Rechtsprechung
| BFH, 08.08.1958 - VI 90/58 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Verfassungsmäßigkeit des § 32a Satz 1 Einkommenssteuergesetz (EStG) - Eingruppierung von zusammen lebenden Ehegatten in Steuerklasse I
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 67, 375
- NJW 1958, 1943
- BStBl III 1958, 418
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (5)
- BFH, 02.04.1957 - I 335/56 U
Einkommensteuererhebung bei einem Ehegatten als stillem Gesellschafter
Auszug aus BFH, 08.08.1958 - VI 90/58 U
Der Senat hält die angefochtene Bestimmung aus den folgenden Erwägungen für verfassungsgerecht: Das Schwergewicht der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 17. Januar 1957 liegt, wie der Bundesfinanzhof bereits mehrfach ausgesprochen hat, in der Beanstandung des § 26 EStG alter Fassung in Verbindung mit dem Einkommensteuertarif (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs I 335/56 U vom 2. April 1957, BStBl 1957 III S. 162, Slg. Bd. 64 S. 432; I 231/56 S vom 3. Dezember 1957, BStBl 1958 III S. 27 - unter III 2 -, Slg. Bd. 66 S. 66).Es kann in diesem Zusammenhang auch nicht außer Betracht bleiben, daß die Übergangslösung insofern für die sogenannten Einverdiener-Ehen ungünstig ist, als in diesen Fällen die Progression auf das Familieneinkommen, das nur ein Ehegatte erwirbt, voll zur Auswirkung kommt (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs I 335/56 U vom 2. April 1957, BStBl 1957 III S. 162, Slg. Bd. 64 S. 432; III 125/57 S vom 28. Februar 1958, BStBl 1958 III S. 191, Slg. Bd. 66 S. 497).
- BVerfG, 12.12.1957 - 1 BvR 678/57
Ehegattenbesteuerung
Auszug aus BFH, 08.08.1958 - VI 90/58 U
Das betont auch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 1 BvR 678/57 vom 12. Dezember 1957 (BStBl 1958 I S. 52). - BFH, 28.02.1958 - III 125/57 S
Vereinbarkeit des Gesetzes über den Lastenausgleich (LAG) mit höherrangigem Recht …
Auszug aus BFH, 08.08.1958 - VI 90/58 U
Es kann in diesem Zusammenhang auch nicht außer Betracht bleiben, daß die Übergangslösung insofern für die sogenannten Einverdiener-Ehen ungünstig ist, als in diesen Fällen die Progression auf das Familieneinkommen, das nur ein Ehegatte erwirbt, voll zur Auswirkung kommt (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs I 335/56 U vom 2. April 1957, BStBl 1957 III S. 162, Slg. Bd. 64 S. 432; III 125/57 S vom 28. Februar 1958, BStBl 1958 III S. 191, Slg. Bd. 66 S. 497). - BFH, 03.12.1957 - I 231/56 S
Steuerrechtliche Behandlung des "Gehalts" der Ehefrau, die im Betrieb des Mannes …
Auszug aus BFH, 08.08.1958 - VI 90/58 U
Der Senat hält die angefochtene Bestimmung aus den folgenden Erwägungen für verfassungsgerecht: Das Schwergewicht der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 17. Januar 1957 liegt, wie der Bundesfinanzhof bereits mehrfach ausgesprochen hat, in der Beanstandung des § 26 EStG alter Fassung in Verbindung mit dem Einkommensteuertarif (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs I 335/56 U vom 2. April 1957, BStBl 1957 III S. 162, Slg. Bd. 64 S. 432; I 231/56 S vom 3. Dezember 1957, BStBl 1958 III S. 27 - unter III 2 -, Slg. Bd. 66 S. 66). - BFH, 31.10.1957 - VI 33/56 U
Anerkennung der Rechtswirksamkeit der §§ 26 und 26a Einkommenssteuergesetz (EStG) …
Auszug aus BFH, 08.08.1958 - VI 90/58 U
Der Senat hat in der Entscheidung VI 33/56 U vom 31. Oktober 1957 (BStBl 1957 III S. 433, Slg. Bd. 65 S. 520) die Übergangslösung für die Ehegattenbesteuerung im Gesetz vom 26. Juli 1957, die durch den Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 17. Januar 1957 erforderlich geworden war und für die Veranlagungszeiträume 1949 bis 1957 gilt, grundsätzlich als dem GG entsprechend anerkannt.
