Rechtsprechung
| OVG Rheinland-Pfalz, 21.07.2021 - 7 B 11124/20.OVG |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Justiz Rheinland-Pfalz
§ 15 Abs 2 RVG, § 16 Nr 5 RVG, § 162 Abs 1 VwGO, § 80 Abs 7 VwGO
Kostenrecht: dieselbe Angelegenheit bei Verfahren nach § 80 Abs. 5 und Abänderungsverfahren nach § 80 Abs.7 VwGO - Anwaltswechsel - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Abänderungsverfahren; Anwalt; Anwaltswechsel; Erstattung; Erstattungsanspruch; Gebühren; Kosten; Kostenerstattung; Kostenfestsetzung; Rechtsanwalt; Rechtsanwaltsvergütung; Rechtsanwaltsvergütungsgesetz
- rechtsportal.de
Voraussetzungen für die Notwendigkeit eines Anwaltswechsels
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- OVG Rheinland-Pfalz, 29.10.2020 - 7 B 11124/20
- OVG Rheinland-Pfalz, 21.07.2021 - 7 B 11124/20.OVG
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (8)
- OVG Nordrhein-Westfalen, 13.07.2018 - 13 B 275/18
Erstattungsfähigkeit der außergerichtlichen Kosten der Vergütung des …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 21.07.2021 - 7 B 11124/20
Rn. 3 1. Das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO bilden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dieselbe Angelegenheit mit der Folge, dass diejenigen Kosten (Gebühren und Auslagen), die bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO von dem Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden können und daher auch dann nicht erstattungsfähig sind, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entspricht und der Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens dem Grunde nach zu tragen hat (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris; SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. August 2020 - 3 K 185/19 -, juris; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris; Beschluss des Senats vom 13. Dezember 2010 - 7 E 11223/10.OVG -, n.v.; a.A. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A - und vom 12. Oktober 2018 - 11 B 1482/15.A -, beide in juris).Hintergrund der Regelung des § 16 Nr. 5 RVG ist die typisierende Erwägung des Gesetzgebers, dass der Rechtsanwalt, der bereits im Verfahren über einen Antrag auf Anordnung oder Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung tätig war, in einem Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO in der Regel keine besondere Einarbeitungszeit benötigt, sondern vielmehr ohne weiteres auf seine frühere Arbeit zurückgreifen kann, mithin der Arbeitsaufwand des Rechtsanwalts bereits im früheren Verfahrensabschnitt entstanden und damit durch die bereits angefallene Gebühr abgegolten ist (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris, Rn. 3 f. m.w.N.).
Er ändert nichts daran, dass der Sach- und Streitstoff im Abänderungsverfahren mit demjenigen des vorausgegangenen Verfahrens des vorläufigen Rechtsschutzes im Regelfall eng zusammenhängt (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris, Rn. 5 f. m.w.N.).
Diese Frage ist allein kostenrechtlich nach den §§ 15 Abs. 2, 16 Nr. 5 RVG zu beantworten (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris, Rn. 7 ff.).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 13.02.2017 - 11 B 769/15
Festsetzung der Rechtsanwaltsgebühren gegen den Verfahrensgegner aus der für den …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 21.07.2021 - 7 B 11124/20
Rn. 3 1. Das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO bilden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dieselbe Angelegenheit mit der Folge, dass diejenigen Kosten (Gebühren und Auslagen), die bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO von dem Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden können und daher auch dann nicht erstattungsfähig sind, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entspricht und der Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens dem Grunde nach zu tragen hat (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris; SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. August 2020 - 3 K 185/19 -, juris; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris; Beschluss des Senats vom 13. Dezember 2010 - 7 E 11223/10.OVG -, n.v.; a.A. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A - und vom 12. Oktober 2018 - 11 B 1482/15.A -, beide in juris).Rechtsanwaltsgebühren, selbst wenn sie im Abänderungsverfahren erneut anfielen (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A -, juris, Rn. 10), können gemäß §§ 15 Abs. 2, 16 Nr. 5 RVG im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO vom Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden, wenn sie bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind.
