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Rechtsprechung
   OVG Niedersachsen, 08.01.2024 - 9 LA 233/21   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,180
OVG Niedersachsen, 08.01.2024 - 9 LA 233/21 (https://dejure.org/2024,180)
OVG Niedersachsen, Entscheidung vom 08.01.2024 - 9 LA 233/21 (https://dejure.org/2024,180)
OVG Niedersachsen, Entscheidung vom 08. Januar 2024 - 9 LA 233/21 (https://dejure.org/2024,180)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Entscheidungsdatenbank Niedersachsen

    AsylG § 78 Abs. 3 Nr. 3; VwGO § 138 Nr. 3
    Anforderungen an eine ordnungsgemäße Einführung von Erkenntnismitteln; Verweis auf ecoi.net in der Ladung zur mündlichen Verhandlung im gerichtlichen Asylverfahren

  • Informationsverbund Asyl und Migration
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    AsylG § 78 Abs. 3 Nr. 3 ; VwGO § 138 Nr. 3
    Anforderungen an eine ordnungsgemäße Einführung von Erkenntnismitteln; Verweis auf ecoi.net in der Ladung zur mündlichen Verhandlung im gerichtlichen Asylverfahren

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • DÖV 2024, 348
 
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Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (15)

  • BVerwG, 17.09.2019 - 1 B 43.19

    Voraussetzungen der Ladung eines Sachverständigen zur Erläuterung des Gutachtens

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 08.01.2024 - 9 LA 233/21
    Das Tatsachengericht darf einen auf die Einholung eines Sachverständigengutachtens oder einer amtlichen Auskunft gerichteten Beweisantrag insbesondere in asylgerichtlichen Verfahren, in denen regelmäßig eine Vielzahl amtlicher Auskünfte und sachverständiger Stellungnahmen über die politischen Verhältnisse im Heimatstaat zum Gegenstand des Verfahrens gemacht werden, im Allgemeinen nach tatrichterlichem Ermessen mit dem Hinweis auf eigene Sachkunde verfahrensfehlerfrei ablehnen und die Gefährdungsprognose im Einzelfall auf der Grundlage einer tatrichterlichen Beweiswürdigung eigenständig vornehmen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 17.9.2019 - 1 B 43.19 - juris Rn. 45; NdsOVG…, Beschluss vom 20.10.2023 - 4 LA 103/22 - juris Rn. 5; OVG NRW…, Beschluss vom 13.7.2022 - 1 A 187/21.A - juris Rn. 7).

    Ist dies der Fall, steht die Einholung eines (weiteren) Gutachtens bzw. einer (weiteren) Auskunft auch dann im Ermessen des Gerichts (s. a. § 98 VwGO i. V. m. § 412 Abs. 1 ZPO), wenn die Erkenntnisquellen, aus denen das Gericht seine eigene Sachkunde schöpft, nicht in dem jeweiligen Verfahren eingeholt oder gerade auch nach § 411a ZPO in das Verfahren eingeführt worden sind; die Ablehnung eines hierauf gerichteten Beweisantrages setzt dann auch nicht voraus, dass das im Antrag angebotene Beweismittel schlechterdings untauglich oder völlig ungeeignet sei (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 17.9.2019, a. a. O., Rn. 46 …und vom 9.12.2019 - 1 B 74.19 - juris Rn. 6; NdsOVG…, Beschluss vom 20.10.2023, a. a. O., juris Rn. 5).

  • OVG Niedersachsen, 10.07.2019 - 10 LA 35/19

    Darlegung eines Verfahrensfehlers im Falle der nicht ordnungsgemäßen Einführung …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 08.01.2024 - 9 LA 233/21
    Demzufolge muss vom Zulassungsantragsteller auch in Streitigkeiten nach dem Asylgesetz dargelegt werden, was er bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte, mithin weshalb der geltend gemachte Gehörsverstoß entscheidungserheblich ist (vgl. NdsOVG, Beschluss vom 10.7.2019 - 10 LA 35/19 - juris Rn. 7 m. w. N.; vgl. auch BVerwG…, Beschluss vom 29.12.2004 - 1 B 91.04 - juris Rn. 3).

    Denn nur auf dieser Grundlage kann geprüft und entschieden werden, ob auszuschließen ist, dass die Gewährung rechtlichen Gehörs zu einer anderen, für den Kläger günstigeren Entscheidung geführt hätte (vgl. NdsOVG, Beschluss vom 10.7.2019, a. a. O., Rn. 7, m. w. N.; OVG NRW…, Beschluss vom 9.2.2022 - 19 A 544/21.A - juris Rn. 19).

