Rechtsprechung
| OVG Schleswig-Holstein, 23.04.2004 - 3 LB 97/03 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Judicialis
BhV SH § 6 Abs. 1 Nr. 2; ; BhV SH § 6 Abs. 1 Nr. 2 S. 4
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Anspruch auf Bewilligung einer Beihilfe zu Aufwendungen für verordnete chinesischen Phytotherapeutika; Definition des Begriffs "Arzneimittel" nach den Vorschriften des Arzneimittelgesetzes; Einordnung von chinesischen Phytotherapeutika als Mittel, die geeignet sind, ...
Verfahrensgang
- VG Schleswig, 08.07.2002 - 11 A 287/01
- OVG Schleswig-Holstein, 23.04.2004 - 3 LB 97/03
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (6)
- BVerwG, 30.05.1996 - 2 C 5.95
Beamtenrecht: Beihilfe zu Gunsten von Beamten für Mittel gegen Hausstaubmilben …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 23.04.2004 - 3 LB 97/03
Der Senat hat deshalb keine Bedenken, in Ermangelung einer in den Beihilfevorschriften geregelten Definition des (beihilferechtlichen) Arzneimittelbegriffs auf die allgemeine Definition in § 2 Arzneimittelgesetz ( - AMG -) in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. Dezember 1998 (BGBl. I S. 3586), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 21. August 2002 (BGBl. I S. 3352) zurückzugreifen (…ebenso BayVGH, Urt. v. 31.03.1993 - 3 B 92.1101 - Juris;… Schröder/W./Weber, Beihilfevorschriften, Bundeskommentar, Stand :Januar 2003, § 6 Rdnr. 5; vgl. auch BVerwG, Urteil vom 30. Mai 1996 - 2 C 5.95 - Juris ). - BVerwG, 28.04.1988 - 2 C 58.85
Bundesbahnbeamter - Dienstherr - Kostenbeihilfe - Alkoholentwöhnungsbehandlung - …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 23.04.2004 - 3 LB 97/03
Wenn die Beihilfevorschriften für bestimmte Aufwendungen die Gewährung einer Beihilfe beschränken oder - wie hier - ausschließen, kann auf die allgemeinen Vorschriften über die Fürsorgepflicht insoweit allenfalls dann zurückgegriffen werden, wenn sonst die Fürsorgepflicht in ihrem Wesenskern verletzt wäre (vgl. BVerwG, Urt. v. 28.04.1988 - 2 C 58.85 - m.w.N., Juris). - BVerwG, 14.03.1991 - 2 C 23.89
Beihilfefähigkeit von Kraftfahrzeugen - Behindertebgerechte Umrüstung eines …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 23.04.2004 - 3 LB 97/03
Die Frage, ob ein Mittel unter die genannte Vorschrift fällt, ist dabei nicht nach seinem konkreten Einsatz, sondern nach seiner objektiven Eignung zu entscheiden (…vgl. OVG Hamburg, Urt. v. 17.Juni.1994 - Bf I 17/93 - ZBR 1995, 245;… OVG Münster, Urt. v. 14.Juli 1988 - 12 A 1271/86 - DÖD 1989, 144, Beschl. v. 02.Juni 1992 - 6 A 919/92 - Juris; ähnlich BVerwG, Urt. v. 14.März 1991 - 2 C 23.89 - DÖD 1991, 203, 204).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 23.08.1993 - 12 A 1031/91
Aufwendungen; Goldnerz-Aufbaucreme; Beihilfefähigkeit; Verletzung der …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 23.04.2004 - 3 LB 97/03
Eine solche Verletzung setzt eine finanzielle Belastung voraus, die zu einer einschneidenden Beeinträchtigung der Lebensführung des Beamten führen (vgl. OVG Münster, Urt. v. 23.08.1993 - 12 A 1031/91 - Juris). - OVG Hamburg, 17.06.1994 - Bf I 17/93
Vernichtung von Hausstaubmilben; Arzneimittel; Beihilfefähigkeit; …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 23.04.2004 - 3 LB 97/03
Die Frage, ob ein Mittel unter die genannte Vorschrift fällt, ist dabei nicht nach seinem konkreten Einsatz, sondern nach seiner objektiven Eignung zu entscheiden (vgl. OVG Hamburg, Urt. v. 17.Juni.1994 - Bf I 17/93 - ZBR 1995, 245;… OVG Münster, Urt. v. 14.Juli 1988 - 12 A 1271/86 - DÖD 1989, 144, Beschl. v. 02.Juni 1992 - 6 A 919/92 - Juris;… ähnlich BVerwG, Urt. v. 14.März 1991 - 2 C 23.89 - DÖD 1991, 203, 204). - OVG Nordrhein-Westfalen, 14.07.1988 - 12 A 1271/86
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 23.04.2004 - 3 LB 97/03
Die Frage, ob ein Mittel unter die genannte Vorschrift fällt, ist dabei nicht nach seinem konkreten Einsatz, sondern nach seiner objektiven Eignung zu entscheiden (…vgl. OVG Hamburg, Urt. v. 17.Juni.1994 - Bf I 17/93 - ZBR 1995, 245; OVG Münster, Urt. v. 14.Juli 1988 - 12 A 1271/86 - DÖD 1989, 144, Beschl. v. 02.Juni 1992 - 6 A 919/92 - Juris;… ähnlich BVerwG, Urt. v. 14.März 1991 - 2 C 23.89 - DÖD 1991, 203, 204).
