Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 142/16 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- openjur.de
Zulässigkeit der zusammenfassenden Bewertung in Bezug auf das angestrebte Amt bei Anlassbeurteilungen; Vergabe des Gesamturteils für das angestrebte Amt unter Berücksichtigung der Bewertung derselben im derzeitigen Statusamt; Pflicht zur Begründung aller Kriterien
- Justiz Baden-Württemberg
Zulässigkeit der zusammenfassenden Bewertung in Bezug auf das angestrebte Amt bei Anlassbeurteilungen; Vergabe des Gesamturteils für das angestrebte Amt unter Berücksichtigung der Bewertung derselben im derzeitigen Statusamt; Pflicht zur Begründung aller Kriterien
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Anlassbeurteilung
- rechtsportal.de
GG Art. 33 Abs. 2
Verletzung des Bewerbungsverfahrensanspruchs eines Bewerbers durch eine fehlerhafte Auswahlentscheidung des Dienstherrn; Eignung von dienstlichen Beurteilungen als Vergleichsgrundlage - rechtsportal.de
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Verletzung des Bewerbungsverfahrensanspruchs eines Bewerbers durch eine fehlerhafte Auswahlentscheidung des Dienstherrn; Eignung von dienstlichen Beurteilungen als Vergleichsgrundlage
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Karlsruhe, 17.12.2015 - 1 K 3517/15
- VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 142/16
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (31)
- BVerwG, 17.09.2015 - 2 C 27.14
Dienstliche Beurteilung; Regelbeurteilung; Beurteilungsrichtlinie; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 142/16
Rn. 21 Der Antragsgegner wendet ein, eine solche gesonderte Begründung sei rechtlich nicht erforderlich und ergebe sich auch nicht aus der vom Antragsteller ergänzend in Bezug genommenen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 17.09.2015 (- 2 C 27.14 -, Juris).Rn. 22 Nach der jüngeren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der sich der Senat angeschlossen hat, bedarf das Gesamturteil einer dienstlichen Beurteilung - im Unterschied zu den Einzelbewertungen - in der Regel einer gesonderten Begründung, um erkennbar zu machen, wie es aus den Einzelbegründungen hergeleitet wird (s. näher hierzu BVerwG, Urteile vom 17.09.2015 - 2 C 27.14 -, a.a.O., vom 17.09.2015 - 2 C 13.14 -, und vom 17.09.2015 - 2 C 15.14 -, jeweils Juris, m.w.N.; Senatsbeschluss vom 25.02.2016 - 4 S 2060/15 -, Juris).
Diese Gewichtung bedarf schon deshalb einer Begründung, weil nur so die Einhaltung gleicher Maßstäbe gewährleistet und das Gesamturteil nachvollzogen und einer gerichtlichen Überprüfung zugeführt werden kann (vgl. BVerwG, Urteile vom 17.09.2015 - 2 C 27.14 -, a.a.O.).
Ein individuelles Begründungserfordernis für das Gesamturteil rechtfertigt sich darüber hinaus auch aus dessen besonderer Bedeutung als primär maßgebliche Grundlage bei einem späteren Leistungsvergleich in einem an Art. 33 Abs. 2 GG zu messenden Auswahlverfahren (vgl. BVerwG, Urteile vom 17.09.2015 - 2 C 27.14 -, a.a.O.).
Rn. 23 Diese Erwägungen gelten "insbesondere", wenn Beurteilungsrichtlinien für die Einzelbewertungen einerseits und für das Gesamturteil andererseits unterschiedliche Bewertungsskalen vorsehen (BVerwG, Urteile vom 17.09.2015 - 2 C 27.14 -, a.a.O.).
Dies wird vielfach dazu führen, dass sich das Gesamturteil bereits aus dem vorhandenen Text nachvollziehbar und plausibel aus den Einzelbewertungen herleiten lässt (vgl. auch insoweit BVerwG, Urteile vom 17.09.2015 - 2 C 27.14 -, a.a.O.;… Senatsbeschluss vom 12.04.2005, a.a.O.) und die Einhaltung gleicher Maßstäbe gewährleistet ist.