  • OVG Niedersachsen, 20.10.2023 - 4 LA 103/22

    Akteur; Bewusst; bewusst und zielgerichtet Handeln; humanitäre Verhältnisse; …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 08.01.2024 - 9 LA 233/21
    Das Tatsachengericht darf einen auf die Einholung eines Sachverständigengutachtens oder einer amtlichen Auskunft gerichteten Beweisantrag insbesondere in asylgerichtlichen Verfahren, in denen regelmäßig eine Vielzahl amtlicher Auskünfte und sachverständiger Stellungnahmen über die politischen Verhältnisse im Heimatstaat zum Gegenstand des Verfahrens gemacht werden, im Allgemeinen nach tatrichterlichem Ermessen mit dem Hinweis auf eigene Sachkunde verfahrensfehlerfrei ablehnen und die Gefährdungsprognose im Einzelfall auf der Grundlage einer tatrichterlichen Beweiswürdigung eigenständig vornehmen (vgl. BVerwG…, Beschluss vom 17.9.2019 - 1 B 43.19 - juris Rn. 45; NdsOVG, Beschluss vom 20.10.2023 - 4 LA 103/22 - juris Rn. 5; OVG NRW…, Beschluss vom 13.7.2022 - 1 A 187/21.A - juris Rn. 7).

    Ist dies der Fall, steht die Einholung eines (weiteren) Gutachtens bzw. einer (weiteren) Auskunft auch dann im Ermessen des Gerichts (s. a. § 98 VwGO i. V. m. § 412 Abs. 1 ZPO), wenn die Erkenntnisquellen, aus denen das Gericht seine eigene Sachkunde schöpft, nicht in dem jeweiligen Verfahren eingeholt oder gerade auch nach § 411a ZPO in das Verfahren eingeführt worden sind; die Ablehnung eines hierauf gerichteten Beweisantrages setzt dann auch nicht voraus, dass das im Antrag angebotene Beweismittel schlechterdings untauglich oder völlig ungeeignet sei (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 17.9.2019, a. a. O., Rn. 46 …und vom 9.12.2019 - 1 B 74.19 - juris Rn. 6; NdsOVG, Beschluss vom 20.10.2023, a. a. O., juris Rn. 5).

  • BVerfG, 18.06.1985 - 2 BvR 414/84

    Gefälschter Steckbrief

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 08.01.2024 - 9 LA 233/21
    Hieraus folgt im gerichtlichen Asylverfahren grundsätzlich die Pflicht des Gerichts, die Erkenntnismittel, auf die es seine Entscheidung zu stützen beabsichtigt, in einer Weise zu bezeichnen und in das Verfahren einzuführen, die es den Verfahrensbeteiligten ermöglicht, diese zur Kenntnis zu nehmen und sich zu ihnen zu äußern (vgl. BVerfG, Beschluss vom 18.6.1985 - 2 BvR 414/84 - juris Rn. 27).
  • BVerwG, 10.10.2013 - 10 B 19.13

    Gerichtliche Sachaufklärung; Beweiswürdigung; Verfahrensmangel

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 08.01.2024 - 9 LA 233/21
    Das setzt aber jedenfalls voraus, dass sich der gerügte Fehler hinreichend eindeutig von der materiell-rechtlichen Subsumtion, d. h. der korrekten Anwendung des sachlichen Rechts abgrenzen lässt und der Tatrichter den ihm bei der Tatsachenfeststellung durch den Grundsatz freier Beweiswürdigung gemäß § 108 Abs. 1 Satz 1 VwGO eröffneten Wertungsrahmen verlassen hat (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10.10.2013 - 10 B 19.13 - juris Rn. 4 m. w. N.).
  • BVerwG, 09.12.2019 - 1 B 74.19

