Rechtsprechung
| BFH, 26.09.1990 - II R 117/86 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Deutsches Notarinstitut
ErbStG 1974 § 15 Abs. 3
- Simons & Moll-Simons
ErbStG 1974 § 15 Abs. 3
- Wolters Kluwer
Ehe - Steuerklasse - Testament - Erbfolge
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ErbStG (1974) § 15 Abs. 3
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§ 15 Abs. 3 ErbstG 1974
Erbschaftsteuer; Erben bei gemeinschaftlichem Testament
Verfahrensgang
- BFH, 18.10.1989 - II R 117/86
- BFH, 26.09.1990 - II R 117/86
- BFH, 28.09.1990 - II R 117/86
Papierfundstellen
- BFHE 162, 97
- NJW 1991, 1080
- FamRZ 1991, 330
- BB 1990, 2394
- DB 1990, 2507
- BStBl II 1990, 1067
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (4)
- BFH, 20.07.1988 - II R 164/85
Gegenstand des Verfahrens - Vorläufiger Grunderwerbsteuerbescheid - Endgültiger …
Auszug aus BFH, 26.09.1990 - II R 117/86
Der Änderungsbescheid ist verfahrensrechtlich ein neuer Verwaltungsakt (Urteil des Bundesfinanzhofs -BFH- vom 20. Juli 1988 II R 164/85 , BFHE 154, 13, BStBl II 1988, 955) und durch den Antrag nach § 68 der Finanzgerichtsordnung ( FGO) Verfahrensgegenstand der Revision geworden.Trotz Aufhebung des FG-Urteils wirken die tatsächlichen Feststellungen des FG fort und bleiben erhalten (BFH-Urteil vom 20. Juli 1988 II R 164/75 , BFHE 154, 13, BStBl II 1988, 955).
- BFH, 18.10.1988 - VII R 123/85
Bevollmächtigte - Vertretungsmängel - Beginn der Außenprüfung
Auszug aus BFH, 26.09.1990 - II R 117/86
Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH ist ein Verwaltungsakt nichtig, wenn er an einem besonders schwerwiegenden Fehler leidet und dies bei verständiger Würdigung aller in Betracht kommender Umstände offenkundig ist (vgl. BFH-Urteil vom 18. Oktober 1988 VII R 123/85 , BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76; vom 22. November 1988 VII R 173/85 , BFHE 155, 24, 28, BStBl II 1989, 220). - BFH, 22.11.1988 - VII R 173/85
Ein Lohnsteuerhaftungsbescheid, der mangels zeitraumbezogener Aufgliederung des …
Auszug aus BFH, 26.09.1990 - II R 117/86
Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH ist ein Verwaltungsakt nichtig, wenn er an einem besonders schwerwiegenden Fehler leidet und dies bei verständiger Würdigung aller in Betracht kommender Umstände offenkundig ist (vgl. BFH-Urteil vom 18. Oktober 1988 VII R 123/85 , BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76; vom 22. November 1988 VII R 173/85 , BFHE 155, 24, 28, BStBl II 1989, 220). - BFH, 16.09.1982 - II R 20/81
Zur Erbschaftsteuer beim Berliner Testament mit Änderungsmöglichkeit
Auszug aus BFH, 26.09.1990 - II R 117/86
Aus dem Sinn und Zweck dieser Regelung hat der Senat in seiner Entscheidung vom 16. September 1982 II R 20/81 (BFHE 136, 552, BStBl II 1983, 44) gefolgert, daß die Anwendung des § 15 Abs. 3 ErbStG 1974 nicht ausgeschlossen ist, wenn dem überlebenden Ehegatten das Recht eingeräumt wurde, nach dem Tod des zuerst Versterbenden anderweitig zu testieren, wenn er von dieser Möglichkeit aber keinen Gebraucht gemacht hat.
- BFH, 16.06.1999 - II R 57/96
Steuerklasse beim Berliner Testament
Denn auch in diesem Fall ist die Rechtsgrundlage für die Erbschaft des Schlußerben der in dem gemeinschaftlichen Testament niedergelegte Wille beider Ehegatten (BFH-Urteil vom 26. September 1990 II R 117/86, BFHE 162, 97, BStBl II 1990, 1067).Soweit der Entscheidung in BFHE 162, 97, BStBl II 1990, 1067 die Auffassung zu entnehmen wäre, daß die Abänderung des gemeinschaftlichen Testaments durch die Einsetzung einer im gemeinschaftlichen Testament nicht genannten Person zur Schlußerbin stets dazu führe, daß die Erbeinsetzung auch insoweit auf einer eigenständigen Entschließung des letztversterbenden Ehegatten und nicht auf dem gemeinschaftlichen Testament beruhe, als die (unveränderte) Erbeinsetzung nach Person und Quote der im gemeinschaftlichen Testament getroffenen Regelung entspricht, hält der Senat hieran nicht mehr fest.
- FG Köln, 28.02.2006 - 9 K 3338/05
Fiktive Erbenstellung
Dieses Ergebnis hielt der Gesetzgeber - wie es in der Gesetzesbegründung zu § 15 Abs. 3 ErbStG (vormals § 10 Abs. 3 ErbStG 1959) wörtlich heißt - "in den Fällen für unbillig, in denen das Vermögen von dem zuerst verstorbenen Ehegatten stammt und der Erbe aufgrund seines Verwandtschaftsverhältnisses zu diesem Ehegatten in eine günstigere Steuerklasse fällt" (BT-Drucks. VI 3418, S. 69, vgl. hierzu auch BFH-Urteile vom 16. September 1982 II R 20/81, BFHE 136, 552, BStBl. II 1983, 44, vom 26. September 1990 II R 117/86, BFHE 162, 97, BStBl. II 1990, 1067, und vom 16. Juni 1999 II R 57/96, BFHE 189, 537, BStBl. II 1999, 789).
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