- OVG Sachsen, 12.02.2018 - 5 B 19/17
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 21.07.2021 - 7 B 11124/20
Rn. 3 1. Das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO bilden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dieselbe Angelegenheit mit der Folge, dass diejenigen Kosten (Gebühren und Auslagen), die bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO von dem Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden können und daher auch dann nicht erstattungsfähig sind, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entspricht und der Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens dem Grunde nach zu tragen hat (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris; SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. August 2020 - 3 K 185/19 -, juris; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris; Beschluss des Senats vom 13. Dezember 2010 - 7 E 11223/10.OVG -, n.v.; a.A. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A - und vom 12. Oktober 2018 - 11 B 1482/15.A -, beide in juris).Der vertretenen Person entstehen deshalb im Abänderungsverfahren insoweit keine Kosten, die sie von dem dem Grunde nach kostenpflichtigen Antragsgegner erstattet bekommen könnte (vgl. SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris, Rn. 7).
- VG Düsseldorf, 03.09.2019 - 15 L 1184/19
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 21.07.2021 - 7 B 11124/20
Die Rechtsanwaltskosten für das Abänderungsverfahren sind dann aber nur zu erstatten, wenn die Beauftragung eines anderen Rechtsanwalts für das Abänderungsverfahren nach dem Maßstab des § 162 Abs. 1 VwGO notwendig war (vgl. VG Trier…, Beschluss vom 14. Januar 2015 - 5 L 1635/14.TR -, juris, Rn. 5 ff.; VG Düsseldorf, Beschluss vom 3. September 2019 - 15 L 1184/19.A -, juris, Rn. 26).Rn. 8 Der Erstattungsanspruch eines anderen (weiteren) Rechtsanwalts, der für das Verfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO beauftragt wurde, ist daher ausgeschlossen, wenn kein Anwaltswechsel geboten war, weil die Gegenseite anderenfalls mit Kosten belastet würde, die sie ohne Anwaltswechsel - wie oben ausgeführt - nicht zu tragen hätte (vgl. VG Düsseldorf, Beschluss vom 3. September 2019 - 15 L 1184/19.A -, juris, Rn. 28 f. m.w.N.).
- VGH Baden-Württemberg, 08.11.2011 - 8 S 1247/11
Zur Erstattungsfähigkeit einer Rechtsanwaltsvergütung in einem …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 21.07.2021 - 7 B 11124/20
Rn. 3 1. Das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO bilden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dieselbe Angelegenheit mit der Folge, dass diejenigen Kosten (Gebühren und Auslagen), die bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO von dem Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden können und daher auch dann nicht erstattungsfähig sind, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entspricht und der Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens dem Grunde nach zu tragen hat (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris; SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. August 2020 - 3 K 185/19 -, juris; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris; Beschluss des Senats vom 13. Dezember 2010 - 7 E 11223/10.OVG -, n.v.; a.A. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A - und vom 12. Oktober 2018 - 11 B 1482/15.A -, beide in juris). - OVG Nordrhein-Westfalen, 12.10.2018 - 11 B 1482/15
Festsetzung der Rechtsanwaltsgebühren gegen den Verfahrensgegner aus der für …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 21.07.2021 - 7 B 11124/20
Rn. 3 1. Das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO bilden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dieselbe Angelegenheit mit der Folge, dass diejenigen Kosten (Gebühren und Auslagen), die bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO von dem Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden können und daher auch dann nicht erstattungsfähig sind, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entspricht und der Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens dem Grunde nach zu tragen hat (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris; SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. August 2020 - 3 K 185/19 -, juris; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris; Beschluss des Senats vom 13. Dezember 2010 - 7 E 11223/10.OVG -, n.v.; a.A. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A - und vom 12. Oktober 2018 - 11 B 1482/15.A -, beide in juris). - OVG Berlin-Brandenburg, 24.08.2020 - 3 K 185.19
Kostenfestsetzung; Kostengrundentscheidung; vorläufiger Rechtsschutz; …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 21.07.2021 - 7 B 11124/20
Rn. 3 1. Das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO bilden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dieselbe Angelegenheit mit der Folge, dass diejenigen Kosten (Gebühren und Auslagen), die bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO von dem Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden können und daher auch dann nicht erstattungsfähig sind, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entspricht und der Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens dem Grunde nach zu tragen hat (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris; SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. August 2020 - 3 K 185/19 -, juris; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris; Beschluss des Senats vom 13. Dezember 2010 - 7 E 11223/10.OVG -, n.v.; a.A. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A - und vom 12. Oktober 2018 - 11 B 1482/15.A -, beide in juris). - VG Trier, 14.01.2015 - 5 L 1635/14
Erstattungsfähigkeit von Rechtsanwaltskosten bei Anwaltswechsel
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 21.07.2021 - 7 B 11124/20
Die Rechtsanwaltskosten für das Abänderungsverfahren sind dann aber nur zu erstatten, wenn die Beauftragung eines anderen Rechtsanwalts für das Abänderungsverfahren nach dem Maßstab des § 162 Abs. 1 VwGO notwendig war (vgl. VG Trier, Beschluss vom 14. Januar 2015 - 5 L 1635/14.TR -, juris, Rn. 5 ff.; VG Düsseldorf…, Beschluss vom 3. September 2019 - 15 L 1184/19.A -, juris, Rn. 26).