    Zum Verhältnis von Sachkunde des Gerichts und Sachverständigengutachten

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 08.01.2024 - 9 LA 233/21
    Ist dies der Fall, steht die Einholung eines (weiteren) Gutachtens bzw. einer (weiteren) Auskunft auch dann im Ermessen des Gerichts (s. a. § 98 VwGO i. V. m. § 412 Abs. 1 ZPO), wenn die Erkenntnisquellen, aus denen das Gericht seine eigene Sachkunde schöpft, nicht in dem jeweiligen Verfahren eingeholt oder gerade auch nach § 411a ZPO in das Verfahren eingeführt worden sind; die Ablehnung eines hierauf gerichteten Beweisantrages setzt dann auch nicht voraus, dass das im Antrag angebotene Beweismittel schlechterdings untauglich oder völlig ungeeignet sei (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 17.9.2019, a. a. O., Rn. 46 und vom 9.12.2019 - 1 B 74.19 - juris Rn. 6; NdsOVG…, Beschluss vom 20.10.2023, a. a. O., juris Rn. 5).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 09.02.2022 - 19 A 544/21

    Zulassung der Berufung wegen des geltend gemachten Verfahrensmangels der …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 08.01.2024 - 9 LA 233/21
    Denn nur auf dieser Grundlage kann geprüft und entschieden werden, ob auszuschließen ist, dass die Gewährung rechtlichen Gehörs zu einer anderen, für den Kläger günstigeren Entscheidung geführt hätte (vgl. NdsOVG…, Beschluss vom 10.7.2019, a. a. O., Rn. 7, m. w. N.; OVG NRW, Beschluss vom 9.2.2022 - 19 A 544/21.A - juris Rn. 19).
  • BVerwG, 14.04.2005 - 1 B 161.04

    Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision; Anforderungen, die …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 08.01.2024 - 9 LA 233/21
    Verfahrensfehlerhaft nicht eingeführte Erkenntnismittel muss der Rechtsmittelführer - wenn sie ihm nicht ohne weiteres zugänglich sind - innerhalb der Rechtsmittelfrist anfordern, überprüfen und dann im Einzelnen darlegen, was er zu den darin enthaltenen Feststellungen ausgeführt hätte (vgl. BVerwG, Beschluss vom 14.4.2005 - 1 B 161.04 - juris Rn. 3; NdsOVG, Beschluss vom 9.3.2022 - 11 LA 142/21 - n. v.; OVG LSA…, Beschluss vom 29.11.2021 - 2 L 54/20.Z - juris Rn. 12).
  • BVerwG, 29.12.2004 - 1 B 91.04

    Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör wegen Nichtkundgabe einer Änderung …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 08.01.2024 - 9 LA 233/21
    Demzufolge muss vom Zulassungsantragsteller auch in Streitigkeiten nach dem Asylgesetz dargelegt werden, was er bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte, mithin weshalb der geltend gemachte Gehörsverstoß entscheidungserheblich ist (vgl. NdsOVG…, Beschluss vom 10.7.2019 - 10 LA 35/19 - juris Rn. 7 m. w. N.; vgl. auch BVerwG, Beschluss vom 29.12.2004 - 1 B 91.04 - juris Rn. 3).
  • OVG Niedersachsen, 26.10.2004 - 8 LA 146/04

    Recht auf Gewährung rechtlichen Gehörs im gerichtlichen Asylverfahren; …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 08.01.2024 - 9 LA 233/21
    Darüber hinaus ist es zulässig, Erkenntnismittel in der Weise in das gerichtliche Verfahren einzuführen, dass die vom Gericht geführte Erkenntnismittelliste auf einer allgemein zugänglichen, den Beteiligten bekannten Internetseite veröffentlicht wird und denjenigen, die nicht über einen Internetzugang verfügen bzw. diesen nicht nutzen wollen, die Liste auf Anforderung gesondert zugeleitet und gleichzeitig angegeben wird, dass und wie die darin aufgeführten Erkenntnismittel beim Gericht eingesehen werden können (…vgl. NdsOVG, Beschlüsse vom 9.3.2022 - 11 LA 142/21 - n. v., vom 8.7.2014 - 13 LA 16/14 - juris Rn. 4 und vom 26.10.2004 - 8 LA 146/04 - juris Rn. 2 f.).
  • OVG Niedersachsen, 08.07.2014 - 13 LA 16/14

    Verletzung des rechtlichen Gehörs durch nicht ordnungsgemäße Einbeziehung dem …

  • VGH Bayern, 17.05.2018 - 14 ZB 17.30263

    Fehlerhafte Beweiswürdigung verstößt nicht gegen den Grundsatz auf rechtliches …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 13.07.2022 - 1 A 187/21

