Rechtsprechung
| BFH, 18.07.1991 - V R 72/87 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Simons & Moll-Simons
AO 1977 § 235 Abs. 1
- Wolters Kluwer
GmbH - Geschäftsführer - Hinterziehungszinsen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
AO (1977) § 235 Abs. 1
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§ 235 Abs. 1 Satz 2, 3 AO
Abgabenordnung; Schuldner der Hinterziehungszinsen bei einer GmbH
In Nachschlagewerken
- smartsteuer.de | Lexikon des Steuerrechts
- Zinsen
- Verzinsung von hinterzogenen Steuern
Papierfundstellen
- BFHE 164, 506
- NJW 1992, 1472
- ZIP 1992, 37
- BB 1991, 1852
- DB 1991, 2120
- BStBl II 1991, 781
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (5)
- BFH, 19.04.1989 - X R 3/86
Personengesellschaft - Steuerhinterziehung - Erlangter Vorteil - Einheitliche und …
Auszug aus BFH, 18.07.1991 - V R 72/87
Die Inanspruchnahme der GmbH als Zinsschuldnerin steht nicht im Ermessen des FA (vgl. näher Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 19. April 1989 X R 3/86, BFHE 156, 383, BStBl II 1989, 596). - BFH, 27.06.1989 - VIII R 73/84
Verspätungszuschlag gegen GmbH-Geschäftsführer bei GmbH & Co. KG zulässig; …
Auszug aus BFH, 18.07.1991 - V R 72/87
So können etwa Verspätungszuschläge (§ 152 AO 1977) nicht lediglich gegen Kapitalgesellschaften, sondern auch - im Rahmen pflichtgemäßer Ermessensausübung - gegen deren gesetzliche Vertreter festgesetzt werden (BFH-Urteile vom 27. Juni 1989 VIII R 73/84, BFHE 158, 103, BStBl II 1989, 955; vom 12. Dezember 1990 I R 92/88, BFHE 163, 299, BStBl II 1991, 384). - BFH, 12.12.1990 - I R 92/88
Kapitalgesellschaft - Verspätungszuschlag
Auszug aus BFH, 18.07.1991 - V R 72/87
So können etwa Verspätungszuschläge (§ 152 AO 1977) nicht lediglich gegen Kapitalgesellschaften, sondern auch - im Rahmen pflichtgemäßer Ermessensausübung - gegen deren gesetzliche Vertreter festgesetzt werden (BFH-Urteile vom 27. Juni 1989 VIII R 73/84, BFHE 158, 103, BStBl II 1989, 955; vom 12. Dezember 1990 I R 92/88, BFHE 163, 299, BStBl II 1991, 384). - BFH, 11.05.1982 - VII R 97/81
Steuerhinterziehung - Zinsschuldner
Auszug aus BFH, 18.07.1991 - V R 72/87
Der Erlaß eines Haftungsbescheids gegen die Klägerin setzt im Unterschied zum Erlaß eines Bescheides über die Festsetzung von Hinterziehungszinsen eine Ermessensentscheidung voraus, wenngleich die Ausübung des Ermessens im Streitfall eingeschränkt sein könnte (vgl. hierzu BFH-Urteile vom 11. Mai 1982 VII R 97/81, BFHE 136, 182, BStBl II 1982, 689, …und vom 6. September 1989 II R 61/86, BFH/NV 1990, 594). - BFH, 06.09.1989 - II R 61/86
Bestimmung des Steuerpflichtigen bei Grunderwerbsteuerschulden einer …
Auszug aus BFH, 18.07.1991 - V R 72/87
Der Erlaß eines Haftungsbescheids gegen die Klägerin setzt im Unterschied zum Erlaß eines Bescheides über die Festsetzung von Hinterziehungszinsen eine Ermessensentscheidung voraus, wenngleich die Ausübung des Ermessens im Streitfall eingeschränkt sein könnte (vgl. hierzu BFH-Urteile vom 11. Mai 1982 VII R 97/81, BFHE 136, 182, BStBl II 1982, 689, und vom 6. September 1989 II R 61/86, BFH/NV 1990, 594).
- BFH, 27.09.1991 - VI R 159/89
Der Geschäftsführer einer KG, der Lohnsteuer vorsätzlich nicht einbehält, …
Der Geschäftsführer einer KG, der Lohnsteuer vorsätzlich nicht einbehält, anmeldet und abführt, ist nicht Schuldner der Hinterziehungszinsen (ebenso BFH-Urteil vom 18. Juli 1991 V R 72/87, BFHE 164, 506, BStBl II 1991, 781).Der Gesetzeszweck des § 235 Abs. 1 Satz 3 AO 1977 erschöpft sich nach dem Urteil des V. Senats des BFH vom 18. Juli 1991 V R 72/87 (BFHE 164, 506, BStBl II 1991, 781; ebenso FG München vom 27. Mai 1987 III 300/84 AO, EFG 1987, 487) darin, in Ergänzung des § 235 Abs. 1 Satz 2 AO 1977 die Fälle zu regeln, in denen der Steuerschuldner nicht Zinsschuldner ist, weil die Steuern nicht zu seinem Vorteil hinterzogen worden sind.
