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Rechtsprechung
   OVG Sachsen, 19.04.2018 - 3 A 215/17   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2018,11035
OVG Sachsen, 19.04.2018 - 3 A 215/17 (https://dejure.org/2018,11035)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 19.04.2018 - 3 A 215/17 (https://dejure.org/2018,11035)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 19. April 2018 - 3 A 215/17 (https://dejure.org/2018,11035)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Justiz Sachsen

    B 2. Alt. StPO, § 176a StGB, § 184b StGB, § 153 StPO, § 153a StPO, § 154 StPO, § 170 Stopp
    Pädophile Sexualpräferenz; pädophil-sexueller Missbrauch; erkennungsdienstliche Behandlung; Kinderpornograpfie; Pädophälie; Wiederholungsgefahr; Einstellung des Strafverfahrens

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Wird zitiert von ... (10)Zitiert selbst (15)

  • OVG Sachsen, 26.10.2015 - 3 A 407/15

    Erkennungsdienstliche Behandlung; Prognose bei Täter mit pädosexueller Störung; …

    Auszug aus OVG Sachsen, 19.04.2018 - 3 A 215/17
    Nach Sinn und Zweck der Ermächtigungsgrundlage bestimmt sich die Notwendigkeit der erkennungsdienstlichen Behandlung danach, ob der Sachverhalt, der anlässlich des gegen den Beschuldigten gerichteten Strafverfahrens festgestellt wurde, nach kriminalistischer Erfahrung angesichts aller Umstände des Einzelfalls Anhaltspunkte für die Annahme bietet, dass der Betroffene künftig oder anderwärts gegenwärtig mit guten Gründen als Verdächtiger in den Kreis potentieller Beteiligter an einer noch aufzuklärenden strafbaren Handlung einbezogen werden könnte und dass die erkennungsdienstlichen Unterlagen die dann zu führenden Ermittlungen den Betroffenen überführend oder entlastend fördern könnten (st. Rspr., SächsOVG, Beschl. v. 26. Oktober 2015 - 3 A 407/15 -, juris Rn. 8 m. w. N.).

    Nach der Rechtsprechung des Senats (Beschl. v. 26. Oktober 2015 - 3 A 407/15 -, juris Rn. 9) ist dabei davon auszugehen, dass Sexualdelikte regelmäßig von einer besonderen Veranlagung oder Neigung des Täters geprägt sind, weswegen bereits bei der einmaligen Begehung die Gefahr der Wiederholung von pädophil-sexuellem Missbrauch gegeben sein kann.

  • OVG Sachsen, 20.04.2016 - 3 A 187/15

    Erkennungsdienstliche Behandlung; Beschuldigteneigenschaft; maßgeblicher …

    Auszug aus OVG Sachsen, 19.04.2018 - 3 A 215/17
    Sodann muss die erkennungsdienstliche Behandlung notwendig sein (st. Rspr., SächsOVG, Urt. v. 20. April 2016 - 3 A 187/15 -, juris Rn. 18;… Beschl. v. 18. Oktober 2016 - 3 A 325/15 -, juris Rn. 5).

    Für die Beschuldigteneigenschaft genügt es, dass zum Zeitpunkt des Erlasses der Anordnung der erkennungsdienstlichen Maßnahme der Adressat - wie hier - formell betrachtet Beschuldigter eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens war (vgl. SächsOVG, Urt. v. 20. April 2016 - 3 A 187/15 -, juris Rn. 17).

  • OVG Sachsen, 07.10.2016 - 3 A 221/15

    Erkennungsdienstliche Behandlung, Behandlung, Prognoseentscheidung, …

    Auszug aus OVG Sachsen, 19.04.2018 - 3 A 215/17
    Ob die erkennungsdienstliche Behandlung trotz der Einstellung des Strafverfahrens notwendig ist, richtet sich danach, ob weiterhin Verdachtsmomente gegen den Betroffenen bestehen oder ob diese derart ausgeräumt worden sind, dass eine Wiederholungsgefahr ausgeschlossen ist (st. Rspr. des Senats, SächsOVG, Beschl. v. 7. Oktober 2016 - 3 A 221/15 -, juris Rn. 4;… Beschl. v. 5. Mai 2014 - 3 A 82/13 -, juris Rn. 5 m. w. N.;… OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 13. Juni 2016 - 1 S 71.15 -, juris Rn. 13;… OVG M-V, Urt. v. 25. November 2015 - 3 L 146/13 -, juris Rn. 53).

