Rechtsprechung
| OVG Berlin-Brandenburg, 20.07.2017 - 9 N 196.13 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- Entscheidungsdatenbank Berlin
Art 3 Abs 1 GG, § 49a Abs 4 S 1 Nr 3 StrG BB 2009
Einbeziehung von Hinterliegergrundstücken in die Straßenreinigungsgebührenpflicht; Berücksichtigung von Pfeifenstilgrundstücken; Vertrauenschutz aufgrund von vorausgegangenen Veranlagungen - Entscheidungsdatenbank Brandenburg
Art 3 Abs 1 GG, § 49a Abs 4 S 1 Nr 3 StrG BB
Berufungszulassung; erschlossen; Vorteil; sinnvolle wirtschaftliche Nutzung innerhalb der geschlossenen Ortslage; Mehrfacherschließung; Teilhinterliegergrundstück; Frontmetermaßstab, fiktiver; Projektion - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Frankfurt/Oder, 23.09.2013 - 8 K 771/12
- OVG Berlin-Brandenburg, 20.07.2017 - 9 N 196.13
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 15.03.2002 - 9 B 16.02
Straßenreinigungsgebühren; Gebührenmaßstab; fiktiver Frontmetermaßstab; …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 20.07.2017 - 9 N 196.13
Entsprechende Fiktionen sind zulässig (BVerwG…, Beschluss vom 9. Dezember 1993 - 8 NB 5.93 -, juris Rn. 5; Beschluss vom 15. März 2002 - 9 B 16.02 -, juris Rn. 6 f; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 28. Januar 2009 - OVG 9 A 1.07 -, juris Rn. 35).Rn. 11 Hinsichtlich der genauen Gestaltung der Heranziehung von "Pfeifenstilgrundstücken" als Teilhinterliegergrundstücken besteht ein Spielraum; ein rechtlich zulässiges Regelungsmodell ist die sogenannte Projektion der weiteren der Straße zugewandten Seiten auf die Straße (s. hierzu: BVerwG, Beschluss vom 15. März 2002 a.a.O., juris Rn. 7).
- OVG Berlin-Brandenburg, 10.10.2007 - 9 A 72.05
Normenkontrolle; Straßenreinigungssatzung; Erschlossensein; Außenbereich; …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 20.07.2017 - 9 N 196.13
Erschlossen ist ein Grundstück im straßenreinigungsgebührenrechtlichen Sinne, wenn es eine rechtliche und tatsächliche Zugangsmöglichkeit zu der öffentlichen Straße hat und sich die Straßenreinigung bzw. Winterwartung in Bezug auf die Möglichkeit einer innerhalb der geschlossenen Ortslage üblichen und sinnvollen wirtschaftlichen Nutzung vorteilhaft auswirkt (OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10. Oktober 2007 - OVG 9 A 72.05 -, juris Rn. 31). - BVerwG, 09.12.1993 - 8 NB 5.93
Zulässigkeit der kumulativen Heranziehung von Vorderliegergrundstücken und …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 20.07.2017 - 9 N 196.13
Entsprechende Fiktionen sind zulässig (BVerwG, Beschluss vom 9. Dezember 1993 - 8 NB 5.93 -, juris Rn. 5;… Beschluss vom 15. März 2002 - 9 B 16.02 -, juris Rn. 6 f; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 28. Januar 2009 - OVG 9 A 1.07 -, juris Rn. 35). - BVerwG, 11.03.1988 - 4 C 78.84
Straßengesetz - Anlieger - Zugangsmöglichkeit - Streupflicht
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 20.07.2017 - 9 N 196.13
Entgegen der Ansicht des Klägers führt die weitere Erschließung durch die Nordstraße auch nicht zu einer "ungerechtfertigten Doppeltheranziehung" (s. zur Mehrfacherschließung: BVerwG, Urteil vom 11. März 1988 - 4 C 78.84 -, juris Rn. 12 ff.). - OVG Berlin-Brandenburg, 28.01.2009 - 9 A 1.07
Normenkontrollantrag gegen Potsdamer Straßenreinigungsgebührensatzung erfolgreich
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 20.07.2017 - 9 N 196.13
Entsprechende Fiktionen sind zulässig (BVerwG…, Beschluss vom 9. Dezember 1993 - 8 NB 5.93 -, juris Rn. 5;… Beschluss vom 15. März 2002 - 9 B 16.02 -, juris Rn. 6 f; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 28. Januar 2009 - OVG 9 A 1.07 -, juris Rn. 35).