Gegen die Auslegung, daß mit "seine Verpflichtung" in Satz 3 des § 235 Abs. 1 AO 1977 nicht nur die in den Steuergesetzen bestimmte Pflicht, z. B. des Arbeitgebers, Kreditinstituts oder Versicherers zur Einbehaltung und Entrichtung von Steuern, sondern auch diejenige der gesetzlichen Vertreter und Geschäftsführer i. S. des § 34 AO 1977 gemeint sei, spricht auch der vom V. Senat (Urteil in BFHE 164, 506, BStBl II 1991, 781) aufgezeigte Gesichtspunkt, daß die Kapitalgesellschaft im Verhältnis zu ihren gesetzlichen Vertretern kein "anderer" i. S. des § 235 Abs. 1 Satz 3, 2. Alternative AO 1977 ist.
- BFH, 07.05.1993 - VI R 93/92
Schuldner von Hinterziehungszinsen bei einer OHG (§ 157 AO )
Die Kläger rügen mit ihrer vom Bundesfinanzhof (BFH) zugelassenen Revision eine Verletzung des § 235 AO 1977 und machen geltend, die Auslegung dieser Vorschrift durch das FG widerspreche den BFH-Urteilen vom 18. Juli 1991 V R 72/87 (BFHE 164, 506, BStBl II 1991, 781) und vom 27. September 1991 VI R 159/89 (BFHE 166, 4 [BFH 27.09.1991 - VI R 159/89], BStBl II 1992, 163).Wie der BFH in den von der Revision angeführten, erst nach Erlaß der Vorentscheidung ergangenen Urteilen in BFHE 164, 506, BStBl II 1991, 781 und BFHE 166, 4 [BFH 27.09.1991 - VI R 159/89], BStBl II 1992, 163 entschieden hat, ist bei einer Gesellschaft Schuldner der Hinterziehungszinsen gemäß § 235 Abs. 1 AO 1977 nicht der Geschäftsführer und Gesellschafter, sondern die von ihm vertretene Gesellschaft.
- BFH, 09.02.1993 - VIII R 83/91
Abzugsfähigkeit von Steuerhinterziehungszinsen als Werbungskosten - Tilgung von …
Nach der neueren BFH-Rechtsprechung hätte denn auch der Zinszahlungsbescheid allein gegenüber der GmbH ergehen dürfen, auf deren steuerlichen "Vorteil" es i.S. des § 235 Abs. 1 Satz 2 AO 1977 ankommt (vgl. BFH-Urteil vom 18. Juli 1991 V R 72/87, BFHE 164, 506, BStBl II 1991, 781).
- BFH, 26.01.1993 - VI B 112/92
Beschwerde eines Beigeladenen bei Erledigung der Hauptsache
"Es wird auf die BFH-Urteile in BStBl II 1991, 781 und 1992, 163 (vom 18. Juli 1991 V R 72/87, BFHE 164, 506, und vom 27. September 1991 VI R 159/89, BFHE 166, 4 [BFH 27.09.1991 - VI R 159/89]) hingewiesen. - BFH, 18.06.1993 - VI R 83/91
Berechnung der Lohnsteuer
Sie sind aber nicht selbst Abzugsverpflichtete und daher, auch wenn sie Lohnsteuer vorsätzlich nicht einbehalten, nicht Schuldner der Hinterziehungszinsen (vgl. zum Fall einer GmbH auch das BFH-Urteil vom 18. Juli 1991 V R 72/87, BFHE 164, 506, BStBl II 1991, 781). - BFH, 18.07.1991 - V R 27/88 Anmerkung: Die Entscheidungsgründe entsprechen weitgehend wörtlich dem veröffentlichten Senatsurteil vom 18. Juli 1991 - V R 72/87 (BFHE 164, 506 BStBl II 1991, 781 [BFH 18.07.1991 - V R 72/87]. Von einem Abdruck wird daher abgesehen. Eine weitere Parallelentscheidung, von deren Abdruck ebenfalls abgesehen wird, ist das Senatsurteil vom 18. Juli 1991 - V R 98/89 (Vorinstanz: FG Münster EFG 1989, 611).
- FG Nürnberg, 26.04.1994 - I 248/93
Hinterziehungszinsen zur Körperschaftsteuer; Schuldner der Hinterziehungszinsen; …
Der Gesetzeszweck des § 235 Abs. 1 Satz 3 AO erschöpft sich darin, in Ergänzung des § 235 Abs. 1 Satz 2 AO die Fälle zu regeln, in denen der Steuerschuldner nicht Zinsschuldner ist, weil die Steuern nicht zu seinem Vorteil hinterzogen worden sind (vgl. BFH-Urteile vom 18.07.1991 V R 72/87, BFHE 164, 506, BStBl. II 1991, 781 und vom 27.09.1991 VI R. 159/89, BFHE 166, 4, BStBl. 111992, 163). - FG Hamburg, 25.08.1999 - IV 14/97
Steuerlicher Vorteil aus der Steuerhinterziehung maßgeblich für die Zinsschuld ; …
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