Rechtsprechung
| OVG Sachsen, 03.12.2013 - 4 A 567/11 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Justiz Sachsen
VwGO § 79 Abs. 1 Nr. 1; SächsKAG § 33
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
VwGO § 79 Abs. 1 Nr. 1; SächsKAG § 33
Erforderlichkeit einer gesetzlichen Grundlage für die vollständige Übertragung öffentlicher Aufgaben auf einen privaten Dritten - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (10)
- sachsen.de
(Pressemitteilung)
Private GmbH darf keine behördlichen Bescheide erlassen
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Der von einem Privaten erlassene Verwaltungsakt
- wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)
Private GmbH darf keine behördlichen Bescheide erlassen
- wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)
Beauftragung einer privaten juristischen Person mit Erlass von Abgabenbescheiden kann unzulässig sein
- kanzlei-schenderlein.de (Kurzinformation)
Zur Beitragsfestsetzung durch einen Eigenbetrieb der Gemeinde
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Beauftragung einer privaten juristischen Person mit Erlass von Abgabenbescheiden kann unzulässig sein
- hausundgrund-rheinland.de (Kurzinformation)
Private GmbH darf keine behördlichen Bescheide erlassen
- kurzschmuck.de (Kurzinformation)
Übertragung öffentlicher Aufgaben auf private Dritte unzulässig
- kurzschmuck.de (Kurzinformation)
Übertragung öffentlicher Aufgaben auf private Dritte unzulässig!
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Erforderlichkeit einer gesetzlichen Grundlage für die vollständige Übertragung öffentlicher Aufgaben auf einen privaten Dritten
Verfahrensgang
- VG Dresden, 16.02.2010 - 2 K 201/09
- OVG Sachsen, 03.12.2013 - 4 A 567/11
Papierfundstellen
- DVBl 2014, 536
- DÖV 2014, 447
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (4)
- VG Dresden, 16.02.2010 - 2 K 201/09
Ersatz der Kosten für den Aufwand für die Herstellung, Erneuerung oder …
Auszug aus OVG Sachsen, 03.12.2013 - 4 A 567/11
Ausfertigung Az.: 4 A 567/11 2 K 201/09.Auf die Berufung der Beklagten wird das Urteil des Verwaltungsgerichts Dresden vom 16. Februar 2010 - 2 K 201/09 - geändert.
das Urteil des Verwaltungsgerichts Dresden vom 16. Februar 2010 - 2 K 201/09 - zu ändern und die Klage abzuweisen.
- BVerwG, 23.08.2011 - 9 C 2.11
Gebührenbescheid; privater Geschäftsbesorger; Zweckverband; Gemeindeverband; …
Auszug aus OVG Sachsen, 03.12.2013 - 4 A 567/11
Kann aber selbst eine Willenserklärung ohne Verwaltungsaktqualität durch einen Widerspruchsbescheid in einen Verwaltungsakt umgestaltet werden, muss es erst recht möglich sein, einen bloß formal der Behörde zuzurechnenden Verwaltungsakt durch Nachholen einer materiellen, behördlich verantworteten Regelung zu gestalten (BVerwG, Urt. v. 23. August 2011, BVerwGE 140, 245, juris Rn. 20, m. w. N.). - OVG Thüringen, 14.12.2009 - 4 KO 482/09
Benutzungsgebührenrecht; Unzulässige Erhebung von Wasser- und Abwassergebühren …
Auszug aus OVG Sachsen, 03.12.2013 - 4 A 567/11
Die Grenze der Verwaltungs- und Erfüllungshilfe ist dagegen überschritten, wenn der Helfer - wie hier die Stadtentwässerung Dresden GmbH - eigenständig die vollständige Einzelveranlagung übernimmt (vgl. ThürOVG, Urt. v. 14. Dezember 2009 - 4 KO 482/09 -, juris Rn. 34 f.). - OVG Sachsen, 23.02.2012 - 5 A 331/10
Erlass eines Gebührenbescheides durch einen privaten Verwaltungshelfer, Heilung, …
Auszug aus OVG Sachsen, 03.12.2013 - 4 A 567/11
Eine Behörde verstößt gegen den Grundsatz der Selbstorganschaft, wenn sie eine juristische Person des Privatrechts mit dem inhaltlichen Erlass der Abgabenbescheide beauftragt (SächsOVG, Beschl. v. 23. Februar 2012 - 5 A 331/10 -, juris, Rn. 12 ff.).
- OVG Sachsen, 13.04.2015 - 5 A 670/13
Veröffentlichung, Rückwirkung, Zweckverband, Verbandsversammlung, Gebühren, …
Dies folgt bereits daraus, dass eine Eingliederungsvereinbarung zwischen zwei Gemeinden eine kommunalpolitische Vereinbarung ist, die keine Wirkungen zu Gunsten oder zu Lasten Dritter, hier des beklagten Zweckverbands und der Kläger, entfaltet (SächsOVG, Urt. v. 3. Dezember 2013 - 4 A 567/11 -, juris Rn. 29 ff.).Deshalb können sich die Kläger auf die Vereinbarung nicht berufen (SächsOVG, Urt. v. 3. Dezember 2013 a. a. O.).