    Aufgrund der präventiv-polizeilichen Ausrichtung der erkennungsdienstlichen Behandlung entfällt die Notwendigkeit von erkennungsdienstlichen Maßnahmen nicht infolge derartiger Verfahrenseinstellungen, mithin bei Ermittlungs- oder Strafverfahren, die nicht wegen erwiesener Unschuld des Klägers zur Einstellung gelangt sind (SächsOVG, Beschl. v. 7. Oktober 2016, a. a. O. Rn. 7;… Beschl. v. 5. Mai 2014, a. a. O.).

  • OVG Sachsen, 07.03.2017 - 3 A 853/16

    Erkennungsdienstliche Behandlung; Einstellung der Ermittlungsverfahren; …

    Auszug aus OVG Sachsen, 19.04.2018 - 3 A 215/17
    Für die Beurteilung der übrigen Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen ist auf den Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung abzustellen (SächsOVG, Beschl. v. 7. März 2017 - 3 A 853/16 -, juris Rn. 8 m. w. N.).

    Die gerichtliche Kontrolle des der Behörde dabei zustehenden Beurteilungsspielraums (…vgl. NdsOVG, Beschl. v. 31. August 2010 - 11 ME 288/10 -, juris Rn. 5;… OVG LSA, Urt. v. 18. August 2010 - 3 L 372/09 -, juris Rn. 46;… VGH BW, Urt. v. 18. Dezember 2003 - 1 S 2211/02 -, juris Rn. 39) beschränkt sich darauf, ob die Prognose auf zutreffender Tatsachengrundlage beruht und ob sie nach gegenwärtiger Sach- und Rechtslage unter Einbeziehung des kriminalistischen Erfahrungswissens sachgerecht und vertretbar ist (st. Rspr., SächsOVG, Beschl. v. 7. März 2017 - 3 A 853/16 -, juris Rn. 9).

  • OVG Sachsen, 05.05.2014 - 3 A 82/13

    Anordnung erkennungsdienstlicher Maßnahmen, Unschuldsvermutung, abweichende …

    Auszug aus OVG Sachsen, 19.04.2018 - 3 A 215/17
    Ob die erkennungsdienstliche Behandlung trotz der Einstellung des Strafverfahrens notwendig ist, richtet sich danach, ob weiterhin Verdachtsmomente gegen den Betroffenen bestehen oder ob diese derart ausgeräumt worden sind, dass eine Wiederholungsgefahr ausgeschlossen ist (…st. Rspr. des Senats, SächsOVG, Beschl. v. 7. Oktober 2016 - 3 A 221/15 -, juris Rn. 4; Beschl. v. 5. Mai 2014 - 3 A 82/13 -, juris Rn. 5 m. w. N.;… OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 13. Juni 2016 - 1 S 71.15 -, juris Rn. 13;… OVG M-V, Urt. v. 25. November 2015 - 3 L 146/13 -, juris Rn. 53).

    Aufgrund der präventiv-polizeilichen Ausrichtung der erkennungsdienstlichen Behandlung entfällt die Notwendigkeit von erkennungsdienstlichen Maßnahmen nicht infolge derartiger Verfahrenseinstellungen, mithin bei Ermittlungs- oder Strafverfahren, die nicht wegen erwiesener Unschuld des Klägers zur Einstellung gelangt sind (…SächsOVG, Beschl. v. 7. Oktober 2016, a. a. O. Rn. 7; Beschl. v. 5. Mai 2014, a. a. O.).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 27.08.2014 - 5 A 1692/13

    Anordnung einer erkennungsdienstlichen Behandlung zur vorbeugenden Bekämpfung von …

    Auszug aus OVG Sachsen, 19.04.2018 - 3 A 215/17
    So kann etwa die Nutzung von Datenträgern - DVD´s oder CD-ROM´s - durch Finger- oder Handflächenabdrücke nachvollzogen werden (so auch OVG NRW, Beschl. v. 27. August 2014 - 5 A 1692/13 -, juris Rn. 13).
  • BVerwG, 19.10.1982 - 1 C 29.79

