Rechtsprechung
| BVerwG, 18.12.1979 - 7 B 213.78 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Vergnügungssteuerpflicht für einen Märchenwald - Verfassungsmäßigkeit der Vergnügungssteuer
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG München, 24.09.1974 - M 82 V 74
- VGH Bayern, 06.07.1978 - 326 IV 74
- BVerwG, 18.12.1979 - 7 B 213.78
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (14)
- BVerwG, 09.07.1969 - VIII C 101.68
Verletzung der gerichtlichen Sachaufklärungspflicht
Auszug aus BVerwG, 18.12.1979 - 7 B 213.78
Das gilt auch für das Erfordernis, daß das Gericht, wenn es zur tatsächlichen Würdigung eines Sachverhalts einer besonderen Sachkunde oder speziellen Erfahrung bedarf, die Quellen seiner Sachkunde darzulegen hat (vgl. Urteile vom 9. Juli 1969 - BVerwG 8 C 101.68 - [Buchholz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 65] und vom 3. Juni 1977 - BVerwG 7 C 28.76 - [Buchholz 421 Kultur- und Schulwesen Nr. 51]).Das Berufungsurteil weicht auch nicht von den in der Beschwerdeschrift erwähnten Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. Juli 1969 - BVerwG 8 C 101.68 - (…a.a.O.) und vom 13. März 1974 - BVerwG 8 C 69.72 - (Buchholz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 94) ab, soweit das Berufungsgericht den Beweisantrag auf Einholung eines Sachverständigengutachtens mit dem Hinweis auf die eigene ausreichende Sachkunde abgelehnt hat.
In der Sache BVerwG 8 C 101.68 ging es darum, ob ein Wehrpflichtiger für den väterlichen Betrieb (Weinhandel) unentbehrlich war, weil ein Weinhandelsunternehmen zu seiner wirtschaftlichen Erhaltung für die Kundenwerbung und Kundenbetreuung notwendig der persönlichen Mitwirkung gerade des Betriebsinhabers oder seines Nachfolgers bedurfte.
- BVerwG, 20.12.1963 - VII C 103.62
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 18.12.1979 - 7 B 213.78
Unter welchen Voraussetzungen ein Gericht die tatsächliche Würdigung eines Sachverhalts auf Grund eigener Sachkunde vornehmen darf und wann es dazu eines Sachverständigengutachtens bedarf, ist, soweit diese Frage einer generellen grundsätzlichen Beurteilung zugänglich ist, durch die Rechtsprechung hinreichend geklärt (vgl. z.B. BVerwGE 17, 342 f. [BVerwG 20.12.1963 - VII C 103/62] und 23, 314; Beschlüsse vom 19. März 1970 - BVerwG 4 B 155.69 - [DVBl. 1970, 582] und vom 13. April 1970 - BVerwG 7 B 142.69 - Urteil vom 28. Januar 1971 - BVerwG 3 C 166.68 - [Buchholz 310 § 96 VwGO Nr. 9]).Die Gesetzesauslegung obliegt aber ausschließlich dem Gericht, dem der Sachverständige die rechtliche Würdigung und Entscheidung nicht abnehmen kann (vgl. BVerwGE 17, 342 [BVerwG 20.12.1963 - VII C 103/62]).
- BVerwG, 19.03.1970 - IV B 155.69
Grundsatz der Verhältnismäßigkeit - Eingriff in den Grundbesitz - Grundsätzliche …
Auszug aus BVerwG, 18.12.1979 - 7 B 213.78
Unter welchen Voraussetzungen ein Gericht die tatsächliche Würdigung eines Sachverhalts auf Grund eigener Sachkunde vornehmen darf und wann es dazu eines Sachverständigengutachtens bedarf, ist, soweit diese Frage einer generellen grundsätzlichen Beurteilung zugänglich ist, durch die Rechtsprechung hinreichend geklärt (vgl. z.B. BVerwGE 17, 342 f. [BVerwG 20.12.1963 - VII C 103/62] und 23, 314; Beschlüsse vom 19. März 1970 - BVerwG 4 B 155.69 - [DVBl. 1970, 582] und vom 13. April 1970 - BVerwG 7 B 142.69 - Urteil vom 28. Januar 1971 - BVerwG 3 C 166.68 - [Buchholz 310 § 96 VwGO Nr. 9]).Dabei ist zu berücksichtigen, daß es grundsätzlich im Ermessen des Tatsachengerichts liegt, ob es sich selbst die erforderliche Sachkunde für die Aufklärung und Würdigung eines Sachverhalts zuschreibt (vgl. Beschluß vom 19. März 1970 - BVerwG 4 B 155.69 - [a.a.O.]).
