Rechtsprechung
| BVerwG, 08.04.2024 - 6 AV 1.24 |
Volltextveröffentlichungen (7)
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- Bundesverwaltungsgericht
- rechtsinformationen.bund.de
Örtliche Zuständigkeitsbestimmung; Bindungswirkung einer nicht willkürlichen Verweisung
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 46 Nr 7 BDSG 2018, § 57 Abs 1 BDSG 2018, § 57 Abs 2 BGSG 1994, § 1 Abs 2 BPolZV 2008, § 17a Abs 2 S 3 GVG
Örtliche Zuständigkeitsbestimmung; Bindungswirkung einer nicht willkürlichen Verweisung - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Anspruch einer bei der Einreise in die BRD am Flughafen von der Polizei kontrollierten Person auf Erteilung von Auskunft über die Kategorie der von der Bundespolizei zu seiner Person erhobenen Daten und deren Verarbeitung
- datenbank.nwb.de
Örtliche Zuständigkeitsbestimmung; Bindungswirkung einer nicht willkürlichen Verweisung
Verfahrensgang
- VG Potsdam, 13.02.2024 - 9 K 2818/23
- BVerwG, 08.04.2024 - 6 AV 1.24
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (6)
- BVerwG, 09.06.2020 - 6 AV 3.20
Anfechtungsklage; Bindungswirkung; Gerichtsstand; Rückverweisung; …
Auszug aus BVerwG, 08.04.2024 - 6 AV 1.24
Die in § 83 Satz 1 VwGO i. V. m. § 17a Abs. 2 Satz 3 GVG angeordnete Bindungswirkung tritt auch bei einem fehlerhaften Verweisungsbeschluss ein, etwa wenn die gegebene eigene örtliche Zuständigkeit verkannt worden ist (BVerwG, Beschluss vom 9. Juni 2020 - 6 AV 3.20 - NVwZ-RR 2020, 854 Rn. 14).Hiervon kann aber nur dann ausgegangen werden, wenn der gerichtliche Verweisungsbeschluss bei verständiger Würdigung der das Grundgesetz beherrschenden Gedanken nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (…BVerwG, Beschlüsse vom 8. November 1994 - 9 AV 1.94 - Buchholz 300 § 17a GVG Nr. 13 S. 6, vom 10. April 2019 - 6 AV 11.19 - NJW 2019, 2112 Rn. 10 m. w. N. und vom 9. Juni 2020 - 6 AV 3.20 - NVwZ-RR 2020, 854 Rn. 15).
- BVerfG, 23.06.1981 - 2 BvR 1107/77
Eurocontrol I
Auszug aus BVerwG, 08.04.2024 - 6 AV 1.24
Rn. 10 Die gesetzliche Bindungswirkung eines gemäß § 83 Satz 2 VwGO unanfechtbaren Verweisungsbeschlusses kann allenfalls bei extremen Rechtsverstößen durchbrochen werden, etwa wenn sich die Verweisung bei der Auslegung und Anwendung der Zuständigkeitsnormen so weit von dem diese beherrschenden verfassungsrechtlichen Grundsatz des gesetzlichen Richters (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) entfernt hat, dass sie schlechthin nicht mehr zu rechtfertigen ist (vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 30. Juni 1970 - 2 BvR 48/70 - BVerfGE 29, 45 und vom 23. Juni 1981 - 2 BvR 1107, 1124/77 und 195/79 - BVerfGE 58, 1 und Kammerbeschluss vom 26. August 1991 - 2 BvR 121/90 - NJW 1992, 359 ). - BVerfG, 30.06.1970 - 2 BvR 48/70
Verletzung des Anspruchs auf den gesetzlichen Richter
Auszug aus BVerwG, 08.04.2024 - 6 AV 1.24
Rn. 10 Die gesetzliche Bindungswirkung eines gemäß § 83 Satz 2 VwGO unanfechtbaren Verweisungsbeschlusses kann allenfalls bei extremen Rechtsverstößen durchbrochen werden, etwa wenn sich die Verweisung bei der Auslegung und Anwendung der Zuständigkeitsnormen so weit von dem diese beherrschenden verfassungsrechtlichen Grundsatz des gesetzlichen Richters (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) entfernt hat, dass sie schlechthin nicht mehr zu rechtfertigen ist (vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 30. Juni 1970 - 2 BvR 48/70 - BVerfGE 29, 45 und vom 23. Juni 1981 - 2 BvR 1107, 1124/77 und 195/79 - BVerfGE 58, 1 und Kammerbeschluss vom 26. August 1991 - 2 BvR 121/90 - NJW 1992, 359 ).
