückübertragungsanspruch
- BayObLG, 20.10.1988 - BReg. 2 Z 105/88
Auslegung einer Vollmacht im Rahmen eines Bauherrenmodells
- BayObLG, 15.03.1990 - 2 BReg Z 21/90
Abhängigkeit der Eintragung einer Dienstbarkeit ins Grundbuch von der Zustimmung …
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