Rechtsprechung
| BVerwG, 21.09.1987 - 8 B 55.87 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Zulässigkeit einer Nichtzulassungsbeschwerde - Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache in der Revisionsbegründung - Rüge eines wesentlichen Verfahrensmangels - Nichtigkeit einer einem Verwaltungsakt zugrunde liegenden Satzung - Entwässerungsbeiträge für ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VGH Bayern, 09.01.1987 - 23 B 85 A.3191
- BVerwG, 21.09.1987 - 8 B 55.87
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 27.01.1982 - 8 C 12.81
Prüfungsumfang bei fehlerhaft begründetem Erschließungsbeitragsbescheid und …
Auszug aus BVerwG, 21.09.1987 - 8 B 55.87
Ein solcher Mangel kann, wie das Bundesverwaltungsgericht häufig entschieden hat, durch das Nachschieben einer tragfähigen Rechtsgrundlage jedenfalls dann ausgeräumt werden, wenn diese Rechtsgrundlage bereits (und sei es infolge Rückwirkung) im Zeitpunkt der Entscheidung im Widerspruchsverfahren galt und ihre Heranziehung weder eine Wesensänderung des angefochtenen Bescheides bewirkt noch den Betroffenen unzumutbar in seiner Rechtsverteidigung beschränkt (vgl. dazu etwa BVerwG, Beschluß vom 24. September 1953 - BVerwG I C 51.53 - BVerwGE 1, 12 [BVerwG 24.09.1953 - I C 51/53] und Urteile vom 13. Januar 1955 - BVerwG I C 59.54 - BVerwGE 1, 311 [BVerwG 13.01.1955 - I C 59/54], vom 28. November 1958 - BVerwG V C 32.56 - BVerwGE 8, 46 [BVerwG 28.11.1958 - V C 32/56], vom 15. April 1959 - BVerwG V C 162.56 - BVerwGE 8, 234 [BVerwG 15.04.1959 - V C 162/56] und vom 27. Januar 1982 - BVerwG 8 C 12.81 - BVerwGE 64, 356 [BVerwG 27.01.1982 - 8 C 12/81]).Soweit die Beschwerdeführer geltend machen, durch die Verfahrensweise des Berufungsgerichts sei ihnen eine Instanz verlorengegangen, hat das Bundesverwaltungsgericht bereits in dem Urteil vom 27. Januar 1982 (a.a.O. S. 360) dargelegt, daß dem Rechtsschutz unter dem Blickwinkel des Instanzenzuges bei Änderungen der rechtlichen Begründung, die unterhalb der Grenze der Wesensveränderung liegen, keine entscheidende Bedeutung zukommt, zumal den Anforderungen des Art. 19 Abs. 4 GG auch genügt ist, wenn der Rechtsweg nur aus einem Rechtszug besteht.