- VGH Bayern, 31.07.2023 - 6 M 23.30350
Keine weitere Festsetzung von Kosten für anwaltliche Tätigkeit bei derselben …
Hintergrund dieser kostenrechtlichen Regelung ist die typisierende Erwägung des Gesetzgebers, dass der Rechtsanwalt, der bereits im Verfahren über einen Antrag auf Anordnung oder Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung tätig war, in einem Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO in der Regel keine besondere Einarbeitungszeit benötigt, sondern vielmehr ohne weiteres auf seine frühere Arbeit zurückgreifen kann, mithin der Arbeitsaufwand des Rechtsanwalts bereits im früheren Verfahrensabschnitt entstanden und damit durch die bereits angefallene Gebühr abgegolten ist (OVG RhPf. B.v. 21.7.2021 - 7 B 11124/20 - juris Rn. 4;… vgl. auch BayVGH, B.v. 24.3.2020 - 7 M 20.50002 - juris Rn. 6).Diese Frage ist allein kostenrechtlich zu beantworten (OVG RhPf, B.v. 21.7.2021 - 7 B 11124/20 - juris Rn. 5;… OVG NW, B.v. 13.7.2018 - 13 B 275/18.A - juris Rn. 7 ff.).
Sie sind daher auch dann nicht erstattungsfähig, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entsprochen und dem Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens auferlegt hat (…so etwa SächsOVG, B.v. 12.2.2018 - 5 B 19/17.A - juris Rn. 7;… OVG Berlin-Bbg, B.v. 24.8.2020 - 3 K 185.19 - juris Rn. 5 f.; OVG RhPf, B.v. 21.7.2021 - 7 B 11124/20 - juris Rn. 3;… OVG NW, B.v. 1.7.2023 - 1 B 375/22.A - juris Rn. 10 ff; streitig, a.A. etwa OVG NW, B.v. 12.10.2018 - 11 B 1482/15.A - juris).
- VG Augsburg, 14.07.2026 - Au 9 M 26.31731
Kostenerinnerung, Abänderungsverfahren, Rechtsanwaltsgebühren, Dieselbe …
Rn. 16 Hintergrund dieser kostenrechtlichen Regelung ist die typisierende Erwägung des Gesetzgebers, dass der Rechtsanwalt, der bereits im Verfahren über einen Antrag auf Anordnung oder Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung tätig war, in einem Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO in der Regel keine besondere Einarbeitungszeit benötigt, sondern vielmehr ohne weiteres auf seine frühere Arbeit zurückgreifen kann, mithin der Arbeitsaufwand des Rechtsanwalts bereits im früheren Verfahrensabschnitt entstanden und damit durch die bereits angefallene Gebühr abgegolten ist (BayVGH, B. v. 31.7.2023 - 6 M 23.30350 - juris 4; OVG RhPf. B.v. 21.7.2021 - 7 B 11124/20 - juris Rn. 4;… vgl. auch BayVGH, B.v. 24.3.2020 - 7 M 20.50002 - juris Rn. 6).Diese Frage ist allein kostenrechtlich zu beantworten (OVG RhPf, B.v. 21.7.2021 - 7 B 11124/20 - juris Rn. 5;… OVG NW, B.v. 13.7.2018 - 13 B 275/18.A - juris Rn. 7 ff.).
Sie sind daher auch dann nicht erstattungsfähig, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entsprochen und wie hier dem Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens auferlegt hat (…so etwa SächsOVG, B.v. 12.2.2018 - 5 B 19/17.A - juris Rn. 7;… OVG Berlin-Bbg, B.v. 24.8.2020 - 3 K 185.19 - juris Rn. 5 f.; OVG RhPf, B.v. 21.7.2021 - 7 B 11124/20 - juris Rn. 3;… OVG NW, B.v. 1.7.2023 - 1 B 375/22.A - juris Rn. 10 ff; streitig, a.A. etwa OVG NW, B.v. 12.10.2018 - 11 B 1482/15.A - juris).
