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Rechtsprechung
   BFH, 27.11.1980 - IV R 31/76   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1980,501
BFH, 27.11.1980 - IV R 31/76 (https://dejure.org/1980,501)
BFH, Entscheidung vom 27.11.1980 - IV R 31/76 (https://dejure.org/1980,501)
BFH, Entscheidung vom 27. November 1980 - IV R 31/76 (https://dejure.org/1980,501)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • BFHE 131, 555
  • DB 1981, 666
  • BStBl II 1981, 518
 
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Wird zitiert von ... (16)Zitiert selbst (9)

  • BFH, 05.11.1974 - VIII R 254/71

    Abgrenzung Landwirtschaft/Gewerbe bei Blumengärtnerei mit Zukauf fremder Produkte

    Auszug aus BFH, 27.11.1980 - IV R 31/76
    Entgegen der Meinung des FA und der Einkommensteuer-Richtlinien - EStR - 1969/1978 (Abschn. 134 Abs. 4) und der Gewerbesteuer-Richtlinien - GewStR - 1969/1978 (Abschn. 13 Abs. 4) ist jedoch bei den genannten Prozentsätzen nicht das Verhältnis des Einkaufswerts der Zukäufe zum Gesamtumsatz, sondern das Verhältnis der auf dem Zukauf beruhenden Umsätze zum Gesamtumsatz maßgebend (so bereits das BFH-Urteil in BFHE 55, 171, BStBl III 1951, 65, vgl. auch BFH-Urteil vom 5. November 1974 VIII R 254/71, BFHE 113, 522, BStBl II 1975, 118).

    1957 betrug der Zukauf über 50 %; damit war schon 1957 der Übergang vom land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zum Gewerbebetrieb vollzogen (vgl. hierzu BFH-Urteil in BFHE 113, 522, BStBl II 1975, 118).

  • BFH, 02.02.1951 - IV 250/50 U

    Gewerbesteuerpflichtigkeit von Forstbaumschulen - Differenzierung des Betriebes …

    Auszug aus BFH, 27.11.1980 - IV R 31/76
    Zu b) Ist nach den Ausführungen zu a) ein einheitlicher Betrieb gegeben, so kann nach dem BFH-Urteil vom 2. Februar 1951 IV 250/50 U (BFHE 55, 171, BStBl III 1951, 65) das Ladengeschäft nur dann als land- und forstwirtschaftlicher Nebenbetrieb angesehen werden, wenn es sich grundsätzlich auf den Absatz eigengewonnener Erzeugnisse der Gärtnerei beschränkt; unschädlich ist nur ein Zukauf fremder Erzeugnisse, der als Aushilfe im Erzeugungsprozeß notwendig ist und deshalb nur unbedeutend sein kann.

    Entgegen der Meinung des FA und der Einkommensteuer-Richtlinien - EStR - 1969/1978 (Abschn. 134 Abs. 4) und der Gewerbesteuer-Richtlinien - GewStR - 1969/1978 (Abschn. 13 Abs. 4) ist jedoch bei den genannten Prozentsätzen nicht das Verhältnis des Einkaufswerts der Zukäufe zum Gesamtumsatz, sondern das Verhältnis der auf dem Zukauf beruhenden Umsätze zum Gesamtumsatz maßgebend (so bereits das BFH-Urteil in BFHE 55, 171, BStBl III 1951, 65, vgl. auch BFH-Urteil vom 5. November 1974 VIII R 254/71, BFHE 113, 522, BStBl II 1975, 118).

  • BFH, 04.02.1976 - I R 113/74

    Strukturwandel vom landwirtschaftlichen zum gewerblichen Betrieb infolge hoher …

    Auszug aus BFH, 27.11.1980 - IV R 31/76
    Der Senat teilt nicht die Auffassung der Finanzverwaltung, daß auch bei einem derartigen, durch strukturelle Maßnahmen auf die Dauer angelegten planmäßigen Anstieg des Zukaufs von Handelsware auf über 50 % erst nach Ablauf von etwa drei Jahren der Übergang vom land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zum Gewerbebetrieb bejaht werden könne (vgl. hierzu Ländererlasse, z.B. des Finanzministers des Landes Nordrhein-Westfalen vom 29. November 1977 - S 2230 - 3 - V B 2 in Die Information 1978 S. 128; einen ähnlichen Fall des Strukturwandels betreffend BFH-Urteil vom 4. Februar 1976 I R 113/74, BFHE 118, 205, BStBl II 1976, 423).
  • BFH, 02.07.1969 - I R 143/66

