Rechtsprechung
| LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17 |
Volltextveröffentlichung
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
Ersatz des Verdienstausfalls bei selbständig Tätigen für die unfallbedingte Arbeitseinschränkung aufgrund eines Verkehrsunfalls
Verfahrensgang
- LG Lüneburg, 15.01.2020 - 6 O 53/17
- OLG Celle, 08.07.2020 - 14 U 27/20
- LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (29)
- KG, 20.10.2005 - 12 U 31/03
Schadenersatz bei Kfz-Unfall: Verdienstausfall eines Studenten, dessen …
Auszug aus LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17
Genaue Tatsachen, die zwingend auf das Bestehen und den Umfang eines Schadens schließen lassen, braucht sie nicht anzugeben (BGHVersR 1968, 888), denn §§ 252 S. 2 BGB, 287 ZPO mindern auch die Substantiierungslast (BGH VersR 1968, 888; BAG NJW 1972, 1437 [1438];KG VersR 2006, 794).Es genügt, wenn die Klägerin hinreichend Anhaltspunkte für eine Schadensschätzung nach § 287 ZPO liefert (BGHNJW 1988, 3017; 1993, 2673; 1998, 1633 [1635]; 2005, 3348];KG VersR 2006, 794).
- BGH, 16.03.1959 - III ZR 20/58
Schätzung entgangenen Gewinns
Auszug aus LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17
Stehen diese Tatsachen zur Überzeugung des Gerichts fest, so genügt es, wenn der Gewinn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge mit Wahrscheinlichkeit erwartet werden konnte (BGHZ 29, 393 [398]; BGH WM 1986, 622 [623] [BGH 06.02.1986 - I ZR 92/84]; NZV 2001, 210 [BGH 06.02.2001 - VI ZR 339/99] [211]), wobei solche Tatsachen, die selbst zum gewöhnlichen Lauf der Dinge gehören, nicht bewiesen zu werden brauchen (BGH NJW 1968, 661 [BGH 09.02.1968 - 4 StR 582/67][BGH 09.02.1968 - 4 StR 582/67] [663]).Dabei kann und darf das Gericht auch solche Umstände berücksichtigen, die ihm sonst bekannt geworden sind, ohne dass es einer Verhandlung darüber oder einer etwaigen Befragung der Parteien nach § 139 ZPO bedarf (BGHZ 29, 393 [400];BGH VersR 1960, 786 [788]).
- BGH, 06.02.2001 - VI ZR 339/99
Erwerbsschaden eines selbständigen Unternehmers
Auszug aus LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17
Nach ständiger Rechtsprechung des BGH bedarf es bei selbständig Tätigen zur Beantwortung der Frage, ob diese einen Verdienstausfallschaden erlitten haben, der Prüfung, wie sich das von ihnen betriebene Unternehmen ohne den Unfall voraussichtlich entwickelt hätte (BGH, Urteile vom 31.03.1992 - VI ZR 143/91 = VersR 1992, 973; vom 06.07.1993 - VI ZR 228/92 = VersR 1993, 1284 [1285]; vom 10.12.1996 - VI ZR 268/95 = VersR 1997, 453 [454]; vom 03.03.1998 - VI ZR 385/96 = VersR 1998, 772 [773]; vom 06.02.2001 - VI ZR 339/99 = NJW 2001, 1640 [BGH 06.02.2001 - VI ZR 339/99] [1641]).Stehen diese Tatsachen zur Überzeugung des Gerichts fest, so genügt es, wenn der Gewinn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge mit Wahrscheinlichkeit erwartet werden konnte (BGHZ 29, 393 [398]; BGH WM 1986, 622 [623] [BGH 06.02.1986 - I ZR 92/84]; NZV 2001, 210 [BGH 06.02.2001 - VI ZR 339/99] [211]), wobei solche Tatsachen, die selbst zum gewöhnlichen Lauf der Dinge gehören, nicht bewiesen zu werden brauchen (BGH NJW 1968, 661 [BGH 09.02.1968 - 4 StR 582/67][BGH 09.02.1968 - 4 StR 582/67] [663]).