- BVerwG, 13.03.1974 - VIII C 69.72
Auszug aus BVerwG, 18.12.1979 - 7 B 213.78
Das Berufungsurteil weicht auch nicht von den in der Beschwerdeschrift erwähnten Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. Juli 1969 - BVerwG 8 C 101.68 - (…a.a.O.) und vom 13. März 1974 - BVerwG 8 C 69.72 - (Buchholz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 94) ab, soweit das Berufungsgericht den Beweisantrag auf Einholung eines Sachverständigengutachtens mit dem Hinweis auf die eigene ausreichende Sachkunde abgelehnt hat.In der Sache BVerwG 8 C 69.72 war die medizinische Frage zu beurteilen, wie und in welchem Umfang das Hautleiden eines Wehrpflichtigen behandelt werden mußte.
- BVerwG, 13.12.1979 - 7 B 167.78
Verletzung der Sachaufklärungspflicht - Begriff der "Theaterveranstaltungen" und …
Auszug aus BVerwG, 18.12.1979 - 7 B 213.78
Mit der tatsächlichen Würdigung des Sachverhalts hat das Berufungsgericht die Grenzen der ihm zur Verfügung stehenden Sachkunde und Erfahrung nicht überschritten, sondern sich in Lebens- und Erkenntnisbereichen bewegt, die dem Richter allgemein zugänglich sind (vgl. auch Beschlüsse des Senats vom 24. Juni 1971 - BVerwG 7 B 21.71 - [Buchholz 401.68 Vergnügungssteuer Nr. 16], vom 8. August 1978 - BVerwG 7 B 149.78 und 150.78 - und vom 13. Dezember 1979 - BVerwG 7 B 167.78, 7 B 109.78 und 110.78, 7 B 136.78, 7 B 137.78 und 7 B 138.78 - betreffend Vergnügungssteuer für Eiskunstlaufveranstaltungen). - BVerwG, 24.06.1971 - VII B 21.71
Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen der Erhebung einer Vergnügungssteuer für die …
Auszug aus BVerwG, 18.12.1979 - 7 B 213.78
Mit der tatsächlichen Würdigung des Sachverhalts hat das Berufungsgericht die Grenzen der ihm zur Verfügung stehenden Sachkunde und Erfahrung nicht überschritten, sondern sich in Lebens- und Erkenntnisbereichen bewegt, die dem Richter allgemein zugänglich sind (vgl. auch Beschlüsse des Senats vom 24. Juni 1971 - BVerwG 7 B 21.71 - [Buchholz 401.68 Vergnügungssteuer Nr. 16], vom 8. August 1978 - BVerwG 7 B 149.78 und 150.78 - und vom 13. Dezember 1979 - BVerwG 7 B 167.78, 7 B 109.78 und 110.78, 7 B 136.78, 7 B 137.78 und 7 B 138.78 - betreffend Vergnügungssteuer für Eiskunstlaufveranstaltungen). - BVerwG, 25.07.1978 - 7 B 137.78
Nichtzulassung einer Revision
Auszug aus BVerwG, 18.12.1979 - 7 B 213.78
Mit der tatsächlichen Würdigung des Sachverhalts hat das Berufungsgericht die Grenzen der ihm zur Verfügung stehenden Sachkunde und Erfahrung nicht überschritten, sondern sich in Lebens- und Erkenntnisbereichen bewegt, die dem Richter allgemein zugänglich sind (vgl. auch Beschlüsse des Senats vom 24. Juni 1971 - BVerwG 7 B 21.71 - [Buchholz 401.68 Vergnügungssteuer Nr. 16], vom 8. August 1978 - BVerwG 7 B 149.78 und 150.78 - und vom 13. Dezember 1979 - BVerwG 7 B 167.78, 7 B 109.78 und 110.78, 7 B 136.78, 7 B 137.78 und 7 B 138.78 - betreffend Vergnügungssteuer für Eiskunstlaufveranstaltungen). - BVerwG, 28.06.1978 - 7 B 109.78
Geltendmachung der Ungültigkeit einer Wahl zum Universitätspräsidenten - Verstoß …
Auszug aus BVerwG, 18.12.1979 - 7 B 213.78