    Erfordernis der Einlagehandlung eines - nicht notwendigen - Wirtschaftsgutes für …

    Auszug aus BFH, 27.11.1980 - IV R 31/76
    Sie führen aus, der Bundesfinanzhof (BFH) habe in seinen Urteilen vom 17. November 1960 IV 102/59 U (BFHE 72, 141, BStBl III 1961, 53) und vom 2. Juli 1969 I R 143/66 (BFHE 96, 302, BStBl II 1969, 617) entschieden, daß es auf den unternehmerischen Willen ankomme, ob ein objektiv dem Betrieb nützliches Grundstück gewillkürtes Betriebsvermögen sei oder nicht.
  • BFH, 30.08.1960 - I 108/59 U

    Abgrenzung von Landwirtschaft und Gewerbebetrieb bei Umsetzung der eigenen und …

    Auszug aus BFH, 27.11.1980 - IV R 31/76
    Zu a) Nach den BFH-Urteilen vom 30. August 1960 I 108/59 U (BFHE 71, 561, BStBl III 1960, 460) und vom 26. November 1964 IV 285/62 U (BFHE 81, 248, BStBl III 1965, 90) ist für den Fall, daß ein Steuerpflichtiger, der eine Landwirtschaft oder Gärtnerei betreibt und einen Teil seiner Erzeugnisse im eigenen Ladengeschäft umsetzt, in der Regel ein einheitlicher Betrieb anzunehmen, wenn mehr als 40 v. H. der Erzeugnisse der Gärtnerei im Durchschnitt der Jahre im eigenen Ladengeschäft des Steuerpflichtigen umgesetzt werden und dieses mit der Gärtnerei wirtschaftlich eng verbunden ist.
  • BFH, 15.11.1956 - IV 430/55 U

    Gewerbesteuerpflicht der Binnenfischer - Behandlung der Einkünfte als …

    Auszug aus BFH, 27.11.1980 - IV R 31/76
    Diese Grundsätze hat der BFH in den Urteilen vom 12. Juli 1955 I 113/53 U (BFHE 61, 179, BStBl III 1955, 267) und vom 15. November 1956 IV 430/55 U (BFHE 64, 95 BStBl III 1957, 37) aufrechterhalten.
  • BFH, 12.07.1955 - I 113/53 U
    Auszug aus BFH, 27.11.1980 - IV R 31/76
    Diese Grundsätze hat der BFH in den Urteilen vom 12. Juli 1955 I 113/53 U (BFHE 61, 179, BStBl III 1955, 267) und vom 15. November 1956 IV 430/55 U (BFHE 64, 95 BStBl III 1957, 37) aufrechterhalten.
  • BFH, 26.11.1964 - IV 285/62 U

    Grundsätze über die Abgrenzung landwirtschaftlicher und gewerblicher Betriebe - …

    Auszug aus BFH, 27.11.1980 - IV R 31/76
    Zu a) Nach den BFH-Urteilen vom 30. August 1960 I 108/59 U (BFHE 71, 561, BStBl III 1960, 460) und vom 26. November 1964 IV 285/62 U (BFHE 81, 248, BStBl III 1965, 90) ist für den Fall, daß ein Steuerpflichtiger, der eine Landwirtschaft oder Gärtnerei betreibt und einen Teil seiner Erzeugnisse im eigenen Ladengeschäft umsetzt, in der Regel ein einheitlicher Betrieb anzunehmen, wenn mehr als 40 v. H. der Erzeugnisse der Gärtnerei im Durchschnitt der Jahre im eigenen Ladengeschäft des Steuerpflichtigen umgesetzt werden und dieses mit der Gärtnerei wirtschaftlich eng verbunden ist.
  • BFH, 17.11.1960 - IV 102/59 U

    Behandluhng von Wirtschaftgütern als gewillkürtes Betriebsvermögen - Erfordernis …

    Auszug aus BFH, 27.11.1980 - IV R 31/76
    Sie führen aus, der Bundesfinanzhof (BFH) habe in seinen Urteilen vom 17. November 1960 IV 102/59 U (BFHE 72, 141, BStBl III 1961, 53) und vom 2. Juli 1969 I R 143/66 (BFHE 96, 302, BStBl II 1969, 617) entschieden, daß es auf den unternehmerischen Willen ankomme, ob ein objektiv dem Betrieb nützliches Grundstück gewillkürtes Betriebsvermögen sei oder nicht.
  • BFH, 25.03.2009 - IV R 21/06