- VG Freiburg, 17.11.2022 - A 13 K 3085/22
Erneute Geltendmachung der Verfahrensgebühr im Abänderungsverfahren nach § 80 …
Rn. 11 Nach allgemeiner Auffassung sind das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Verfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO nach § 16 Nr. 5 RVG gebührenrechtlich eine Angelegenheit (vgl. nur VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 08.11.2011 - 8 S 1247/11 -, juris Rn. 16; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 21.07.2021 - 7 B 11124/20 -, juris Rn. 3; OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 12.10.2018 - 11 B 1482/15.A -, juris Rn. 3;… Pankatz a. a. O. § 16 Rn. 32;… v. Seltmann a. a. O. § 16 Rn. 10a).Rn. 12 Folglich entsteht die Verfahrensgebühr (nebst Post- und Telekommunikationspauschale und Umsatzsteuer) bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und kann - da der Rechtsanwalt nach § 15 Abs. 2 RVG in derselben Angelegenheit die Gebühren nur einmal fordern kann - nicht im Verfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO erneut geltend gemacht werden (vgl. etwa VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 08.11.2011 a. a. O. Rn. 16 ff.; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 21.07.2021 a. a. O. Rn. 2 ff.; OVG Berlin-Brandenburg…, Beschluss vom 24.08.2020 - OVG 3 K 185.19 -, juris Rn. 5 ff.; OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 13.07.2018 - 13 B 275/18 -, juris Rn. 2 ff.; Sächsisches OVG…, Beschluss vom 12.02.2018 - 5 B 19/17.A -, juris Rn. 6 ff.; VG Freiburg, Beschlüsse vom 20.05.2019 - A 3 K 7023/18 -, n. v. und vom 07.02.2017 - A 4 K 4506/16 -, n. v.; VG Frankfurt am Main…, Beschluss vom 24.02.2022 - 11 L 1309/21.F.A -, juris Rn. 4 ff.; VG München…, Beschluss vom 20.12.2021 - M 18 M 21.50162 -, juris Rn. 18; VG Bayreuth…, Beschluss vom 12.07.2021 - B 8 M 21.50120 -, juris Rn. 26 ff.; VG Karlsruhe…, Beschluss vom 08.01.2019 - A 9 K 7335/18 -, juris Rn. 9 f.; VG Berlin…, Beschluss vom 23.08.2018 - 14 KE 39.18 -, juris Rn. 4 ff.).
Der Mandant schuldet die Gebühren aber bereits auf Grund der Tätigkeit im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und nicht erneut aus der Tätigkeit im Verfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO (vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 21.07.2021 a. a. O. Rn. 5).
- OVG Sachsen-Anhalt, 21.09.2023 - 4 P 154/23 Hintergrund dieser kostenrechtlichen Regelung ist die typisierende Erwägung des Gesetzgebers, dass der Rechtsanwalt, der bereits im Verfahren über einen Antrag auf Anordnung oder Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung tätig war, in einem Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO in der Regel keine besondere Einarbeitungszeit benötigt, sondern vielmehr ohne weiteres auf seine frühere Arbeit zurückgreifen kann, mithin der Arbeitsaufwand des Rechtsanwalts bereits im früheren Verfahrensabschnitt entstanden und damit durch die bereits angefallene Gebühr abgegolten ist (OVG RhPf., B.v. 21.7.2021 - 7 B 11124/20 - juris Rn. 4;… vgl. auch BayVGH, B.v. 24.3.2020 - 7 M 20.50002 - juris Rn. 6).
Diese Frage ist allein kostenrechtlich zu beantworten (OVG RhPf, B.v. 21.7.2021 - 7 B 11124/20 - juris Rn. 5;… OVG NW, B.v. 13.7.2018 - 13 B 275/18.A - juris Rn. 7 ff.).
Sie sind daher auch dann nicht erstattungsfähig, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entsprochen und dem Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens auferlegt hat (…so etwa SächsOVG, B.v. 12.2.2018 - 5 B 19/17.A - juris Rn. 7;… OVG Berlin-Bbg, B.v. 24.8.2020 - 3 K 185.19 - juris Rn. 5 f.; OVG RhPf, B.v. 21.7.2021 - 7 B 11124/20 - juris Rn. 3;… OVG NW, B.v. 1.7.2023 - 1 B 375/22.A - juris Rn. 10 ff; streitig, a.A. etwa OVG NW, B.v. 12.10.2018 - 11 B 1482/15.A - juris).
