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Rechtsprechung
   BFH, 10.11.1998 - I R 108/97   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1998,390
BFH, 10.11.1998 - I R 108/97 (https://dejure.org/1998,390)
BFH, Entscheidung vom 10.11.1998 - I R 108/97 (https://dejure.org/1998,390)
BFH, Entscheidung vom 10. November 1998 - I R 108/97 (https://dejure.org/1998,390)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • riw-online.de(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Auskunftspflichten bei Zahlungen an Domizilgesellschaften

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    AO 1977 § 160
    Empfängernachweis bei Zahlungen an Domizilgesellschaften

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • datenbank.nwb.de (Leitsatz)

    Abgabenordnung; Benennungsverlangen nach § 160 AO bei Zahlungen an eine ausländische Domizilgesellschaft

In Nachschlagewerken (2)

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    AO 1977 § 160, AStG § 16, EStG § 4 Abs 4
    Ausland; Betriebsausgabe; Domizilgesellschaft; Empfängernachweis; Provision; Verfahrensmangel

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BFHE 187, 211
  • BB 1999, 251
  • DB 1999, 367
  • BStBl II 1991, 121
  • BStBl II 1999, 121
 
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Wird zitiert von ... (63)Zitiert selbst (8)

  • BFH, 25.08.1986 - IV B 76/86

    Empfänger von Ausgaben bei zwischengeschalteter ausländischer …

    Auszug aus BFH, 10.11.1998 - I R 108/97
    Leistet ein Steuerpflichtiger Zahlungen an eine in Liechtenstein ansässige Domizilgesellschaft für Leistungen, die diese mangels eigenen fach- und branchenkundigen Personals nicht selbst erbringen kann, so ist Empfänger i.S. des § 160 AO 1977 nicht die Domizilgesellschaft, sondern derjenige, an den diese die Gelder weiter geleitet hat (Anschluß an BFH-Beschluß vom 25. August 1986 IV B 76/86, BFHE 149, 381, BStBl II 1987, 481).

    Ist eine natürliche oder juristische Person, die die Zahlungen unmittelbar entgegennahm, lediglich zwischengeschaltet, weil sie entweder mangels eigener wirtschaftlicher Betätigung die ausbedungenen Leistungen nicht erbringen konnte oder weil sie aus anderen Gründen die ihr erteilten Aufträge und die empfangenen Gelder an Dritte weiterleitete, so ist sie nicht Empfänger i.S. des § 160 Abs. 1 Satz 1 AO 1977, so daß die hinter ihr stehenden Personen, an die die Gelder letztlich gelangt sind, zu benennen sind (…vgl. z.B. BFH-Urteil vom 30. August 1995 I R 126/94, BFH/NV 1996, 267; BFH-Beschluß vom 25. August 1986 IV B 76/86, BFHE 149, 381, BStBl II 1987, 481;… BFH-Urteil vom 19. Januar 1994 I R 40/92, BFH/NV 1995, 181).

    Als hinter einer Domizilgesellschaft stehende Personen, an die die Gelder letztlich gelangten, kommen die Anteilseigner (…vgl. z.B. BFH-Urteile vom 1. Juni 1994 X R 73/91, BFH/NV 1995, 2;… vom 5. November 1992 I R 8/91, BFH/NV 1994, 357), aber auch die Auftragnehmer der ausländischen Domizilgesellschaft in Betracht (vgl. BFH in BFHE 149, 381, BStBl II 1987, 481;… BFH/NV 1996, 267).

  • BFH, 30.08.1995 - I R 126/94

    Empfängerbenennung i.S.d. § 160 AO bei Lizenzzahlungen an eine ausländische …

    Auszug aus BFH, 10.11.1998 - I R 108/97
    Ist eine natürliche oder juristische Person, die die Zahlungen unmittelbar entgegennahm, lediglich zwischengeschaltet, weil sie entweder mangels eigener wirtschaftlicher Betätigung die ausbedungenen Leistungen nicht erbringen konnte oder weil sie aus anderen Gründen die ihr erteilten Aufträge und die empfangenen Gelder an Dritte weiterleitete, so ist sie nicht Empfänger i.S. des § 160 Abs. 1 Satz 1 AO 1977, so daß die hinter ihr stehenden Personen, an die die Gelder letztlich gelangt sind, zu benennen sind (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 30. August 1995 I R 126/94, BFH/NV 1996, 267; BFH-Beschluß vom 25. August 1986 IV B 76/86, BFHE 149, 381, BStBl II 1987, 481;… BFH-Urteil vom 19. Januar 1994 I R 40/92, BFH/NV 1995, 181).