- BVerwG, 28.11.1958 - V C 32.56
Anfechtungsklage eines Schwerbeschädigten gegen Zustimmung der …
Auszug aus BVerwG, 21.09.1987 - 8 B 55.87
Ein solcher Mangel kann, wie das Bundesverwaltungsgericht häufig entschieden hat, durch das Nachschieben einer tragfähigen Rechtsgrundlage jedenfalls dann ausgeräumt werden, wenn diese Rechtsgrundlage bereits (und sei es infolge Rückwirkung) im Zeitpunkt der Entscheidung im Widerspruchsverfahren galt und ihre Heranziehung weder eine Wesensänderung des angefochtenen Bescheides bewirkt noch den Betroffenen unzumutbar in seiner Rechtsverteidigung beschränkt (vgl. dazu etwa BVerwG, Beschluß vom 24. September 1953 - BVerwG I C 51.53 - BVerwGE 1, 12 [BVerwG 24.09.1953 - I C 51/53] und Urteile vom 13. Januar 1955 - BVerwG I C 59.54 - BVerwGE 1, 311 [BVerwG 13.01.1955 - I C 59/54], vom 28. November 1958 - BVerwG V C 32.56 - BVerwGE 8, 46 [BVerwG 28.11.1958 - V C 32/56], vom 15. April 1959 - BVerwG V C 162.56 - BVerwGE 8, 234 [BVerwG 15.04.1959 - V C 162/56] und vom 27. Januar 1982 - BVerwG 8 C 12.81 - BVerwGE 64, 356 [BVerwG 27.01.1982 - 8 C 12/81]). - BVerwG, 24.09.1953 - I C 51.53
Allgemeine Grundsätze des Verfahrensrechts - Voraussetzungen für die Gewährung …
Auszug aus BVerwG, 21.09.1987 - 8 B 55.87
Ein solcher Mangel kann, wie das Bundesverwaltungsgericht häufig entschieden hat, durch das Nachschieben einer tragfähigen Rechtsgrundlage jedenfalls dann ausgeräumt werden, wenn diese Rechtsgrundlage bereits (und sei es infolge Rückwirkung) im Zeitpunkt der Entscheidung im Widerspruchsverfahren galt und ihre Heranziehung weder eine Wesensänderung des angefochtenen Bescheides bewirkt noch den Betroffenen unzumutbar in seiner Rechtsverteidigung beschränkt (vgl. dazu etwa BVerwG, Beschluß vom 24. September 1953 - BVerwG I C 51.53 - BVerwGE 1, 12 [BVerwG 24.09.1953 - I C 51/53] und Urteile vom 13. Januar 1955 - BVerwG I C 59.54 - BVerwGE 1, 311 [BVerwG 13.01.1955 - I C 59/54], vom 28. November 1958 - BVerwG V C 32.56 - BVerwGE 8, 46 [BVerwG 28.11.1958 - V C 32/56], vom 15. April 1959 - BVerwG V C 162.56 - BVerwGE 8, 234 [BVerwG 15.04.1959 - V C 162/56] und vom 27. Januar 1982 - BVerwG 8 C 12.81 - BVerwGE 64, 356 [BVerwG 27.01.1982 - 8 C 12/81]). - BVerwG, 15.04.1959 - V C 162.56
Zur Auslegung des Schwerbeschädigtengesetzes § 13 Abs 1 und 2
Auszug aus BVerwG, 21.09.1987 - 8 B 55.87
Ein solcher Mangel kann, wie das Bundesverwaltungsgericht häufig entschieden hat, durch das Nachschieben einer tragfähigen Rechtsgrundlage jedenfalls dann ausgeräumt werden, wenn diese Rechtsgrundlage bereits (und sei es infolge Rückwirkung) im Zeitpunkt der Entscheidung im Widerspruchsverfahren galt und ihre Heranziehung weder eine Wesensänderung des angefochtenen Bescheides bewirkt noch den Betroffenen unzumutbar in seiner Rechtsverteidigung beschränkt (vgl. dazu etwa BVerwG, Beschluß vom 24. September 1953 - BVerwG I C 51.53 - BVerwGE 1, 12 [BVerwG 24.09.1953 - I C 51/53] und Urteile vom 13. Januar 1955 - BVerwG I C 59.54 - BVerwGE 1, 311 [BVerwG 13.01.1955 - I C 59/54], vom 28. November 1958 - BVerwG V C 32.56 - BVerwGE 8, 46 [BVerwG 28.11.1958 - V C 32/56], vom 15. April 1959 - BVerwG V C 162.56 - BVerwGE 8, 234 [BVerwG 15.04.1959 - V C 162/56] und vom 27. Januar 1982 - BVerwG 8 C 12.81 - BVerwGE 64, 356 [BVerwG 27.01.1982 - 8 C 12/81]). - BVerwG, 13.01.1955 - I C 59.54
Auszug aus BVerwG, 21.09.1987 - 8 B 55.87
Ein solcher Mangel kann, wie das Bundesverwaltungsgericht häufig entschieden hat, durch das Nachschieben einer tragfähigen Rechtsgrundlage jedenfalls dann ausgeräumt werden, wenn diese Rechtsgrundlage bereits (und sei es infolge Rückwirkung) im Zeitpunkt der Entscheidung im Widerspruchsverfahren galt und ihre Heranziehung weder eine Wesensänderung des angefochtenen Bescheides bewirkt noch den Betroffenen unzumutbar in seiner Rechtsverteidigung beschränkt (vgl. dazu etwa BVerwG, Beschluß vom 24. September 1953 - BVerwG I C 51.53 - BVerwGE 1, 12 [BVerwG 24.09.1953 - I C 51/53] und Urteile vom 13. Januar 1955 - BVerwG I C 59.54 - BVerwGE 1, 311 [BVerwG 13.01.1955 - I C 59/54], vom 28. November 1958 - BVerwG V C 32.56 - BVerwGE 8, 46 [BVerwG 28.11.1958 - V C 32/56], vom 15. April 1959 - BVerwG V C 162.56 - BVerwGE 8, 234 [BVerwG 15.04.1959 - V C 162/56] und vom 27. Januar 1982 - BVerwG 8 C 12.81 - BVerwGE 64, 356 [BVerwG 27.01.1982 - 8 C 12/81]).