- OVG Sachsen, 09.10.2025 - 5 B 39/20
Kostenerinnerung; Abänderungsverfahren
Diese kostenrechtlichen Regelungen gelten auch dann, wenn nach einem vor dem Verwaltungsgericht geführten Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO das Oberverwaltungsgericht über den Abänderungsantrag nach § 80 Abs. 7 VwGO entschieden hat (OVG Rh.-Pf., Beschl. v. 21. Juli 2021 - 7 B 11124/20 -, juris Rn. 4).Ein Wahlrecht, diese Gebühren im Verfahren nach § 80 Abs. 5 oder Abs. 7 VwGO zu verlangen, besteht nicht (…SächsOVG, Beschl. v. 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris Rn. 6; OVG Rh.-Pf., Beschl. v. 21. Juli 2021 - 7 B 11124/20 -, juris Rn. 3;… OVG NRW, Beschl. v. 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris Rn. 11;… VGH BW, Beschl. v. 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris Rn. 16 ff.;… BayVGH, Beschl. v. 26. Januar 2012 - 9 C 11.3040 -, juris Rn. 13, und v. 24. April 2007 - 22 M 07.40006 -, juris Rn. 3 ff.;… ebenso zu § 40 Abs. 2 BRAGO: BVerwG, Beschl. v. 23. Juli 2003 - 7 KSt 6.03 -, juris Rn. 1 ff.).
- VG München, 30.01.2023 - M 31 M 23.30014
Erinnerung gegen Kostenfestsetzungsbeschluss, Erstattungsfähigkeit von …
Dies gilt insbesondere und typischerweise für das Verfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO und insbesondere auch dann, wenn die Kostenentscheidungen im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO - wie hier - divergieren (vgl. z.B. OVG Rheinland-Pfalz, B.v. 21.7.2021 - 7 B 11124/20 - juris Ls. 1; OVG Berlin-Brandenburg, B.v. 24.8.2020 - OVG 3 K 185.19 - juris Ls.; VG Freiburg, B.v. 17.11.2022 - A 13 K 3085/22 - juris Ls. 1 ff.; VG Bayreuth, B.v. 30.11.2015 - B 5 M 15.30571 - BayVBl. 2016, 388, 399 mit Anm. Meyer). - OVG Thüringen, 25.10.2023 - 2 SO 619/21
Côte d'Ivoire: Dublin Italien; Kosten, die bereits im Ausgangsverfahren …
Soweit die Kosten hingegen bereits im Ausgangsverfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, können sie im Abänderungsverfahren nicht erneut geltend gemacht werden (Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 13. Juli 2018 -13 B 275/18.A- Juris, Rn. 10; ebenso: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Beschluss vom 31. Juli 2023 - 6 M 23.30350 - Juris; Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 21. Juli 2021 - 7 B 11124/20 - Juris; Sächsisches Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A - Juris; Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 - Juris; jeweils mit weiteren Nachweisen).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OVG Rheinland-Pfalz, 29.10.2020 - 7 B 11124/20 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Verfahren und Abänderungsverfahren sind eine Angelegenheit!
Verfahrensgang
- OVG Rheinland-Pfalz, 29.10.2020 - 7 B 11124/20
- OVG Rheinland-Pfalz, 21.07.2021 - 7 B 11124/20
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (8)
- OVG Nordrhein-Westfalen, 13.07.2018 - 13 B 275/18
Erstattungsfähigkeit der außergerichtlichen Kosten der Vergütung des …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 29.10.2020 - 7 B 11124/20
Das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO bilden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dieselbe Angelegenheit mit der Folge, dass diejenigen Kosten (Gebühren und Auslagen), die bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO von dem Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden können und daher auch dann nicht erstattungsfähig sind, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entspricht und der Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens dem Grunde nach zu tragen hat (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris; SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. August 2020 - 3 K 185/19 -, juris; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris; Beschluss des Senats vom 13. Dezember 2010 - 7 E 11223/10.OVG -, n.v.; a.A. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A - und vom 12. Oktober 2018 - 11 B 1482/15.A -, beide in juris).Hintergrund der Regelung des § 16 Nr. 5 RVG ist die typisierende Erwägung des Gesetzgebers, dass der Rechtsanwalt, der bereits im Verfahren über einen Antrag auf Anordnung oder Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung tätig war, in einem Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO in der Regel keine besondere Einarbeitungszeit benötigt, sondern vielmehr ohne weiteres auf seine frühere Arbeit zurückgreifen kann, mithin der Arbeitsaufwand des Rechtsanwalts bereits im früheren Verfahrensabschnitt entstanden und damit durch die bereits angefallene Gebühr abgegolten ist (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris, Rn. 3 f. m.w.N.).