- VG Cottbus, 28.04.2022 - 6 K 26/19 Ein Vorteil in diesem Sinne ist daher gegeben, wenn das Grundstück rechtlich und tatsächlich (für Fahrzeuge oder auch nur fußläufig) eine - vorhandene oder zu schaffende - Zufahrts- bzw. Zugangsmöglichkeit zur und von der Straße hat und dadurch schlechthin eine innerhalb der geschlossenen Ortslage übliche und sinnvolle (wirtschaftliche oder verkehrliche), nicht notwendig bauliche oder gewerbliche Nutzung des Grundstücks ermöglicht wird (vgl. OVG Bln-Bbg…, Beschl. vom 23.7.2019 - 9 N 60.16 -, juris, Rn. 11 ff.;… Beschl. vom 17.6.2019 - 9 N 81.16 -, juris, Rn. 7;… Beschl. vom 1.11.2017, a. a. O.; Beschl. vom 20.7.2017 - 9 N 196.13 -, juris, Rn. 9; Beschl. vom 16.12.2016 - 9 B 1.15 -, juris;… Urt. vom 2.2.2016 - 9 A 15.13 -, juris, Rn. 80 ff.; Beschl. vom 26.8.2015 - 9 S 36.15 -, S. 3 des E. A., BeckRS 2016, 43113;… Urt. vom 15.10.2014, a. a. O.;… Beschl. vom 19.4.2013, a. a. O.;… Urt. vom 10.10.2007, a. a. O.;… Beschl. vom 19.3.2007, a. a. O.; VG Cottbus…, Urt. vom 22.8.2013, a. a. O.; VG Frankfurt (Oder)…, Urt. vom 28.4.2016 - 3 K 592/13 -, juris, Rn. 42 ff.).
Ein Ermessen, die Hinterlieger zu veranlagen, besteht nicht (vgl. OVG Bln-Bbg, Urt. vom 2.2.2016 - 9 A 15.13 -, juris, Rn. 81; Beschl. vom 20.7.2017 - 9 N 196.13 -, juris, Rn. 9; Beschl. vom 23.7.2019 - 9 N 60.16 -, juris, Rn. 11; s. auch LT-Drs.
- OVG Niedersachsen, 24.04.2024 - 9 LC 138/20
Klage gegen die Kommune wegen der Heranziehung zu Straßenreinigungsgebühren; …
Unabhängig davon, dass das Urteil des Verwaltungsgerichts Cottbus auf § 49a Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 BbGStrG beruht, wonach die Gemeinden - anders als nach der niedersächsischen Rechtslage - berechtigt sind, (nur) die Eigentümer der erschlossenen Grundstücke nach Maßgabe des dortigen Kommunalabgabengesetzes zu Benutzungsgebühren heranzuziehen, kommt es auch für die Vorteilswirkung der erschlossenen Grundstücke i. S. v. § 49a Abs. 4 Satz 1 BbgStrG nicht auf die konkrete aktuelle Nutzung an (vgl. OVG Berl.-Bbg., Beschluss vom 20.7.2017 - OVG 9 N 196.13 - juris Rn. 9). - KG, 23.11.2021 - 9 U 1093/20
Erhebung von Straßenreinigungsgebühren in Berlin: Land Berlin als …
Auf die konkrete aktuelle Nutzung kommt es hierbei nicht an (Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 20. Juli 2017 - OVG 9 N 196.13 -, Rn. 9, juris). - VG Cottbus, 24.05.2018 - 1 K 839/14
Kommunalaufsichtsrecht
Die Regelung des § 49a Abs. 6 S. 2 BbgStrG, nach der das Gesamtgebührenaufkommen 75 % der Gesamtkosten der Straßenreinigung im Gemeindegebiet nicht übersteigen darf, trägt der eine vollständige Abwälzung der Straßenreinigungskosten auf die Grundstückseigentümer als Verstoß gegen Art. 3 Abs. 1 GG ansehenden Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (…s. nur Urt. v. 7. April 1989 - 8 C 90/87 - juris, m.w.N) Rechnung und bringt zugleich zum Ausdruck, dass es sich bei der Straßenreinigung nach der gesetzgeberischen Wertung um eine Einrichtung handelt, die überwiegend dem Vorteil einzelner Personen oder Personengruppen im Sinne von § 6 Abs. 1 S. 1 KAG dient (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 20. Juli 2017 - OVG 9 N 196.13 - juris, Rn. 9;… dies schon andeutend: OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 10. Oktober 2007, a.a.O., Rn. 32;… ausführlich hierzu: VG Cottbus, Beschl. v. 29. Dezember 2014, a.a.O., S. 6 f.). - OVG Berlin-Brandenburg, 23.07.2019 - 9 N 60.16
Erschließung eines Hinterliegergrundstücks
Dies gilt auch für Hinterliegergrundstücke, deren Einbeziehung, anders als der Kläger wohl nahelegen möchte, rechtlich geboten ist (Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 20. Juli 2017 - OVG 9 N 196.13 -, juris Rn. 10), wie dies vorliegend auch durch § 6 Abs. 2 bis 4 für das Veranlagungsjahr maßgeblichen Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung vom 13. Dezember 2013 geschehen ist.
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