- VGH Baden-Württemberg, 12.08.2015 - 4 S 1405/15
Fehlerhafte Anlassbeurteilung für die Beförderung zum Vorsitzenden Richters am …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 142/16
Rn. 2 Ein abgelehnter Bewerber, dessen Bewerbungsverfahrensanspruch aus Art. 33 Abs. 2 GG durch eine fehlerhafte Auswahlentscheidung des Dienstherrn verletzt worden ist, kann eine erneute Entscheidung über seine Bewerbung zumindest dann beanspruchen, wenn deren Erfolgsaussichten bei einer erneuten Auswahl offen sind, seine Auswahl also möglich erscheint (vgl. zu diesem Prüfungsmaßstab auch im Verfahren auf Erlass einer einstweiligen Anordnung Senatsbeschluss vom 12.08.2015 - 4 S 1405/15 -, Juris m.w.N.).Maßgebend ist in erster Linie das abschließende Gesamturteil, das durch eine Würdigung, Gewichtung und Abwägung der einzelnen leistungsbezogenen Gesichtspunkte zu bilden ist (BVerwG, Urteile vom 26.01.2012 - 2 A 7.09 -, BVerwGE 141, 361 und vom 04.11.2010 - 2 C 16.09 -, BVerwGE 138, 102; Beschlüsse vom 19.12.2014 - 2 VR 1.14 -, IÖD 2015, 38 und vom 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, BVerwGE 145, 112; Senatsbeschluss vom 12.08.2015, a.a.O., jeweils m.w.N.).
Soweit der Dienstherr Richtlinien für die Abgabe dienstlicher Beurteilungen erlassen hat, ist vom Gericht auch zu prüfen, ob die Richtlinien eingehalten sind und ob sie mit den gesetzlichen Regelungen in Einklang stehen (st. Rspr., vgl. BVerwG, Urteile vom 27.11.2014 - 2 A 10.13 -, BVerwGE 150, 359, vom 21.03.2007 - 2 C 2.06 -, IÖD 2007, 206 und vom 24.11.2005 - 2 C 34.04 -, BVerwGE 124, 356; Beschluss vom 18.06.2009 - 2 B 64.08 -, NVwZ 2009, 1314; Senatsurteil vom 28.09.2010 - 4 S 1655/09 -, Juris, und Senatsbeschluss vom 12.08.2015, a.a.O., m.w.N.).
Einer Anlassbeurteilung kommt dabei im vorliegenden Beurteilungssystem die Aufgabe zu, das zu erwartende Leistungsvermögen des Bewerbers gerade in Bezug auf dieses angestrebte Amt darzustellen (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 19.12.2014, a.a.O., …und vom 22.11.2012, a.a.O., …sowie Urteile vom 26.01.2012 - 2 A 7.09 -, BVerwGE 141, 361, vom 04.11.2010, a.a.O., …und vom 18.04.2002, a.a.O.; Senatsbeschlüsse vom 27.10.2015 - 4 S 1733/15 -, Juris, und vom 12.08.2015, a.a.O.).
- BVerwG, 04.11.2010 - 2 C 16.09
Amt im statusrechtlichen Sinne; Ernennung; Beförderung; Bewerberauswahl; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 142/16
Maßgebend ist in erster Linie das abschließende Gesamturteil, das durch eine Würdigung, Gewichtung und Abwägung der einzelnen leistungsbezogenen Gesichtspunkte zu bilden ist (BVerwG, Urteile vom 26.01.2012 - 2 A 7.09 -, BVerwGE 141, 361 und vom 04.11.2010 - 2 C 16.09 -, BVerwGE 138, 102; Beschlüsse vom 19.12.2014 - 2 VR 1.14 -, IÖD 2015, 38 und vom 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, BVerwGE 145, 112;… Senatsbeschluss vom 12.08.2015, a.a.O., jeweils m.w.N.).Einer Anlassbeurteilung kommt dabei im vorliegenden Beurteilungssystem die Aufgabe zu, das zu erwartende Leistungsvermögen des Bewerbers gerade in Bezug auf dieses angestrebte Amt darzustellen (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 19.12.2014, a.a.O., …und vom 22.11.2012, a.a.O., sowie Urteile vom 26.01.2012 - 2 A 7.09 -, BVerwGE 141, 361, vom 04.11.2010, a.a.O., …und vom 18.04.2002, a.a.O.; Senatsbeschlüsse vom 27.10.2015 - 4 S 1733/15 -, Juris, …und vom 12.08.2015, a.a.O.).