- BFH, 15.12.1993 - X R 102/92
Teilwertabschreibung für Liniengenehmigung (Konzession des …
Die Möglichkeit einer Vertragsverlängerung oder -fortführung bleibt indessen ohne Einfluß auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (BFHE 67, 370, 371f., BStBl III 1958, 418). - BVerfG, 03.04.1962 - 1 BvL 35/57
Verfassungsmäßigkeit der Einreihung getrennt veranlagter Ehegatten in …
Nach § 32 a Satz 1 fallen die zusammenlebenden, aber getrennt veranlagten Ehegatten in Steuerklasse I. Auch diese - bei der Neuordnung der Veranlagung von Ehegatten zur Einkommensteuer durch das Gesetz vom 26. Juli 1957 eingeführte - Regelung, die sich aus dem Grundsatz der Individualbesteuerung mit einer gewissen Notwendigkeit ergab, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden; davon geht bereits die Entscheidung BVerfGE 9, 237 mit Selbstverständlichkeit aus; auch der Bundesfinanzhof (BFH 67, 375) und das vorlegende Finanzgericht bezweifeln die Verfassungsmäßigkeit der Bestimmung nicht. - BFH, 19.09.1958 - VI 164/58 U
Verstoß gegen das Grundgesetz (GG) durch die bei Einverdiener-Ehen das Einkommen …
Nach Auffassung des Senats, wie sie bereits im Urteil VI 33/56 U a.a.O. zum Ausdruck gekommen ist, konnte der Gesetzgeber bei der besonderen Lage, die durch den Beschluß des Bundesverfassungsgerichts entstanden war, im Rahmen seines Ermessens zu der gewählten Lösung kommen, ohne gegen Verfassungsgrundsätze zu verstoßen (vgl. auch die Entscheidung des Senats VI 90/58 U vom 8. August 1958 - BStBl 1958 III S. 418 - betreffend die Verfassungsmäßigkeit des § 32a EStG 1957).
- BFH, 03.07.1959 - VI 229/58 U
Bestimmung der Steuerklassen bei Ehegatten
Diese gesetzliche Regelung ist mit dem GG vereinbar, wie der Senat in der Entscheidung VI 90/58 U vom 8. August 1958 (BStBl 1958 III S. 418, Slg. Bd. 67 S. 375) bereits ausgesprochen hat. - BFH, 09.12.1960 - VI 78/59 S
Inanspruchnahme der Steuerbegünstigung des nicht entnommenen Gewinns durch …
Wenn sie die mit der getrennten Veranlagung verbundenen steuerlichen Vorteile in Anspruch nehmen, müssen sie auch die mit dieser Besteuerungsmethode verbundenen Nachteile in Kauf nehmen (Urteile des Senats VI 90/58 U vom 8. August 1958, BStBl 1958 III S. 418, Slg. Bd. 67 S. 375; VI 289-290/58 U vom 21. August 1959, BStBl 1959 III S. 409, Slg. Bd. 69 S. 398). - BFH, 21.08.1959 - VI 289/58 U
Verfassungsmäßigkeit des § 32a Einkommensteuergesetz (EStG) 1957 - …
In der Entscheidung VI 90/58 U vom 8. August 1958 (BStBl 1958 III S. 418, Slg. Bd. 67 S. 375) hat der Senat die Vorschrift des § 32a EStG 1957 für verfassungsgerecht erklärt. - BFH, 10.10.1958 - VI 163/58 U
Einordnung von Ehegatten bei getrennter Veranlagung in die Steuerklasse I
Diese Vorschrift beruht auf der Erwägung, daß Ehegatten, die mit ihren Einkünften selbständig wie Unverheiratete veranlagt werden, den Vorteil haben, daß sich bei ihnen die bei Zusammenrechnung der Einkünfte eintretende Tarifprogression nicht auswirkt (vgl. das Urteil des Senats VI 90/58 U vom 8. August 1958, BStBl 1958 III S. 418). - BFH, 17.04.1959 - VI 45/59 U
Getrennte Veranlagung der Ehegatten
Das hat der Senat bereits in der Entscheidung VI 90/58 U vom 8. August 1958 (BStBl 1958 III S. 418, Slg. Bd. 67 S. 375) betont. - BFH, 20.03.1959 - VI 315/58 U
Verletzung von Grundrechten durch die Regelung der eingeschränkten …
Mit Recht hat aber, so betrachtet, das Finanzgericht auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs hingewiesen, die sich mehrfach mit der Verfassungsmäßigkeit von Bestimmungen des Gesetzes vom 26. Juli 1957 befaßt und dabei den Übergangscharakter dieses Gesetzes betont hat (vgl. z.B. die Urteile des Bundesfinanzhofs VI 33/56 U vom 31. Oktober 1957, BStBl 1957 III S. 433, Slg. Bd. 65 S. 520, und VI 90/58 U vom 8. August 1958, BStBl 1958 III S. 418, Slg. Bd. 67 S. 375). - BFH, 01.09.1961 - VI 222/60 U
Rechtsgültigkeit der vorgesehene Berücksichtigung des halben Kinderfreibetrags …
Daß die in § 32a Satz 1 EStG 1957 für die getrennte Veranlagung von Ehegatten getroffene Regelung mit dem GG zu vereinbaren ist, wurde bereits in dem Urteil VI 90/58 U vom 8. August 1958 (BStBl 1958 III S. 418, Slg. Bd. 67 S. 375) ausgesprochen.
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".