Er ändert nichts daran, dass der Sach- und Streitstoff im Abänderungsverfahren mit demjenigen des vorausgegangenen Verfahrens des vorläufigen Rechtsschutzes im Regelfall eng zusammenhängt (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris, Rn. 5 f. m.w.N.).
Diese Frage ist allein kostenrechtlich nach den §§ 15 Abs. 2, 16 Nr. 5 RVG zu beantworten (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris, Rn. 7 ff.).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 13.02.2017 - 11 B 769/15
Festsetzung der Rechtsanwaltsgebühren gegen den Verfahrensgegner aus der für den …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 29.10.2020 - 7 B 11124/20
Das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO bilden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dieselbe Angelegenheit mit der Folge, dass diejenigen Kosten (Gebühren und Auslagen), die bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO von dem Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden können und daher auch dann nicht erstattungsfähig sind, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entspricht und der Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens dem Grunde nach zu tragen hat (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris; SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. August 2020 - 3 K 185/19 -, juris; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris; Beschluss des Senats vom 13. Dezember 2010 - 7 E 11223/10.OVG -, n.v.; a.A. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A - und vom 12. Oktober 2018 - 11 B 1482/15.A -, beide in juris).Rechtsanwaltsgebühren, selbst wenn sie im Abänderungsverfahren erneut anfielen (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A -, juris, Rn. 10), können gemäß §§ 15 Abs. 2, 16 Nr. 5 RVG im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO vom Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden, wenn sie bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind.
- OVG Sachsen, 12.02.2018 - 5 B 19/17
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 29.10.2020 - 7 B 11124/20
Das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO bilden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dieselbe Angelegenheit mit der Folge, dass diejenigen Kosten (Gebühren und Auslagen), die bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO von dem Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden können und daher auch dann nicht erstattungsfähig sind, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entspricht und der Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens dem Grunde nach zu tragen hat (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris; SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. August 2020 - 3 K 185/19 -, juris; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris; Beschluss des Senats vom 13. Dezember 2010 - 7 E 11223/10.OVG -, n.v.; a.A. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A - und vom 12. Oktober 2018 - 11 B 1482/15.A -, beide in juris).Der vertretenen Person entstehen deshalb im Abänderungsverfahren insoweit keine Kosten, die sie von dem dem Grunde nach kostenpflichtigen Antragsgegner erstattet bekommen könnte (vgl. SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris, Rn. 7).
- VG Düsseldorf, 03.09.2019 - 15 L 1184/19
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 29.10.2020 - 7 B 11124/20
Die Rechtsanwaltskosten für das Abänderungsverfahren sind dann aber nur zu erstatten, wenn die Beauftragung eines anderen Rechtsanwalts für das Abänderungsverfahren nach dem Maßstab des § 162 Abs. 1 VwGO notwendig war (vgl. VG Trier…, Beschluss vom 14. Januar 2015 - 5 L 1635/14.TR -, juris, Rn. 5 ff.; VG Düsseldorf, Beschluss vom 3. September 2019 - 15 L 1184/19.A -, juris, Rn. 26).Der Erstattungsanspruch eines anderen (weiteren) Rechtsanwalts, der für das Verfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO beauftragt wurde, ist daher ausgeschlossen, wenn kein Anwaltswechsel geboten war, weil die Gegenseite anderenfalls mit Kosten belastet würde, die sie ohne Anwaltswechsel - wie oben ausgeführt - nicht zu tragen hätte (vgl. VG Düsseldorf, Beschluss vom 3. September 2019 - 15 L 1184/19.A -, juris, Rn. 28 f. m.w.N.).