    Hofladen als Gewerbebetrieb

    Die auf dem Hof befindliche Verkaufsstelle oder das auf dem Hof befindliche Handelsgeschäft (sog. Hofladen), in dem ausschließlich Eigenerzeugnisse verkauft werden, ist grundsätzlich Bestandteil des landwirtschaftlichen Betriebs (BFH-Urteil vom 27. November 1980 IV R 31/76, BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518).

    Soweit der Senat im Urteil in BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518 unter Bezugnahme auf die frühere Senatsrechtsprechung (u.a. Urteil vom 26. November 1964 IV 285/62 U, BFHE 81, 248, BStBl III 1965, 90) das Vorliegen eines einheitlichen Betriebs davon abhängig gemacht hat, dass in dem Handelsgeschäft Eigenerzeugnisse zu mehr als 40% abgesetzt werden müssen, hält er daran nicht mehr fest.

    Ein Einkaufswert-Umsatz-Vergleich knüpft an nicht vergleichbare unterschiedliche Bewertungsgrößen an, die auf verschiedenen Ebenen liegen (so bereits Senatsurteil in BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518, m.w.N.).

    Die Überschreitung der schädlichen Zukaufsgrenzen führt entgegen der bisherigen Rechtsprechung (u.a. Senatsurteile vom 15. November 1956 IV 430/55 U, BFHE 64, 95, BStBl III 1957, 37, und in BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518) lediglich dazu, dass sämtliche im Hofladen getätigten Umsätze in solche aus Gewerbebetrieb umqualifiziert werden.

  • FG Köln, 09.12.1999 - 7 K 3546/95

    Anwendbarkeit des Umsatz-Vergleichsverfahrens als sachgerechtes Kriterium für die …

    Im Falle einer solchen engen räumlichen Anbindung, insbesondere auch wenn sich der Erzeugerbetrieb und das Ladengeschäft auf dem selben Grundstück befinden, ergibt sich bereits aus der Verkehrsauffassung, daß nur von einem einheitlichen Betrieb ausgegangen werden kann (vgl. BFH-Urteil vom 27. November 1980 IV R 31/76, BStBl II 1981, 518; Finanzgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 17. März 1992 2 K 1095/89, EFG 1992, 737).

    Daneben ist unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs festzustellen, daß Handelsgeschäft und Landwirtschaft dann eine Einheit bilden, wenn die selbstgewonnen Erzeugnisse regelmäßig und nachhaltig zu mehr als 40 % über das Handelsgeschäft umgesetzt werden (vgl. BFH-Urteile vom 30.08.1960 I 180/59 U BStBl III 1960, 460; vom 26.11.1964 IV 285/62 U BStBl III 1965, 90) und das Ladengeschäft mit der Gärtnerei wirtschaftlich eng verbunden ist (vgl. BFH-Urteil vom 27.11.1980 IV R 31/76, a. a. O.).

    Ein landwirtschaftlicher Erzeugerbetrieb wird jedoch dann Gewerbebetrieb, wenn er dauernd und nachhaltig fremde Erzeugnisse über den betriebsnotwendigen Umfang hinaus zukauft (vgl. BFH-Urteile vom 2. Februar 1951 IV 250/50 U, BStBl III 1951, 65; vom 12. Juli 1955 I 113/53 U, BStBl III 1955, 267; vom 15. November 1956 IV 430/55 U, BStBl III 1957, 37;… vom 13. August 1960 I 108/59 U, a. a. O.; vom 27. November 1980 IV R 31/76, a. a. O.).

    Trotz dieser langjährigen Verwaltungsanordnungen stellte der IV. Senat hingegen nochmals in der Entscheidung vom 27. November 1980 ( IV R 31/76, a. a. O.) mit aller Deutlichkeit fest, daß nur das Umsatz-Vergleichsverfahren zu wirklich sachgerechten Ergebnissen gelangen könne.

    Der erkennende Senat folgt insoweit den von Bundesfinanzhof in der Entscheidung vom 27. November 1980 ( IV R 31/76, a. a. O.) aufgestellten Rechtsgrundsätzen.