Rn. 28 5. Das Verwaltungsgericht hat zu Recht entschieden, dass die für einen Anspruch des Antragstellers auf eine erneute Auswahlentscheidung erforderlichen Erfolgsaussichten (vgl. hierzu BVerfG, Beschluss vom 04.02.2016 - 2 BvR 2223/15 -, Juris; Kammerbeschlüsse vom 08.10.2007 - 2 BvR 1846/07 u.a. -, NVwZ 2008, 69 und vom 02.10.2007 - 2 BvR 2457/04 -, NVwZ 2008, 194; BVerwG, Urteile vom 04.11.2010, a.a.O.; Senatsbeschluss vom 09.02.2016 - 4 S 2578/15 -, Juris m.w.N.) im vorliegenden Fall gegeben sind.
- VGH Baden-Württemberg, 23.03.2004 - 4 S 1165/03
Notenherabsetzung bei erstmaliger Beurteilung nach Beförderung
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 142/16
Rn. 16 Zu Recht hat das Verwaltungsgericht allerdings hervorgehoben, dass als allgemeiner Bewertungsmaßstab der Erfahrungssatz formuliert werden kann, dass das im vorherigen Amt vergebene Gesamturteil bei der erstmaligen Beurteilung nach einer Beförderung in der überwiegenden Zahl der Fälle herabzustufen ist (vgl. Senatsbeschlüsse vom 13.11.2015 - 4 S 1641/14 -, VBlBW 2015, 423 , und vom 31.10.2014 - 4 S 1929/14 - Senatsurteil vom 23.03.2004 - 4 S 1165/03 -, RiA 2005, 136; OVG Saarland, Beschluss vom 26.07.2007 - 1 B 304/07 -, PersV 2008, 31; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 02.07.2014 - 10 B 10320/14-, IÖD 2014, 212, jeweils m.w.N.).Hat der beförderte Richter seine bisher gezeigten Leistungen nicht weiter gesteigert, so führt dies grundsätzlich dazu, dass die Beurteilung im neuen Amt schlechter ausfällt als diejenige im vorangegangenen niedriger eingestuften Amt (vgl. Senatsurteil vom 23.03.2004, a.a.O.).
Die vorstehenden Grundsätze beschreiben keinen für alle Fälle geltenden Automatismus, sondern verlangen von den Beurteiler die Prüfung, ob die Regelvermutung im jeweils zu beurteilenden Einzelfall zutrifft (vgl. Senatsurteil vom 23.03.2004, a.a.O.; OVG des Saarlandes…, Beschluss vom 26.07.2007, a.a.O.).
