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| BGH, 14.01.1954 - 4 StR 675/53 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
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Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
StVO (a.F.) § 1
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (5)
- BGH, 30.04.1953 - 4 StR 42/53
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 14.01.1954 - 4 StR 675/53
Es ist in der Rechtsprechung anerkannt, daß ein ungewöhnlich verkehrswidriges Verhalten eines Verkehrsteilnehmer die Voraussehbarkeit des Erfolges für den anderen Verkehrsteilnehmer ausschließen kann, der durch sein regelwidriges Verhalten den Unfall mitverursacht hat (RGSt 73, 239, 370; BGHSt 4, 188, 191). - RG, 26.06.1939 - 3 D 276/39
Durch das Gebot des Linksüberholens ist das Rechtsüberholen nicht ausnahmslos …
Auszug aus BGH, 14.01.1954 - 4 StR 675/53
Es ist in der Rechtsprechung anerkannt, daß ein ungewöhnlich verkehrswidriges Verhalten eines Verkehrsteilnehmer die Voraussehbarkeit des Erfolges für den anderen Verkehrsteilnehmer ausschließen kann, der durch sein regelwidriges Verhalten den Unfall mitverursacht hat (RGSt 73, 239, 370; BGHSt 4, 188, 191). - BGH, 23.04.1953 - 3 StR 894/52
Übersichtliche Straßenkreuzung - Überholmanöver - Plötzliche Richtungsänderung - …
Auszug aus BGH, 14.01.1954 - 4 StR 675/53
Indessen kommt diese Bedeutung nicht allen Verkehrsvorschriften im selben Maße zu; die Frage läßt sich nur anhand der einzelnen Bestimmungen und ihrer besonderen Aufgabe für die Sicherheit des Verkehrs entscheiden (BGHSt 4, 182, 185). - BGH, 05.11.1953 - 4 StR 462/53
Unübersichtlichkeit einer Kreuzung - Vorfahrtberechtigter - Einsehbarkeit von …
Auszug aus BGH, 14.01.1954 - 4 StR 675/53
Auf Mißachtung seines Vorfahrtsrechtes brauchte sich aber der Angeklagte erst dann einzustellen, wenn er diese Gefahr klar erkannt hatte oder doch hätte erkennen können; er hat den Unfall schuldhaft mitverursacht, wenn er dann noch in der Lage war, ihn zu vermeiden (BGH vom 5.11.1953 - 4 StR 462/53). - RG, 21.09.1925 - III 280/25
1. Schließt die Befolgung polizeilicher Fahrvorschriften durch einen Kraftfahrer …
Auszug aus BGH, 14.01.1954 - 4 StR 675/53
Zwar kann sich der Zuwiderhandelnde in der Regel nicht darauf berufen, der Erfolg sei für ihn nicht voraussehbar gewesen, wenn er Vorschriften übertreten hat, die gerade zur Verhütung von Unfällen erlassen worden sind; denn diese Bestimmungen weisen schon durch ihren Bestand auf die Voraussehbarkeit des Erfolges hin, zu dessen Verhütung sie getroffen wurden (RGSt 59, 341; BGH VRS 4, S 118 Nr. 59).
- OLG Köln, 11.10.2002 - 3 U 26/02
Schneller als 40 km/h = Verstoß gegen das Sichtfahrgebot bei Nacht; …
Nach herrschender Meinung schützt das Rechtsfahrgebot nur den erlaubten Gegen- und Überholverkehr, nicht aber Abbieger- und Kreuzungsverkehr, insbesondere auch nicht überquerende Fußgänger (…vgl. Jagusch, Straßenverkehrsrecht, 35. Auflage, § 2 StVO Rnr. 33; BGH VRS 6, 200 (202); OLG Hamm VRS 51, 29 (31); OLG Düsseldorf VersR 74, 37). - BGH, 19.09.1974 - III ZR 73/72
Geltendmachung von Nutzungsausfall für die Zeit eines Krankenhausaufenthalts
Auf den v o r lie g e n d e n F a l l angew andt b e d e u te t d i e s fo lg e n d e s : Das R e c h ts f a h r g e b o t, gegen d a s d e r K lä g e r nach A n sic h t d e s B e ru f u n g s g e ric h ts v e r s to ß e n h a t , s o l l s i c h e r s t e l l e n , daß F ah rzeu g e s ic h g e f a h r lo s begegnen und ü b e rh o le n können, d i e n t a ls o dem S c h u tz d e r V er k e h r s te iln e h m e r , d ie s ic h i n L ä n g sric h tu n g a u f d e r s e lb e n S tra ß e bewegen H ingegen s o l l e n n ach s t ä n d i g e r R e ch t sp rechu n g d e s B u n d e s g e r ic h ts h o f s , d e r d e r erk en n en d e S e n a t s ic h a n s c h l i e ß t , n i c h t s o lc h e V e rk e h rs te iln e h m e r g e s c h ü tz t w erden, d ie d ie s e S tra ß e ü b e rq u e re n o d e r i n s i e e in b ie g e n w o lle n (BGHZ 9, 6, 11 f ; BGH VersR 1964, 1069; 1967, 157; VRS 6, 200, 202; 15, 164, 165. - BGH, 24.06.1958 - VI ZR 166/57
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Der Sinn des Rechtsfahrgebotes in § 8 Abs. 2 Satz 1 ergibt sich aus dem Gegensatz von rechts zu links - vgl. § 15 StVO - (…Müller, Straßenverkehrsrecht 20. Aufl. S. 799) sowie dem Zweck der Bestimmung, vornehmlich den Gegenverkehr, nicht aber auch einen die Fahrbahn überquerenden Verkehrsteilnehmer zu schützen (BGH Urteil des 4. Strafsenats vom 14. Januar 1954 4 StR 675/53 VRS 6, 200).
