Rechtsprechung
| VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 77/13 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- Justiz Mecklenburg-Vorpommern
Beihilfefähigkeit von selbstständigen ärztlichen Leistungen, die in das Gebührenverzeichnis nicht aufgenommen sind
- ra.de
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (14)
- BVerfG, 07.11.2002 - 2 BvR 1053/98
Beihilfefähigkeit von Wahlleistungen I
Auszug aus VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 77/13
Die Gewährung von Beihilfen ergänzt die Alimentation; dadurch soll der amtsangemessene Lebensunterhalt des Beamten u.a. auch im Krankheits- oder Pflegefall gesichert werden (BVerfGE 106, 225/233; BVerwGE 118, 277/284 f. und BVerwG vom 20.3.2008 Az.: 2 C 49.07).Nach dem gegenwärtigen System nicht ausschließbar sind lediglich Aufwendungen, wenn der absehbare Erfolg einer Maßnahme von existenzieller Bedeutung oder notwendig ist, um wesentliche Verrichtungen des täglichen Lebens erledigen zu können (vgl. BVerfGE 106, 225/233; BVerwG vom 31.1.2002 - 2 C 1/01-juris; BVerwG vom 30.5.2008 - 2 C 24.07 - juris mit zahlreichen Nachweisen aus der Rechtsprechung).
- BVerwG, 20.03.2008 - 2 C 19.06
Beihilfe; Angemessenheit und Notwendigkeit der Aufwendungen; fehlerhafte …
Auszug aus VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 77/13
Ist - wie hier - eine Entscheidung im ordentlichen Rechtsweg indes nicht ergangen, hat der Dienstherr zu prüfen, ob die vom Arzt geltend gemachten Ansprüche nach materiellem Recht begründet sind ( siehe: BVerwG, Urteil vom 20. März 2008 - Az.: 2 C 19.06 -, A. 270 § 5 BhV Nr. 18, m. w. N. ).Deshalb sind die Aufwendungen eines vom Arzt berechneten Betrages schon dann unter Zugrundelegung der Gebührenordnung beihilferechtlich als angemessen anzusehen, wenn sie einer vertretbaren Auslegung der Gebührenordnung entsprechen ( siehe: BVerwG, Urteil vom 20. März 2008, a. a. O., m. w. N. ).
- OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01
Keine Beihilfe für antiallergene Bettbezüge
Auszug aus VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 77/13
Im Übrigen muss sich der Kläger außerhalb des Wesenskerns der Fürsorgepflicht des Dienstherrn darauf verweisen lassen, dass es ihm möglich ist, durch eine entsprechend erweiterte Versicherung oder die Bildung von Rücklagen selbst Vorsorge zu treffen (OVG Koblenz, Urteil vom 17.05.2002 - 2 A 11758/01 -, zit. n. juris).
- BVerfG, 13.11.1990 - 2 BvF 3/88
100%-Grenze
Auszug aus VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 77/13
Rn. 24 Die Gewährung von Beihilfe findet ihre Grundlage in der Fürsorgepflicht des Dienstherrn (BVerfGE 83, 89/99 m.w.N.). - BVerwG, 20.03.2008 - 2 C 49.07
Beihilferechtliche Kostendämpfungspauschale; Gesetzesvorbehalt für pauschale …
Auszug aus VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 77/13
Die Gewährung von Beihilfen ergänzt die Alimentation; dadurch soll der amtsangemessene Lebensunterhalt des Beamten u.a. auch im Krankheits- oder Pflegefall gesichert werden (BVerfGE 106, 225/233; BVerwGE 118, 277/284 f. und BVerwG vom 20.3.2008 Az.: 2 C 49.07). - BVerwG, 31.01.2002 - 2 C 1.01
Beihilfe für eine Perücke; unterschiedliche Voraussetzungen für die …
Auszug aus VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 77/13
Nach dem gegenwärtigen System nicht ausschließbar sind lediglich Aufwendungen, wenn der absehbare Erfolg einer Maßnahme von existenzieller Bedeutung oder notwendig ist, um wesentliche Verrichtungen des täglichen Lebens erledigen zu können (vgl. BVerfGE 106, 225/233; BVerwG vom 31.1.2002 - 2 C 1/01-juris; BVerwG vom 30.5.2008 - 2 C 24.07 - juris mit zahlreichen Nachweisen aus der Rechtsprechung). - BVerwG, 03.07.2003 - 2 C 36.02
Alimentation; Beihilfe; Beihilfestandard; Eigenbeteiligung; Eigenvorsorge; …
Auszug aus VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 77/13
Die Gewährung von Beihilfen ergänzt die Alimentation; dadurch soll der amtsangemessene Lebensunterhalt des Beamten u.a. auch im Krankheits- oder Pflegefall gesichert werden (BVerfGE 106, 225/233; BVerwGE 118, 277/284 f. und BVerwG vom 20.3.2008 Az.: 2 C 49.07). - BVerwG, 30.05.1996 - 2 C 5.95
Beamtenrecht: Beihilfe zu Gunsten von Beamten für Mittel gegen Hausstaubmilben …
Auszug aus VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 77/13
Wegen der vollständig anderen Zielrichtung des AMG kann auch nicht ohne weiteres auf die Arzneimitteldefinition aus § 2 Abs. 1 AMG zurückgegriffen werden, allerdings bietet das Arzneimittelrecht einen Anhaltspunkt für die Begriffsbestimmung im Beihilferecht (BVerwG, Urteil vom 30.05.1996, DVBl. 1996, 1149). - VGH Bayern, 13.12.2010 - 14 BV 08.1982
Zum Begriff des Arzneimittels in § 18 Satz 1 BayBhV.
