Rechtsprechung
| BVerwG, 15.12.1971 - III B 134.71 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Anforderungen an die Begründung eines Treuhandverhältnisses bei Beteiligung von rassisch Verfolgten - Zulässigkeit und Begründetheit einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - Anforderungen an die grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache und ihre ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Berlin, 08.06.1971 - IX A 140.69
- BVerwG, 15.12.1971 - III B 134.71
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 10.12.1959 - III C 111.58
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 15.12.1971 - III B 134.71
Es ist durch die Rechtsprechung des beschließenden Senats bereits hinreichend geklärt, daß die nach den Umständen des Falles in der Verfolgungszeit gebotene Geheimhaltung jüdischen Eigentums zur Folge hat, daß zur Begründung eines Treuhandverhältnisses ein Mindestmaß an Verdeutlichung genügt 5 entscheidend kommt es danach auf den inneren Vorgang an, der die Treuhandschaft begründet hat (vgl. Urteil vom 10. Dezember 1959 - BVerwG III C 111.58 - [Buchholz 427.3 § 229 Nr. 12 a = MDR 1960, 246 = NJW 1960, 645]; Urteil vom 7. September 1961 - BVerwG III C 281.58 - [BVerwGE 13, 63]; Urteil vom 12. Januar 1965 - BVerwG III C 9.64 - [BVerwGE 20, 177]; Urteil vom 2. Mai 1968 - BVerwG III C 241.64 - [ZLA 1968, 232]; Urteil vom 16. Oktober 1969 - BVerwG III C 160.68 - [Buchholz 427.3 § 229 Nr. 70 = ZLA 1970, 33 = RLA 1970, 71]).Zu Unrecht macht die Revision auch geltend, das angefochtene Urteil weiche von dem Urteil des Senats vom 10. Dezember 1959 - BVerwG III C 111.58 - ab und beruhe auf dieser Abweichung (§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO), weil es das dortige Erkenntnis des Senats nicht berücksichtigt habe, daß die äußere Rechtsform der Gesellschaft wegen Verfolgungsmaßnahmen notwendigerweise habe unverändert bleiben müssen.
Das Verwaltungsgericht hat nämlich die Klage nicht wegen fehlender Verdeutlichung des Treuhandverhältnisses nach außen scheitern lassen, sondern - ähnlich wie es in dem dem Urteil des Senats vom 10. Dezember 1959 - BVerwG III C 111.58 - zugrunde liegenden Fall nach der Zurückverweisung geschehen ist (vgl. BVerwGE 20, 177) - daran, daß es eine innere Vereinbarung zwischen der Gesellschaft und den Gesellschaftern über die Begründung eines Treuhandverhältnisses nicht als glaubhaft gemacht angesehen hat; die Kläger können deshalb nicht als wirtschaftliche Eigentümer im Schadenszeitpunkt und damit nicht als unmittelbar Geschädigte (§ 229 Abs. 2 Satz 2 LAG) und Antragsberechtigte (§ 10 FG) angesehen werden.