    Fingerabdruckabnahme bei Kaffeefahrten-Betrüger - § 81b Alt. 2 StPO, …

    Auszug aus OVG Sachsen, 19.04.2018 - 3 A 215/17
    Die Notwendigkeit der angeordneten erkennungsdienstlichen Maßnahmen richtet sich - anders als die Beschuldigteneigenschaft - im Regelfall nach der Sachlage der letzten mündlichen Verhandlung (BVerwG, Urt. v. 19. Oktober 1982 - 1 C 29.79 -, juris Rn. 31;… SächsOVG, Beschl. v. 7. Dezember 2010 - 3 A 452/10 -, juris Rn. 6 m. w. N.).
  • VGH Baden-Württemberg, 18.12.2003 - 1 S 2211/02

    Zur landesrechtlichen Legitimation erkennungsdienstlicher Maßnahmen, die der …

    Auszug aus OVG Sachsen, 19.04.2018 - 3 A 215/17
    Die gerichtliche Kontrolle des der Behörde dabei zustehenden Beurteilungsspielraums (…vgl. NdsOVG, Beschl. v. 31. August 2010 - 11 ME 288/10 -, juris Rn. 5;… OVG LSA, Urt. v. 18. August 2010 - 3 L 372/09 -, juris Rn. 46; VGH BW, Urt. v. 18. Dezember 2003 - 1 S 2211/02 -, juris Rn. 39) beschränkt sich darauf, ob die Prognose auf zutreffender Tatsachengrundlage beruht und ob sie nach gegenwärtiger Sach- und Rechtslage unter Einbeziehung des kriminalistischen Erfahrungswissens sachgerecht und vertretbar ist (…st. Rspr., SächsOVG, Beschl. v. 7. März 2017 - 3 A 853/16 -, juris Rn. 9).
  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 25.11.2015 - 3 L 146/13

    Anordnung erkennungsdienstlicher Maßnahmen

    Auszug aus OVG Sachsen, 19.04.2018 - 3 A 215/17
    Ob die erkennungsdienstliche Behandlung trotz der Einstellung des Strafverfahrens notwendig ist, richtet sich danach, ob weiterhin Verdachtsmomente gegen den Betroffenen bestehen oder ob diese derart ausgeräumt worden sind, dass eine Wiederholungsgefahr ausgeschlossen ist (…st. Rspr. des Senats, SächsOVG, Beschl. v. 7. Oktober 2016 - 3 A 221/15 -, juris Rn. 4;… Beschl. v. 5. Mai 2014 - 3 A 82/13 -, juris Rn. 5 m. w. N.;… OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 13. Juni 2016 - 1 S 71.15 -, juris Rn. 13; OVG M-V, Urt. v. 25. November 2015 - 3 L 146/13 -, juris Rn. 53).
  • OVG Niedersachsen, 31.08.2010 - 11 ME 288/10

    Anwendbarkeit einer sofortigen vollziehbaren Anordnung nach § 81b Alt. 2 …

    Auszug aus OVG Sachsen, 19.04.2018 - 3 A 215/17
    Die gerichtliche Kontrolle des der Behörde dabei zustehenden Beurteilungsspielraums (vgl. NdsOVG, Beschl. v. 31. August 2010 - 11 ME 288/10 -, juris Rn. 5;… OVG LSA, Urt. v. 18. August 2010 - 3 L 372/09 -, juris Rn. 46;… VGH BW, Urt. v. 18. Dezember 2003 - 1 S 2211/02 -, juris Rn. 39) beschränkt sich darauf, ob die Prognose auf zutreffender Tatsachengrundlage beruht und ob sie nach gegenwärtiger Sach- und Rechtslage unter Einbeziehung des kriminalistischen Erfahrungswissens sachgerecht und vertretbar ist (…st. Rspr., SächsOVG, Beschl. v. 7. März 2017 - 3 A 853/16 -, juris Rn. 9).
  • BVerwG, 20.02.1990 - 1 C 30.86

