Rechtsprechung
| VGH Bayern, 16.08.2002 - 24 CS 02.1986 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (4)
- VGH Bayern, 10.08.2005 - 24 CS 05.2053
Versammlung zum "Gedenken an Rudolf Heß" in Wunsiedel bleibt verboten
Gegen diese Prognose spricht bereits, dass insofern in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit der Durchführung der Heß-Gedenkveranstaltung keine strafbaren Handlungen bekannt geworden sind, die ein Versammlungsverbot rechtfertigen könnten (vgl. dazu BayVGH vom 16.8.2002 - 24 CS 02.1986 und 7.8.2003 - 24 CS 03.1963; BVerfG vom 14.8.2003 - NJW 2003, 3689).Zu Recht geht das Verwaltungsgericht auf diesen von der Behörde geltend gemachten Verbotsgrund nicht weiter ein (vgl. dazu BayVGH vom 16.8.2002 - 24 CS 02.1986 und 17.8.2001 - 24 CS 01.2097; Hoffmann-Riem, NJW 2002, 257/261).
- VG Bayreuth, 23.04.2012 - B 1 S 12.351
Rechtswidriges Versammlungsverbot
Dies ist auch für Versammlungen mit wesentlich größerer Teilnehmerzahl und mehr Gegendemonstranten - wie z.B. den Heß-Kundgebungen in Wunsiedel - schon wiederholt entschieden worden (vgl. u.a. BVerfG vom 4.9.2010 Az. 1 BvR 2298/10, vom 12.5.2010 Az. 1 BvR 2636/04 in NVwZ-RR 2010, 625, vom 9.6.2006 Az. 1 BvR 1429/06, vom 14.8.2003 Az. 1 BvQ 30/03 in NJW 2003, 3689 und vom 24.3.2001 Az. 1 BvQ 13/01 in BayVBl 2001, 624 = NJW 2001, 2069; BayVGH vom 29.4.2010 Az. 10 CS 10.1040, vom 28.4.2010 Az. 10 CS 10.1029, vom 30.4.2009 Az. 10 CS 09.1008, vom 28.4.2009 Az. 10 CS 09.956, vom 17.8.2004 Az. 24 CS 04.2254 und vom 16.8.2002 Az. 24 CS 02.1986 in BayVBl 2003, 52).Selbst bei den wesentlich größeren und auf stärkere Gegnerschaft stoßenden Heß-Kundgebungen in Wunsiedel gab es keine Vorfälle, die ein Versammlungsverbot hätten rechtfertigen können, und war die Lage von der Polizei und der Versammlungsbehörde durchaus zu beherrschen (vgl. hierzu z.B. BayVGH vom 17.8.2004 Az. 24 CS 04.2254 und vom 16.8.2002 Az. 24 CS 02.1986 in BayVBl 2003, 52).
- VG Bayreuth, 24.07.2003 - B 1 S 03.845 Dem BayVGH (vgl. Beschluss vom 16.08.2002 Az.: 24 CS 02.1986) ist zwar zuzustimmen, dass allein das Gedenken an Rudolf Heß sowie dahingehende Äußerungen nicht nach Art. 5 Abs. 2 GG verboten werden können und deshalb - für sich allein genommen - ein Versammlungsverbot nicht rechtfertigen.
- VG Weimar, 05.08.2004 - 2 E 5634/04 Allein die Tatsache, dass sich die Versammlung mit dem "Todesfall...H..." beschäftigt, bedeutet nicht, dass von der Begehung der oben genannten Straftaten ausgegangen werden kann (so auch BayVGH, Beschl. vom 16.08.2002 - 24 CS 02.1986 -).
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