Mit der tatsächlichen Würdigung des Sachverhalts hat das Berufungsgericht die Grenzen der ihm zur Verfügung stehenden Sachkunde und Erfahrung nicht überschritten, sondern sich in Lebens- und Erkenntnisbereichen bewegt, die dem Richter allgemein zugänglich sind (vgl. auch Beschlüsse des Senats vom 24. Juni 1971 - BVerwG 7 B 21.71 - [Buchholz 401.68 Vergnügungssteuer Nr. 16], vom 8. August 1978 - BVerwG 7 B 149.78 und 150.78 - und vom 13. Dezember 1979 - BVerwG 7 B 167.78, 7 B 109.78 und 110.78, 7 B 136.78, 7 B 137.78 und 7 B 138.78 - betreffend Vergnügungssteuer für Eiskunstlaufveranstaltungen). - BVerfG, 04.06.1975 - 2 BvR 824/74
Vergnügungssteuer
Auszug aus BVerwG, 18.12.1979 - 7 B 213.78
Diese Rechtsprechung hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluß vom 4. Juni 1975 (BVerfGE 40, 56 [BVerfG 04.06.1975 - 2 BvR 824/74]) bestätigt. - BVerwG, 28.06.1974 - VII C 22.73
Zulässigkeit der Vergnügungsteuer unter dem Finanzreformgesetz 1969; Ermächtigung …
Auszug aus BVerwG, 18.12.1979 - 7 B 213.78
Durch Urteil vom 28. Juni 1974 - BVerwG 7 C 22.73 - (BVerwGE 45, 277 [BVerwG 28.06.1974 - VII C 22/73]) hat der beschließende Senat entschieden, daß die traditionelle Gemeindevergnügungssteuer in Form der Kartensteuer auch unter der Geltung des Art. 105 Abs. 2 a GG in der Fassung des Finanzreformgesetzes 1969 nach Maßgabe der Landesgesetze erhoben werden kann und als örtliche Aufwandsteuer der Bundesumsatzsteuer nicht gleichartig ist (vgl. auch Urteil vom 28. Juni 1974 - BVerwG 7 C 2.73 -). - BVerwG, 28.01.1971 - III C 166.68
Feststellung eines Vertreibungsschadens an Grundvermögen - Bindung des …
- BVerwG, 28.06.1974 - VII C 2.73
Rechtmäßigkeit eines Vergnügungsteuerbescheides wegen stattfindender …
- BVerwG, 03.06.1977 - 7 C 28.76
- BVerwG, 13.04.1970 - VII B 142.69
Verletzung der gerichtlichen Sachaufklärungspflicht
- BVerwG, 17.03.1981 - 1 C 74.76
Abwehr terroristischer Anschläge - Ausweisung - Wahrscheinlichkeit eines …
Danach besteht kein Anhaltspunkt, daß es seine Sachkunde überschätzt und dadurch die Grenzen der ihm nach § 108 Abs. 1 Satz 1 VwGO obliegenden Beweiswürdigung überschritten sowie gegen seine Aufklärungspflicht verstoßen hätte (vgl. Beschluß vom 18. Dezember 1979 - BVerwG 7 B 213.78 - mit Nachweisen, Buchholz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 124). - BVerwG, 25.06.1982 - 8 C 15.80
Rechtsfolge des Unterlassens einer rechtzeitigen Verfahrensrüge gem. § 295 …
Diese Handhabung hält sich vielmehr im Rahmen der dem Berufungsgericht zur Verfügung stehenden Sachkunde und Erfahrung (vgl.Beschluß vom 18. Dezember 1979 - BVerwG 7 B 213.78 - Buchholz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 124 S. 26 [29]): Die Tatsachengerichte haben über den Umfang der jeweils für erforderlich zu haltenden Sachaufklärung nach ihrem Ermessen zu befinden; dieses Ermessen erstreckt sich auch auf die Einschätzung der eigenen Sachkunde (vgl.Beschlüsse vom 19. März 1970 - BVerwG IV B 155.69 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 14 S. 12 undvom 7. November 1980 - BVerwG 3 CB 14.80 - Buchholz 427.3 § 230 LAG Nr. 111 S. 35 [36]).Der Zusammenhang zwischen Verkehrslärm und Wohnruhe bewegt "sich in Lebens- und Erkenntnisbereichen ..., die dem Richter allgemein zugänglich sind" (Beschluß vom 18. Dezember 1979 a.a.O.).
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