- VGH Baden-Württemberg, 08.11.2011 - 8 S 1247/11
Zur Erstattungsfähigkeit einer Rechtsanwaltsvergütung in einem …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 29.10.2020 - 7 B 11124/20
Das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO bilden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dieselbe Angelegenheit mit der Folge, dass diejenigen Kosten (Gebühren und Auslagen), die bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO von dem Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden können und daher auch dann nicht erstattungsfähig sind, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entspricht und der Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens dem Grunde nach zu tragen hat (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris; SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. August 2020 - 3 K 185/19 -, juris; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris; Beschluss des Senats vom 13. Dezember 2010 - 7 E 11223/10.OVG -, n.v.; a.A. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A - und vom 12. Oktober 2018 - 11 B 1482/15.A -, beide in juris). - OVG Nordrhein-Westfalen, 12.10.2018 - 11 B 1482/15
Festsetzung der Rechtsanwaltsgebühren gegen den Verfahrensgegner aus der für …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 29.10.2020 - 7 B 11124/20
Das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO bilden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dieselbe Angelegenheit mit der Folge, dass diejenigen Kosten (Gebühren und Auslagen), die bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO von dem Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden können und daher auch dann nicht erstattungsfähig sind, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entspricht und der Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens dem Grunde nach zu tragen hat (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris; SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. August 2020 - 3 K 185/19 -, juris; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris; Beschluss des Senats vom 13. Dezember 2010 - 7 E 11223/10.OVG -, n.v.; a.A. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A - und vom 12. Oktober 2018 - 11 B 1482/15.A -, beide in juris). - OVG Berlin-Brandenburg, 24.08.2020 - 3 K 185.19
Kostenfestsetzung; Kostengrundentscheidung; vorläufiger Rechtsschutz; …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 29.10.2020 - 7 B 11124/20
Das Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO und das Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO bilden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dieselbe Angelegenheit mit der Folge, dass diejenigen Kosten (Gebühren und Auslagen), die bereits im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO angefallen sind, im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO von dem Rechtsanwalt gegenüber seinem Mandanten nicht geltend gemacht werden können und daher auch dann nicht erstattungsfähig sind, wenn das Gericht dem Abänderungsantrag entspricht und der Antragsgegner die Kosten des Abänderungsverfahrens dem Grunde nach zu tragen hat (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Juli 2018 - 13 B 275/18.A -, juris; SächsOVG, Beschluss vom 12. Februar 2018 - 5 B 19/17.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. August 2020 - 3 K 185/19 -, juris; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris; Beschluss des Senats vom 13. Dezember 2010 - 7 E 11223/10.OVG -, n.v.; a.A. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2017 - 11 B 769/15.A - und vom 12. Oktober 2018 - 11 B 1482/15.A -, beide in juris). - VG Trier, 14.01.2015 - 5 L 1635/14
Erstattungsfähigkeit von Rechtsanwaltskosten bei Anwaltswechsel
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 29.10.2020 - 7 B 11124/20
Die Rechtsanwaltskosten für das Abänderungsverfahren sind dann aber nur zu erstatten, wenn die Beauftragung eines anderen Rechtsanwalts für das Abänderungsverfahren nach dem Maßstab des § 162 Abs. 1 VwGO notwendig war (vgl. VG Trier, Beschluss vom 14. Januar 2015 - 5 L 1635/14.TR -, juris, Rn. 5 ff.; VG Düsseldorf…, Beschluss vom 3. September 2019 - 15 L 1184/19.A -, juris, Rn. 26).
- OVG Schleswig-Holstein, 09.02.2024 - 1 MR 9/20
Dieselbe Angelegenheit im kostenrechtlichen Sinn bei Verfahren nach VwGO § 47 Abs …
Der Senat macht sie sich insoweit für das hiesige Verfahren zu eigen (…wie hier im Ergebnis auch: VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, juris Rn. 16 ff. m. w. N.; BayVGH…, Beschluss vom 26. Januar 2012 - 9 C 11.3040 -, juris Rn. 13 m. w. N.; OVG Rh.-Pf., Beschluss vom 29. Oktober 2020 - 7 B 11124/20.OVG -, BeckRS 2020, 49537 Rn. 4 f. m. w. N.). - VG Karlsruhe, 28.11.2023 - A 19 K 4785/23
Irak: Dublin: Keine systemischen Mängel in Kroatien
Die Kostenentscheidung im Ausgangsverfahren bleibt hiervon unberührt (vgl. OVG Rheinland- Pfalz, Beschl. v. 29.10.2020 - 7 B 11124/20 - juris, Rn. 5).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".