    Als hinter einer Domizilgesellschaft stehende Personen, an die die Gelder letztlich gelangten, kommen die Anteilseigner (…vgl. z.B. BFH-Urteile vom 1. Juni 1994 X R 73/91, BFH/NV 1995, 2;… vom 5. November 1992 I R 8/91, BFH/NV 1994, 357), aber auch die Auftragnehmer der ausländischen Domizilgesellschaft in Betracht (vgl. BFH in BFHE 149, 381, BStBl II 1987, 481; BFH/NV 1996, 267).

  • BFH, 01.06.1994 - X R 73/91

    Behauptete Darlehensgewährung durch eine liechtensteinische Gesellschaft

    Auszug aus BFH, 10.11.1998 - I R 108/97
    Dieser kann, muß aber nicht Gesellschafter der liechtensteinischen Domizilgesellschaft sein (Abgrenzung zu BFH-Urteil vom 1. Juni 1994 X R 73/91, BFH/NV 1995, 2).

    Als hinter einer Domizilgesellschaft stehende Personen, an die die Gelder letztlich gelangten, kommen die Anteilseigner (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 1. Juni 1994 X R 73/91, BFH/NV 1995, 2;… vom 5. November 1992 I R 8/91, BFH/NV 1994, 357), aber auch die Auftragnehmer der ausländischen Domizilgesellschaft in Betracht (vgl. BFH in BFHE 149, 381, BStBl II 1987, 481;… BFH/NV 1996, 267).

  • BFH, 04.04.1996 - IV R 55/94

    Benennung von Zahlungsempfängern

    Auszug aus BFH, 10.11.1998 - I R 108/97
    Die Rechtsprechung, wonach auch die Auftragnehmer der Domizilgesellschaft wirtschaftliche Empfänger der Zahlungen sein können, hat der BFH --entgegen der Auffassung des FG-- weder aufgegeben noch modifiziert (vgl. z.B. auch Zitat in BFH-Urteil vom 4. April 1996 IV R 55/94, BFH/NV 1996, 801).
  • BFH, 15.03.1995 - I R 46/94

    Angestellter Arzt wird nur bei Angabe seiner Wohnanschrift ordnungsgemäß als …

    Auszug aus BFH, 10.11.1998 - I R 108/97
    Sinn und Zweck des § 160 AO 1977 ist die Verhinderung von Steuerausfällen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 30. März 1983 I R 228/78, BFHE 138, 317, BStBl II 1983, 654; vom 15. März 1995 I R 46/94, BFHE 178, 99, BStBl II 1996, 51; Regierungsbegründung BTDrucks VI/1982 zu § 141 -E-AO; Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 160 AO 1977 Tz. 3, m.w.N.).
  • BFH, 19.01.1994 - I R 40/92

    Ermessensausübung für das Benennungsverlangen bei Zahlungen an ausländische …

    Auszug aus BFH, 10.11.1998 - I R 108/97
    Ist eine natürliche oder juristische Person, die die Zahlungen unmittelbar entgegennahm, lediglich zwischengeschaltet, weil sie entweder mangels eigener wirtschaftlicher Betätigung die ausbedungenen Leistungen nicht erbringen konnte oder weil sie aus anderen Gründen die ihr erteilten Aufträge und die empfangenen Gelder an Dritte weiterleitete, so ist sie nicht Empfänger i.S. des § 160 Abs. 1 Satz 1 AO 1977, so daß die hinter ihr stehenden Personen, an die die Gelder letztlich gelangt sind, zu benennen sind (…vgl. z.B. BFH-Urteil vom 30. August 1995 I R 126/94, BFH/NV 1996, 267; BFH-Beschluß vom 25. August 1986 IV B 76/86, BFHE 149, 381, BStBl II 1987, 481; BFH-Urteil vom 19. Januar 1994 I R 40/92, BFH/NV 1995, 181).
  • BFH, 30.03.1983 - I R 228/78

    Benennung des Zahlungsempfängers - Mehrsteuer - Ausgaben des Steuerpflichtigen

    Auszug aus BFH, 10.11.1998 - I R 108/97
    Sinn und Zweck des § 160 AO 1977 ist die Verhinderung von Steuerausfällen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 30. März 1983 I R 228/78, BFHE 138, 317, BStBl II 1983, 654; vom 15. März 1995 I R 46/94, BFHE 178, 99, BStBl II 1996, 51; Regierungsbegründung BTDrucks VI/1982 zu § 141 -E-AO; Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 160 AO 1977 Tz. 3, m.w.N.).
  • BFH, 05.11.1992 - I R 8/91

    Benennung von Zahlungsempfängern (§ 160 AO )