    Polizeirecht - Erkennungsdienstliche Unterlagen - Personenbezogene Hinweise - …

  • OVG Sachsen, 18.10.2016 - 3 A 325/15

    Erkennungsdienstliche Maßnahmen; Prognose; Beurteilungsspielraum; …

  • OVG Sachsen-Anhalt, 18.08.2010 - 3 L 372/09

    Zur Begründung der Anordnung einer erkennungsdienstlichen Behandlung - Zur …

  • OVG Berlin-Brandenburg, 13.06.2016 - 1 S 71.15

    Anordnung zur Durchführung einer erkennungsdienstlichen Behandlung auf der …

  • OVG Sachsen, 07.12.2010 - 3 A 452/10

    Erkennungsdienstliche Maßnahme

  • VG Mainz, 09.08.2018 - 1 K 1404/17

    Anordnung einer erkennungsdienstlichen Maßnahme; Zeitpunkt für die Beurteilung …

    Rn. 36 Hinsichtlich der Eigenschaft als Beschuldigter ist hier auf den Zeitpunkt des Erlasses des Ausgangsbescheids abzustellen (SächsOVG, Urteil vom 19. April 2018 - 3 A 215/17 -, juris, Rn. 20;… Beschluss vom 7. März 2017 - 3 A 853/16 -, BeckRS 2017, 116497, Rn. 12;… Urteil vom 20. April 2016 - 3 A 187/15 -, BeckRS 2016, 45642, Rn. 18; OVG MV…, Urteil vom 25. November 2015 - 3 L 146/13 -, BeckRS 2016, 42877, Rn. 30 ff.; SächsOVG, Beschluss vom 10. Oktober 2000 - 3 BS 53/00 -, NVwZ-RR 2001, 238; VG Mainz…, Urteil vom 14. September 2017 - 1 K 45/17.MZ -, juris, Rn. 33 ; a. A. VGH BW…, Beschluss vom 5. April 2016 - 1 S 275/16 -, juris, Rn. 6; HambOVG…, Urteil vom 11. April 2013 - 4·Bf 141/11 -, juris, Rn. 37; BayVGH…, Urteil vom 9. Februar 2004 - 24 B 03.695 -, BeckRS 2004, 30060, Rn. 12).

    Aufgrund der präventiv-polizeilichen Ausrichtung der erkennungsdienstlichen Behandlung entfällt die Notwendigkeit von erkennungsdienstlichen Maßnahmen nicht infolge derartiger Verfahrenseinstellungen, mithin bei Ermittlungs- oder Strafverfahren, die nicht wegen erwiesener Unschuld des Klägers zur Einstellung gelangt sind (SächsOVG, Urteil vom 19. April 2018 - 3 A 215/17 -, juris, Rn. 22).

    Auch bei dem Verbreiten und dem Besitz von kinder- und jugendpornografischen Schriften, ist bei dem Kläger von einer sexuellen Motivation auszugehen, was nach Überzeugung der Kammer durch die hohe Anzahl an Dateien belegt wird (vgl. auch SächsOVG, Urteil vom 19. April 2018 - 3 A 215/17 -, juris, Rn. 24).

    Allein schon der grundsätzlich hohe Aufwand für den Bezug von kinderpornografischem Material und die mehrjährige Nutzung der einschlägigen Onlinedienste zum Bezug von kinder- und jugendpornografischem Material ist ein Ausdruck für eine pädophile Veranlagung (vgl. SächsOVG, Urteil vom 19. April 2018 - 3 A 215/17 -, juris, Rn. 26).

    Die Eignung von Lichtbildern und sonstigen Messungen für Ermittlungserfolge im Hinblick auf die Gefahr realer pädophiler Betätigung ist hingegen offensichtlich (vgl. SächsOVG, Urteil vom 19. April 2018 - 3 A 215/17 -, juris, Rn. 30).

  • OVG Sachsen-Anhalt, 08.03.2019 - 3 L 238/17

    Erkennungsdienstliche Behandlung bei Sexualdelikt

    Auch die Fertigung von Lichtbildern, einer Personenbeschreibung sowie die Messung der Körpergröße kommt in diesem Zusammenhang eine Bedeutung zu (…vgl. OVG Münster, Beschl. v. 27. August 2014, a.a.O., RdNr. 13; OVG Bautzen, Urt. v. 19. April 2018 - 3 A 215/17 -, juris, RdNr. 30).