- BGH, 05.05.1970 - VI ZR 212/68
Begriff des Schadens durch Wegfall der Arbeitskraft im haftungsrechtlichen Sinne
Auszug aus LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17
Welche Tatsachen zum gewöhnlichen Lauf der Dinge gehören und welche Tatsachen so wesentlich sind, dass sie von der Klägerin dargelegt und ggf. bewiesen werden müssen, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab und lässt sich daher nicht ein für alle Mal festlegen (BGHZ 54, 45 [56]).Es dürfen jedoch keine allzu strengen Anforderungen an das gestellt werden, was die Klägerin vorbringen muss, um das Gericht zur Einholung eines Sachverständigengutachtens zu veranlassen (BGHZ 54, 45 [56]; 100, 50; NJW 2005, 3348 [BGH 26.07.2005 - X ZR 134/04] [3349]).
- BGH, 03.03.1998 - VI ZR 385/96
Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines …
Auszug aus LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17
Nach ständiger Rechtsprechung des BGH bedarf es bei selbständig Tätigen zur Beantwortung der Frage, ob diese einen Verdienstausfallschaden erlitten haben, der Prüfung, wie sich das von ihnen betriebene Unternehmen ohne den Unfall voraussichtlich entwickelt hätte (BGH, Urteile vom 31.03.1992 - VI ZR 143/91 = VersR 1992, 973; vom 06.07.1993 - VI ZR 228/92 = VersR 1993, 1284 [1285]; vom 10.12.1996 - VI ZR 268/95 = VersR 1997, 453 [454]; vom 03.03.1998 - VI ZR 385/96 = VersR 1998, 772 [773]; vom 06.02.2001 - VI ZR 339/99 = NJW 2001, 1640 [BGH 06.02.2001 - VI ZR 339/99] [1641]).Dieser muss insbesondere darlegen und beweisen, ob und in welchem Umfang die Geschädigte eine andere zumutbare Tätigkeit hätte ausüben können (BGH, Urteil vom 3. März 1998 - VI ZR 385/96, VersR 1998, 772).
- BGH, 23.01.1979 - VI ZR 103/78
Darlegungs- und Beweislast im Haftpflichtprozeß wegen Arbeitsunfähigkeit des …
Auszug aus LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17
Die Verletzte hat sodann vorzutragen, welche Arbeitsmöglichkeiten ihr zumutbar und durchführbar erscheinen und was sie bereits unternommen hat, um einen angemessenen Arbeitsplatz zu erhalten; hat sie nichts unternommen, kann dies je nach Fallgestaltung zu Beweiserleichterungen für den Schädiger oder sogar zu einer Beweislastumkehr führen (BGH, Urteil vom 23. Januar 1979 - VI ZR 103/78, VersR 1979, 424; Urteil vom 1. Dezember 1970 - VI ZR 88/69, VersR 1971, 348).Hat der Schädiger dagegen eine konkret zumutbare Arbeitsmöglichkeit nachgewiesen, so ist es Sache des Verletzten, darzulegen und zu beweisen, warum er diese Möglichkeit nicht hat nutzen können (BGH, Urteil vom 23. Januar 1979, a.a.O.).