- BVerwG, 22.11.2012 - 2 VR 5.12
Bewerbungsverfahrensanspruch; Rechtsschutzverhinderung; Ämterstabilität; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 142/16
Maßgebend ist in erster Linie das abschließende Gesamturteil, das durch eine Würdigung, Gewichtung und Abwägung der einzelnen leistungsbezogenen Gesichtspunkte zu bilden ist (BVerwG, Urteile vom 26.01.2012 - 2 A 7.09 -, BVerwGE 141, 361 und vom 04.11.2010 - 2 C 16.09 -, BVerwGE 138, 102; Beschlüsse vom 19.12.2014 - 2 VR 1.14 -, IÖD 2015, 38 und vom 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, BVerwGE 145, 112;… Senatsbeschluss vom 12.08.2015, a.a.O., jeweils m.w.N.).Einer Anlassbeurteilung kommt dabei im vorliegenden Beurteilungssystem die Aufgabe zu, das zu erwartende Leistungsvermögen des Bewerbers gerade in Bezug auf dieses angestrebte Amt darzustellen (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 19.12.2014, a.a.O., und vom 22.11.2012, a.a.O., …sowie Urteile vom 26.01.2012 - 2 A 7.09 -, BVerwGE 141, 361, vom 04.11.2010, a.a.O., …und vom 18.04.2002, a.a.O.; Senatsbeschlüsse vom 27.10.2015 - 4 S 1733/15 -, Juris, …und vom 12.08.2015, a.a.O.).
Diese Eignungsprognose muss zwar, wie das Verwaltungsgericht zu Recht hervorhebt, auf der Grundlage der im innegehabten Amt erbrachten Leistungen erfolgen, weil nur die im bisherigen Amt gezeigten Leistungen eine hinreichende Tatsachengrundlage für den Prognoseschluss bieten, ob sich der Beamte auch in dem angestrebten höheren Amt voraussichtlich bewähren wird (…vgl. BVerwG, Urteile vom 19.03.2015, a.a.O., und vom 22.11.2012, a.a.O.).
- BVerwG, 19.12.2014 - 2 VR 1.14
Anforderungen an die Einengung des Bewerberfeldes; Informatik ist von der …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 142/16
Maßgebend ist in erster Linie das abschließende Gesamturteil, das durch eine Würdigung, Gewichtung und Abwägung der einzelnen leistungsbezogenen Gesichtspunkte zu bilden ist (BVerwG, Urteile vom 26.01.2012 - 2 A 7.09 -, BVerwGE 141, 361 und vom 04.11.2010 - 2 C 16.09 -, BVerwGE 138, 102; Beschlüsse vom 19.12.2014 - 2 VR 1.14 -, IÖD 2015, 38 und vom 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, BVerwGE 145, 112;… Senatsbeschluss vom 12.08.2015, a.a.O., jeweils m.w.N.).Einer Anlassbeurteilung kommt dabei im vorliegenden Beurteilungssystem die Aufgabe zu, das zu erwartende Leistungsvermögen des Bewerbers gerade in Bezug auf dieses angestrebte Amt darzustellen (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 19.12.2014, a.a.O., …und vom 22.11.2012, a.a.O., …sowie Urteile vom 26.01.2012 - 2 A 7.09 -, BVerwGE 141, 361, vom 04.11.2010, a.a.O., …und vom 18.04.2002, a.a.O.; Senatsbeschlüsse vom 27.10.2015 - 4 S 1733/15 -, Juris, …und vom 12.08.2015, a.a.O.).
Rn. 11 Eine nach Art. 33 Abs. 2 GG zu beurteilende Auswahlentscheidung erfordert nach dem oben Gesagten eine vorausschauende Aussage darüber, ob und wie der Bewerber die ihm in dem angestrebtem Amt obliegenden beamtenrechtlichen Pflichten erfüllen wird (BVerfG, Urteil vom 24.09.2003 - 2 BvR 1436/02 -, BVerfGE 108, 282 ; BVerwG, Urteil vom 19.03.2015 - 2 C 12.14 -, BVerwGE 151, 333; Beschluss vom 19.12.2014, a.a.O.).