- BVerwG, 08.11.1994 - 9 AV 1.94
Verweisungsbeschluß - Bindungswirkung
Auszug aus BVerwG, 08.04.2024 - 6 AV 1.24
Hiervon kann aber nur dann ausgegangen werden, wenn der gerichtliche Verweisungsbeschluss bei verständiger Würdigung der das Grundgesetz beherrschenden Gedanken nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (BVerwG, Beschlüsse vom 8. November 1994 - 9 AV 1.94 - Buchholz 300 § 17a GVG Nr. 13 S. 6, vom 10. April 2019 - 6 AV 11.19 - NJW 2019, 2112 Rn. 10 m. w. N. …und vom 9. Juni 2020 - 6 AV 3.20 - NVwZ-RR 2020, 854 Rn. 15). - BVerwG, 10.04.2019 - 6 AV 11.19
Bindungswirkung; Erinnerung; Gerichtskosten; Rechtsweg; Verweisung; Willkür; …
Auszug aus BVerwG, 08.04.2024 - 6 AV 1.24
Hiervon kann aber nur dann ausgegangen werden, wenn der gerichtliche Verweisungsbeschluss bei verständiger Würdigung der das Grundgesetz beherrschenden Gedanken nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (BVerwG, Beschlüsse vom 8. November 1994 - 9 AV 1.94 - Buchholz 300 § 17a GVG Nr. 13 S. 6, vom 10. April 2019 - 6 AV 11.19 - NJW 2019, 2112 Rn. 10 m. w. N. …und vom 9. Juni 2020 - 6 AV 3.20 - NVwZ-RR 2020, 854 Rn. 15). - BVerfG, 26.08.1991 - 2 BvR 121/90
Verfassungsrechtliche Überprüfung der Verurteilung eines ehemaligen Notars zu …
Auszug aus BVerwG, 08.04.2024 - 6 AV 1.24
Rn. 10 Die gesetzliche Bindungswirkung eines gemäß § 83 Satz 2 VwGO unanfechtbaren Verweisungsbeschlusses kann allenfalls bei extremen Rechtsverstößen durchbrochen werden, etwa wenn sich die Verweisung bei der Auslegung und Anwendung der Zuständigkeitsnormen so weit von dem diese beherrschenden verfassungsrechtlichen Grundsatz des gesetzlichen Richters (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) entfernt hat, dass sie schlechthin nicht mehr zu rechtfertigen ist (vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 30. Juni 1970 - 2 BvR 48/70 - BVerfGE 29, 45 und vom 23. Juni 1981 - 2 BvR 1107, 1124/77 und 195/79 - BVerfGE 58, 1 und Kammerbeschluss vom 26. August 1991 - 2 BvR 121/90 - NJW 1992, 359 ).
- VGH Hessen, 21.02.2025 - 3 F 179/25
Bestimmung des örtlich zuständigen Verwaltungsgerichts durch den Hessischen …
Die in § 83 Satz 1 VwGO i. V. m. § 17a Abs. 2 Satz 3 GVG angeordnete Bindungswirkung tritt auch bei einem fehlerhaften Verweisungsbeschluss ein, etwa wenn die gegebene eigene örtliche Zuständigkeit verkannt worden ist (BVerwG, Beschlüsse vom 8. April 2024 - 6 AV 1.24 -, juris Rn. 9 …und vom 9. Juni 2020 - 6 AV 3.20 -, juris Rn. 14).Rn. 23 Die gesetzliche Bindungswirkung eines gemäß § 83 Satz 2 VwGO unanfechtbaren Verweisungsbeschlusses kann allenfalls bei extremen Rechtsverstößen durchbrochen werden, etwa wenn sich die Verweisung bei der Auslegung und Anwendung der Zuständigkeitsnormen so weit von dem diese beherrschenden verfassungsrechtlichen Grundsatz des gesetzlichen Richters (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) entfernt hat, dass sie schlechthin nicht mehr zu rechtfertigen ist (BVerwG, Beschlüsse vom 8. April 2024 - 6 AV 1.24 -, juris Rn. 10 …und vom 9. Juni 2020 - 6 AV 3.20 -, juris Rn. 15, VGH Kassel, Beschlüsse vom 7. März 2018 - 10 F 76/18.A -, juris Rn. 6 …und vom 17. August 1995 - 13 Z 1548/95 -, juris Rn. 7 ).
Hiervon kann aber nur dann ausgegangen werden, wenn der gerichtliche Verweisungsbeschluss bei verständiger Würdigung der das Grundgesetz beherrschenden Gedanken nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (BVerwG, Beschluss vom 8. April 2024 - 6 AV 1.24 -, juris Rn. 10 …und Beschluss vom 9. Juni 2020 - 6 AV 3.20 -, juris Rn. 15), oder wenn das verweisende Gericht die herkömmlichen Methoden der Interpretation eines Gesetzestexts, der seine Zuständigkeit normiert, beiseiteschiebt und damit die Bahnen ordnungsgemäßer Rechtsfindung verlässt (BVerwG…, Beschluss vom 5. Februar 2024 - 1 AV 1.23 -, juris Rn. 8).
- VG Gelsenkirchen, 31.05.2024 - 15 K 335/24
Ausbildungsförderung, Einkommen des Auszubildenden, Ausbildungsverhältnis, …
Rn. 23 Vgl. BVerwG, Beschluss vom 8. April 2024 - 6 AV 1.24 -, juris Rn. 9; Riese, in: Schoch/Schneider, Verwaltungsrecht, Band VwGO, 44. EL März 2023, VwGO § 83 Rn. 16; Wöckel, in: Eyermann, 16. Auflage 2022, VwGO § 83 Rn. 12.Rn. 27 BVerwG, Beschluss vom 8. April 2024 - 6 AV 1.24 -, juris Rn. 10, m.w.N.
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