Auszug aus VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 77/13
Der (enge) rechtliche Ansatz des Beklagten, wonach der Arzneimittelbegriff von einer rechtlichen Zulassung bzw. Registrierung abhängig sei, wird von der obergerichtlichen Rechtsprechung (vgl. etwa BayVGH, Urteil vom vom 13.12.2010 - 14 BV 08.1982 -, zit n. juris) und der Kammer nicht geteilt. - OVG Sachsen-Anhalt, 24.11.2010 - 1 L 146/10
Beihilfegewährung bei sog. Analog-Abrechnung durch Ärzte
Auszug aus VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 77/13
Rn. 18 Da gerade die GOÄ in § 6 Abs. 2 die Abrechenbarkeit von Leistungen vorsieht, die nicht in der GOÄ explizit aufgeführt sind, sind auch sog. Analogleistungen nicht per se von der Beihilfefähigkeit ausgeschlossen (OVG Sachsen-Ahalt, Beschluss vom 24.11.2010 - 1 L 146/10 -, zit. n. juris). - OVG Rheinland-Pfalz, 11.11.2011 - 10 A 10670/11
Beihilferechtlicher Arzneimittelbegriff
- VG Würzburg, 13.03.2013 - W 1 K 13.15
X-chromosonal rezessive Ichtyose; Beihilfeanspruch für Körperpflegemittel; Eubos …
- VG Berlin, 23.07.2007 - 7 A 205.05
Beihilfefähigkeit von Dronabinol
- VG Darmstadt, 15.12.1999 - 5 E 405/95
Arzneimitteleigenschaft und Arzneimittelbegriff; Gewährung von Beihilfen in …
- OVG Niedersachsen, 05.07.2013 - 11 ME 148/13
Verpflichtung eines Hundehalters zur nächtlichen und sonntäglichen Haltung seiner …
Über die gegen diesen Bescheid erhobene Klage (6 A 77/13) hat das Verwaltungsgericht noch nicht entschieden. - VG München, 22.03.2018 - M 17 K 16.4940
Anerkennung, Behandlungsmethode, pharmakologische Wirkung
Insbesondere ist die Beschränkung nicht wegen Fehlens einer Härtefallregelung unwirksam (…vgl. zu § 22 BBhV: OVG NW, U.v. 20.6.2013 - 1 A 334/11 - juris Rn. 43ff.;… BayVGH, U.v. 10.8.2015 - 14 B 14.766 Rn. 34ff.; VG Greifswald, U.v. 25.9.2014 - 6 A 77/13 - juris Rn. 23ff.), da in § 49 Abs. 2 BayBhV eine derartige Härtefallregelung enthalten ist. - VG Düsseldorf, 15.06.2020 - 26 K 2596/17
Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, Fürsorgepflicht, Härtefall, …
Rn. 57 vgl. BVerfG, Beschluss vom 7. November 2002 - 2 BvR 1053/98 -, BVerfGE 106, 225, 233, sowie BVerwG, Urteil vom 31. Januar 2002 - 2 C 1/01 -, NJW 2002, 2045 f. = juris; vgl. konkret zur Zulässigkeit der Beschränkung der Beihilfefähigkeit auf apothekenpflichtige Arzneimittel auch VG Greifswald, Urteil vom 25. September 2014 - 6 A 77/13 -, juris, Rn. 24, VG München, Urteil vom 17. August 2015 - M 17 K 15.1706 -, juris, Rn. 19, und VG Ansbach, Urteil vom 26. Juli 2016 - AN 1 K 14.01929 -, juris, Rn. 74.
