Rechtsprechung
| FG Baden-Württemberg, 08.12.2008 - 9 K 147/07 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- openjur.de
Zahlungen zur Vermeidung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens keine außergewöhnliche Belastungen, auch nicht bei Veruntreuung durch Rechtsanwalt
- Judicialis
- IWW
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Steuerliche Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für Verbraucherinsolvenzverfahren und veruntreute Gelder
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Abzugsfähigkeit einer wegen vorheriger Veruntreuung notwendigen zweifachen Zahlung an einen Rechtsanwalt zur Vermeidung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens als außergewöhnliche Belastung; Entstehen einer Zwangsläufigkeit aufgrund rechtsgeschäftlicher Vereinbarungen im ...
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Steuerliche Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für Verbraucherinsolvenzverfahren und veruntreute Gelder
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- FG Baden-Württemberg, 08.12.2008 - 9 K 147/07
- BFH, 17.11.2009 - VI B 18/09
Papierfundstellen
- EFG 2009, 458
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (13)
- BFH, 19.05.1995 - III R 12/92
Vergebliche Zahlungen für Grundstückserwerb und Bau eines selbst zu nutzenden …
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 08.12.2008 - 9 K 147/07
Unter den Begriff "Aufwendungen" im Sinne des § 33 EStG fielen nur bewusst gewollte Vermögensverwendungen, nicht aber reine Vermögensverluste, die ohne Willen des Steuerpflichtigen einträten (Urteil des Bundesfinanzhofs -BFH- vom 19.Mai 1995 III R 12/92; Bundessteuerblatt -BStBl- II 1995, 774; Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 8.Februar 2006 3K 2924/03 -[...]; Urteil des FG Baden-Württemberg vom 11. Mai 2006, 10 K 200/05, EFG 2006, 1318; L. Schmidt, Kommentar zum EStG, § 33 Rn 6).Maßgebend ist vielmehr die Verkehrsanschauung (z.B. BFH-Urteile vom 19. Mai 1995 III R 12/92, BStBl II 1995, 774;… vom 29. März 2000 X R 99/95, BFH/NV 2000, 1188).
Entsprechendes gilt, wenn die Übernahme der Rechtspflicht ihrerseits auf rechtlichen oder sittlichen Verpflichtungen oder auf einer tatsächlichen Zwangslage beruht (z.B. BFH-Urteil vom 19.5.1995 III R 12/92, BStBl II 1995, 774).
Beruht das Verhalten des Steuerpflichtigen, das der Schädigungshandlung durch den Täter vorausgeht, auf seinem freien Willensentschluss, scheidet eine spätere Berücksichtigung des erlittenen Schadens nach § 33 EStG aus (BFH-Urteile vom 19. Mai 1995 III R 12/92, BStBl II 1995, 774; vom 18. März 2004 III R 31/02, BStBl II 2004, 867).
- BFH, 29.03.2000 - X R 99/95
BA; veruntreute Gesellschaftereinlagen
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 08.12.2008 - 9 K 147/07
Maßgebend ist vielmehr die Verkehrsanschauung (z.B. BFH-Urteile vom 19. Mai 1995 III R 12/92, BStBl II 1995, 774; vom 29. März 2000 X R 99/95, BFH/NV 2000, 1188).Danach ist auch eine Außergewöhnlichkeit und Zwangsläufigkeit der entstandenen Aufwendungen bei Vermögensschäden durch Betrug oder ähnliche Vermögensstraftaten nicht gegeben (z.B. BFH-Urteil vom 29. März 2000 X R 99/95, BFH/NV 2000, 1188).
- FG Baden-Württemberg, 11.05.2006 - 10 K 200/05
Kein Werbungskostenabzug für Vermögensverluste bei den Einkünften aus Vermietung …
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 08.12.2008 - 9 K 147/07
Unter den Begriff "Aufwendungen" im Sinne des § 33 EStG fielen nur bewusst gewollte Vermögensverwendungen, nicht aber reine Vermögensverluste, die ohne Willen des Steuerpflichtigen einträten (Urteil des Bundesfinanzhofs -BFH- vom 19.Mai 1995 III R 12/92; Bundessteuerblatt -BStBl- II 1995, 774; Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 8.Februar 2006 3K 2924/03 -[...]; Urteil des FG Baden-Württemberg vom 11. Mai 2006, 10 K 200/05, EFG 2006, 1318; L. Schmidt, Kommentar zum EStG, § 33 Rn 6).Bei durch Vermögensdelikten erlittenen Schäden ist bereits zweifelhaft, ob es sich insoweit um bewusste und gewollte Vermögensverwendungen handelt (ablehnend Urteil des FG Baden-Württemberg vom 11. Mai 2006 10 K 200/05 -[...]; L. Schmidt, EStG, § 33 Rn 6 m.w.N.).