- VGH Baden-Württemberg, 27.10.2015 - 4 S 1733/15
Überprüfung der der Auswahlentscheidung zugrundeliegenden Beurteilung im …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 142/16
Einer Anlassbeurteilung kommt dabei im vorliegenden Beurteilungssystem die Aufgabe zu, das zu erwartende Leistungsvermögen des Bewerbers gerade in Bezug auf dieses angestrebte Amt darzustellen (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 19.12.2014, a.a.O., …und vom 22.11.2012, a.a.O., …sowie Urteile vom 26.01.2012 - 2 A 7.09 -, BVerwGE 141, 361, vom 04.11.2010, a.a.O., …und vom 18.04.2002, a.a.O.; Senatsbeschlüsse vom 27.10.2015 - 4 S 1733/15 -, Juris, …und vom 12.08.2015, a.a.O.).Es entspricht der ständigen Praxis des Senats, in Verfahren, in denen die einstweilige Sicherung des Bewerbungsverfahrensanspruchs erstrebt wird, grundsätzlich für jede der in Streit befindlichen Stellen auf den Auffangstreitwert des § 52 Abs. 2 GKG zurückzugreifen und ihn wegen der besonderen Bedeutung des vorläufigen Rechtsschutzes in diesen Verfahren jeweils ungekürzt zu lassen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 27.10.2015, a.a.O., und vom 12.12.2013 - 4 S 2153/13 -, VBlBW 2014, 272 ).
- OVG Saarland, 26.07.2007 - 1 B 304/07
Beamtenrechtliche Auswahlentscheidung durch ein (politisches) Gremium
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 142/16
Rn. 16 Zu Recht hat das Verwaltungsgericht allerdings hervorgehoben, dass als allgemeiner Bewertungsmaßstab der Erfahrungssatz formuliert werden kann, dass das im vorherigen Amt vergebene Gesamturteil bei der erstmaligen Beurteilung nach einer Beförderung in der überwiegenden Zahl der Fälle herabzustufen ist (vgl. Senatsbeschlüsse vom 13.11.2015 - 4 S 1641/14 -, VBlBW 2015, 423 , und vom 31.10.2014 - 4 S 1929/14 - Senatsurteil vom 23.03.2004 - 4 S 1165/03 -, RiA 2005, 136; OVG Saarland, Beschluss vom 26.07.2007 - 1 B 304/07 -, PersV 2008, 31; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 02.07.2014 - 10 B 10320/14-, IÖD 2014, 212, jeweils m.w.N.).Die vorstehenden Grundsätze beschreiben keinen für alle Fälle geltenden Automatismus, sondern verlangen von den Beurteiler die Prüfung, ob die Regelvermutung im jeweils zu beurteilenden Einzelfall zutrifft (…vgl. Senatsurteil vom 23.03.2004, a.a.O.; OVG des Saarlandes, Beschluss vom 26.07.2007, a.a.O.).
- BVerwG, 26.01.2012 - 2 A 7.09
Konkurrentenstreit; Beförderung; Versetzungsbewerber; Beförderungsbewerber; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 142/16
Maßgebend ist in erster Linie das abschließende Gesamturteil, das durch eine Würdigung, Gewichtung und Abwägung der einzelnen leistungsbezogenen Gesichtspunkte zu bilden ist (BVerwG, Urteile vom 26.01.2012 - 2 A 7.09 -, BVerwGE 141, 361 und vom 04.11.2010 - 2 C 16.09 -, BVerwGE 138, 102; Beschlüsse vom 19.12.2014 - 2 VR 1.14 -, IÖD 2015, 38 und vom 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, BVerwGE 145, 112;… Senatsbeschluss vom 12.08.2015, a.a.O., jeweils m.w.N.).Einer Anlassbeurteilung kommt dabei im vorliegenden Beurteilungssystem die Aufgabe zu, das zu erwartende Leistungsvermögen des Bewerbers gerade in Bezug auf dieses angestrebte Amt darzustellen (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 19.12.2014, a.a.O., …und vom 22.11.2012, a.a.O., sowie Urteile vom 26.01.2012 - 2 A 7.09 -, BVerwGE 141, 361, vom 04.11.2010, a.a.O., …und vom 18.04.2002, a.a.O.; Senatsbeschlüsse vom 27.10.2015 - 4 S 1733/15 -, Juris, …und vom 12.08.2015, a.a.O.).
