Rechtsprechung
| OLG Naumburg, 24.08.2018 - 9 WF 92/18 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- Rechtsprechungsdatenbank Sachsen-Anhalt
§ 43 Abs 1 S 1 FamGKG, § 3 Abs 3 VersAusglG
Verfahrenswertbemessung im Ehescheidungsverbund: Berücksichtigung eines größeren Vermögens - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
FamGKG § 43
Abänderung einer Verfahrenswertfestsetzung - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- AG Magdeburg, 18.05.2018 - 271 F 1181/17
- OLG Naumburg, 24.08.2018 - 9 WF 92/18
Papierfundstellen
- FamRZ 2019, 304
Wird zitiert von ... (10)
- OLG Frankfurt, 12.03.2024 - 2 WF 12/24
Verfahrenswert bei Scheidung und Versorgungsausgleich
Hierzu wird zum einen auf die von der Antragsgegnerin zitierte Entscheidung des OLG Braunschweig vom 18.7.2023, Az.: 1 WF 41/23 (60.000 EUR und 30.000 EUR) verwiesen sowie ferner auf die folgenden Beschlüsse (jeweils zitiert nach juris; bei Nennung nur eines Betrages bezieht sich dieser auf den Ehegattenfreibetrag, der zweite Betrag betrifft den Kinderfreibetrag): OLG Karlsruhe, Beschluss vom 21.9.2023, Az.: 5 UF 56/23 (15.000 EUR); OLG Brandenburg, Beschluss vom 9.8.2023, Az. 9 WF 65/23 (60.000 EUR); OLG Karlsruhe, Beschluss vom 31.3.2023, Az.: 5 UF 102/22 (30.000 EUR); OLG Karlsruhe, Beschluss vom 28.7.2022, Az. 20 WF 50/22 (15.000 EUR); OLG Brandenburg, Beschluss vom 19.5.2022, Az.: 13 WF 70/22 (60.000 EUR und 10.000 EUR); OLG Brandenburg, Beschluss vom 16.2.2022, Az.: 13 WF 3/22 (60.000 EUR und 10.000 EUR); KG Berlin, Beschluss vom 20.1.2022, Az.: 16 WF 4/22 (25.000 EUR und 0 EUR); OLG Brandenburg, Beschluss vom 12.2.2021, Az.: 13 WF 123/20 (60.000 EUR und 10.000 EUR); OLG Hamm, Beschluss vom 10.10.2019, Az.: 11 WF 224/19 (60.000 EUR); OLG Hamburg, Beschluss vom 8.3.2019, Az.: 12 WF 184/18 (60.000 EUR und 30.000 EUR); OLG Hamm, Beschluss vom 8.1.2019, Az.: 9 WF 232/18 (30.000 EUR); OLG Naumburg, Beschluss vom 24.8.2018, Az.: 9 WF 92/18 (60.000 EUR); OLG Schleswig, Beschluss vom 3.7.2018, Az.: 13 WF 57/18 (30.000 EUR); OLG Frankfurt, Beschluss vom 17.4.2018, Az.: 5 WF 65/18 (25.000 EUR); OLG Naumburg, Beschluss vom 24.8.2018, Az. 9 WF 92/18 (60.000 EUR); OLG Stuttgart, Beschluss vom 4.1.2018, Az.: 18 WF 149/17 (30.000 EUR und 0 EUR). - OLG Karlsruhe, 29.04.2026 - 16 WF 51/26
Verfahrenswert; Volljährigen-Adoption; Auffangwert