    Andererseits stellen aber Einkaufswert und Gesamtumsatz Größen auf unterschiedlicher Ebene dar (vgl. BFH-Urteil vom 27. November 1980 IV R 31/76, a. a. O.;… so ebenfalls Leingärtner, Besteuerung der Landwirte, Stand August 1999, Kap. 12, Rdn. 34; ders. FR 1975, 240/241; Felsmann, Einkommenbesteuerung der Land- und Forstwirte, Stand April 1998, A 306;… Selder in: Blümich, EStG , Stand Oktober 1998, § 13 Rdn. 151; Schild DStR 1997, 642;… a. A. Mitterpleininger in: Littmann/Bitz/Hellweg, EStG , Stand April 1999, § 13 Rdn. 144 g;… Kleeberg, a. a. O., § 13 Rdn B 104) und enthalten keine tragfähige Aussage über den tatsächlichen Anteil der Fremderzeugnisse am Gesamtumsatz.

    Der Senat sieht sich auch nicht durch die in den Streitjahren geltenden Verwaltungsvorschriften der Abschnitte 13 GewStR und 134 Abs. 4 EStR unter den Gesichtspunkten des Vertrauensschutzes oder des Grundsatzes der gleichmäßigen Besteuerung daran gehindert, im Streitfall die Grundsätze des Umsatz-Vergleichsverfahrens auf der Grundlage der Entscheidung des IV. Senats des Bundesfinanzhofs vom 27. November 1980 (IV R 31/76, a. a. O.) zur Anwendung zu bringen.

    Insoweit ist der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs nicht eindeutig zu entnehmen, wann die maßgeblichen Grenzen nachhaltig überschritten werden, ob in diesem Sinne Nachhaltigkeit erst dann gegeben ist, wenn die Grenzen in drei aufeinander folgenden Jahren überschritten werden oder ob die Nachhaltigkeit in diesem Fall ab dem Jahr gegeben ist, in dem der Wandel begonnen hat (…vgl. BFH-Urteile vom 5. November 1974 VIII R 254/71, a. a. O;… vom 4. Februar 1976 I R 113/74, a. a. O; vom 27. November 1980 IV R 31/76, a. a. O.;… Beschluß vom 28. Juli 1987 V B 68/86, BFH/NV 1988, 198).

    Darüberhinaus führt auch die Tatsache, daß die Finanzverwaltung bis heute - R 135 Abs. 5 Satz 4 EStR 1998 - für die Finanzbehörden die Anwendung des Einkaufswert-Umsatzverfahrens, entgegen der auch im Teil II des Bundessteuerblatts veröffentlichten Entscheidung des IV. Senats des BFH vom 27. November 1980 ( IV R 31/76, a. a. O.), anordnet, zu einer ganz erheblichen und aus Gründen der einheitlichen Rechtsanwendung klärungsbedürftigen Rechtsunsicherheit.

  • FG Niedersachsen, 12.01.2006 - 11 K 11330/02

    Voraussetzungen für die Behandlung des Hofladen eines landwirtschaftlichen und …

    Der Sachverhalt weise weitgehende Übereinstimmung mit dem im BFH-Urteil vom 27. November 1980 (IV R 31/76, BStBl II 1981, 518) beurteilten auf, bei dem der BFH einen einheitlichen Betrieb angenommen habe.

    Bei einem Steuerpflichtigen, der eine Landwirtschaft betreibt und einen Teil seiner Erzeugnisse im eigenen Ladengeschäft umsetzt, ist in der Regel ein einheitlicher Betrieb anzunehmen, wenn mehr als 40 v. H. der Erzeugnisse der Landwirtschaft im Durchschnitt der Jahre im eigenen Ladengeschäft des Steuerpflichtigen umgesetzt werden und dieses mit der Landwirtschaft wirtschaftlich eng verbunden ist (BFH-Urteile vom 30. August 1960 I 108/59 U, BStBl III 1960, 460; vom 26. November 1964 IV 285/62 U, BStBl III 1965, 90; vom 27. November 1980 IV R 31/76, BStBl II 1981, 518).