- OVG Sachsen-Anhalt, 02.10.2018 - 4 L 97/17
Erfordernis der subjektiven Rechtsverletzung in VwGO § 113 Abs 1 S 1 bei …
- VGH Baden-Württemberg, 28.05.2025 - 10 S 2112/24
Herstellung von Zementklinker; Abfalleigenschaft eines …
Eine derartige Änderung der Begründung stellt die Rechtmäßigkeit des angefochtenen Bescheids solange nicht in Frage, als dieser durch die Berücksichtigung der geänderten Begründung nicht in seinem Wesen verändert wird (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 05.02.1993 - 7 B 107.92 - juris Rn. 4 und vom 21.09.1987 - 8 B 55.87 - juris Rn. 5). - VG Hannover, 04.08.2008 - 9 B 2897/08
Ausbildungspflicht; Berufsfreiheit; Berufswahl; Berufszulassung; Beschränkung; …
Tatsächlich angestellte Erwägungen können nachträglich durch neue korrigiert oder durch andere Erwägungen ergänzt oder ausgewechselt werden, sofern der Verwaltungsakt dadurch nicht in seinem Wesen verändert wird (vgl. BVerwG, Beschluss v. 21. September 1987, Az.: 8 B 55/87; Urteil v. 27. Januar 1982, Az.: 8 C 12.81, juris;… Kopp/Schenke, VwGO, 15. Aufl. 2007, § 113 Rn. 63 f.).
- OLG Düsseldorf, 27.11.2024 - 3 Kart 231/23
Untersagung der Tätigkeit als Energielieferant von Haushaltskunden mit Erdgas …
Dies setzt in Anlehnung an die gefestigte verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung voraus, dass die nachträglich angegebenen Gründe schon bei Erlass des Verwaltungsakts vorlagen, dieser durch die nachgeschobenen Gründe nicht in seinem Wesen geändert und der Betroffene nicht in seiner Rechtsverteidigung unzumutbar beeinträchtigt wird (…BGH, Beschl. v. 23.06.2020 - KVR 69/19, NZKart 2020, 473 Rn. 131 - Facebook II; BVerwG, Beschl. v. 21.09.1987 - 8 B 55/87, BeckRS 1987, 31243424;… Laubenstein/Bourazeri in: Bourwieg/Hellermann/Hermes, a.a.O. Rn. 4; jeweils m.w.N.). - BVerwG, 05.02.1993 - 7 B 107.92
Verfahrensfehler - Heilung - Begründung eines Verwaltungsaktes
Eine derartige Änderung der Begründung stellt die Rechtmäßigkeit des angefochtenen Bescheids solange nicht in Frage, als dieser durch die Berücksichtigung der geänderten Begründung nicht in seinem Wesen verändert wird (BVerwGE 64, 356 ; 71, 363 ; Beschluß vom 21. September 1987 - BVerwG 8 B 55.87 - Buchholz 316 § 45 VwVfG Nr. 16). - OVG Nordrhein-Westfalen, 11.09.1997 - 20 A 6471/95
Josefine Mutzenbacher