25 %; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 23. Juni 2025 - II-10 WF 2/25 -, MittBayNot 2026, 201 juris Rn. 14: 25 % - 50 %, im konkreten Fall 30 %; OLG Bamberg, Beschluss vom 26. Februar 2024 - 2 UF 200/22 -, FamRZ 2024, 1564 juris Rn. 6: 30 % bis 50 %; OLG Stuttgart, Beschluss vom 6. März 2024 - 18 UF 26/23 -, juris Rn. 31 : 30 % bis 50 %; OLG Braunschweig, Beschluss vom 2. März 2021 - 1 WF 24/21 -, FamRZ 2021, 1233 juris Rn. 11: 25 % - 50 %; OLG München, Beschluss vom 7. Dezember 2020 - 16 UF 728/20 -, FamRZ 2021, 1210 juris Rn. 50: 30 %; OLG Hamm, Beschluss vom 25. Juni 2018 - II-4 WF 117/18 -, FamRZ 2019, 304 juris Rn. 1: 30 % - 50 %; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 9. Mai 2018 - II-7 WF 42/16 -, FamRB 2019, 20 juris Rn. 5: im konkreten Fall 40 %; weitere Nachweise bei OLG Schleswig aaO).Uneinheitlich ist dabei zugleich, ob allein auf das Vermögen des Annehmenden abgestellt wird (so OLG Bremen…, Beschluss vom 9. September 2025 - 5 WF 54/25 -, MDR 2026, 336 juris Rn. 12; OLG Bamberg…, Beschluss vom 26. Februar 2024 - 2 UF 200/22 -, FamRZ 2024, 1564 juris Rn. 6; OLG Hamm, Beschluss vom 25. Juni 2018 - II-4 WF 117/18 -, FamRZ 2019, 304 juris Rn. 1; OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 9. Mai 2018 - II-7 WF 42/16 -, FamRB 2019, 20 juris Rn. 5) oder auf das zusammengerechnete Vermögen des Annehmenden und des Anzunehmenden (so OLG Schleswig…, Beschluss vom 18. September 2025 - 8 WF 4/25 -, FamRZ 2026, 221 juris Rn. 13 ; OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 23. Juni 2025 - II-10 WF 2/25 -, MittBayNot 2026, 201 juris Rn. 14; OLG Stuttgart…, Beschluss vom 6. März 2024 - 18 UF 26/23 -, juris Rn. 31 ; OLG Braunschweig…, Beschluss vom 2. März 2021 - 1 WF 24/21 -, FamRZ 2021, 1233 juris Rn. 11; OLG München…, Beschluss vom 7. Dezember 2020 - 16 UF 728/20 -, FamRZ 2021, 1210 juris Rn. 50).
- OLG Braunschweig, 17.07.2023 - 1 WF 41/23
Ehescheidung; Wert; Vermögen; Freibetrag; Zur Berücksichtigung des Vermögens beim …
Dementsprechend ist das Vermögen bei dem Verfahrenswert der Scheidung nach einhelliger Ansicht in der obergerichtlichen Rechtsprechung zu berücksichtigen (vgl. u.a. OLG Braunschweig NdsRpfl 1979, 272; OLG Hamm FamRZ 2015, 1748; OLG Bamberg FamRZ 2017, 1771; OLG Karlsruhe FamRZ 2014, 1226; OLG Brandenburg FamRZ 2011, 755; OLG Sachsen-Anhalt FamRZ 2019, 304).Von dem nach Abzug der Freibeträge verbleibenden Vermögen rechnet der Senat nach seiner regelmäßigen Rechtsprechung und in Übereinstimmung mit der ganz herrschenden obergerichtlichen Rechtsprechung einen Anteil von 5 % für den Wert der Scheidung an (vgl. u.a. die Oberlandesgerichte Karlsruhe FamRZ 2014, 1226; Brandenburg FamRZ 2015, 529; Hamm FamRZ 2015, 1748; Frankfurt FamRZ 2017, 1769; Stuttgart FamRZ 2010, 1940; Hamm FF 2019, 167; Hamburg JurBüro 2019, 260; Brandenburg FamRZ 2011, 755; Sachsen-Anhalt FamRZ 2019, 304; Thür.