- BGH, 07.03.2007 - VIII ZR 86/06
Rechtsfolgen der Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr
Auszug aus LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17
Entgegen der früheren Rechtsprechung ist im Hinblick auf die Entscheidung des BGH in NJW 2007, 2049 [BGH 07.03.2007 - VIII ZR 86/06] nunmehr nicht nur die halbe, sondern die volle Geschäftsgebühr einklagbar und die Hälfte dann erst im Kostenfestsetzungsverfahren auf die Verfahrensgebühr anzurechnen. - BGH, 20.11.1984 - VI ZR 169/83
Verkehrssicherungspflicht eines Gastwirts
Auszug aus LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17
Nach der Rechtsprechung des BGH, von der abzuweichen kein Anlass besteht, ist eine Verdienstausfallrente auf die voraussichtliche Dauer der Erwerbstätigkeit des Verletzten, wie sie sich ohne den Unfall gestaltet hätte, zu begrenzen (BGH Urteile vom 20. November 1984 - VI ZR 169/83 - VersR 1985, 90, 91 zu III.; vom 10. November 1987 - VI ZR 290/86 - VersR 1988, 464, 465; und vom 30. Mai 1989 - VI ZR 193/88 - VersR 1989, 855, 857). - BGH, 18.05.2010 - VI ZR 142/09
Aufwendungsersatzanspruch der gesetzlichen Rentenversicherung wegen Leistungen an …
Auszug aus LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17
2014 15.810,73 EUR 2015 19.968,57 EUR 2016 18.370,43 EUR 2017 18.245,20 EUR 2018 17.559,87 EUR Hinzugerechnet werden entsprechend der Berechnung der Klägerin im Schriftsatz vom 13.10.2020 die Beiträge zur Krankenversicherung, da die Klägerin sich mangels gesetzlicher Krankenversicherung selbst versichern muss (BGH, Urteil vom 18. Mai 2010 - VI ZR 142/09 -, Rn. 8, juris). - BGH, 30.05.1989 - VI ZR 193/88
Berücksichtigung steuerlicher Vergünstigungen bei der Schadensbemessung; …
Auszug aus LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17
Nach der Rechtsprechung des BGH, von der abzuweichen kein Anlass besteht, ist eine Verdienstausfallrente auf die voraussichtliche Dauer der Erwerbstätigkeit des Verletzten, wie sie sich ohne den Unfall gestaltet hätte, zu begrenzen (BGH Urteile vom 20. November 1984 - VI ZR 169/83 - VersR 1985, 90, 91 zu III.; vom 10. November 1987 - VI ZR 290/86 - VersR 1988, 464, 465; und vom 30. Mai 1989 - VI ZR 193/88 - VersR 1989, 855, 857). - BGH, 10.11.1987 - VI ZR 290/86
Berücksichtigung von steuerlichen Vorteilen bei der Bemessung des …
- BGH, 15.11.1994 - VI ZR 194/93
Verdienstausfall: Berechnung; Verdienstausfallschaden: Brutto- oder Nettolohn; …
- BGH, 28.09.1999 - VI ZR 165/98
Berücksichtigung der Arbeitnehmerbeiträge und steuerlicher Vorteile bei der …
- BGH, 10.12.1996 - VI ZR 268/95
Begriff des Erwerbsschadens; Ersatz von Aufwendungen für Ersatzarbeitskräfte oder …
- KG, 21.06.2010 - 12 U 20/10
Schadensersatz bei Verkehrsunfall: Schmerzensgeldanspruch bei Thoraxprellung, …
- BGH, 26.07.2005 - X ZR 134/04
Anforderungen an die Schadensermittlung
- BGH, 12.01.2016 - VI ZR 491/14
Erstattungsanspruch eines Bundeslandes für an einen Straftatverletzten erbrachte …
- BGH, 31.03.1992 - VI ZR 143/91
Erwerbsschaden des Unternehmers bei unfallbedingtem Einsatz zusätzlicher …