- VGH Bayern, 13.12.2010 - 14 BV 08.1982
Zum Begriff des Arzneimittels in § 18 Satz 1 BayBhV.
Die arzneimittelrechtliche Definition kann allerdings als Ausgangspunkt für die Bestimmung der im Beihilferecht verwendeten gleichlautenden Begriffe dienen (vgl. siehe BVerwG vom 30.5.1996 ZBR 1996, 314; BayVGH vom 17.5.2010 Az. 14 B 08.3164; BayVGH vom 5.3.2010 Az. 14 BV 08.1013 u.a.; BayVGH vom 26.10.1994, ZBR 1995, 209;… VGH BW vom 31.8.2010 a.a.O.;… VGH BW vom 23.2.2010 a.a.O.;… VGH BW vom 19.1.2010 a.a.O.; OVG RhPf vom 9.5.2005 ZBR 2006, 203; OVG RhPf vom 19.5.1995 DÖD 1995, 291; OVG RhPf vom 9.12.1994 AS 26, 157; SächsOVG vom 6.8.2009 Az. 2 A 119/08; OVG SH vom 23.4.2004 Az. 3 LB 97/03). - VG Schleswig, 29.01.2007 - 11 A 185/04
Beihilfe zu Aufwendungen für Dekokte nach der traditionellen chinesischen Medizin
Dekokte aus Heilplanzen nach der TCM sind nicht geeignet, Güter des täglichen Bedarfs zu ersetzen (entgegen Schleswig-Holsteinisches OVG, U. v. 23.04.2004 - 3 LB 97/03 -).Rn. 4 Mit Widerspruchsbescheid vom 16.08.2004 wies der Beklagte den Widerspruch der Klägerin unter Hinweis auf das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts vom 23.04.2004 - 3 LB 97/03 - zurück mit der Begründung, dass aus den verordneten Kräutermischungen Abkochungen hergestellt würden, die geeignet seien, andere Kräuter oder Kräutermischungen zu ersetzten, aus denen ebenfalls Tees oder teeähnliche Getränke hergestellt würden, die anschließend getrunken werden.
Die Kammer folgt für die der Klägerin verordneten Dekokte nicht der gegensätzlichen Meinung des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts (vgl. U. v. 23.04.2004 - 3 LB 97/03 -), wonach generell chinesische Arzneimittel, die abgekocht und getrunken werden, geeignet seien, andere Kräutertees und Kräuterteemischungen zu ersetzen und damit den Gütern des täglichen Bedarfs zuzurechnen seien.
- VG Osnabrück, 24.04.2006 - 3 A 145/05
Verfassungsmäßigkeit des Ausschlusses der Beihilfe für bestimmte Arzneimittel.
Eine Verletzung des Wesenskerns der Fürsorgepflicht kann nur dann angenommen werden, wenn durch die Nichtgewährung der Leistung für des Beamten und seiner Familie eine unerträgliche Belastung der amtsangemessenen Lebensführung einträte (NdsOVG, Urteil vom 21.9.2005, 2 LB 118/03, juris mwN; ebenso OVG Schleswig-Holstein, Urteil vom 23.4.2004, 3 LB 97/03).
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