- VGH Baden-Württemberg, 12.03.2026 - 1 S 865/24
Bestellung eines Prozesspflegers für eine ehemalige Gemeinde
Die Eingliederungsvereinbarung (vgl. § 8 Abs. 2 Satz 1 GemO ; Art. 74 Abs. 2 Satz 1 Alt. 1 LV ) ist ein koordinationsrechtlicher öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen zwei Gemeinden, der die Gemeinden als Vertragsparteien bindet, jedoch - wie von der Klägerin zu 1 und der Beklagten zu 1 in § 19 EV ausdrücklich geregelt - grundsätzlich keine unmittelbare Außenwirkung für und wider Dritte entfaltet (vgl. SächsOVG, Urt. v. 03.12.2013 - 4 A 567/11 - juris Rn. 29;… VGH Bad.-Württ., Urt. v. 26.05.1994 - 5 S 2611/93 - juris 24;… BayVGH, Beschl. v. 24.03.2014 - 6 ZB 13.2465 - juris Rn. 10). - OVG Sachsen, 02.12.2016 - 7 C 17/16
Verwaltungsakt, Gebührenfreiheit; Flurbereinigungsverfahren, …
Rn. 20 Der Zulässigkeit der Klage steht im Weiteren nicht entgegen, dass das Schreiben vom 27. April 2016 nicht die Voraussetzungen eines Verwaltungsakts (§ 35 VwVfG) erfüllt hat, da es jedenfalls in der Gestalt, die es durch den Widerspruchsbescheid vom 27. Juni 2016 erhalten hat zu einem Verwaltungsakt geworden ist (§ 79 Abs. 1 Nr. 1 VwGO; vgl. SächsOVG, Urt. v. 3. Dezember 2013 - 4 A 567/11 -, Rn. 20 …und Urt. v. 13. Februar 2014 - 4 A293/12 -, juris Rn. 17 ff., jweils m. w. N;… Kopp/Schenke, VwGO, 22. Aufl., § 79 Rn. 2).
- VG Saarlouis, 27.09.2016 - 3 K 1287/14
Abwasserrecht: Verwirkung von Rechten
Rn. 23 Im Übrigen würde eine Vereinbarung mit dem von dem Kläger behaupteten Inhalt (Übernahme der von den Bauherrn im Jahre 1954/1955 errichteten Grundstücksentwässerungsanlagen durch die Stadt bei gleichzeitiger Wartung und Unterhaltung durch diese) zu einer satzungswidrigen Belastung der übrigen Gebührenschuldner führen und daher einen von vorneherein unzulässigen Vertrag zu Lasten Dritter darstellen(Vgl. BVerwG, Urteil vom 25.11.1981 -8 C 10/81-; OVG NRW, Beschluss vom 16.04.2014 -15 A 1766/13-; Sächs. OVG, Urteil vom 03.12.2013 -4 A 567/11-, sämtl. juris). - OVG Sachsen, 13.02.2014 - 4 A 293/12
Rechtsanwaltsversorgungsgesetz, Mitgliedsbeitrag, Säumniszuschlag, …
Nach der vom Senat geteilten (Urt. v. 3. Dezember 2013 - 4 A 567/11 - Rn. 19 f.) Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts liegt eine Gestaltänderung im Sinne des § 79 Abs. 1 Nr. 1 VwGO und damit ein Verwaltungsakt auch dann vor, wenn ursprünglich kein Verwaltungsakt existierte und der Widerspruchsbescheid aus einer (schlichten) Willenserklärung einen Verwaltungsakt macht (…BVerwG, Urt. v. 29. Juni 1987 - 8 C 21.86 -, juris Rn. 9 ff.;… Urt. v. 23. August 2011, BVerwGE 140, 245, juris Rn. 20 m. w. N.). - VG München, 14.11.2022 - M 31 K 20.6830
Koordinationsrechtlicher öffentlich-rechtlicher Vertrag, Beteiligung eines …
Abgesehen davon, dass es auf die subjektiven Vorstellungen der Vertragsparteien für die Einordung des Vertrags nicht ankommt (…vgl. Fehling in Fehling/Kastner/Störmer, Verwaltungsrecht, 5. Aufl. 2021, § 54 Rn. 38) und es auch nicht ausgeschlossen ist, öffentlich-rechtliche Verträge zugunsten Dritter auszugestalten (vgl. SächsOVG, U.v. 3.12.2013 - 4 A 567/11 - juris Rn. 29;… VG Stuttgart, B.v. 22.6.2022 - 9 K 3154/22 - juris Rn. 24), stellt diese vertragliche Regelung keinen Vertrag im Sinne von § 328 BGB dar.
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".