Rechtsprechung
| BFH, 10.07.1958 - IV 143/56 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Vorliegen einer "neuen" Tatsache bei deren Bekanntsein bereits im Zeitpunkt der zu berichtigenden Veranlagung
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- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 67, 239
- DB 1958, 1029
- BStBl III 1958, 365
Wird zitiert von ... (22)
- BFH, 05.11.1970 - V R 71/67
Spinnweber-Zusatzsteuer - Entstehungsvoraussetzungen - Bekannte Sachverhalte - …
Eine Tatsache ist jedoch erst dann nicht mehr neu im Sinne des § 222 Abs. 1 Nr. 1 AO, wenn sie der zuständigen Veranlagungsdienststelle (ihrem Sachgebietsleiter oder Sachbearbeiter) bekannt wird (BFH-Urteile IV 143/56 U vom 10. Juli 1958, BFH 67, 239, BStBl III 1958, 365; V 166/59 U vom 6. September 1962, BFH 75, 623, BStBl III 1962, 494; VI 379/65 vom 1. Dezember 1967, BFH 90, 485, BStBl II 1968, 145). - BFH, 11.06.2008 - II R 55/06
Anzeige eines Erwerbsvorgangs bei der Körperschaftsteuerstelle
Soweit dort ausgeführt wird, die Finanzbehörde müsse sich außer aktenkundigen Tatsachen lediglich die Kenntnis des Finanzamtsvorstehers, des Sachgebietsleiters und des Sachbearbeiters zurechnen lassen, bezieht sich "aktenkundig" auf die Akten der jeweils zuständigen Organisationseinheit und nicht der Behörde insgesamt, wie sich aus der dort zitierten Entscheidung des BFH vom 10. Juli 1958 IV 143/56 U (BFHE 67, 239, BStBl III 1958, 365) eindeutig ergibt. - BFH, 28.01.1960 - IV 226/58 S
Personeller Anwendungsbereich der Vorschriften über die Ermittlung der …
Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs VI 296/57 S vom 5. Dezember 1958 (BStBl 1959 III S. 86, Slg. Bd. 68 S. 223) und I 155/57 U vom 20. Januar 1959 (BStBl 1959 III S. 221, Slg. Bd. 68 S. 581) muß das Finanzamt Tatsachen, die ihm nur dadurch tatsächlich nicht bekannt waren, weil es seiner amtlichen Ermittlungspflicht nicht gehörig nachgekommen ist, als bekannt gegen sich gelten lassen (vgl. auch Urteile des Bundesfinanzhofs III 383/57 U vom 23. Mai 1958, BStBl 1958 III S. 326, Slg. Bd. 67 S. 137, und IV 143/56 U vom 10. Juli 1958, BStBl 1958 III S. 365, Slg. Bd. 67 S. 239).
- BFH, 16.01.2002 - VIII B 96/01
Neue Tatsachen; nachträgliches Bekanntwerden
In dem Urteil vom 10. Juli 1958 IV 143/56 U (BFHE 67, 239, BStBl III 1958, 365) hat der BFH die positive Kenntnis des Sachgebietsleiters als schädlich erachtet. - BFH, 30.07.1965 - VI 288/63 U
Vorliegen einer "neuen" Tatsache im Sinn des § 222 Abgabenordnung (AO) - …
Bei der Prüfung, ob eine Tatsache im Sinne des § 222 Abs. 1 AO "neu" ist, können nur solche Tatsachen als bekannt gelten, die der Veranlagungsstelle des Finanzamts bekannt sind (z. B. Entscheidungen des Bundesfinanzhofs IV 143/56 U vom 10. Juli 1958, BStBl 1958 III S. 365, Slg. Bd. 67 S. 239; III 21/57 vom 18. Dezember 1959, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung -- HFR -- 1961 S. 234; V 94/61 U vom 16. Januar 1964, BStBl 1964 III S. 149, Slg. Bd. 78 S. 389). - BFH, 16.01.1964 - V 94/61 U
Vorliegen von neuen Tatsachen bei Aufdeckung von Mängeln des Buchnachweises
Die Entscheidung beruht auf der ständigen Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs und Bundesfinanzhofs, nach der es für die Frage, ob eine Tatsache dem Finanzamt bekannt oder unbekannt ist, auf die Kenntnis oder Unkenntnis der für die Veranlagung zuständigen Dienststelle (Sachbearbeiter und Sachgebietsleiter der betreffenden Veranlagungsstelle) ankommt (vgl. u.a. Urteil des Reichsfinanzhofs I A 246/34 vom 19. Dezember 1935, RStBl 1936 S. 58; Entscheidung des Bundesfinanzhofs IV 143/56 U vom 10. Juli 1958, BStBl 1958 III S. 365, Slg. Bd. 67 S. 239). - BFH, 20.07.1962 - VI 167/61 U