- BVerwG, 14.01.1965 - III C 9.64
Feststellung von Kriegssachschaden an Grundstücken, die einer GmbH im Sinne der …
Auszug aus BVerwG, 15.12.1971 - III B 134.71
Es ist durch die Rechtsprechung des beschließenden Senats bereits hinreichend geklärt, daß die nach den Umständen des Falles in der Verfolgungszeit gebotene Geheimhaltung jüdischen Eigentums zur Folge hat, daß zur Begründung eines Treuhandverhältnisses ein Mindestmaß an Verdeutlichung genügt 5 entscheidend kommt es danach auf den inneren Vorgang an, der die Treuhandschaft begründet hat (vgl. Urteil vom 10. Dezember 1959 - BVerwG III C 111.58 - [Buchholz 427.3 § 229 Nr. 12 a = MDR 1960, 246 = NJW 1960, 645]; Urteil vom 7. September 1961 - BVerwG III C 281.58 - [BVerwGE 13, 63]; Urteil vom 12. Januar 1965 - BVerwG III C 9.64 - [BVerwGE 20, 177]; Urteil vom 2. Mai 1968 - BVerwG III C 241.64 - [ZLA 1968, 232]; Urteil vom 16. Oktober 1969 - BVerwG III C 160.68 - [Buchholz 427.3 § 229 Nr. 70 = ZLA 1970, 33 = RLA 1970, 71]).Das Verwaltungsgericht hat nämlich die Klage nicht wegen fehlender Verdeutlichung des Treuhandverhältnisses nach außen scheitern lassen, sondern - ähnlich wie es in dem dem Urteil des Senats vom 10. Dezember 1959 - BVerwG III C 111.58 - zugrunde liegenden Fall nach der Zurückverweisung geschehen ist (vgl. BVerwGE 20, 177) - daran, daß es eine innere Vereinbarung zwischen der Gesellschaft und den Gesellschaftern über die Begründung eines Treuhandverhältnisses nicht als glaubhaft gemacht angesehen hat; die Kläger können deshalb nicht als wirtschaftliche Eigentümer im Schadenszeitpunkt und damit nicht als unmittelbar Geschädigte (§ 229 Abs. 2 Satz 2 LAG) und Antragsberechtigte (§ 10 FG) angesehen werden.
- BVerwG, 07.09.1961 - III C 281.58
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 15.12.1971 - III B 134.71
Es ist durch die Rechtsprechung des beschließenden Senats bereits hinreichend geklärt, daß die nach den Umständen des Falles in der Verfolgungszeit gebotene Geheimhaltung jüdischen Eigentums zur Folge hat, daß zur Begründung eines Treuhandverhältnisses ein Mindestmaß an Verdeutlichung genügt 5 entscheidend kommt es danach auf den inneren Vorgang an, der die Treuhandschaft begründet hat (vgl. Urteil vom 10. Dezember 1959 - BVerwG III C 111.58 - [Buchholz 427.3 § 229 Nr. 12 a = MDR 1960, 246 = NJW 1960, 645]; Urteil vom 7. September 1961 - BVerwG III C 281.58 - [BVerwGE 13, 63]; Urteil vom 12. Januar 1965 - BVerwG III C 9.64 - [BVerwGE 20, 177]; Urteil vom 2. Mai 1968 - BVerwG III C 241.64 - [ZLA 1968, 232]; Urteil vom 16. Oktober 1969 - BVerwG III C 160.68 - [Buchholz 427.3 § 229 Nr. 70 = ZLA 1970, 33 = RLA 1970, 71]). - BVerwG, 16.10.1969 - III C 160.68
Übertragbarkeit von Gesellschaftsanteilen auf die Ehefrau
Auszug aus BVerwG, 15.12.1971 - III B 134.71
Es ist durch die Rechtsprechung des beschließenden Senats bereits hinreichend geklärt, daß die nach den Umständen des Falles in der Verfolgungszeit gebotene Geheimhaltung jüdischen Eigentums zur Folge hat, daß zur Begründung eines Treuhandverhältnisses ein Mindestmaß an Verdeutlichung genügt 5 entscheidend kommt es danach auf den inneren Vorgang an, der die Treuhandschaft begründet hat (vgl. Urteil vom 10. Dezember 1959 - BVerwG III C 111.58 - [Buchholz 427.3 § 229 Nr. 12 a = MDR 1960, 246 = NJW 1960, 645]; Urteil vom 7. September 1961 - BVerwG III C 281.58 - [BVerwGE 13, 63]; Urteil vom 12. Januar 1965 - BVerwG III C 9.64 - [BVerwGE 20, 177]; Urteil vom 2. Mai 1968 - BVerwG III C 241.64 - [ZLA 1968, 232]; Urteil vom 16. Oktober 1969 - BVerwG III C 160.68 - [Buchholz 427.3 § 229 Nr. 70 = ZLA 1970, 33 = RLA 1970, 71]). - BVerwG, 02.05.1968 - III C 241.64