- BGH, 09.10.1990 - VI ZR 291/89
Bestmögliche Verwertung der verbliebenen Arbeitskraft; Schadensschätzung und …
- BGH, 20.04.1999 - VI ZR 65/98
Beurteilung der voraussichtlichen beruflichen Entwicklung eines Geschädigten
- OLG Schleswig, 21.02.2019 - 7 U 134/16
Geltendmachung von weiteren Schadensersatzansprüchen aus Motorradunfall nach …
- BGH, 06.07.1993 - VI ZR 228/92
Verdienstausfall eines Selbständigen bei neugegründetem Unternehmen
- BGH, 05.12.1995 - VI ZR 398/94
Schadensminderungspflicht des Geschädigten; Pflicht zum Einsatz der verbliebenen …
- BGH, 13.05.1953 - VI ZR 78/52
Zumutbarkeit einer Umschulung und einer Operation
- BGH, 09.02.1968 - 4 StR 582/67
Tatbestand des versuchten Mordes - Zufahren auf einen Polzeibeamten - Abdrängen …
- BAG, 27.01.1972 - 2 AZR 172/71
Entgangener Gewinn eines Unternehmers im Falle der ausserordentlichen Kündigung …
- BGH, 06.02.1986 - I ZR 92/84
Verantwortlichkeit des Unternehmers für die Kündigung des Handelsvertreters
- OLG Saarbrücken, 18.11.2003 - 3 U 804/01
Höhe des Schmerzensgeldes bei Quetschung des linken Oberschenkels; …
- BGH, 01.12.1970 - VI ZR 88/69
Haftungsverteilung bei Kollision eines wartepflichtigen Fahrzeugs mit einem von …
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Rechtsprechung
| LG Lüneburg, 15.01.2020 - 6 O 53/17 |
Volltextveröffentlichung
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
Anspruch auf Schmerzensgeld, Verdienstausfall und Haushaltsführungsschaden aus einem Verkehrsunfall
Verfahrensgang
- LG Lüneburg, 15.01.2020 - 6 O 53/17
- OLG Celle, 08.07.2020 - 14 U 27/20
- LG Lüneburg, 28.05.2021 - 6 O 53/17
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (9)
- BGH, 07.03.2007 - VIII ZR 86/06
Rechtsfolgen der Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr
Auszug aus LG Lüneburg, 15.01.2020 - 6 O 53/17
Entgegen der früheren Rechtsprechung ist im Hinblick auf die Entscheidung des BGH in NJW 2007, 2049 [BGH 07.03.2007 - VIII ZR 86/06] nunmehr nicht nur die halbe, sondern die volle Geschäftsgebühr einklagbar und die Hälfte dann erst im Kostenfestsetzungsverfahren auf die Verfahrensgebühr anzurechnen. - OLG Celle, 26.06.2019 - 14 U 154/18
Schadensersatzansprüche nach einem Verkehrsunfall; Betreuungsaufwand naher …
Auszug aus LG Lüneburg, 15.01.2020 - 6 O 53/17
Lediglich kleinere Hilfeleistungen, die über eine geringfügige und zumutbare Unterstützung nicht hinausgehen, haben keinen vermögenswerten und damit ausgleichswürdigen Charakter (vgl. dazu OLG Celle, Urteil vom 06. Oktober 2010 - 14 U 55/10 -, juris; OLG Celle, Urteil vom 26. Juni 2019 - 14 U 154/18 -, juris). - OLG Celle, 06.10.2010 - 14 U 55/10
Haushaltsführungsschaden nach Verkehrsunfall - Berechnung
Auszug aus LG Lüneburg, 15.01.2020 - 6 O 53/17
Lediglich kleinere Hilfeleistungen, die über eine geringfügige und zumutbare Unterstützung nicht hinausgehen, haben keinen vermögenswerten und damit ausgleichswürdigen Charakter (vgl. dazu OLG Celle, Urteil vom 06. Oktober 2010 - 14 U 55/10 -, juris; OLG Celle, Urteil vom 26. Juni 2019 - 14 U 154/18 -, juris).