- BGH, 20.02.1968 - VI ZR 130/66
Haftungsverteilung bei Kollision mit einem wegen Übermüdung und Alkoholisierung …
Ebenso wie die Vorschriften über den Rechtsverkehr nicht dem Schutz der die Straße überquerenden Fußgänger dienen (Urteile des BGH vom 14. Januar 1954 - 4 StR 675/53 - VRS 6, 200 und vom 16. Juni 1964 - VI ZR 98/63 - VersR 1964, 1069), kommen sie auch nicht einem Verkehrsteilnehmer zugute, der wie Rechtsanwalt E. infolge Unachtsamkeit von seiner Fahrbahn abkommt und auf die Straße gerät, die ausschließlich dem Verkehr der Gegenrichtung dient. - BGH, 16.06.1954 - 3 StR 183/54
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Die Berechtigung dieses Vorwurfs hängt davon ab, ob das Gebot des Rechtsfahrens auf Einbahnstrassen auch dem Schütze der die Fahrbahn überquerenden Fussgänger, nicht nur den Bedürfnissen des Fahrverkehrs, insbesondere der Sicherung der Überholungsmöglichkeit, dient (vgl. BGH 4 StR 675/53 vom 14. Januar 1954 in VRS 6, 200 [202]); denn nur wenn ersteres zutrifft, muss der Kraftfahrer in Rechnung stellen, dass das verbotene Linksfahren auf Einbahnstrassen eine erhöhte Gefährdung auch des Fussgängerverkehrs mit sich bringt. - BGH, 24.06.1958 - VI ZR 121/57
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Sein Vorfahrtrecht bestand aber, wie gesagt, auch hier, und wenn er durch seine Fahrweise auch gegen die Verkehrsvorschrift des § 8 Abs. 2 StVO verstieß, so darf doch nicht verkannt werden, daß der eigentliche Sinn dieser Bestimmung mit ihrem Rechtsfahrgebot darin liegt, der Abwicklung des Verkehrs auf der Straße selbst und insbesondere dem Schutz des Gegenverkehrs zu dienen (BGH Urteil des 4. Strafsenats vom 14. Januar 1954 - 4 StR 675/53 - = VRS 6, 200;… Müller, Straßenverkehrsrecht 20. Aufl. S. 796;… Floegel/Hartung, Straßenverkehrsrecht 11. Aufl. Anm. 13 zu § 8 StVO). - OLG Zweibrücken, 24.04.1987 - 1 U 81/85 In der dem Schutz des Längs-, vornehmlich des Gegenverkehrs dienenden (BGH VRS 6, 200) Vorschrift des § 2 Abs. 2 StVO ist bestimmt, daß grundsätzlich "möglichst weit rechts" zu fahren ist.
- BGH, 30.09.1958 - VI ZR 70/58 Ebenso wie die Vorschriften über den Rechtsverkehr nicht dem Schutz der die Straße überquërenden Fußgänger dienen (Urteil des 4. Strafsenats vom 14. Januar 1954 - 4 StR 675/53 = VRS 6, 200), haben sie auch nicht die Bedeutung, daß sie den Verkehrsteilnehmern zugute kommen, die infolge Unachtsamkeit von ihrer Fahrbahn abkommen und auf eine andere Fahrbahn geraten.
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