    Annahme der Sicherung des Lebensunterhalts durch einen gesunden arbeitsfähigen …

  • OVG Sachsen-Anhalt, 29.11.2021 - 2 L 54/20

    Verletzung rechtlichen Gehörs wegen nicht ordnungsgemäßer Einführung von …

  • OVG Niedersachsen, 02.09.1996 - 12 L 2965/96

    Rechtliches Gehör im Asylverfahren:; Erkenntnismittel (Einführung); Gehör, …

  • VGH Bayern, 19.09.2025 - 13a ZB 25.30906

    Bedingter Beweisantrag, rechtliches Gehör

    Der Anspruch auf rechtliches Gehör bezieht sich nämlich nur auf entscheidungserhebliches Vorbringen (vgl. NdsOVG, B.v. 8.1.2024 - 9 LA 233/21 - juris Rn. 25 m.w.N.;… B.v. 10.7.2019 - 10 LA 35/19 - juris Rn. 7 m. w. N.).

    Unabhängig davon müsste vom Zulassungsantragsteller auch dargelegt werden, was er bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte, mithin weshalb der geltend gemachte Gehörsverstoß entscheidungserheblich ist (vgl. NdsOVG, B.v. 8.1.2024 - 9 LA 233/21 - juris Rn. 25 m.w.N.;… B.v. 10.7.2019 - 10 LA 35/19 - juris Rn. 7 m. w. N.;… vgl. auch BVerwG, B.v. 29.12.2004 - 1 B 91.04 - juris Rn. 3).

    Denn nur auf dieser Grundlage kann geprüft und entschieden werden, ob auszuschließen ist, dass die Gewährung rechtlichen Gehörs zu einer anderen, für den Kläger günstigeren Entscheidung geführt hätte (vgl. NdsOVG, B.v. 8.1.2024 - 9 LA 233/21 - juris Rn. 25 m.w.N.;… B.v. 10.7.2019, a. a. O., Rn. 7, m. w. N.;… OVG NW, B.v. 9.2.2022 - 19 A 544/21.A - juris Rn. 19).

    Verfahrensfehlerhaft nicht eingeführte Erkenntnismittel muss der Rechtsmittelführer - wenn sie ihm nicht ohne weiteres zugänglich sind - innerhalb der Rechtsmittelfrist anfordern, überprüfen und dann im Einzelnen darlegen, was er zu den darin enthaltenen Feststellungen ausgeführt hätte (…vgl. BVerwG, B.v. 14.4.2005 - 1 B 161.04 - juris Rn. 3; NdsOVG, B.v. 8.1.2024 - 9 LA 233/21 - juris Rn. 25 m.w.N.;… OVG LSA, B.v. 29.11.2021 - 2 L 54/20.Z - juris Rn. 12).

  • OVG Niedersachsen, 24.06.2026 - 4 LA 22/26

    Ordnungsgemäße Einführung von Erkenntnismitteln in den Asylprozess

    Daher können zum Beispiel Erkenntnismittel in das gerichtliche Verfahren eingeführt werden, indem die vom Gericht geführte Erkenntnismittelliste auf einer allgemein zugänglichen, den Beteiligten bekannten Internetseite veröffentlicht wird und denjenigen, die nicht über einen Internetzugang verfügen bzw. diesen nicht nutzen wollen, die Liste auf Anforderung gesondert zugeleitet und gleichzeitig angegeben wird, dass und wie die darin aufgeführten Erkenntnismittel beim Gericht eingesehen werden können (Niedersächsisches OVG, Beschl. v. 8.1.2024 - 9 LA 233/21 -, juris Rn. 19 …und Beschl. v. 8.7.2014 - 13 LA 16/14 -, juris Rn. 4;… VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 12.8.2024 - A 13 S 506/24 -, juris Rn. 3, jeweils m.w.N.).

    Demzufolge muss vom Zulassungsantragsteller auch in Streitigkeiten nach dem Asylgesetz dargelegt werden, was er bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte, mithin weshalb der geltend gemachte Gehörsverstoß entscheidungserheblich ist (vgl. Niedersächsisches OVG, Beschl. v. 8.1.2024 - 9 LA 233/21 -, juris Rn. 25 …und Beschl. v. 10.7.2019 - 10 LA 35/19 -, juris Rn. 7;… vgl. auch BVerwG, Beschl. v. 29.12.2004 - 1 B 91.04 -, juris Rn. 3).