    Der Senat teilt die Auffassung der Beklagten, dass Sexualdelikte regelmäßig von einer besonderen Veranlagung oder Neigung des Täters geprägt sind, weswegen bereits bei der einmaligen Begehung die Gefahr der Wiederholung gegeben sein kann (vgl. SächsOVG, Urt. v. 19. April 2018 - 3 A 215/17 -, juris, RdNr. 24).

    Nichts anderes gilt, wenn einschlägige Dateien mittels eines mobilen Datenträgers ausgetauscht werden(…vgl. OVG NW, Beschl. v. 27. August 2014, a.a.O., RdNr. 13; SächsOVG, Urt. v. 19. April 2018, a.a.O., RdNr. 30).

    Rn. 59 bb) Auch die Fertigung von Lichtbildern, einer Personenbeschreibung sowie die Messung der Körpergröße kommt in diesem Zusammenhang eine Bedeutung zu (…vgl. OVG NW, Beschl. v. 27. August 2014, a.a.O., RdNr. 13; SächsOVG, Urt. v. 19. April 2018, a.a.O., RdNr. 30).

  • VG Stuttgart, 16.07.2020 - 1 K 4103/19

    Durchführung erkennungsdienstlicher Maßnahmen; Sexualstraftäter, einmalige …

    Vorliegend kommt hinzu, dass der Kläger bereits mehrere Sexualdelikte verwirklicht hat bzw. der Begehung hinreichend verdächtig ist, nämlich einerseits des Besitzes kinderpornographischer Schriften, andererseits des Missbrauchs von Kindern durch Verschicken von Penisbildern an ein 13jähriges Mädchen, mit dem er auf Instagram gechattet hat (vgl. allgemein zur Prognose der Wiederholungsgefahr bei Sexualdelikten OVG LSA, Beschluss vom 08.03.2019 - 3 L 238/17 -, NJW 2019, 1827; SächsOVG, Urteil vom 19.04.2018 - 3 A 215/17 -, juris; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 29.05.2008 - 1 S 1503/07 -, NJW 2008, 3082).
  • OVG Sachsen, 27.09.2021 - 6 A 425/20

    Antrag auf Zulassung der Berufung; Anordnung erkennungsdienstlicher Maßnahmen; …

    Liegen Lichtbilder und eine Personenbeschreibung vor, können Zeugen ggf. eine Aussage darüber machen, ob der erkennungsdienstlich Behandelte sich kinderpornografische Darstellungen aus solchen Quellen beschafft hat (…vgl. ebenso OVG LSA, Beschl. v. 8. März 2019 - 3 L 238/17 -, juris Rn. 58 f.; SächsOVG, Urt. v. 19. April 2018 - 3 A 215/17 -, juris Rn. 30;… OVG NW, Beschl. v. 27. August 2014 - 5 A 1692/13 -, juris Rn. 13).
  • OVG Sachsen, 24.04.2023 - 6 D 39/22

    Anordnung erkennungsdienstlicher Behandlung; Notwendigkeit i. S. v. § 81b 2. Alt. …

    In beiden Fällen erfolgte die Einstellung nicht - wie für eine Nichtberücksichtigung erforderlich (vgl. SächsOVG, Urt. v. 19. April 2018 - 3 A 215/17 -, juris Rn. 22 zur Einstellung nach § 153a Abs. 1 StPO;… Beschl. v. 21. Dezember 2017 - 3 D 68/17 -, juris, Rn. 9 zur Einstellung nach § 154 StPO;… v. 6. Februar 2017 - 3 A 862/16 -, juris Rn. 9 zur Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO) - wegen erwiesener Unschuld, sondern weil das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung nach Bezahlung des auferlegten Geldbetrags in Höhe von 300, 00 EUR im Jahr 2018 beseitigt war bzw. weil ein zur Anklageerhebung hinreichender Tatnachweis im Anlassverfahren nicht begründet werden konnte, obgleich nach den Gründen der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zwickau vom 28. Mai 2020 nach dem Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen "eine starke Vermutung" für den Kläger als einen von drei Beschuldigten sprach.
  • OVG Sachsen, 16.06.2020 - 3 A 346/20