    Unbedeutend sind nach der Rechtsprechung in der Regel nur Zukäufe unter 20 v.H. (unter besonderen Umständen bis zu 30 v.H.), während nachhaltige Zukäufe von über 30 v.H. als der Landwirtschaft wesensfremd angesehen werden und daher dem Betrieb den Stempel des Gewerbebetriebs aufdrücken (ständige Rechtsprechung; BFH-Urteil vom 2. Februar 1951 IV 250/50 U, BStBl III, 1951, 65; BFH in BStBl II 1981, 518 m. w. N.; BFH-Urteil vom 28. Januar 1982 IV R 191/79, nicht veröffentlicht; vom 11. Oktober 1988 VIII R 419/83, BStBl II 1989, 284; BFH in BStBl II 2002, 701).

    Aus dem BFH-Urteil in BStBl II 1981, 518, folgt nichts anderes.

    X hat jedoch nach dem maßgeblichen (vgl. BFH in BStBl II 1981, 518) Umsatz-Umsatz-Vergleich, wie dargelegt, mit dem Zukauf 10 v. H. (1992/93), 11, 6 v. H. (1993/94) und 9, 1 v.H. (1994/95) des Gesamtumsatzes des Hofladens erzielt, im Durchschnitt mehrerer Jahre also über 10 v. H. .

    Klärungsbedürftig und klärungsfähig erscheint die Rechtsfrage, ob die 30 v.H.-Grenze für jeden Zukauf eines Landwirts gilt, worauf das BFH-Urteil in BStBl II 1981, 518 hindeuten könnte.

  • BFH, 14.12.2006 - IV R 10/05

    Zur Abgrenzung der Einkünfte aus Landwirtschaft und Forstwirtschaft gegenüber …

    aa) Ausschlaggebend für den späteren Beginn des Gewerbebetriebes ist in dem hier maßgeblichen Zusammenhang, dass --anders als in den unter a genannten Fällen-- strukturelle, auf Dauer angelegte planmäßige Maßnahmen fehlen, die zu der wiederholten Über- bzw. Unterschreitung der entscheidenden Grenze geführt haben (vgl. zum umgekehrten Fall Senatsurteil vom 27. November 1980 IV R 31/76, BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518 unter 2. zu b).
  • BFH, 06.12.2001 - V R 43/00

    Landwirtschaftlicher Warenverkauf - Hofladen - Veräußerung selbsterzeugter …

    Es ist anerkannt, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb auch dann (noch) vorliegt, wenn der Landwirt auf seinem Hof landwirtschaftliche Erzeugnisse veräußert, die er nicht im eigenen Betrieb erzeugt, sondern zugekauft hat, falls der Zukauf dieser sog. "fremden" landwirtschaftlichen Erzeugnisse eine bestimmte Grenze (sog. "Zukaufsgrenze") nicht übersteigt (vgl. BFH-Urteil vom 27. November 1980 IV R 31/76, BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518 - Gärtnerei mit Verkaufsstand; Schreiben des Bundesministers der Finanzen --BMF-- vom 9. August 1974 IV B 4 -S 2230- 50/74, BStBl I 1974, 635; Abschn. 135 Abs. 5 und 6 der Einkommensteuer-Richtlinien;… Märkle/Hiller, a.a.O., Rz. 193 f.;… Felsmann, a.a.O., Rz. 296 ff., 315 ff.; Schild, Deutsches Steuerrecht 1997, 642 ff.).

    Diese "Zukaufsgrenze" ist nach der Rechtsprechung des BFH zum Ertragsteuerrecht (erst dann) überschritten, wenn der Umsatz aus dem Zukauf über 20 % (unter besonderen Umständen über 30 %) des Gesamtumsatzes liegt (so BFH-Urteil in BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518; vgl. auch BFH-Urteil vom 11. Oktober 1988 VIII R 419/83, BFHE 155, 298, BStBl II 1989, 284, Weinbaubetrieb und Weinhandlung).

  • BFH, 22.01.2004 - IV R 45/02

    Landwirtschaftliche Dienstleistungen

    Dabei ist auch zu beachten, dass mit der Anschaffung größerer Maschinen, die zu ihrer besseren Auslastung auch in fremden land- und forstwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt werden, entgegen der Auffassung des FA noch kein grundlegender Wandel der eigenen landwirtschaftlichen Tätigkeit verbunden ist (vgl. BFH-Urteil vom 4. Februar 1976 I R 113/74, BFHE 118, 205, BStBl II 1976, 423, sowie Senatsurteil vom 27. November 1980 IV R 31/76, BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518).