- OLG Celle, 30.11.2011 - 14 U 182/10
Zum Anspruch auf Kapitalabfindung bei Erwerbsunfähigkeit des Geschädigten und zu …
Auszug aus LG Lüneburg, 15.01.2020 - 6 O 53/17
Die Arbeit im Haushalt ist entgegen der Ansicht der Beklagten nicht nur bis zum 75. Lebensjahr ausgleichsfähig (so auch OLG Celle, Urteil vom 30. November 2011 - 14 U 182/10 -, Rn. 106, juris). - BGH, 11.05.2011 - VIII ZR 42/10
Teilurteil: Berücksichtigung der Unzulässigkeit in der Revisionsinstanz; Erlass …
Auszug aus LG Lüneburg, 15.01.2020 - 6 O 53/17
Zudem ist die Gefahr einer widersprechenden Entscheidung (vgl. dazu BGH, Urteil vom 11.05.2011 - VIII ZR 42/10 = BGHZ 189, 356 m.w.N.) vorliegend bereits deshalb ausgeschlossen, da einheitlich über die Haftung der Beklagten entschieden wird und lediglich die Haftungshöhe einem gesonderten Endurteil vorbehalten bleibt. - BGH, 14.03.2008 - V ZR 13/07
Voraussetzungen eines Grundurteils; Umfang der Rechtskraft eines eine Klage auf …
Auszug aus LG Lüneburg, 15.01.2020 - 6 O 53/17
Ein Grundurteil darf nur ergehen, wenn alle Fragen, die zum Grund des Anspruchs gehören, erledigt sind und wenn nach dem Sach- und Streitstand der Anspruch mit hoher Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Höhe besteht (BGH, Versäumnisurteil vom 14.03.2008 - V ZR 13/07, juris, Rn. 10 = MDR 2008, 815). - OLG Hamm, 14.05.2012 - 6 U 187/11
Mitverschulden eines Fahrgastes einer Busreise wegen Nichtanlegen des Sitzgurts; …
Auszug aus LG Lüneburg, 15.01.2020 - 6 O 53/17
OLG Hamm, Urteil vom 14. Mai 2012 - I-6 U 187/11 - juris: 100.000 EUR bei 30 % Mitverschulden. - OLG München, 08.11.2013 - 10 U 1421/12
Höhe des Schmerzensgeldes bei Verletzungen der Wirbelsäule mit verbleibender …
Auszug aus LG Lüneburg, 15.01.2020 - 6 O 53/17
OLG München, Urteil vom 08. November 2013 - 10 U 1421/12 -, juris: Sind bei einem im Unfallzeitpunkt erst 32 Jahre alten Unfallgeschädigten, der als Motorradfahrer eine Gelenkfraktur des 4. Brustwirbels rechts, einen instabilen Berstungsbruch des 5. Brustwirbels, einen oberen Berstungsbruch des 6. Brustwirbels, einen Abrissbruch des Querfortsatzes des 7. Brustwirbels, eine Lungenkontusion links, eine diskrete Plexusläsion links sowie Schürfwunden und Prellmarken im Gesicht und an weiteren unteren Extremitäten mit einem diskreten Gelenkerguss rechts erlitten hat, als dauerhafte Folgen eine vermehrte Krümmung der Brustwirbelsäule, eine Steifheit des Bewegungssegments TH 3/4 bis TH 6/7, eine eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule, eine Belastungsminderung der Wirbelsäule, eine breite kosmetisch störende Narbe am Rücken und am linken Beckenkamm, ein noch leicht abgehobenes Schulterblatt rechts sowie eine Einschränkung der aktiven Beweglichkeit der rechten Schulter, ein chronisches Schmerzsyndrom, welches die Einnahme von hochpotenten Analgetika sowie Psychopharmaka nötig macht, sowie ein Endstellenstagmus beidseitig, eine rechtsbetonte, insgesamt diskrete Unsicherheit bei Finger-Nasen-Versuchen beidseits, ein Verlust der Bauchhautreflexe, eine Stand- und Gangstörung im Sinne einer Ataxie, eine mäßige Verkürzung des Vibrationsempfindens linksseitig am Innenknöchel sowie eine organisch psychische Störung mit Beeinträchtigungen des Auffassungsvermögens und der Umstellungsfähigkeit, Zeitgitterstörungen und eine Beeinträchtigung der Grundstimmung des affektiven Verhaltens gegeben, so ist ein über das bereits außergerichtlich gezahlte Schmerzensgeld von 40.000,- Euro weiteres Schmerzensgeld in Höhe von 80.000,- Euro angemessen (nach Indexanpassung knapp 130.000 EUR). - OLG Stuttgart, 14.07.2011 - 10 U 59/10
VOB-Generalunternehmervertrag: Klage auf Zahlung des Saldos aus einer …
Auszug aus LG Lüneburg, 15.01.2020 - 6 O 53/17
Die Verbindung von Teil- und Grundurteil ist ebenfalls zulässig (vgl. etwa OLG Stuttgart, Teilurteil vom 14.07.2011 - 10 U 59/10, juris-Rn. 43 ff. = BauR 2012, 1130;… Feskorn in Zöller, ZPO, 32. Aufl. § 301 Rn. 1).
