Rechtsprechung
| BFH, 10.12.1971 - III R 43/70 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Anteile an Kapitalgesellschaft - Ermittlung des gemeinen Werts - Persönliche Verhältnisse der Gesellschafter
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Außerachtlassung persönlicher Verhältnisse der Gesellschafter bei der Bewertung nichtnotierter Aktien und Anteile
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 104, 373
- BStBl II 1972, 313
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (2)
- BFH, 11.07.1967 - III 21/64
Abschläge bei Bewertung der Anteile einer Familien-GmbH, bei der sich die nahe …
Auszug aus BFH, 10.12.1971 - III R 43/70
Der Senat hat im Urteil III 21/64 vom 11. Juli 1967 (BFH 89, 479, BStBl III 1967, 666) entschieden, daß bei der Bewertung der Anteile einer Familiengesellschaft, bei der sich nahe verwandte Anteilseigner gegenseitige Beschränkungen bei der Veräußerung und Vererbung der Anteile auferlegt hatten, kein Abschlag gewährt werden könne. - BFH, 15.10.1964 - III 359/61
Auszug aus BFH, 10.12.1971 - III R 43/70
Das FG gewährte den Abschlag unter Hinweis auf das Urteil des BFH III 359/61 vom 15. Oktober 1964 (HFR 1965, 153) deswegen, weil die Klägerin ihren Fabrikbetrieb nicht in eigenen, sondern gemieteten Räumen unterhalte.
- BFH, 30.03.1994 - II R 101/90
Ermittlung des gemeinen Werts von GmbH-Anteilen (§ 11 BewG )
Dabei kann dahingestellt bleiben, ob diese Beschränkungen bezüglich der Übertragbarkeit oder Vererbbarkeit der Anteile sowohl dem Grunde als auch der Höhe nach - wie im Streitfall - bereits bei der Gründung der Gesellschaft (vgl. insoweit BFH-Urteil vom 10. Dezember 1971 III R 43/70, BFHE 104, 373, BStBl II 1972, 313) oder erst in einer späteren Vereinbarung zwischen den Gesellschaftern (vgl. BFH-Urteil vom 11. Juli 1967 III 21/64, BFHE 89, 479, BStBl III 1967, 666) festgelegt wurden.Entgegen der Auffassung der Klägerin kommt auch dem Umstand keine Bedeutung zu, daß die beiden Gesellschafter nicht miteinander verwandt sind; denn das Fehlen familiärer Bindungen zwischen den Gesellschaftern führt auch nach der bisherigen BFH-Rechtsprechung nicht zwangsläufig zu einer Berücksichtigung der in der Satzung vereinbarten Veräußerungs- oder Vererbungsbeschränkungen (s. BFH in BFHE 104, 373, BStBl II 1972, 313).
- BFH, 09.03.1994 - II R 39/90
Ableitung des gemeinen Werts nichtnotierter Stammaktien aus dem Börsenkurs von …
Der Senat verweist zur Begründung insoweit auf die BFH-Entscheidungen vom 11. Juli 1967 III 21/64 (BFHE 89, 479, BStBl III 1967, 666) und vom 10. Dezember 1971 III R 43/70 (BFHE 104, 373, BStBl II 1972, 313). - FG Berlin, 17.05.2002 - 3 K 3255/00
Bedarfsbewertung eines mit einem befristeten Nutzungsrecht belasteten Grundstücks
Da die Erben als Gesamtrechtsnachfolger an die Stelle des Erblassers getreten sind, können zudem die gegen sie wie zuvor gegen den Erblasser wirkenden Nutzungsbeschränkungen zugunsten des einen Miterben, die eine Erschwernis bei der Verwertung des Grundstücks bedeuten, als auf persönlichen Verhältnissen beruhend, nicht berücksichtigt werden (vgl. BFH, Urteil vom 10. Dezember 1971 III R 43/70, BStBl II 1972, 313 ).
- BFH, 12.12.1991 - IV R 53/90
Zur Berechnung des gemeinen Werts verpachteter landwirtschaftlicher Grundstücke …
Die grundsätzliche Unbeachtlichkeit eines Pachtvertrages für die Wertbemessung eines Grundstücks ist auch dadurch begründet, daß der gemeine Wert ein ausschließlich objektiver - wirtschaftsgutbezogener - Wert ist (vgl. BFH-Urteile vom 10. Dezember 1971 III R 43/70, BFHE 104, 373, BStBl II 1972, 313, und vom 17. Januar 1990 II R 65/87, BFHE 159, 549, BStBl II 1990, 530, m. w. N.). - BFH, 12.03.1980 - II R 28/77
Kommanditanteil - Gesellschaftsteuerzweck - Stuttgarter Verfahren - …
In dem später ergangenen Urteil vom 10. Dezember 1971 III R 43/70 (BFHE 104, 373, BStBl II 1972, 313) hat der III. Senat das Urteil in HFR 1965, 153 zwar im Tatbestand erwähnt. - BFH, 24.01.1975 - III R 4/73
Zur Frage, wann Anteile an einer GmbH Einfluß auf die Geschäftsführung gewähren; …
Damit lagen die Voraussetzungen vor, unter denen in Anwendung der BFH-Urteile vom 23. Juli 1971 III R 41/70 (BFHE 103, 220, BStBl II 1972, 4) und vom 10. Dezember 1971 III R 43/70 (BFHE 104, 373, BStBl II 1972, 313) davon auszugehen ist, daß es sich bei den Verfügungsbeschränkungen um persönliche Verhältnisse handelt, die diese Gesellschafter aufgrund ihres Mehrheitsverhältnisses jederzeit hätten beseitigen können. - BFH, 17.01.1990 - II R 65/87
Keine Minderung der Jahresrohmiete i. S. des § 9 BewG wegen Bindung an die …
Persönliche Verhältnisse dürfen aber gemäß § 9 Abs. 2 Satz 3 BewG nicht berücksichtigt werden; denn der gemeine Wert ist ein objektiver Wert (BFH-Urteil vom 10. Dezember 1971 III R 43/70, BFHE 104, 373, BStBl II 1972, 313;… vgl. auch Rössler/Troll, Kommentar zum Bewertungsgesetz und Vermögensteuergesetz, 15. Aufl. 1989, § 79 BewG Rdnr. 107). - FG Rheinland-Pfalz, 16.08.2001 - 4 K 2619/98
Erfordernis des Annahmewillens für eine wirksame
Solche Verfügungsbeschränkungen sind nicht bewertungsrelevant, da sie nicht den Anteil an sich objektiv belasten, sondern in der Person des Anteilseigners begründet sind (vgl. z. B. BFH Urteil vom 11. Juli 1967 III 21/64, BStBl III 1967, 666; BFH Urteil vom 10. Dezember 1971 III R 43/70, BStBl II 1972, 313; Urteil vom 24. Januar 1975 III R 4/73, BStBl II 1975, 374; Urteil vom 30. März 1994 II R 101/90, BStBl II 1994, 503). - BFH, 15.02.1974 - III R 22/73
Über einen Paketzuschlag nach § 13 Abs. 3 BewG i. d. F. vor BewG 1965 bei …
Er hat in dem Urteil vom 10. Dezember 1971 III R 43/70 (BFHE 104, 373, BStBl II 1972, 313) an dieser Auffassung auch in einem Fall festgehalten, in dem es sich nicht um eine Familiengesellschaft handelte.
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