    Dies gilt erst recht für die Streitjahre (1986 bis 1990), in denen dieser Betrag nach der Verkehrsanschauung noch ein deutliches Missverhältnis zwischen landwirtschaftlicher und gewerblicher Betätigung ausdrücken musste (vgl. insoweit auch Senatsurteil in BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518, letzter Abs. vor Nr. 2).

  • BFH, 11.10.1988 - VIII R 419/83

    1. Steuerrechtlich schädlicher Zukauf kann in der Lnad- und Fortwirtschaft in …

    Der IV. Senat des BFH (Urteil vom 27. November 1980 IV R 31/76, BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518) stellt bei der Ermittlung der genannten Prozentgrenzen in ständiger Rechtsprechung auf das Verhältnis von auf den Zukäufen beruhenden Umsätzen zum Gesamtumsatz ab (im folgenden: Umsatz-Vergleichsverfahren).
  • BFH, 27.11.1997 - V R 78/93

    Brennerei als landwirtschaftlicher Nebenbetrieb

    Der Bundesfinanzhof (BFH) gehe in seinem Urteil vom 27. November 1980 IV R 31/76 (BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518) zwar davon aus, daß in der Regel ein einheitlicher Betrieb anzunehmen sei, wenn mehr als 40 % der Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft in dem Nebenbetrieb verarbeitet würden.

    cc) Da sich sowohl das FG als auch das FA in der Revisionsbegründung auf das BFH-Urteil in BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518 bezogen haben, weist der Senat klarstellend darauf hin, daß diese Entscheidung im Streitfall nicht einschlägig ist.

  • FG Rheinland-Pfalz, 30.08.2002 - 6 K 2110/99

    Strukturwandel

    Dabei hat der IV. Senat des BFH (Urteil vom 27. November 1980 IV R 31/76, BStBl II 1981, 518) bei der Ermittlung der genannten Prozentgrenzen auf das Verhältnis von auf den Zukäufen beruhenden Umsätzen zum Gesamtumsatz (im folgenden: Umsatz-Vergleichsverfahren) abgestellt.

    Denn grundsätzlich ist davon auszugehen, dass der Handel mit zugekaufter Ware, der über 30% des Gesamtumsatzes ausmacht, der Urproduktion, zu der auch ein Gemüsebaubetrieb gehört, wesensfremd ist und dass deshalb nach der Verkehrsanschauung kein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb mehr angenommen werden kann (BFH-Urteil vom 27. November 1980 IV R 31/76, BStBl. II 1981, 518).

  • FG Niedersachsen, 19.01.2000 - 2 K 699/97

    Langfristig vermietetes Immobilienvermögen als abschreibbares Anlagevermögen bei …

    Gleichwohl ist es auch beim gewerblichen Grundstückshandel denkbar, dass zum Betriebsvermögen eines Grundstückshändlers gehörende Grundstücke während der Zeit ihrer Vermietung zum Anlagevermögen gehören und erst im Zeitpunkt ihrer Veräußerung zum Umlaufvermögen werden (BFH-Urteile vom 7.3.1996, IV R 2/92, BFHE 180, 121, BStBl II 1996, 369, 374 unter 4.; vom 27.11.1980, IV R 31/76, BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518, 527 unter 3.).

    Umlaufvermögen kann deshalb nur insoweit in Betracht kommen, als Grundstücke zum Zwecke der Weiterveräußerung erworben und alsbald auch veräußert werden (BFH-Urteil vom 27.11.1980, IV R 31/76 a. a. O.).

  • BFH, 24.06.2004 - IV B 182/02

    Fragen nach der Einbeziehung von Kosten in das Umsatzvergleichsverfahren und ob …

  • FG Niedersachsen, 20.04.2005 - 3 K 423/00

    Rechtliche Einordnung einer überbetrieblichen Maschinenverwendung als …

  • BFH, 20.10.1994 - V R 24/92

    Umsatzbesteuerung für im Rahmen eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes …

  • FG München, 27.02.2007 - 13 K 4449/01

    Abziehbarkeit von Finanzierungskosten eines zu Baulandpreis erworbenen …

  • BFH, 06.06.1991 - V R 100/87

    Berechtigung eines Unternehmers zu Kürzung der Umsatzsteuer bei Lieferungen und …

  • FG Hessen, 05.12.2005 - 6 K 3576/00

    Gärtnerei; Landwirtschaftlicher Betrieb; Umsatzsteuer; Schädlicher Zukauf - …

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