Feststellung von Kriegssachschäden bei einem Grundstück - Begriff des …
Auszug aus BVerwG, 15.12.1971 - III B 134.71
Es ist durch die Rechtsprechung des beschließenden Senats bereits hinreichend geklärt, daß die nach den Umständen des Falles in der Verfolgungszeit gebotene Geheimhaltung jüdischen Eigentums zur Folge hat, daß zur Begründung eines Treuhandverhältnisses ein Mindestmaß an Verdeutlichung genügt 5 entscheidend kommt es danach auf den inneren Vorgang an, der die Treuhandschaft begründet hat (vgl. Urteil vom 10. Dezember 1959 - BVerwG III C 111.58 - [Buchholz 427.3 § 229 Nr. 12 a = MDR 1960, 246 = NJW 1960, 645]; Urteil vom 7. September 1961 - BVerwG III C 281.58 - [BVerwGE 13, 63]; Urteil vom 12. Januar 1965 - BVerwG III C 9.64 - [BVerwGE 20, 177]; Urteil vom 2. Mai 1968 - BVerwG III C 241.64 - [ZLA 1968, 232]; Urteil vom 16. Oktober 1969 - BVerwG III C 160.68 - [Buchholz 427.3 § 229 Nr. 70 = ZLA 1970, 33 = RLA 1970, 71]).
- BVerwG, 22.05.1986 - 3 C 64.84 Für diesen Fall mußte das Verwaltungsgericht aber in seine rechtlichen Erwägungen einbeziehen, ob ein Treuhandverhältnis vorgelegen hat mit der Folge, daß das auf den Gesellschafter B. übertragene Vermögen weiterhin den beiden jüdischen Mitgesellschaftern nach § 229 Abs. 2 LAG in Verbindung mit § 39 AO wirtschaftlich zuzurechnen gewesen wäre (vgl. hierzu u.a. Beschlüsse vom 15. Dezember 1971 - BVerwG 3 B 134.71 - m.w.N., vom 19. September 1972 - BVerwG 3 B 115.71 -
und vom 19. Mai 1976 - BVerwG 3 B 95.74 - ). - BVerwG, 08.05.1981 - 3 B 14.80
Grundlegende Bedeutung einer Rechtssache - Anforderungen an das Vorliegen eines …
In einem künftigen Revisionsverfahren kann über die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts in seinen Entscheidungen vom 15. Dezember 1971 - BVerwG 3 B 134.71 - (Buchholz 427.207 § 1 Nr. 23), vom 29. November 1973 - BVerwG 3 C 28.72 - (Buchholz 427.2 § 7 Nr. 12 = ZLA 1974, 71), 12. März 1975 - BVerwG 3 C 5.73 - (ZLA 1975, 120) und vom 4. März 1976 - BVerwG 3 C 3.75 - (ZLA 1976, 147) hinaus voraussichtlich geklärt werden, welche Anforderungen an das Vorliegen eines Treuhandverhältnisses in bezug auf Grundvermögen im Bereich des Beweissicherungs- und Feststellungsgesetzes mit Rücksicht auf die dort vorliegenden politischen Verhältnisse zu stellen sind. - BVerwG, 19.05.1976 - III B 95.74
Vertreibungsschaden an Betriebsvermögen - Entziehung von Vermögensgegenständen im …
Entscheidend kommt es insoweit auf die inneren Vorgänge zwischen dem Veräußerer und dem Erwerber an, während mit Rücksicht auf die in der Verfolgungszeit gebotene Geheimhaltung jüdischen Vermögens regelmäßig ein Mindestmaß an Verdeutlichung nach außen genügen muß (vgl. den Beschluß des Senats vom 15. Dezember 1971 - BVerwG III B 134.71 - [Buchholz 427.207 § 1 Nr. 23]).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".