- BVerwG, 19.03.2015 - 2 C 12.14
Adäquate Kausalität; Beamtenrechtlicher Schadensersatzanspruch; Befähigung; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 142/16
Rn. 11 Eine nach Art. 33 Abs. 2 GG zu beurteilende Auswahlentscheidung erfordert nach dem oben Gesagten eine vorausschauende Aussage darüber, ob und wie der Bewerber die ihm in dem angestrebtem Amt obliegenden beamtenrechtlichen Pflichten erfüllen wird (BVerfG, Urteil vom 24.09.2003 - 2 BvR 1436/02 -, BVerfGE 108, 282 ; BVerwG, Urteil vom 19.03.2015 - 2 C 12.14 -, BVerwGE 151, 333;… Beschluss vom 19.12.2014, a.a.O.).Diese Eignungsprognose muss zwar, wie das Verwaltungsgericht zu Recht hervorhebt, auf der Grundlage der im innegehabten Amt erbrachten Leistungen erfolgen, weil nur die im bisherigen Amt gezeigten Leistungen eine hinreichende Tatsachengrundlage für den Prognoseschluss bieten, ob sich der Beamte auch in dem angestrebten höheren Amt voraussichtlich bewähren wird (vgl. BVerwG, Urteile vom 19.03.2015, a.a.O., …und vom 22.11.2012, a.a.O.).
- BVerwG, 18.04.2002 - 2 C 19.01
Beförderung, unterbliebene - ohne Bewerbung; dienstliche Beurteilung, Streit um - …
- BVerfG, 08.10.2007 - 2 BvR 1846/07
Approbation als psychologischer Psychotherapeut als Voraussetzung für die Stelle …
- BVerfG, 04.02.2016 - 2 BvR 2223/15
Nichtannahmebeschluss: Konkurrentenstreit um Besetzung der Stelle eines …
- BVerfG, 02.10.2007 - 2 BvR 2457/04
Verfassungsmäßigkeit der Vergabe eines Beförderungsdienstpostens
- BVerwG, 17.09.2015 - 2 C 13.14
Ankreuzverfahren bei dienstlichen Beurteilungen grundsätzlich zulässig
- VGH Baden-Württemberg, 12.12.2013 - 4 S 2153/13
Begrenzung des Bewerberfeldes aufgrund von besonderen Anforderungen eines …
- VGH Baden-Württemberg, 21.03.2013 - 4 S 227/13
Rechtswidrigkeit eines Beurteilungssystems, das an die zu besetzenden …
- VGH Baden-Württemberg, 09.02.2016 - 4 S 2578/15
Konkurrentenstreitverfahren um Besetzung der Stelle eines Vizepräsidenten des …
- VGH Baden-Württemberg, 25.02.2016 - 4 S 2060/15
Rechtmäßigkeit der Beurteilungsrichtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft …
- OVG Saarland, 03.02.2016 - 1 B 214/15
Ausschluss vom Praxisaufstieg; Plausibilisierung der Anlassbeurteilung
- BVerfG, 24.09.2003 - 2 BvR 1436/02
Kopftuch Ludin
- BVerfG, 16.12.2015 - 2 BvR 1958/13
Ein Dienstposten kann mehreren Besoldungsgruppen zugeordnet werden, wenn hierfür …
- BVerwG, 24.11.2005 - 2 C 34.04
Dienstliche Beurteilung; während des Beurteilungszeitraums in Kraft getretene …
- BVerwG, 27.11.2014 - 2 A 10.13
Dienstliche Beurteilung; Beurteiler; Erstbeurteiler; Beurteilungsrichtlinie; …
- BVerfG, 25.11.2015 - 2 BvR 1461/15
Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde in einem Konkurrentenstreit um …
- OVG Rheinland-Pfalz, 02.07.2014 - 10 B 10320/14
Stelle des Trierer Landgerichtspräsidenten darf vorerst nicht besetzt werden
- BVerwG, 21.03.2007 - 2 C 2.06
Dienstliche Beurteilung; Information des Beurteilers über die Leistungen des …
- BVerwG, 18.06.2009 - 2 B 64.08
Dienstliche Beurteilung; Abschaffung des Widerspruchsverfahrens; unmittelbare …
- VGH Baden-Württemberg, 13.11.2014 - 4 S 1641/14
Aussage der dienstlichen Beurteilung über die Vermittlung der Tatsachengrundlage; …
- VGH Baden-Württemberg, 28.09.2010 - 4 S 1655/09