- OLG Köln, 21.03.2019 - 14 UF 20/19
Adoption; Volljähriger; Schwiegerkind
Zu berücksichtigen ist insoweit das Vermögen der Annehmenden, dessen Wert der Senat nach Abzug der Verbindlichkeiten auf mindestens rund 400.000 EUR schätzt; der festgesetzte Wert entspricht einem Viertel dieses Betrags (vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 25.6.2018 - 4 WF 117/18, FamRZ 2019, 304 mwN). - OLG Schleswig, 18.09.2025 - 8 WF 4/25
Festsetzung des Verfahrenswertes bei einer Volljährigenadoption
Rn. 10 a) Die Rechtsprechung der Oberlandesgerichte zur Berücksichtigung der Vermögensverhältnisse der Beteiligten bei einer Adoptionssache, die einen Volljährigen als Anzunehmenden betrifft, ist uneinheitlich, geht aber - bei Unterschieden im Einzelnen - überwiegend dahin, der häufigen notariellen Praxis mit einer Berücksichtigung der Vermögensverhältnisse mit 25 bis 50 % des Vermögens zu folgen (…vgl. OLG Bamberg FamRZ 2024, 1564 juris Rn. 6: In der Regel mit circa 25 % des Vermögens des Annehmenden, im konkreten Fall 30 % des Vermögens des Annehmenden und unter Berücksichtigung der überdurchschnittlichen Einkommensverhältnisse der Anzunehmenden;… OLG Karlsruhe FamRZ 2024, 385 juris Rn. 12 ff.: Grundsätzlich 5 % bei einer Volljährigenadoption;… OLG Braunschweig FamRZ 2021, 1233 juris Rn. 11: 25 - 50 % des Vermögens des Annehmenden;… OLG München FamRZ 2021, 1210 juris Rn. 50: 30 % des Reinvermögens des Annehmenden und des Anzunehmenden; OLG Hamm FamRZ 2019, 304 juris Rn. 1: Orientierung an dem allgemein anerkannten Rahmen von 30 - 50 % des Vermögens des Annehmenden;… OLG Düsseldorf FamRB 2019, 20 juris Rn. 5: 40 %;… OLG Nürnberg FamRZ 2015, 517 juris Rn. 31: 500.000 Euro unter Berücksichtigung der Vermögensverhältnisse der Beteiligten;… OLG Schleswig FamRZ 2014, 1039 juris Rn. 26 : 25 % des Vermögens des Annehmenden;… OLG Celle FamRZ 2013, 2008 juris Rn. 8: 500.000 Euro entsprechend dem Wert der notariellen Urkunde;… OLG Düsseldorf FamRZ 2010, 1937 juris Rn. 6 f.: 30.000 Euro entsprechend dem Wert der notariellen Urkunde;… anderer Ansicht: OLG Karlsruhe Beschluss vom 26.05.2025 - 20 WF 35/25 - juris Rn. 15 f.: 5 % des Vermögens der Beteiligten im konkreten Fall;… OLG Karlsruhe FamRZ 2025, 133 juris Rn. 18 ff.: Grundsätzlich 5 % des Vermögens der Beteiligten). - OLG Braunschweig, 02.03.2021 - 1 WF 24/21
Beschwerde gegen die vorläufige Festsetzung eines Verfahrenswertes; Besondere …
Der Verfahrenswert bestimmt sich deshalb bei der hier beantragten Volljährigenadoption, für die Gerichtsgebühren nach Nr. 1320 ff KV FamGKG anfallen, nach der allgemeinen Wertvorschrift des § 42 Abs. 2 FamGKG, wonach der Verfahrenswert unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles, insbesondere des Umfangs und der Bedeutung der Sache und der Vermögens- und Einkommensverhältnisse der Beteiligten, nach billigem Ermessen zu bestimmen ist und nur bei Fehlen genügender Anhaltspunkte gemäß § 42 Abs. 3 FamGKG der Auffangwert von 5.000,00 EUR anzusetzen ist (vgl. OLG Hamm, FamRZ 2019, 304; OLG Celle, FamRZ 2013, 2008; OLG Düsseldorf, FamRZ 2010, 1937; OLG Bamberg, Beschluss vom 18.10.2011, 2 UF 234/11, zitiert nach juris). - OLG Bremen, 09.09.2025 - 5 WF 54/25