    Auszug aus BFH, 10.11.1998 - I R 108/97
    Als hinter einer Domizilgesellschaft stehende Personen, an die die Gelder letztlich gelangten, kommen die Anteilseigner (…vgl. z.B. BFH-Urteile vom 1. Juni 1994 X R 73/91, BFH/NV 1995, 2; vom 5. November 1992 I R 8/91, BFH/NV 1994, 357), aber auch die Auftragnehmer der ausländischen Domizilgesellschaft in Betracht (vgl. BFH in BFHE 149, 381, BStBl II 1987, 481;… BFH/NV 1996, 267).
  • BVerfG, 10.03.2008 - 1 BvR 2388/03

    Steuerliche Auslandsdaten

    Diese Auskunftsbefugnis setzt jedoch voraus, dass das Finanzamt hinreichende Anhaltspunkte dafür hat, dass die unmittelbare Zahlungsempfängerin eine Domizilgesellschaft ist (…vgl. Cöster, in: Pahlke/Koenig, AO, 2004, § 160 Rn. 25 ff.; beispielsweise zu einem derartigen Sachverhalt BFHE 187, 211).
  • BFH, 18.03.2004 - III R 25/02

    Gewerblicher Grundstückshandel bei Zwischenschaltung einer GmbH

    Die Zurechnung von Einkünften auf die hinter einer Domizil- oder Basisgesellschaft stehenden Personen (BFH-Urteil vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121, 122;… Rengers, a.a.O., § 1 KStG Rz. 150 und 155 f., m.w.N.) betrifft zum einen Sachverhalte, in denen ausländische, nicht nach deutschem Recht körperschaftsteuerpflichtige Kapitalgesellschaften vorliegen, zum anderen rechtsmissbräuchlich eingeschaltete, insbesondere funktionslose deutsche Kapitalgesellschaften.
  • BFH, 05.11.2001 - VIII B 16/01

    Bauarbeitenkosten - Domizilgesellschaft - Betriebsausgaben - …

    Die Frage ist im Grundsatz geklärt (vgl. dazu BFH-Urteil vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121, und dazu Beschlüsse vom 3. November 2000 I B 49/00, BFH/NV 2001, 569, …sowie vom 13. Dezember 1999 IV B 41/99, BFH/NV 2000, 817, unter 1. a der Gründe).

    Der Steuerpflichtige ist --bei Sachverhalten mit Auslandsberührung in besonderem Maße (…§ 90 Abs. 2 AO 1977 und dazu u.a. BFH-Beschlüsse vom 17. März 1997 I B 123/95, BFH/NV 1997, 730, …und vom 24. April 1998 X B 155/97, BFH/NV 1998, 1331, m.w.N.)-- verpflichtet, von sich aus die erforderlichen Nachforschungen über diese Auftragnehmer und weitere Zahlungsempfänger anzustellen (…ständige Rechtsprechung, vgl. u.a. --auch für Zahlungen an die im Inland als Vertreter der Domizilgesellschaft auftretenden Personen-- BFH-Urteile in BFH/NV 1996, 267; vom 24. Juni 1997 VIII R 9/96, BFHE 183, 358, BStBl II 1998, 51, unter II. 2. b bb der Gründe; in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121).

    Das gilt unabhängig davon, ob dem Steuerpflichtigen deren Name und Anschrift bekannt waren (BFH-Urteile in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121, unter II. 2. c der Gründe, und vom 10. März 1999 XI R 10/98, BFHE 188, 280, BStBl II 1999, 434, unter II. 2. a.E. der Gründe) und grundsätzlich auch unabhängig davon, ob er selbst über diese getäuscht wurde (…BFH-Urteile vom 4. April 1996 IV R 55/94, BFH/NV 1996, 801; in BFHE 183, 358, BStBl II 1998, 51, unter II. 2. b bb der Gründe, sowie Beschluss vom 26. Juli 2000 X B 21/00, nicht veröffentlicht --NV--, juris).

    Die bei Verletzung der Mitwirkungspflicht verbleibende Ungewissheit geht --auch wenn sie unverschuldet ist (vgl. u.a. BFH-Urteile vom 17. Dezember 1980 I R 148/76, BFHE 132, 211, BStBl II 1981, 333, und in BFHE 188, 280, BStBl II 1999, 434, unter II. 1. der Gründe)-- zu Lasten des Steuerpflichtigen (…BFH-Entscheidungen in BFH/NV 1996, 801;… in BFH/NV 1997, 730, unter 2. der Gründe; in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121, unter II. 2. c der Gründe;… vom 24. Februar 1999 X B 204/98, X B 205/98, BFH/NV 1999, 1181 a.E., m.w.N.;… in BFH/NV 2001, 424, m.w.N.); das FA ist in diesem Fall nicht verpflichtet aufzuklären, wer hinter einer Domizilgesellschaft steht (BFH-Urteil in BFHE 178, 99, BStBl II 1996, 51, unter II. B. 1. a und b der Gründe; vgl. auch FG Münster, Urteil vom 13. März 1997 5 K 2954/96 F, EFG 1998, 251, zu einem dem Streitfall entsprechenden Sachverhalt).