    Denn nur auf dieser Grundlage kann geprüft und entschieden werden, ob auszuschließen ist, dass die Gewährung rechtlichen Gehörs zu einer anderen, für den Kläger günstigeren Entscheidung geführt hätte (vgl. Senatsbeschl. v. 29.1.2024 - 4 LA 2/24 -, juris Rn. 8, Niedersächsisches OVG, Beschl. v. 8.1.2024 - 9 LA 233/21 -, juris Rn. 25 …und Beschl. v. 10.7.2019 - 10 LA 35/19 -, juris Rn. 7;… Bayerischer VGH, Beschl. v. 19.9.2025 - 13a ZB 25.30906 -, juris Rn. 11;… Hessischer VGH, Beschl. v. 22.4.2024 - 2 A 402/24.Z.A -, juris Rn. 13;… OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 9.2.2022 - 19 A 544/21.A -, juris Rn. 19;… OVG Sachsen-Anhalt, Beschl. v. 29.11.2021 - 2 L 54/20.Z -, juris Rn. 12).

  • VGH Baden-Württemberg, 12.08.2024 - A 13 S 506/24

    Asylrechtsstreit; Anforderungen an die Darlegung eines Gehörsverstoßes wegen …

    Hieraus folgt im gerichtlichen Asylverfahren grundsätzlich die Pflicht des Gerichts, die Erkenntnismittel, auf die es seine Entscheidung zu stützen beabsichtigt, in einer Weise zu bezeichnen und in das Verfahren einzuführen, die es den Verfahrensbeteiligten ermöglicht, diese zur Kenntnis zu nehmen und sich zu ihnen zu äußern (…vgl. etwa VGH Baden-Württemberg, Beschlüsse vom 20.08.2018 - A 12 S 1364/18 - juris Rn. 3 …und vom 09.03.2017 - A 12 S 235/17 - juris Rn. 6 ;… OVG Niedersachsen, Beschlüsse vom 29.01.2024 - 4 LA 2/24 - juris Rn. 3 und vom 08.01.2024 - 9 LA 233/21 - juris Rn. 19).

    Darüber hinaus ist es zulässig, Erkenntnismittel in der Weise in das gerichtliche Verfahren einzuführen, dass die vom Gericht geführte Erkenntnismittelliste auf einer allgemein zugänglichen, den Beteiligten bekannten Internetseite veröffentlicht wird und denjenigen, die nicht über einen Internetzugang verfügen bzw. diesen nicht nutzen wollen, die Liste auf Anforderung gesondert zugeleitet und gleichzeitig angegeben wird, dass und wie die darin aufgeführten Erkenntnismittel beim Gericht eingesehen werden können (…vgl. etwa VGH Baden-Württemberg, Beschlüsse vom 27.12.2017 - A 4 S 2775/17 - juris Rn. 5 , vom 18.09.2017 - A 11 S 2067/17 - juris Rn. 19 …und vom 09.03.2017 a. a. O.; OVG Niedersachsen, Beschluss vom 08.01.2024 a. a. O.).

    Ohne eine entsprechende Konkretisierung des Zulassungsvorbringens, die hier fehlt, kann nicht festgestellt werden, ob sich die unterschiedlichen Fassungen der Erkenntnismittelliste Türkei auf die Möglichkeit des Klägers, sich sachgerecht und gezielt auf die Verhandlung vorzubereiten, ausgewirkt haben können (dazu vgl. etwa BVerfG…, Beschluss vom 10.06.2021 - 1 BvR 1997/18 - juris Rn. 20; VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 18.09.2017 a. a. O. Rn. 20;… OVG Niedersachsen, Beschlüsse vom 29.01.2024 a. a. O. Rn. 8 f. und vom 08.01.2024 a. a. O. Rn. 25;… GK-AsylG a. a. O. Rn. 634).

  • OVG Niedersachsen, 29.01.2024 - 4 LA 2/24

    Darlegung eines Gehörsverstosses bei nicht ordnungsgemäßer Einführung von …

    Hieraus folgt im gerichtlichen Asylverfahren grundsätzlich die Pflicht des Gerichts, die Erkenntnismittel, auf die es seine Entscheidung zu stützen beabsichtigt, in einer Weise zu bezeichnen und in das Verfahren einzuführen, die es den Verfahrensbeteiligten ermöglicht, diese zur Kenntnis zu nehmen und sich zu ihnen zu äußern (…vgl. BVerfG, Beschl. v. 18.6.1985 - 2 BvR 414/84 -, juris Rn. 27; Niedersächsisches OVG, Beschl. v. 8.1.2024 - 9 LA 233/21 -, juris Rn. 19).