- OLG München, 10.03.2021 - 10 U 176/20
Berechnung des fiktiven Haushaltführungsschadens
Rn. 80 Der vom Senat im Rahmen des eröffneten Schätzungsermessens nach § 287 ZPO regelmäßig als angemessen erachtete Stundensatz im Bereich von 8, 00 - 8, 50 EUR bewegt sich entgegen den Ausführungen der Klägerin - worauf in der Berufungserwiderung bereits zu Recht hingewiesen wurde (vgl. Seite 14 = Bl. 421 d. A.) - in einer Größenordnung, die auch aktuellen Entscheidungen anderer OLG-Bezirke entnommen werden kann (vgl. Heranziehung der 5. Stufe der Tabelle des TVöD, OLG Dresden…, Urteil vom 29. Mai 2020 - 22 U 699/19 -Rn. 56f., juris: 7,08 bis 8, 15 EUR; Heranziehung der EG 2 des TVöD, OLG Brandenburg…, Urteil vom 20. Juni 2019 - 12 U 143/18 - Rn. 9, juris: 9,00 EUR; Heranziehung der EG 3 nach TVöD, OLG Brandenburg…, Urteil vom 22. November 2018 - 12 U 223/17- Rn. 5, juris - unter Bezugnahme auf das Urteil vom 13. Oktober 2016 - 12 U 180/15 - Rn. 16, juris: 7,66 EUR - 8, 28 EUR; Schätzung nach § 287 ZPO ohne Heranziehung eines bestimmten Entgeltsystems auf 8, 00 EUR: OLG Celle, Urteil vom 08. Juli 2020 - 14 U 27/20 - Rn. 69, juris - vorgehend LG Lüneburg, 15. Januar 2020, 6 O 53/17; OLG Celle…, Urteil vom 26. Juni 2019 - 14 U 154/18 - Rn. 179, juris; LG, Stuttgart, NJW-RR 2018, 1500; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 10. März 2017 - 14 U 112/15- Rn. 25, juris; OLG Koblenz…, Urteil vom 08.04.2019 - 12 U 565/18 - Rn. 56, juris; OLG Stuttgart…, Urteil vom 18. Oktober 2016 - 12 U 35/16 - Rn. 71, juris; OLG Naumburg…, Urteil vom 01. Oktober 2020 - 9 U 87/18 - Rn. 51, 52, juris mit Ansatzpunkt "Mindestlohn"; auf 9, 00 EUR: OLG Hamm…, Urteil vom 26. April 2019 - I-9 U 102/18 - Rn. 34, juris; auf 10, 00 EUR: OLG Düsseldorf…, Urteil vom 9. Dezember 2014 - I-1 U 92/14 - Rn. 17, juris; OLG Frankfurt…, Urteil vom 14. Januar 2019 - 29 U 69/17 -Rn. 57, juris; HansOLG Hamburg…, Urteil vom 8. November 2019 - 1 U 155/18 - Rn. 91, juris).
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