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Rechtsprechung
   LG Hamburg, 22.06.1998 - 402 O 70/97   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1998,25208
LG Hamburg, 22.06.1998 - 402 O 70/97 (https://dejure.org/1998,25208)
LG Hamburg, Entscheidung vom 22.06.1998 - 402 O 70/97 (https://dejure.org/1998,25208)
LG Hamburg, Entscheidung vom 22. Juni 1998 - 402 O 70/97 (https://dejure.org/1998,25208)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • WM 1999, 139
 
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Wird zitiert von ... (20)

  • OLG Bremen, 30.08.2006 - 1 U 33/04

    Einbeziehung Dritter in den Schutzbereich einer Pflichtprüfung

    § 18 KWG gilt ebenfalls nicht als Schutzgesetz i.S. des § 823 Abs. 2 BGB (LG Hamburg, Urteil vom 22. Juni 1998, WM 1999, 139, 143; Ebke/Scheel, WM 1991, 389; Feddersen, WM 1999, 105, 111 m.w.N.;… BK-Hense, aaO., Rdn. 178).

    Sittenwidrigkeit liegt im Rahmen der Erteilung von Bestätigungsvermerken durch Wirtschaftsprüfer schon dann vor, wenn der Handelnde, der mit Rücksicht auf sein Ansehen oder seinen Beruf eine Vertrauensstellung einnimmt, bei der Erteilung des Testats in einem solchen Maße Leichtfertigkeit an den Tag gelegt hat, dass sie als Gewissenlosigkeit zu werten ist (vgl. BGH, Urteil vom 26. September 2000, BGHZ 145, 187, 197; Urteil vom 26. November 1986, StB 1987, 138, 139 f.; OLG München, Urteil vom 13. April 1995, WM 1997, 613, 620; LG Hamburg, Urteil vom 22. Juni 1998, WM 1999, 139, 142 m.w.N.).

    Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn sich der Wirtschaftsprüfer leichtfertig und gewissenlos über erkannte Bedenken hinwegsetzt (OLG Saarbrücken, Urteil vom 12. Juli 1978, BB 1978, 1434;… Ebke/Scheel, aaO., S. 390 m.w.N.), bewusst auf eine unerlässliche eigene Prüfung verzichtet (LG Hamburg, Urteil vom 22. Juni 1998, aaO., S. 142 m.w.N.) oder sich grob fahrlässig der Einsicht in die Unrichtigkeit seines Bestätigungsvermerkes verschließt (BGH…, Urteil vom 26. September 2000, aaO., S. 197).

    Die bloße Fehlerhaftigkeit des Abschlusses als solche reicht für sich genommen indes nicht aus, um Sittenwidrigkeit festzustellen (BGH…, Urteil vom 26. September 2000, aaO., S. 202; LG Hamburg, Urteil vom 22. Juni 1998, aaO., S. 142 m.w.N.).

    Wenn die Beklagten der Buchführung der SB und den auf nachforschende Fragen des Zeugen J. gegebenen Auskünften der Geschäftsführerin G. aber vertrauten, so kann das Unterlassen weiterer Aufklärungsmaßnahmen nicht als eine die Sittenwidrigkeit begründende Gewissenlosigkeit bewertet werden, (vgl. auch OLG München, Urteil vom 13. April 1995, WM 1997, 613, 618; LG Hamburg, Urteil vom 22. Juni 1998, aaO., S. 142 m.w.N.).

    Bloße Fahrlässigkeit - selbst grobe - reicht - anders als bei der Feststellung eines Verstoßes gegen die guten Sitten - für die Annahme des Schädigungsvorsatzes nicht aus (BGH, Urteil vom 28. Juni 1966, WM 1966, 1150; LG Hamburg, Urteil vom 22. Juni 1998, aaO., S. 142).

  • OLG Düsseldorf, 02.06.2009 - 23 U 108/08

    Eingeschränkte Drittschutzwirkung des Jahresabschlussprüfungsauftrags bei …

    Im Urteil vom 06.04.2006 (III ZR 256/04, BGHZ 167, 155 mit Anm. Lettl NJW 2006, 2817; vgl. auch OLG Bremen, Urteil vom 30.08.2006, 1 U 33/04, OLGR 2006, 856) hat der III. Zivilsenat zwar die grundsätzliche Anwendbarkeit der Regeln der vertraglichen Dritthaftung im Bereich von Pflichtprüfungen bekräftigt, jedoch betont, dass er die Anwendung dieser Regeln als "restriktiv" verstehe, da er der gesetzlichen Haftungsregelung des § 323 Abs. 1 Satz 3 HGB - auch mit Rücksicht auf das Gesetzgebungsverfahren - entnehme, dass an die rechtsgeschäftliche Einbeziehung eines Dritten in den Schutzbereich eines Prüfvertrages strenge Anforderungen zu stellen seien (ebenso LG Frankfurt, Urteil vom 08.04.1997, 2-18 0 475/95, GI 1998, 72; LG Hamburg, Urteil vom 22.06.1998, 402 O 70/97, WM 1999, 139; OLG Bremen, Urteil vom 30.08.2006, 1 U 33/04, GI 2007, 92;… kritisch: Zugehör, a.a.O., dort unter 2.b.bb mwN in Fn 67-69), die er im dortigen Fall eines Erwerbs von Aktien einer später insolventen AG als nicht erfüllt angesehen hat.
  • OLG Nürnberg, 20.03.2007 - 1 U 1271/06
    Entgegen der Auffassung der Klägerin ist § 323 Abs. 1 HGB kein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB , durch das Vermögensinteressen von Anlegern geschützt werden (vgl. LG Hamburg Urt.v. 22.06.1998 WM 1999, 139, 143 [LG Hamburg 22.06.1998 - 402 O 70/97] ;… Baumbach/Hopt, HGB 29. Aufl. [1995] § 323 Rn. 8).
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