Rechtsstellung der Betriebsprüfer in der Organisation der …
Nach der vorstehend beschriebenen Rechtsstellung der Betriebsprüfer in der Organisation der Finanzverwaltungsbehörden kann es für die Anwendung des § 222 Abs. 1 AO grundsätzlich nicht auf die Kenntnis oder das Kennenmüssen des Betriebsprüfers ankommen; entscheidend ist vielmehr, ob die für die Entscheidung über den Steueranspruch zuständigen Beamten des Finanzamts eine Tatsache gekannt haben oder hätten kennen müssen (siehe die Urteile des Bundesfinanzhofs IV 143/56 U vom 10. Juli 1958, BStBl 1958 III S. 365, Slg. Bd. 67 S. 239; I 155/57 U vom 20. Januar 1959, BStBl 1959 III S. 221, Slg. Bd. 68 S. 581). - BFH, 01.12.1967 - VI 379/65
Kapitalgesellschaft - Gesellschaftskapital - Kapitalherabsetzung - Private …
Wie der BFH insbesondere in den Urteilen IV 143/56 U vom 10. Juli 1958 (BFH 67, 239, BStBl III 1958, 365) und IV 111/63 vom 3. August 1967 (BFH 90, 6, BStBl III 1967, 766) ausgeführt hat, kommt es für die Anwendung des § 222 Abs. 2 Nr. 1 AO nicht auf die Kenntnis des FA oder der Finanzverwaltung als Einheit an, sondern auf die Kenntnis der zur Bearbeitung des Streitfalls berufenen Dienststelle des zuständigen FA. - BFH, 24.02.1972 - V R 90/68
Zuschuß - Entgelt - Kenntnis eines Mitarbeiters - Anrechnung beim FA
Nach ständiger Rechtsprechung muß sich das FA im Rahmen des § 222 Abs. 1 Nr. 1 AO außer aktenkundigen Tatsachen lediglich die kenntnis des FA-Vorstehers, des Sachgebietsleiters und des Sachbearbeiters -- ausnahmsweise und im engen Rahmen auch diejenige des Betriebsprüfers -- zurechnen lassen (u. a. BFH-Urteile IV 143/56 U vom 10. Juli 1958, BFH 67, 239, BStBl III 1958, 365; V 92/61 S vom 16. Juli 1964, BFH 80, 446, BStBl III 1964, 634; VI 117/65 vom 23. September 1966, BFH 87, 73, BStBl III 1967, 23; VI 379/65 vom 1. Dezember 1967, BFH 90, 485, BStBl II 1968, 145). - BFH, 06.09.1962 - V 166/59 U
Bewertung einer Tatsache als neu
Eine Tatsache ist nicht "neu" im Sinne von § 222 Abs. 1 Ziff. 1 oder 2 AO, wenn sie dem Sachgebietsleiter oder dem Sachbearbeiter der organisationsmäßig zuständigen Veranlagungsdienststelle im Zeitpunkte der ursprünglichen Veranlagung bekannt war (Urteil des Bundesfinanzhofs IV 143/56 U vom 10. Juli 1958, BStBl 1958 III S. 365, Slg. Bd. 67 S. 239). - BFH, 07.05.1987 - V R 108/79
Vorsteuerbeträge aus Gebäudeherstellungskosten - Verwendung eines Gebäudes zur …
- BFH, 05.12.1958 - VI 296/57 S
Berufung des Steuerpflichtigen gegenüber dem Finanzamt auf den Grundsatz von Treu …
- FG Köln, 05.07.2000 - 9 K 7658/96
Anlaufhemmung der Festsetzungsfrist einer Schenkungsteuerfestsetzung
- FG Köln, 05.07.2000 - 9 K 7612/96
Beginn der Festsetzungsverjährung
- BFH, 28.01.1986 - IX R 42/80
Berufung auf die Verletzung der Aufklärungspflicht der Finanzbehörde bei …
- BVerwG, 13.01.1959 - VII B 67.58
Rechtsmittel
- FG Köln, 05.07.2000 - 9 K 7342/96
Beginn der Festsetzungsverjährung
- BFH, 20.09.1962 - IV 188/60 U
Berichtigung der Festsetzung des einheitlichen Gewerbesteuermessbetrages …
- BFH, 29.01.1965 - VI 317/63 U
Berücksichtigung neuer Tatsachen bei einer Steuerveranlagung
- BFH, 20.01.1959 - I 155/57 U
Umfang der Darlegungspflicht der Steuerpflichtigen - Geltung einer Tatsache als …
- BVerwG, 29.12.1958 - VII B 56.58
Rechtsmittel
- BVerwG, 05.02.1960 - VII C 108.59
Möglichkeit eines Steuererlasses für von einem Rückerstattungsberechtigten …
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