Rechtsprechung
| BFH, 23.04.1975 - I R 70/73 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Steuerliche Begünstigung - Wasserkraftwerk - Erstreckungswirkung - Nachsteuer
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 115, 484
- BStBl II 1975, 618
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (5)
- RFH, 22.09.1936 - I A 127/36
Auszug aus BFH, 23.04.1975 - I R 70/73
Daher darf die Steuerfreiheit der Schachtelerträge nach § 9 Abs. 1 KStG bei der Muttergesellschaft nicht deshalb versagt werden, weil die Tochtergesellschaft für diese Erträge Steuerfreiheit genießt, z. B. auf Grund eines Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung -- DBA -- (Urteil des RFH vom 22. September 1936 I A 127/36, RFHE 40, 37, RStBl 1936, 1182).Nach dem Gesetz ist in dieser Beziehung nur erforderlich, daß die Tochtergesellschaft subjektiv steuerpflichtig und daher auch nicht subjektiv von der Körperschaftsteuer befreit ist (RFH-Urteil I A 127/36; Urteil des BFH vom 21. August 1974 I R 183/72, BFHE 113, 294, BStBl II 1974, 776).
- BFH, 21.02.1973 - I R 26/72
Erwerb einer Schachtelbeteiligung - Schuldzinsen - Betriebsausgaben
Auszug aus BFH, 23.04.1975 - I R 70/73
Da somit die Nachsteuer der Muttergesellschaft ihre innere Rechtfertigung in der Ermäßigung des Steuersatzes bei der Tochtergesellschaft findet, erschien es dem Senat auch geboten, die Schachtelerträge der Muttergesellschaft trotz der Nachsteuer als "steuerfreie Einnahmen" i. S. der § 13 KStG, § 3 c des Einkommensteuergesetzes zu behandeln (BFH-Urteil vom 21. Februar 1973 I R 26/72, BFHE 109, 27, BStBl II 1973, 508). - BFH, 03.02.1971 - I R 22/68
Besondere Körperschaftsteuer - Berücksichtigungsfähige Ausschüttungen - …
Auszug aus BFH, 23.04.1975 - I R 70/73
Der Senat hat allerdings entschieden, daß berücksichtigungsfähige Ausschüttungen der Nachsteuer nach § 9 Abs. 3 KStG nicht unterliegen, soweit sie bei der ausschüttenden Kapitalgesellschaft zu keiner Ermäßigung des Steuersatzes geführt haben (BFH-Urteile vom 3. Februar 1971 I R 22/68, BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406, und vom 4. Dezember 1974 I R 101/73, BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250). - BFH, 04.12.1974 - I R 101/73
Berücksichtigungsfähigkeit - Ausschüttung - Kapitalgesellschaft - Ermäßigung des …
Auszug aus BFH, 23.04.1975 - I R 70/73
Der Senat hat allerdings entschieden, daß berücksichtigungsfähige Ausschüttungen der Nachsteuer nach § 9 Abs. 3 KStG nicht unterliegen, soweit sie bei der ausschüttenden Kapitalgesellschaft zu keiner Ermäßigung des Steuersatzes geführt haben (BFH-Urteile vom 3. Februar 1971 I R 22/68, BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406, und vom 4. Dezember 1974 I R 101/73, BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250). - BFH, 21.08.1974 - I R 183/72
Schachtelertäge - Obergesellschaft - Steuerbefreites Unternehmen - Anwendbarkeit
Auszug aus BFH, 23.04.1975 - I R 70/73
Nach dem Gesetz ist in dieser Beziehung nur erforderlich, daß die Tochtergesellschaft subjektiv steuerpflichtig und daher auch nicht subjektiv von der Körperschaftsteuer befreit ist (RFH-Urteil I A 127/36; Urteil des BFH vom 21. August 1974 I R 183/72, BFHE 113, 294, BStBl II 1974, 776).
- BFH, 08.11.1989 - I R 20/86
Zur Frage der Nachsteuer i. S. des § 9 Abs. 3 KStG 1968
Deshalb darf z.B. die Steuerfreiheit von Gewinnanteilen gemäß § 9 Abs. 1 KStG 1968 bei einer Muttergesellschaft nicht mit der Begründung versagt werden, die Tochtergesellschaft habe den der Ausschüttung zugrunde liegenden Gewinn z.B. auf Grund eines Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) steuerfrei erzielt (vgl. Urteil des Reichsfinanzhofs - RFH - vom 22. September 1936 I A 127/36, RFHE 40, 37, RStBl 1936, 1182; Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 23. April 1975 I R 70/73, BFHE 115, 484, BStBl II 1975, 618).Entsprechend entfällt aber auch die Nachsteuer der Muttergesellschaft nicht deshalb, weil die Tochtergesellschaft den der Ausschüttung zugrunde liegenden Gewinn steuerfrei erzielte (vgl. BFH in BFHE 115, 484, BStBl II 1975, 618).
Der erkennende Senat hat schon in dem Urteil in BFHE 115, 484, BStBl II 1975, 618 klargestellt, daß die Entscheidungen in BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406 und in BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250 nicht extensiv ausgelegt werden dürfen.
Der Senat verkennt nicht, daß die sowohl in BFHE 115, 484, BStBl II 1975, 618 als auch in dieser Entscheidung vertretene Rechtsauffassung zu einer anderen steuerlichen Behandlung von Gewinnanteilen führen muß, die die Muttergesellschaft auf Grund einer verdeckten Gewinnausschüttung erzielt.
- BFH, 08.11.1989 - I R 61/86
Besondere Erhebung der Körperschaftsteuer bei den außerhalb des Ansatzes …
Deshalb darf z. B. die Steuerfreiheit von Gewinnanteilen gemäß § 9 Abs. 1 KStG 1968 bei einer Muttergesellschaft nicht mit der Begründung versagt werden, die Tochtergesellschaft habe den der Ausschüttung zugrunde liegenden Gewinn z. B. aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) steuerfrei erzielt (vgl. Urteil des Reichsfinanzhofs - RFH - vom 22. September 1936 I A 127/36, RFHE 40, 37, RStBl 1936, 1182; Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 23. April 1975 I R 70/73, BFHE 115, 484, BStBl II 1975, 618).Entsprechend entfällt aber auch die Nachsteuer bei der Muttergesellschaft nicht deshalb, weil die Tochtergesellschaft den der Ausschüttung zugrunde liegenden Gewinn steuerfrei erzielte (vgl. BFH in BFHE 115, 484, BStBl II 1975, 618).
Der erkennende Senat hat schon in dem Urteil in BFHE 115, 484, BStBl II 1975, 618 klargestellt, daß die Entscheidungen in BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406 und in BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250 nicht extensiv ausgelegt werden dürfen.
Der Senat verkennt nicht, daß die sowohl in BFHE 115, 484, BStBl II 1975, 618 als auch in dieser Entscheidung vertretene Rechtsauffassung zu einer anderen steuerlichen Behandlung von Gewinnanteilen führen muß, die die Muttergesellschaft aufgrund einer verdeckten Gewinnausschüttung erzielt.
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