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| VGH Hessen, 26.10.2016 - 23 C 973/16 |
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Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (9)
- OVG Brandenburg, 17.09.2003 - 8 D 35/01
Flurbereinigungsrecht, Unternehmensflurbereinigung, Einleitungsvoraussetzungen, …
Auszug aus VGH Hessen, 26.10.2016 - 23 C 973/16
Denn es liegt in der Natur eines das Flurbereinigungsverfahren einleitenden Beschlusses, dass er sich noch nicht über die erst im weiteren Verfahren zu treffende Entscheidung über die konkrete Neuordnung des Grundeigentums im Verfahrensgebiet verhält (OVG Brandenburg, Urteil vom 17. September 2003 - 8 D 35/01 .G -, NuR 2004, 183 = juris Rn. 53).Insoweit unterscheidet sich die Unternehmensflurbereinigung in ihren praktischen Auswirkungen von der Regelflurbereinigung (OVG Brandenburg, Urteil vom 17. September 2003 - 8 D 35/01.G -, juris Rn. 64).
- BVerfG, 26.05.1993 - 1 BvR 208/93
Besitzrecht des Mieters
Auszug aus VGH Hessen, 26.10.2016 - 23 C 973/16
Der Antragsteller ist analog § 42 Abs. 2 VwGO auch antragsbefugt, denn die Einleitung einer Unternehmensflurbereinigung nach § 87 Abs. 1 FlurbG ist eine Maßnahme der Enteignung nach Art. 14 Abs. 3 Grundgesetz - GG - auch gegenüber einem Pächter von Grundstücken im Flurbereinigungsgebiet, weil sein Besitzrecht als Pächter Eigentum im Sinne von Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG ist (BVerfG, Beschluss vom 26. Mai 1993-1 BvR 208/93 -, juris Rn. 24, BVerwG, Urteile vom 1. September 1997-4 A 36.96-, BVerwGE 105, 178, und vom 29. Januar 2009 - 9 C 3.08 -, BVerwGE 133, 118 = NVwZ 2009, 1047, Wingerter, in: Wingerter/Mayr, Flurbereinigungsgesetz, 9. Auflage 2013, Vorb. - BVerwG, 01.09.1997 - 4 A 36.96
Verwaltungsprozeßrecht - Klagebefugnis bei Inanspruchnahme eines Pachtgrundstücks …
Auszug aus VGH Hessen, 26.10.2016 - 23 C 973/16
Der Antragsteller ist analog § 42 Abs. 2 VwGO auch antragsbefugt, denn die Einleitung einer Unternehmensflurbereinigung nach § 87 Abs. 1 FlurbG ist eine Maßnahme der Enteignung nach Art. 14 Abs. 3 Grundgesetz - GG - auch gegenüber einem Pächter von Grundstücken im Flurbereinigungsgebiet, weil sein Besitzrecht als Pächter Eigentum im Sinne von Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG ist (BVerfG, Beschluss vom 26. Mai 1993-1 BvR 208/93 -, juris Rn. 24, BVerwG, Urteile vom 1. September 1997-4 A 36.96-, BVerwGE 105, 178, und vom 29. Januar 2009 - 9 C 3.08 -, BVerwGE 133, 118 = NVwZ 2009, 1047, Wingerter, in: Wingerter/Mayr, Flurbereinigungsgesetz, 9. Auflage 2013, Vorb.
- BVerwG, 29.01.2009 - 9 C 3.08
Eigentum; Besitzrecht; Pacht; Unternehmensflurbereinigung; Bebauungsplan; …
Auszug aus VGH Hessen, 26.10.2016 - 23 C 973/16
Der Antragsteller ist analog § 42 Abs. 2 VwGO auch antragsbefugt, denn die Einleitung einer Unternehmensflurbereinigung nach § 87 Abs. 1 FlurbG ist eine Maßnahme der Enteignung nach Art. 14 Abs. 3 Grundgesetz - GG - auch gegenüber einem Pächter von Grundstücken im Flurbereinigungsgebiet, weil sein Besitzrecht als Pächter Eigentum im Sinne von Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG ist (BVerfG, Beschluss vom 26. Mai 1993-1 BvR 208/93 -, juris Rn. 24, BVerwG, Urteile vom 1. September 1997-4 A 36.96-, BVerwGE 105, 178, und vom 29. Januar 2009 - 9 C 3.08 -, BVerwGE 133, 118 = NVwZ 2009, 1047, Wingerter, in: Wingerter/Mayr, Flurbereinigungsgesetz, 9. Auflage 2013, Vorb. - BVerwG, 05.05.1983 - 5 C 2.81
Inanspruchnahme ländlicher Grundstücke "in großem Umfang" bei einer …
Auszug aus VGH Hessen, 26.10.2016 - 23 C 973/16
Von einer derartigen Inanspruchnahme wird regelmäßig - als Orientierungswert - bei einer Flächengröße von mehr als 5 ha ausgegangen (vgl. BVerwG, Urteil vom 5. Mai 1983-5 C 2.81 -, RdL 1983, 293 = Buchholz 424.01 § 87 FlurbG Nr. 7). - VGH Baden-Württemberg, 24.06.2013 - 7 S 3362/11
Gleichzeitige Regelflurbereinigung und Unternehmensflurbereinigung
- VGH Bayern, 08.05.2013 - 13 AS 13.420
Straßenbebauungsplan; Unternehmensflurbereinigung; Aufklärungsversammlung; …
Auszug aus VGH Hessen, 26.10.2016 - 23 C 973/16