    Erkennungsdienstliche Maßnahme; Einstellung mangels Tatnachweises

    Behörde und Gericht müssen sich unter sorgfältiger Würdigung aller Umstände des Falls damit auseinandersetzen, aus welchen Gründen eine erkennungsdienstliche Behandlung dennoch notwendig ist (st. Rspr.; vgl. SächsOVG, Urt. v. 19. April 2018 - 3 A 215/17 -, juris Rn. 22 m. w. N.;… BVerwG, Urt. v. 27. Juni 2018 - 6 C 39/16 -, juris Rn. 23 m. w. N.).
  • OVG Sachsen, 05.02.2024 - 6 A 267/21

    Notwendigkeit erkennungsdienstlicher Maßnahmen; Warenkreditbetrug im Internet

    Denn die im Rahmen der Anordnung erkennungsdienstlicher Maßnahmen anzustellende Gefahrenprognose muss nicht bloß an strafgerichtliche Verurteilungen anknüpfen, sondern darf sich gegebenenfalls auch auf nach § 170 Abs. 2 oder §§ 153 ff. StPO eingestellte strafrechtliche Ermittlungsverfahren stützen, wenn in dem jeweiligen Verfahren die Verdachtsmomente nicht ausgeräumt sind (…vgl. BVerfG, Kammerbeschl. v. 1. Juni 2006 - 1 BvR 2293/03 -, juris, Rn. 12;… v. 16. Mai 2002 - 1 BvR 2257/01 -, juris, Rn. 11;… OVG NRW, Beschl. v. 31. Januar 2021 - 5 A 3822/18 -, juris Rn. 24 ff.; SächsOVG, Urt. v. 19. April 2018 - 3 A 215/17 -, juris Rn. 22 zur Einstellung nach § 153a Abs. 1 StPO;… Beschl. v. 21. Dezember 2017 - 3 D 68/17 - , juris, Rn. 9 zur Einstellung nach § 154 StPO;… v. 6. Februar 2017 - 3 A 862/16 -, juris Rn. 9 zur Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO).
  • OVG Sachsen, 10.06.2022 - 6 A 949/20

    Erkennungsdienstliche Behandlung; Beschuldigteneigenschaft; Notwendigkeit der …

    Das Verwaltungsgericht hat den Fortfall der Beschuldigteneigenschaft vor Erlass des Widerspruchsbescheids unter Verweis auf ein Urteil des 3. Senats des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 19. April 2018 - 3 A 215/17 - für unerheblich gehalten.
  • VGH Bayern, 15.01.2026 - 10 CS 25.2390

    Anordnung erkennungsdienstlicher Behandlung, Ermittlungsverfahren wegen des …

    Im Rahmen der Würdigung der Umstände des Einzelfalls ist im Falle von Sexualdelikten zu berücksichtigen, dass diese regelmäßig von einer besonderen Veranlagung oder Neigung des Täters geprägt sind und damit statistisch betrachtet eine signifikant höhere Rückfallgefahr bergen, wenn nicht die Tatumstände und alle weiteren bedeutsamen Faktoren auf eine zu erwartende Einmaligkeit der Tat hindeuten (…BVerfG, B.v. 1.6.2006 - 1 BvR 2293/03 - juris Rn. 15;… BayVGH, B.v. 2.4.2015 - 10 C 15.304 - juris Rn. 8;… OVG NW, B.v. 15.11.2023 - 5 B 1015/23 - juris Rn. 16 bis 18;… OVG LSA, B.v. 8.3.2019 - 3 L 238/17 - juris Rn. 36 OVG RhPf, U.v. 24.9.2018 - 7 A 10256/18 - juris Rn. 55; SächsOVG, U.v. 19.4.2018 - 3 A 215/17 - juris Rn. 24).
  • VG Aachen, 10.05.2024 - 6 K 2021/23
    Rn. 8 Vgl. OVG NRW, Beschluss vom 27. August 2014 - 5 A 1692/13 -, juris, Rn. 9; OVG LSA, Beschluss vom 8. März 2019 - 3 L 238/17 -, juris, Rn. 36; OVG Rh.-Pf., Urteil vom 24. September 2018 - 7 A 10256/18 -, juris, Rn. 55; Sächs. OVG, Urteil vom 19. April 2018 - 3 A 215/17 -, juris, Rn. 26 und 29; VG Mainz, Urteil vom 9. August 2018 - 1 K 1404/17.MZ -, juris, Rn. 50.
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