Dienstliche Beurteilung; Ermittlung der Tatsachengrundlagen
- VG Karlsruhe, 17.12.2015 - 1 K 3517/15
Fortentwicklung einer Anlassbeurteilung - Eignungsprognose
- VGH Baden-Württemberg, 15.06.2016 - 4 S 126/15
Zu den Beurteilungsrichtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und …
Rn. 87 a) Nach der jüngeren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der sich der Senat angeschlossen hat (Senatsbeschlüsse vom 29.03.2016 - 4 S 142/16 - und vom 25.02.2016 - 4 S 2060/15 -), bedarf das Gesamturteil einer dienstlichen Beurteilung - im Unterschied zu den Einzelbewertungen - in der Regel einer gesonderten Begründung, um erkennbar zu machen, wie es aus den Einzelbegründungen hergeleitet wird (…näher hierzu und zum Folgenden BVerwG, Urteile vom 17.09.2015 - 2 C 27.14 -, a.a.O., vom 17.09.2015 - 2 C 13.14 -, und vom 17.09.2015 - 2 C 15.14 -, jeweils Juris, m.w.N.). - VG Freiburg, 08.10.2018 - 3 K 3258/18
Beamtenbeförderung: Auswahlentscheidung bei mangelhafter Beurteilung
Auch Beurteilungen, in denen die Einzelmerkmale mit Textbausteinen begründet worden sind, bedürfen einer den rechtlichen Mindestanforderungen genügenden zusammenfassenden Gesamtbegründung, sofern nicht die verbale Begründung der Einzelkriterien dazu führt, dass sich das Gesamturteil bereits aus dem vorhandenen Text nachvollziehbar und plausibel herleiten lässt (im Anschluss an VGH Mannheim, Beschluss vom 29.03.2016 - 4 S 142/16 -, juris).Auch Beurteilungen, in denen die Einzelmerkmale - wie hier - mit Textbausteinen begründet worden sind, bedürfen einer den rechtlichen Mindestanforderungen genügenden zusammenfassenden Gesamtbegründung, (jedenfalls) sofern nicht die verbale Begründung der Einzelkriterien dazu führt, dass sich das Gesamturteil bereits aus dem vorhandenen Text nachvollziehbar und plausibel herleiten lässt und die Einhaltung gleicher Maßstäbe gewährleistet ist (vgl. hierzu auch VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 29.03.2016 - 4 S 142/16 -, juris).
Einer Anlassbeurteilung kommt im vorliegenden Beurteilungssystem gerade die Aufgabe zu, das zu erwartende Leistungsvermögen des Bewerbers in Bezug auf das angestrebte Amt darzustellen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 19.03.2015, a.a.O.; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 29.03.2016, a.a.O., m.w.N.; VG Freiburg, Beschluss vom 27.10.2016 - 3 K 2181/16 -, juris).
Zwar gilt der allgemeine Erfahrungssatz, dass das im vorherigen Amt vergebene Gesamturteil bei der erstmaligen Beurteilung nach einer Beförderung in der überwiegenden Zahl der Fälle herabzustufen ist (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 29.03.2016, a.a.O. m.w.N.), das allein aber dürfte ohne weitere Erläuterung nicht die vorliegende, sehr deutliche Verschlechterung erklären, zumal sich der Tätigkeitsbereich des Antragstellers im Zusammenhang mit der Beförderung vom 30.09.2015 -soweit erkennbar- nicht maßgeblich verändert hat.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 23.10.2019 - 6 B 1087/19
Stellenbesetzung; Gleichstellungsbeauftragte; Amtszeit; Bestellung; …
Rn. 18 - auf die sich eine Anlassbeurteilung möglicherweise auch beschränken kann, vgl. VGH Bd.-Württ., Beschluss vom 29. März 2016 - 4 S 142/16 -, juris Rn. 7, insb.
