Rechtsprechung
| VG Kassel, 06.03.2017 - 6 L 437/17.KS.A |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- Justiz Hessen
- Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)
AsylG § 33, AsylG § 33 Abs. 5 S. 2, AsylG § 32, AsylG § 33 Abs. 1, AsylG § 33 Abs. 4, AsylG § 33 Abs. 3
Asylverfahren, Terminsladung, Empfangsbekenntnis, Zustellung, Einstellung, Anhörung, Rücknahmefiktion, Belehrung, Hinweispflicht, Rechtsschutzinteresse, Rechtsschutzbedürfnis, Verfahrenseinstellung, Abschiebungsandrohung, Aufforderung zur Anhörung, Wiederaufnahme, ... - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (6)
- VG Gelsenkirchen, 21.11.2016 - 14a L 2519/16
Anhörung Einstellung Nichtbetreiben Kurde Türkei Zustellung Antragsfrist …
Auszug aus VG Kassel, 06.03.2017 - 6 L 437/17
Denn es ist nicht absehbar, ob und wann die Antragsgegnerin nach der Stellung eines Wiederaufnahmeantrages im Sinne des § 33 Abs. 5 Satz 2 AsylG das Asylverfahren tatsächlich wieder aufnimmt, so dass ungewiss ist, ob und wann die Wirkung der verfügten Abschiebungsandrohung, aufgrund derer aktuell die vollziehbare Ausreisepflicht besteht, entfällt (vgl. VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 21.11.2016 - 14a L 2519/16.A -, m.w.N., juris) und ob und wann der einstellende Bescheid aufgehoben wird, um dessen Rechtsschein der drohenden Abschiebung zu beseitigen.Dies erscheint jedoch angesichts der weitreichenden Folgen einer Verfahrenseinstellung aus formalen Gründen unzureichend (vgl. insgesamt: BVerfG, Kammerbeschluss vom 10.03.1994 - 2 BvR 2371/93 - VG Greifswald…, Beschluss vom 16.01.2017 - 5 B 2251/16 As HGW -, Rn. 24; VG München, Beschluss vom 22.11.2016 - M 11 S 16.34171 - a. A. offenbar VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 21.11.2016 - 14a L 2519/16.A - jeweils juris).
Ebenso kann vorliegend die Frage offenbleiben, ob der nach § 33 Abs. 4 AsylG erforderliche Hinweis aufgrund der weitreichenden Folgen eines etwaigen Versäumnisses einem Antragsteller in eine ihm verständliche Sprache hätte übersetzt werden müssen, wofür unter Berücksichtigung der Regelungen nach Art. 12 Abs. 1 a) der Richtlinie 2013/32/EU einiges spricht (vgl. hierzu VG Stuttgart, Beschluss vom 06.02.2017 - A 1 K 198/17 -, juris; VG Magdeburg, Beschluss vom 08. Dezember 2016 - 5 B 898/16 -, juris; VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 21.11.2016 - 14a L 2519/16.A juris, dort Rdn.30 ff).
- BVerfG, 10.03.1994 - 2 BvR 2371/93
Verfassungsrechtliche Anforderungen an die einem Asylbewerber auferlegten …
Auszug aus VG Kassel, 06.03.2017 - 6 L 437/17
Dies erscheint jedoch angesichts der weitreichenden Folgen einer Verfahrenseinstellung aus formalen Gründen unzureichend (vgl. insgesamt: BVerfG, Kammerbeschluss vom 10.03.1994 - 2 BvR 2371/93 - VG Greifswald…, Beschluss vom 16.01.2017 - 5 B 2251/16 As HGW -, Rn. 24; VG München, Beschluss vom 22.11.2016 - M 11 S 16.34171 - a. A. offenbar VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 21.11.2016 - 14a L 2519/16.A - jeweils juris). - VG Stuttgart, 06.02.2017 - A 1 K 198/17
Asylverfahrensrecht - Einstellung des Verfahrens; Rücknahmefiktion; Belehrung; …
Auszug aus VG Kassel, 06.03.2017 - 6 L 437/17
Ebenso kann vorliegend die Frage offenbleiben, ob der nach § 33 Abs. 4 AsylG erforderliche Hinweis aufgrund der weitreichenden Folgen eines etwaigen Versäumnisses einem Antragsteller in eine ihm verständliche Sprache hätte übersetzt werden müssen, wofür unter Berücksichtigung der Regelungen nach Art. 12 Abs. 1 a) der Richtlinie 2013/32/EU einiges spricht (vgl. hierzu VG Stuttgart, Beschluss vom 06.02.2017 - A 1 K 198/17 -, juris; VG Magdeburg, Beschluss vom 08. Dezember 2016 - 5 B 898/16 -, juris; VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 21.11.2016 - 14a L 2519/16.A juris, dort Rdn.30 ff).