    Demzufolge muss vom Zulassungsantragsteller auch in Streitigkeiten nach dem Asylgesetz dargelegt werden, was er bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte, mithin weshalb der geltend gemachte Gehörsverstoß entscheidungserheblich ist (vgl. Niedersächsisches OVG, Beschl. v. 8.1.2024 - 9 LA 233/21 -, juris Rn. 25 …und Beschl. v. 10.7.2019 - 10 LA 35/19 -, juris Rn. 7;… vgl. auch BVerwG, Beschl. v. 29.12.2004 - 1 B 91.04 -, juris Rn. 3).

    Denn nur auf dieser Grundlage kann geprüft und entschieden werden, ob auszuschließen ist, dass die Gewährung rechtlichen Gehörs zu einer anderen, für den Kläger günstigeren Entscheidung geführt hätte (vgl. Niedersächsisches OVG, Beschl. v. 8.1.2024 - 9 LA 233/21 -, juris Rn. 25 …und Beschl. v. 10.7.2019 - 10 LA 35/19 -, juris Rn. 7; OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschl. vom 9.2.2022 - 19 A 544/21.A -, juris Rn. 19).

  • VGH Hessen, 22.04.2024 - 2 A 402/24

    Gehörsrüge bei nicht ordnungsgemäß eingeführten Erkenntnismitteln

    Auf offenkundige Tatsachen hingegen, die allen Beteiligten gegenwärtig sind und von denen sie wissen, dass sie für die Entscheidung erheblich sein können, darf die Entscheidung auch ohne ausdrücklichen Hinweis gestützt werden (OVG Lüneburg, Beschluss vom 08.01.2024 - 9 LA 233/21 -, juris Rn. 19).

    Demzufolge muss der Zulassungsantragsteller auch in Streitigkeiten nach dem Asylgesetz darlegen, was er bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte, mithin weshalb der geltend gemachte Gehörsverstoß entscheidungserheblich ist (vgl. Nds. OVG, Beschluss vom 08.01.2024 - 9 LA 233/21 -, juris Rn. 25).

    Verfahrensfehlerhaft nicht eingeführte Erkenntnismittel muss der Rechtsmittelführer - wenn sie ihm nicht ohne weiteres zugänglich sind - innerhalb der Rechtsmittelfrist anfordern, überprüfen und dann im Einzelnen darlegen, was er zu den darin enthaltenen Feststellungen ausgeführt hätte (vgl. Nds. OVG, Beschluss vom 08.01.2024 - 9 LA 233/21 -, juris Rn. 25).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 20.01.2026 - 1 A 1970/24

    Zulassung der Berufung wegen der allein behaupteten Verletzung des rechtlichen …

    Rn. 11 Vgl. etwa OVG NRW, Beschlüsse vom 30. Oktober 2025 - 2 A 2586/25.A -, n. v., BA S. 2, und vom 28. März 2025 - 19 A 2865/24.A -, juris, Rn. 13 f., m. w. N.; vgl. ferner Nds. OVG, Beschluss vom 8. Januar 2024 - 9 LA 233/21 -, juris, Rn. 19; aus der Literatur etwa Funke-Kaiser, in: Funke-Kaiser, GK-AsylG, Stand: Oktober 2025, AsylG § 78 Rn. 332.1, Redeker, in: Decker/Bader/Kothe, BeckOK Migrations- und Integrationsrecht, Stand: 23. Edition, 1. Oktober 2025, AsylG § 78 Rn. 24.1, und Bühs, ZAR 2018, 424 ff., 426, jeweils m. w. N.
  • VG Hamburg, 20.01.2025 - 5 K 697/22

    Auskunftsanspruch gegenüber Gerichten; Übersendung von Geschäftsverteilungsplänen

    Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der hinreichenden Aussicht auf Erfolg der Rechtsverfolgung ist im Fall eines Antrags auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für einen beabsichtigten Rechtsbehelf (sog. isolierter Prozesskostenhilfeantrag) nicht - wie sonst in den Fällen, in denen der Rechtsbehelf, für den Prozesskostenhilfe begehrt wird, bereits eingelegt ist - der Zeitpunkt der Bewilligungsreife, sondern der Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung über die Bewilligung von Prozesskostenhilfe (vgl. OVG Hamburg, Beschl. v. 7.5.2024, 3 AS 8/23.UEG, n.v.; VGH Mannheim, Beschl. v. 4.1.2024, 13 S 1357/23, DÖV 2024, 348, juris Rn. 10 m.w.N.).".
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