Rechtsprechung
| OLG Stuttgart, 08.04.1976 - 7 U 91/75 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1976, 2079
Wird zitiert von ... (3)
- BGH, 25.04.1991 - III ZR 74/90
Abzug der Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer
Bezieht der Käufer Waren von einem ausländischen Lieferanten und hat er die anfallende Einfuhrumsatzsteuer nicht auf diesen überbürdet, mag der Kaufvertrag für ihn die Nebenpflicht gegenüber seiner Vertragspartnerin begründen, die Einfuhrumsatzsteuer zu entrichten, weil das Finanzamt die Steuer im Regelfall ihm und nicht dem Exporteur vergütet (vgl. OLG Stuttgart NJW 1976, 2079 [OLG Stuttgart 08.04.1976 - 7 U 91/75]).Durch ihr Verhalten hat die Klägerin zu erkennen gegeben, daß sie die Einfuhrumsatzsteuer für die Beklagte entrichtet hat (OLG Stuttgart NJW 1976, 2079 [OLG Stuttgart 08.04.1976 - 7 U 91/75]; vgl. OLG Hamm RIW 1982, 838, 840; vgl. OLG Celle, transportR 1985, 303; vgl. OLG Düsseldorf, transportR 1982, 13, 17;… Koller, Transportrecht, Kommentar, 1990, § 407 HGB Rn. 59).
Nach einer Ansicht ist ein Interesse des Empfängers gegeben, wenn er im Verhältnis zu seinem Vertragspartner die Verpflichtung hat, die Einfuhrumsatzsteuer zu tragen (OLG Stuttgart NJW 1976, 2079 [OLG Stuttgart 08.04.1976 - 7 U 91/75];… zweifelnd: Staub/Helm HGB 4. Aufl. §§ 407-409 Rn. 226-230).
- OLG Braunschweig, 08.04.2015 - 2 U 123/13
Zahlungspflicht des Empfängers von Frachtgut: Unvereinbarkeit erleichterter …
Sie ist deshalb nach ganz herrschender Meinung abschließend und zwingend (vgl. z. B. OLG München, Urteil vom 09.04.1997 - 7 U 6298/96, NJW-RR 1997, 931; OLG Düsseldorf, Urteil vom 11.12.1980 - 18 U 112/80, NJW 1981, 1910; Boesche, a.a.O., Art. 13 CMR Rdnr. 12; Koller, a.a.O., Art. 13 CMR Rdnr. 11; Helm in: Staub, HGB, 4. Aufl., Anh. VI § 452, Art. 13 CMR Rdnr. 19; Herber/Piper, CMR, Art. 13 Rdnr. 25 f. m.w.N.; Temme in: Thume, Kommentar zur CMR, Art. 13 Rdnr. 36; Merkt in: Baumbach/Hopt, HGB, 36. Auflage, Art. 13 CMR Rdnr. 1; offengelassen in BGH, Urteil vom 25.04.1991 - III ZR 74/90, VersR 1991, 1037; einschränkend Jesser-Huß, a.a.O., Rdnr. 22: Art. 13 Abs. 2 CMR abschließend bei gültigem, die Empfängerschuld ausweisenden Frachtbrief; offenbar a. A., aber jeweils ohne Erörterung des Konkurrenzverhältnisses von nationaler und internationaler Regelung OLG Stuttgart, Urteil vom 08.04.1976 - 7 U 91/75, NJW 1976, 2079 und OLG Hamm, Urteil vom 05.07.1982 - 18 U 297/81, NJW 1983, 1983; vgl. unter Hinweis auf die Rspr. des frz. - OLG Hamm, 05.07.1982 - 18 U 297/81 Zum Anspruch des Grenzspediteurs auf Erstattung der Einfuhrumsatzsteuer gegen den deutschen Empfänger aufgrund einer Geschäftsführung ohne Auftrag | 1. Die Übernahme der Grenzumsatzsteuer durch einen im Auftrag des Frachtführers oder des Absenders bei der Grenzabfertigung tätig werdenden Grenzspediteur kann eine (fremde) Geschäftsführung für den Empfänger sein, wenn dieser die Umsatzsteuer zu tragen hat (Entgegen OLG Düsseldorf, 1980-12-11, 18 U 112/80, NJW 1981, 1910; Anschluß OLG Stuttgart, 1976-04-08, 7 U 91/75, NJW 1976, 2079).Die Grenzabfertigung mit Vorlage der Umsatzsteuer durch den Grenzspediteur entspricht nicht dem Interesse und dem wirklichen oder mutmaßlichen Willen des Empfängers, wenn er noch keine Verfügungsbefugnis über das Transportgut erlangt hat (CMR Art. 12 Abs. 1).Mit der Ablieferung des Transportguts und der Entgegennahme der Ersatzbelege für den Vorsteuerabzug kann der Empfänger die fremde Geschäftsführung des Grenzspediteurs nach BGB § 684 S 2 genehmigen.
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