- VG Karlsruhe, 09.11.2021 - 8 K 1802/20
Erfolglose Klage gegen eine dienstliche Beurteilung auf der Grundlage der …
Denn die Bewertung der Leistungen orientiert sich nicht allein am Dienstposten und an den auf diesem zu erledigenden Aufgaben, sondern in erster Linie an den Anforderungen der jeweiligen Laufbahn- und Besoldungsgruppe und damit des jeweiligen innegehabten statusrechtlichen Amtes (…vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 23.3.2004 - 4 S 1165/03 - juris Rn. 15; Beschluss vom 29.3.2016 - 4 S 142/16 - juris Rn. 16 ).Denn dieser bedeutet nicht, dass an die nach einer Beförderung erstmals Beurteilten strengere Maßstäbe anzulegen wären als an die übrigen Angehörigen der neuen Vergleichsgruppe - was rechtlich nicht zulässig wäre -, sondern beinhaltet nur, dass die für alle Vergleichsgruppenangehörigen gleichen Anforderungen des Beförderungsamtes höher sind als die Anforderungen des niedrigeren Statusamtes vor der Beförderung, so dass im Regelfall nur eine weitere Leistungssteigerung das Absinken in der Benotung verhindern kann (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 23.3.2004 - 4 S 1165/03 - juris Rn.16;… Beschlüsse vom 13.11.2015 - 4 S 1641/14 - VBlBW 2015, 423 , juris Rn. 16 und vom 29.3.2016 - 4 S 142/16 - juris Rn. 16 ).
- VGH Baden-Württemberg, 29.03.2016 - 4 S 141/16
Zulässigkeit der zusammenfassenden Bewertung in Bezug auf das angestrebte Amt bei …
Rn. 26 5. Ob, wie das Verwaltungsgericht meint, die Anlassbeurteilungen des Antragstellers und des Beigeladenen ferner deshalb rechtsfehlerhaft sind, weil die Eignungsprognosen (d.h. die "Zusammenfassende Bewertung" im Sinne von Nr. 4 Abs. 5 der Beurteilungsrichtlinie i.V.m. Nr. 11 der Anlage 1 und Anlage 2) nicht gesondert begründet wurden, bedarf im vorliegenden Rechtsstreit nach dem oben Gesagten keiner Entscheidung (s. näher hierzu den Senatsbeschluss vom heutigen Tag im Verfahren 4 S 142/16 ). - VGH Baden-Württemberg, 17.03.2020 - 4 S 54/20
Eine Begründung für die Gesamtnotenbildung ist im Rahmen einer dienstlichen …
Regelmäßig kommt der in einer vorangegangenen Regelbeurteilung enthaltenen Aussage zum seinerzeit bestehenden Leistungs- und Befähigungsstand eine längere Aktualität in dem Sinne zu, dass - insbesondere bei gleichbleibendem Dienstposten und Statusamt - ein deutlicher Leistungssprung oder Leistungsabfall die Ausnahme ist und einer umso mehr in die Tiefe gehenden Begründung sowie gegebenenfalls Plausibilisierung bedarf, je kürzer der Beurteilungszeitraum und je größer der Notensprung ist (Senatsbeschluss vom 29.03.2016 - 4 S 142/16 -, Juris Rn. 28 ; vgl. auch BVerwG…, Beschluss vom 21.12.2016 - 2 VR 1.16 -, Juris Rn. 33 [wesentlicher Bewertungsunterschied zwischen zwei Regelbeurteilungen], Urteil vom 09.05.2019 - 2 C 1.18 -, Juris Rn. 41, …und Beschluss vom 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, Juris Rn. 30 f. [jew. zu Bewertungsunterschieden zwischen Regel- und Anlassbeurteilung]).
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