Vgl. z.B. BVerwG, Beschluß vom 5. Februar 1993 - 7 B 107.92 -, Buchholz 316 § 45 VwVfG Nr. 23; Urteil vom 14. Dezember 1990 - 7 C 5.90 -, BVerwGE 87, 241 (244); Beschluß vom 21. September 1987 - 8 B 55.87 -, Buchholz 316 § 45 VwVfG Nr. 16. Für Verfahren nach dem Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften in dessen hier anzuwendender Fassung hat der Senat die Zulässigkeit nachgeschobener Erwägungen bereits mit Beschluß vom 23. Mai 1995 (20 A 3215/91) bestätigt.Vgl. BVerwG, Beschluß vom 21. September 1987, a.a.O., S. 2 m.w.N. Diesen Grundsätzen werden durch Besonderheiten des hier einschlägigen Fachrechts keine entscheidungserheblichen Grenzen gezogen.
- VG Augsburg, 28.04.2009 - Au 3 K 08.1295
Rücknahme eines rechtswidrigen begünstigenden Verwaltungsaktes; §§ 60, 66 SGB I …
Die Wesensveränderung aber bildet nach Auffassung sowohl der obergerichtlichen Rechtsprechung als auch der Kommentarliteratur die Grenze der zulässigen Heilung von Begründungsfehlern im Rahmen eines verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (…vgl. Schmidt in Eyermann, a.a.O. unter Verweis auf BVerwG vom 26.1.1966, DÖV 1967, 63 und BayVGH vom 5.12.1974, BayVBl. 1976, 15; ebenso ausführlich zur nachgeschobenen Rechtsgrundlage BVerwG vom 21.9.1987, 8 B 55/87 zit. nach juris). - VG München, 10.11.2025 - M 26a K 24.4837
Rückforderung von Honoraren nach der TestV, Eröffnung des Verwaltungsrechtswegs …
Hierfür ist erforderlich, dass die solchermaßen nachgeschobenen bzw. ausgetauschten Gründe schon bei Erlass des streitigen Verwaltungsakts vorgelegen haben und dem Betroffenen die Rechtsverteidigung durch das Nachschieben bzw. den Austausch der Gründe nicht unzumutbar erschwert wird (…vgl. BVerwG, U.v. 27.1.1982 - 8 C 12/81 - juris Rn. 12 ff.; BVerwG, B.v. 21.9.1987 - 8 B 55/87 - juris Rn. 5;… Decker in BeckOK, VwGO, 75. Ed. 1.10.2025, § 113 Rn. 26 ff.). - VG Augsburg, 12.05.2025 - Au 9 K 25.208
Verdienstausfallentschädigung, häusliche Quarantäne, Ausschlusstatbestand, …
Es kommt deshalb auch nicht auf die Frage an, ob der Verwaltungsakt durch die geänderte Begründung eine Wesensänderung erfahren hat (vgl. BVerwG, B.v. 21.9.1987 - 8 B 55.87 - juris). - VG Köln, 08.05.2012 - 14 K 3435/10
Anspruch eines Betreibers einer Abfallentsorgungsanlage auf Erlaubnis zur …
Rn. 39 Vgl. zum Nachschieben einer tauglichen Ermächtigungsgrundlage BVerwG, Beschluss vom 21.09.1987 - 8 B 55/87 -, Rn. 5 m.w.N., zitiert nach juris. - BVerwG, 01.09.1992 - 8 B 126.92
Auslegung und Anwendung des § 170 Absatz 1 AO (Abgabenordnung)
- VG München, 18.11.2008 - M 16 K 07.5510
Öffentlich bestellter und beeidigter Sachverständiger; Widerruf der Bestellung; …
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".