- VG Greifswald, 16.01.2017 - 5 B 2251/16
Asylrecht: Rechtmäßigkeit einer Abschiebungsandrohung; fehlerhafte Belehrung …
Auszug aus VG Kassel, 06.03.2017 - 6 L 437/17
Dies erscheint jedoch angesichts der weitreichenden Folgen einer Verfahrenseinstellung aus formalen Gründen unzureichend (vgl. insgesamt: BVerfG, Kammerbeschluss vom 10.03.1994 - 2 BvR 2371/93 - VG Greifswald, Beschluss vom 16.01.2017 - 5 B 2251/16 As HGW -, Rn. 24; VG München, Beschluss vom 22.11.2016 - M 11 S 16.34171 - a. A. offenbar VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 21.11.2016 - 14a L 2519/16.A - jeweils juris). - VG Magdeburg, 08.12.2016 - 5 B 898/16
Einstellung des Asylverfahrens wegen Nichterscheinens zur Anhörung
Auszug aus VG Kassel, 06.03.2017 - 6 L 437/17
Ebenso kann vorliegend die Frage offenbleiben, ob der nach § 33 Abs. 4 AsylG erforderliche Hinweis aufgrund der weitreichenden Folgen eines etwaigen Versäumnisses einem Antragsteller in eine ihm verständliche Sprache hätte übersetzt werden müssen, wofür unter Berücksichtigung der Regelungen nach Art. 12 Abs. 1 a) der Richtlinie 2013/32/EU einiges spricht (vgl. hierzu VG Stuttgart, Beschluss vom 06.02.2017 - A 1 K 198/17 -, juris; VG Magdeburg, Beschluss vom 08. Dezember 2016 - 5 B 898/16 -, juris; VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 21.11.2016 - 14a L 2519/16.A juris, dort Rdn.30 ff). - VG München, 22.11.2016 - M 11 S 16.34171
Ungenügende Belehrung über Rechtsfolgen des Nichtbetreibens des Verfahrens
Auszug aus VG Kassel, 06.03.2017 - 6 L 437/17
Dies erscheint jedoch angesichts der weitreichenden Folgen einer Verfahrenseinstellung aus formalen Gründen unzureichend (vgl. insgesamt: BVerfG, Kammerbeschluss vom 10.03.1994 - 2 BvR 2371/93 - VG Greifswald…, Beschluss vom 16.01.2017 - 5 B 2251/16 As HGW -, Rn. 24; VG München, Beschluss vom 22.11.2016 - M 11 S 16.34171 - a. A. offenbar VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 21.11.2016 - 14a L 2519/16.A - jeweils juris).
- OVG Schleswig-Holstein, 12.05.2017 - 4 LA 45/17
Belehrung über Rücknahmefiktion gemäß bei Nichtbetreiben des Asylverfahrens
Soweit ersichtlich gehen im Übrigen auch alle bisher veröffentlichten Entscheidungen der Verwaltungsgerichte davon aus, dass bei fehlender Belehrung keine Rücknahmefiktion eintritt (vgl. z.B. VG Düsseldorf - Beschl. v. 10.01.2017 - 12 L 4432/16.A - VG Stuttgart - Beschl. v. 06.02.2017 - A 1 K 198/17 - VG Kassel, Beschl. v. 06.03.2017 - 6 L 437/17.KS.A - alle Juris). - VG Magdeburg, 25.04.2017 - 1 B 166/17
Fiktive Rücknahme des Asylantrages wegen Nichtbetreibens des Verfahrens
Dies erscheint jedoch angesichts der weitreichenden Folgen einer Verfahrenseinstellung aus formalen Gründen unzureichend (VG Kassel, B. v. 06.03.2017 - 6 L 437/17.KS.A;… vgl. zur Auslegung von § 10 Abs. 7 AsylG auch: BVerfG, Kammerbeschluss vom 10.03.1994 - 2 BvR 2371/93 -, juris, Rdnr. 19 ff.). - VG Gießen, 30.05.2017 - 1 L 4386/17
Einstellung, Asylverfahren, Rücknahmefiktion, Zustellung, Belehrung, …
Dies erscheint jedoch angesichts der weitreichenden Folgen einer Verfahrenseinstellung aus formalen Gründen unzureichend (vgl. zum Ganzen: VG Kassel, Beschluss vom 06.03.2017 - 6 L 437/17.KS.A -, juris, Rn. 14).
- VG Regensburg, 16.05.2019 - RN 14 S 19.31006
Nichtbetreiben des Verfahrens - Asylantrag eines in Deutschland geborenen Kindes …
Die Anordnung der aufschiebenden Wirkung ihrer Klage verbessert also ihre Rechtsposition, sodass nach Auffassung der zur Entscheidung berufenen Einzelrichterin ein Rechtsschutzbedürfnis besteht (… so auch VG München, B. v. 22.11.2016 - M 11 S 16.34171 - juris, Rn. 13; VG Kassel, B. v. 6.3.2017 - 6 L 437/17.KS.A - juris Rn. 6). - VG Bayreuth, 06.04.2017 - B 4 S 17.31002
Erfolgreicher Eilantrag nach Einstellung des Asylverfahrens nach § 33 AsylG
Rn. 36 Darüber hinaus liegt auch keine Empfangsbestätigung des Antragstellers oder eines Dritten vor, d.h. eine Erklärung, dass der Hinweis vom Antragsteller oder einem Dritten persönlich entgegengenommen wurde (vgl. VG Kassel, B. v. 06.03.2017 - 6 L 437/17. KS.A - juris Rn.15). - VG Hannover, 31.05.2017 - 13 B 3486/17
Asylverfahren; Einstellung; Rechtsschutzbedürfnis; Zustellung
Durch die Möglichkeit nach § 33 Abs. 5 Asylgesetz, die Wiederaufnahme eines eingestellten Verfahren zu beantragen, wird das Rechtsschutzbedürfnis aber weder für den vorliegenden Antrag noch für die erhobene Klage beseitigt (a.A. VG Köln, Beschl. v. 16.12.2016 - 23 L 2982/16.A -, juris, Rdrn. 4; wohl auch VG Kassel, Beschl. v. 06.03.2017 - 6 L 437/17.KS.A -, das ein Rechtsschutzbedürfnis nur deshalb bejaht hat, weil das Bundesamt über den Fortführungsantrag der dortigen Antragsteller noch nicht positiv entschieden hatte, juris, Rdnr. 6).
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