- FG Saarland, 25.11.1987 - 1 K 128/86
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 08.12.2008 - 9 K 147/07
Der Restbetrag der Doppelzahlung in Höhe von 82.477 EUR müsse als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG Berücksichtigung finden, wobei auf ein Urteil des Saarländischen Finanzgerichts -FG- vom 25. November 1987 (1 K 128/86, Entscheidungen der Finanzgerichte -EFG- 1988, 126) verwiesen wurde.Das vom Klägervertreter zitierte Urteil des Saarländischen FG vom 25. November 1987(1 K 128/86, EFG 1988, 126), wonach die Verwirklichung des allgemeinen Risikos, Opfer einer Straftat zu werden, in der Regel zu einer außergewöhnlichen Belastung im Sinne des § 33 EStG führe, widerspreche der höchstrichterlichen Rechtsprechung.
- BFH, 06.05.1994 - III R 27/92
Einfamilienhaus - Vermögensgegenstand - Steuerpflicht - Ersatzanspruch
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 08.12.2008 - 9 K 147/07
Nur soweit Werte aus dem Vermögen eines Steuerpflichtigen oder seinem laufenden Einkommen endgültig abfließen, liegt eine Belastung vor, so bei verlorenem Aufwand zur Beseitigung von Schäden an einem Vermögensgegenstand von existentiell wichtiger Bedeutung (BFH-Urteil vom 06. Mai 1994 III R 27/92 BStBl II 1995, 104). - BFH, 18.03.2004 - III R 31/02
Zahlung von Erpressungsgeldern als außergewöhnliche Belastung
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 08.12.2008 - 9 K 147/07
Beruht das Verhalten des Steuerpflichtigen, das der Schädigungshandlung durch den Täter vorausgeht, auf seinem freien Willensentschluss, scheidet eine spätere Berücksichtigung des erlittenen Schadens nach § 33 EStG aus (BFH-Urteile vom 19. Mai 1995 III R 12/92, BStBl II 1995, 774; vom 18. März 2004 III R 31/02, BStBl II 2004, 867). - BFH, 25.01.2007 - III R 7/06
Besteuerung von Kapitalvermögen; Verfassungsmäßigkeit
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 08.12.2008 - 9 K 147/07
Denn in einem derartigen Fall handelt es sich um eine bloße Umschichtung von Vermögenswerten, die den Steuerpflichtigen nicht (außergewöhnlich) belastet (…BFH Urteile vom 15. Dezember 2005 III R 10/04, BFH/NV 2006, 931; vom 15. Januar 2007 III R 7/06, BFH/NV 2007, 1081). - BFH, 25.05.1992 - VI R 171/88
Aufwendungen für auf Dienstreise entwendeten Privat-PKW als Werbungskosten
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 08.12.2008 - 9 K 147/07
Für den Abzug derartiger Aufwendungen kommt es entscheidend darauf an, ob das auslösende Moment für die Wertabgabe im Bereich der Einkünfteerzielung liegt (BFH-Urteile vom 04. Juli 1986 VI R 227/83, BStBl II 1986, 771; vom 25. Mai 1992 VI R 171/88, BStBl II 1993, 44; vom 28. Januar 1994 VI R 25/93, BStBl II 1994, 355;… vom 16. November 2005 X R 48/03, BFH/NV 2006, 534). - BFH, 15.12.2005 - III R 10/04
Außergewöhnliche Belastung - krankheitsbedingter Einbau eines Aufzugs in EFH
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 08.12.2008 - 9 K 147/07
Denn in einem derartigen Fall handelt es sich um eine bloße Umschichtung von Vermögenswerten, die den Steuerpflichtigen nicht (außergewöhnlich) belastet (BFH Urteile vom 15. Dezember 2005 III R 10/04, BFH/NV 2006, 931;… vom 15. Januar 2007 III R 7/06, BFH/NV 2007, 1081). - BFH, 04.07.1986 - VI R 227/83
Geldentwendung auf einer Dienstreise führt nicht zu Werbungskostenabzug
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 08.12.2008 - 9 K 147/07
Für den Abzug derartiger Aufwendungen kommt es entscheidend darauf an, ob das auslösende Moment für die Wertabgabe im Bereich der Einkünfteerzielung liegt (BFH-Urteile vom 04. Juli 1986 VI R 227/83, BStBl II 1986, 771; vom 25. Mai 1992 VI R 171/88, BStBl II 1993, 44; vom 28. Januar 1994 VI R 25/93, BStBl II 1994, 355;… vom 16. November 2005 X R 48/03, BFH/NV 2006, 534). - BFH, 16.11.2005 - X R 48/03
Betriebsausgabenabzug: Vermögensverluste durch Diebstahl/Untreue
- BFH, 25.10.1989 - X R 69/88
Unterschlagung betrieblich vereinnahmter Gelder durch einen Dritten als …
- BFH, 28.01.1994 - VI R 25/93
Die von unbekannten Besuchern einer Sportanlage verursachte Beschädigung des dort …
- FG Sachsen, 08.09.2010 - 8 K 935/09
Keine Abzugsfähigkeit der Zahlungen zur Rückführung von Schulden in einem …
Das Finanzamt nehme auf die Entscheidung des FG Baden-Württemberg vom 8. Dezember 2008, 9 K 147/07 und das BFH-Urteil vom 12. September 1972 VIII R 23/67, BStBl II 1972, 946 Bezug.Eine rechtliche, sittliche oder tatsächliche Zwangslage liegt darin nicht begründet (vgl. FG Baden-Württemberg, Urteil vom 8. Dezember 2008 9 K 147/07, EFG 2009, 458 ).
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