- VG München, 17.08.2015 - M 17 K 15.1706
Beihilfe; fehlende Apothekenpflicht; Nahrungsergänzungsmittel
Insbesondere ist die Beschränkung nicht wegen Fehlens einer Härtefallregelung unwirksam (…vgl. zu § 22 BBhV: OVG NRW, U.v. 20.6.2013 - 1 A 334/11 - juris Rn. 43ff.;… BayVGH, U.v. 10.8.2015 - 14 B 14.766 Rn. 34ff.; VG Greifswald, U.v. 25.9.2014 - 6 A 77/13 - juris Rn. 23ff.), da in § 49 Abs. 2 BayBhV eine derartige Härtefallregelung enthalten ist. - OVG Saarland, 01.04.2022 - 1 A 69/21
Beihilfe für eine Zungen- und Pulsdiagnostik nach TCM
Deshalb sind die Aufwendungen eines vom Arzt berechneten Betrages regelmäßig schon dann unter Zugrundelegung der Gebührenordnung beihilferechtlich als angemessen anzusehen, wenn sie einer vertretbaren Auslegung der Gebührenordnung entsprechen.[vgl. BVerwG, Urteil vom 20.3.2008 - 2 C 19/06 -, juris Rz. 23 m.w.N.; vgl. auch VG Kassel, Urteil vom 8.3.2021 - 1 K 867/20.KS -, juris Rz. 25; VG Köln, Gerichtsbescheid vom 22.12.2016 - 1 K 8285/16 -, juris Rz. 45; VG Greifswald, Urteil vom 25.9.2014 - 6 A 77/13 -, juris Rz. 16][vgl. BVerwG, Urteil vom 20.3.2008 - 2 C 19/06 -, juris Rz. 23 m.w.N.; vgl. auch VG Kassel, Urteil vom 8.3.2021 - 1 K 867/20.KS -, juris Rz. 25; VG Köln, Gerichtsbescheid vom 22.12.2016 - 1 K 8285/16 -, juris Rz. 45; VG Greifswald, Urteil vom 25.9.2014 - 6 A 77/13 -, juris Rz. 16]. - OVG Saarland, 07.04.2022 - 1 A 78/21
Beihilfe für eine Zungen- und Pulsdiagnostik nach TCM
Deshalb sind die Aufwendungen eines vom Arzt berechneten Betrages regelmäßig schon dann unter Zugrundelegung der Gebührenordnung beihilferechtlich als angemessen anzusehen, wenn sie einer vertretbaren Auslegung der Gebührenordnung entsprechen.[vgl. BVerwG, Urteil vom 20.3.2008 - 2 C 19/06 -, juris Rz. 23 m.w.N.; vgl. auch VG Kassel, Urteil vom 8.3.2021 - 1 K 867/20.KS -, juris Rz. 25; VG Köln, Gerichtsbescheid vom 22.12.2016 - 1 K 8285/16 -, juris Rz. 45; VG Greifswald, Urteil vom 25.9.2014 - 6 A 77/13 -, juris Rz. 16][vgl. BVerwG, Urteil vom 20.3.2008 - 2 C 19/06 -, juris Rz. 23 m.w.N.; vgl. auch VG Kassel, Urteil vom 8.3.2021 - 1 K 867/20.KS -, juris Rz. 25; VG Köln, Gerichtsbescheid vom 22.12.2016 - 1 K 8285/16 -, juris Rz. 45; VG Greifswald, Urteil vom 25.9.2014 - 6 A 77/13 -, juris Rz. 16]. - VG München, 22.03.2018 - M 17 K 17.4946
Beihilferechtlicher Leistungsausschluss
Insbesondere ist die Beschränkung nicht wegen Fehlens einer Härtefallregelung unwirksam (…vgl. zu § 22 BBhV: OVG NW, U.v. 20.6.2013 - 1 A 334/11 - juris Rn. 43ff.;… BayVGH, U.v. 10.8.2015 - 14 B 14.766 Rn. 34ff.; VG Greifswald, U.v. 25.9.2014 - 6 A 77/13 - juris Rn. 23ff.), da in § 49 Abs. 2 BayBhV eine derartige Härtefallregelung enthalten ist. - VG Kassel, 08.03.2021 - 1 K 867/20
Berücksichtigung einer analogen Abrechnung nach § 6 Abs 2 GOĠim Rahmen der …
Deshalb sind die Aufwendungen eines vom Arzt berechneten Betrages schon dann unter Zugrundelegung der Gebührenordnung beihilferechtlich als angemessen anzusehen, wenn sie einer vertretbaren Auslegung der Gebührenordnung entsprechen (std. Rspr. vgl. z.B. BVerwG, Urteil vom 20. März 2008 - 2 C 19/06 -, juris, sowie VG Greifswald, Urteil vom 25. September 2014 - 6 A 77/13 -, juris, ausdrücklich zum Anwendungsbereich des § 6 Abs. 2 GOÄ).
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