Verfahrenswert eines Adoptionsverfahrens
Nach Ansicht des OLG Hamm (FamRZ 2019, 304) kann sogar ein Verfahrenswert von 30 bis 50% des Reinvermögens der Annehmenden gerechtfertigt sein (…ebenso OLG Stuttgart, Beschl. v. 6.3.2024 - 18 UF 26/23, BeckRS 2024, 46388 Rn. 30). - OLG Hamm, 03.09.2024 - 1 WF 124/24 Rn. 9 Der Senat schließt sich - jedenfalls für das hier zu beurteilende Jahr 2023 - den Entscheidungen an, wonach der Freibetrag für jeden Ehegatten mit 60.000 EUR und der Freibetrag für jedes Kind mit 30.000 EUR zu bewerten ist (entschieden für die Freibeträge der Eheleute und Kinder: OLG Braunschweig, FamRZ 2024, 68; OLG Hamburg, JurBüro 2019, 260; OLG Bamberg, FamRZ 2017, 1771; OLG München, FamRZ 2009, 1703; entschieden für die Freibeträge der Eheleute: OLG Brandenburg, FamRZ 2024, 478; OLG Hamm, Beschluss vom 10. Oktober 2019 - 11 WF 224/19 -, juris; OLG Naumburg, FamRZ 2019, 304; KG, FamRZ 2018, 125; OLG Koblenz, FamRZ 2003, 1681).
- OLG Braundschweig, 02.03.2021 - 1 WF 24/21
Bestimmung des Verfahrenswerts bei einer Volljährigenadoption
Der Verfahrenswert bestimmt sich deshalb bei der hier beantragten Volljährigenadoption, für die Gerichtsgebühren nach Nr. 1320 ff KV FamGKG anfallen, nach der allgemeinen Wertvorschrift des § 42 Abs. 2 FamGKG , wonach der Verfahrenswert unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles, insbesondere des Umfangs und der Bedeutung der Sache und der Vermögens- und Einkommensverhältnisse der Beteiligten, nach billigem Ermessen zu bestimmen ist und nur bei Fehlen genügender Anhaltspunkte gemäß § 42 Abs. 3 FamGKG der Auffangwert von 5.000,00 EUR anzusetzen ist (vgl. OLG Hamm, FamRZ 2019, 304 ; OLG Celle, FamRZ 2013, 2008 ; OLG Düsseldorf, FamRZ 2010, 1937 ; OLG Bamberg, Beschluss vom 18.10.2011, 2 UF 234/11, zitiert nach juris). - OLG Hamm, 13.09.2024 - 1 WF 124/24
Bestimen des Verfahrenswerts in Ehesachen unter Berücksichtigung aller Umstände …
Der Senat schließt sich - jédenfalls für das hier zu beurteilende Jahr 2023 - den Entscheidungen an, wonach der Freibetrag für jeden Ehegatten mit 60.000 EUR und der Freibetrag für jedes Kind mit 30.000 EUR zu bewerten ist (entschieden für die Freibeträge der Eheleute und Kinder: OLG Braunschweig, FamRZ 2024, 68 ; OLG Hamburg, JurBüro 2019, 260 ; OLG Bamberg, FamRZ 2017, 1771 ; OLG München, FamRZ 2009, 1703 ; entschieden für die Freibeträge der Eheleute: OLG Brandenburg, FamRZ 2024, 478 ; OLG Hamm, Beschluss vom 10. Oktober 2019 - 11 WF 224/19 -, juris; OLG Naumburg, FamRZ 2019, 304 ; KG, FamRZ 2018, 125 ; OLG Koblenz, FamRZ 2003, 1681 ).
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