Rechtswidrig ist eine Abgrenzung, die erkennbar nicht auf eine Abwägung aller für einen größtmöglichen Erfolg der Flurbereinigung im gesamten Planungsraum und für den einzelnen Beteiligten bedeutsamen Gesichtspunkte zurückgeht oder sich als gänzlich ungeeignet erweist, den Flurbereinigungserfolg zu fördern (…Wingerter, a.a.O., § 7 Rn. 3 mit Hinweis auf BVerwG, Beschluss vom 26. Oktober 1966 - IV B 291.65 -, RdL 1967, 217; Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Beschluss vom 8. Mai 2013 -13 AS 13.420 -, juris Rn. 27). - BVerwG, 26.10.1966 - IV B 291.65
Gebietsabgrenzung; Einbeziehung in die Flurbereinigung/Hof in Randlage
Auszug aus VGH Hessen, 26.10.2016 - 23 C 973/16
Rechtswidrig ist eine Abgrenzung, die erkennbar nicht auf eine Abwägung aller für einen größtmöglichen Erfolg der Flurbereinigung im gesamten Planungsraum und für den einzelnen Beteiligten bedeutsamen Gesichtspunkte zurückgeht oder sich als gänzlich ungeeignet erweist, den Flurbereinigungserfolg zu fördern (…Wingerter, a.a.O., § 7 Rn. 3 mit Hinweis auf BVerwG, Beschluss vom 26. Oktober 1966 - IV B 291.65 -, RdL 1967, 217; Bayerischer Verwaltungsgerichtshof…, Beschluss vom 8. Mai 2013 -13 AS 13.420 -, juris Rn. 27). - VGH Hessen, 05.11.1969 - III F 56/69
Geringfügige Änderung des Flurbereinigungsgebietes/Zuständigkeit; …
Auszug aus VGH Hessen, 26.10.2016 - 23 C 973/16
Zwar kann ein Grundstück in der Regel nicht gleichzeitig mehreren Flurbereinigungsverfahren unterworfen sein (vgl. dazu Senatsurteil vom 5. November 1969 - III F 56/69 -, RdL 1970, 274), die Einbeziehung eines Grundstücks nach Eintritt des neuen Rechtszustandes (§§ 61, 63 FlurbG) in ein weiteres Flurbereinigungsverfahren ist aber möglich (…Wingerter, a.a.O., § 7 Rn. 6).
- VGH Hessen, 09.11.2017 - 23 C 1257/17
Flurbereinigung - Eilrechtsschutz gegen Flurbereinigungsbeschluss
Der Senat ist auch in seiner bisherigen Rechtsprechung stets davon ausgegangen, dass es in der Natur eines das Flurbereinigungsverfahren einleitenden Beschlusses liegt, dass er sich noch nicht über die erst im weiteren Verfahren zu treffende Entscheidung über die konkrete Neuordnung des Grundeigentums im Verfahrensgebiet verhält (so Beschluss des Senats vom 26. Oktober 2016 - 23 C 973/16 -, unter Hinweis auf OVG Brandenburg, Urteil vom 17. September 2003 - 8 D 35/01.G -, NuR 2004, 183).Diese hat nach der Bestimmung des § 7 Abs. 1 FlurbG zu erfolgen, die auch in der Unternehmensflurbereinigung nach §§ 87 ff. FlurbG gilt (vgl. Beschluss des Senats vom 26. Oktober 2016 - 23 C 973/16 - VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 24. Juni 2013 - 7 S 3362/11 -, RdL 2013, 345;… Wingerter/Mayr, a.a.O., § 7 Rdnr. 7).
Rechtswidrig ist eine Abgrenzung, die erkennbar nicht auf eine Abwägung aller für einen größtmöglichen Erfolg der Flurbereinigung im gesamten Planungsraum und für den einzelnen Beteiligten bedeutsamen Gesichtspunkte zurückgeht oder sich als gänzlich ungeeignet erweist, den Flurbereinigungserfolg zu fördern (Beschluss des Senats vom 26. Oktober 2016 - 23 C 973/16 - Wingerter/Mayr, a.a.O., § 7 Rdnr. 3 mit Hinweis auf BVerwG, Beschlüsse vom 26. Oktober 1966 - IV B 291.65 -, RdL 1967, 217; 8. November 1989 - 5 B 124.89 - , juris, und vom 20. Oktober 1996 - 11 B 69.96 -, juris; OVG Niedersachsen, Urteil vom 25. September 2017 - 15 KF 19/16 -).
Diese lässt sich aber - wie sich aus den obigen Ausführungen ergibt - erst mit dem Flurbereinigungsplan bzw. der vorläufigen Besitzeinweisung bestimmen, sodass das Einvernehmen auch erst vor diesen Verfahrensschritten erklärt werden muss (…vgl. Wingerter/Mayr, a.a.O., § 87 Rdnr. 15; Beschluss des Senats vom 26. Oktober 2016 - 23 C 973/16 -).
- OVG Sachsen-Anhalt, 05.03.2020 - 8 R 1/20
Anordnung einer Unternehmensflurbereinigung
Er weist aber zutreffend darauf hin, dass eine Einbeziehung noch nicht erfolgen konnte, weil diese Flurstücke Teil des noch nicht abgeschlossenen Flurbereinigungsverfahrens "Vorharz Ost 2" sind; denn ein Grundstück kann in der Regel nicht gleichzeitig mehreren Flurbereinigungsverfahren unterworfen sein (…Wingerter/Mayr, a. a. O., § 7 Rn. 6; VGH Hessen, Beschluss vom 26. Oktober 2016 - 23 C 973/16 -, juris Rn. 30).
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