    Es kann offen bleiben, ob aus der Entscheidung des BFH in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121 (dort unter II. 2. a der Gründe) der Schluss gezogen werden kann, dass eine Gesellschaft unabhängig davon, ob sie an irgendeinem Leistungsort wirtschaftlich tätig ist, jedenfalls dann als Domizilgesellschaft zu qualifizieren ist, wenn sie am Ort ihres Sitzes keine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt.

    Das aber reicht weder für die Annahme einer eigenen wirtschaftlichen Tätigkeit (BFH-Entscheidungen in BFHE 149, 381, BStBl II 1987, 481, unter II. 2. a aa der Gründe;… in BFH/NV 1996, 267; in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121, unter II. 1. und 2. b der Gründe; vom 15. Oktober 1998 IV R 8/98, BFHE 187, 201, BStBl II 1999, 333, unter 2. der Gründe;… vom 12. August 1999 XI R 51/98, BFH/NV 2000, 299;… in BFH/NV 2000, 817;… dazu auch Höppner, JbFSt 1996/1997, S. 189) noch für die Annahme aus, sie seien selbst wirtschaftliche Empfänger der Zahlungen; vielmehr sind sie in diesem Fall nur "Durchleitungsgesellschaften" für die hinter ihr stehenden Personen, bei denen sich die Zahlungen steuerrechtlich auswirken (BFH-Entscheidungen in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121, unter II. 1. der Gründe;… in BFH/NV 1996, 267;… in BFH/NV 2000, 817).

  • BFH, 01.04.2003 - I R 28/02

    Wirtschaftliche Anteilseigner einer Basisgesellschaft

    Es soll sichergestellt werden, dass nicht nur die steuermindernde Ausgabe beim Steuerpflichtigen, sondern auch die damit korrespondierende Einnahme beim Geschäftspartner erfasst werden (vgl. z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 30. März 1983 I R 228/78, BFHE 138, 317, BStBl II 1983, 654; vom 24. Juni 1997 VIII R 9/96, BFHE 183, 358, BStBl II 1998, 51; vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121; Regierungsbegründung in BTDrucks VI/1982 zu § 141 -E-AO;… Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 16. Aufl., § 160 AO Tz. 3, m.w.N.).

    Empfänger i.S. des § 160 Abs. 1 Satz 1 AO 1977 ist, wem der in der Betriebsausgabe enthaltene wirtschaftliche Wert vom Steuerpflichtigen übertragen wurde (BFH-Urteile in BFHE 183, 358, BStBl II 1998, 51; in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121), bei dem er sich demzufolge steuerlich auswirkt (…BFH-Urteil in BFH/NV 1996, 267).

    Liegen darüber hinaus Anhaltspunkte dafür vor, dass weder die bezeichnete Basisgesellschaft noch deren Anteilseigner in der Lage waren, die entgoltene Leistung zu erbringen, kann es nach Sinn und Zweck des § 160 Abs. 1 Satz 1 AO 1977 erforderlich sein, diejenigen Personen zu benennen, die wirtschaftlich hinter der Basisgesellschaft stehen und daher einerseits als Erbringer der Leistung und andererseits als Adressat der (an sie weitergeleiteten) Zahlung anzusehen sind (BFH-Urteile in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121, m.w.N.; in BFHE 187, 201, BStBl II 1999, 333, 335;… vom 27. Juni 2001 I R 46/00, BFH/NV 2002, 1; BFH-Beschluss vom 25. August 1986 IV B 76/86, BFHE 149, 381, BStBl II 1987, 481).

    Würde man auch in solchen Fällen die Benennung der eingetragenen Anteilseigner der Basisgesellschaft genügen lassen, wäre der mit § 160 Abs. 1 Satz 1 AO 1977 verfolgte Zweck nur erheblich eingeschränkt erreichbar (BFH-Urteil in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121).

  • BFH, 17.10.2001 - I R 19/01

    Benennungsverlangen gem. § 160 AO

    Ist eine natürliche oder juristische Person, die die Zahlungen unmittelbar entgegennahm, lediglich zwischengeschaltet, weil sie entweder mangels eigener wirtschaftlicher Betätigung die ausbedungenen Leistungen nicht erbringen konnte oder weil sie aus anderen Gründen die ihr erteilten Aufträge und die empfangenen Gelder an Dritte weiterleitete, so ist sie nicht Empfänger i.S. des § 160 Abs. 1 Satz 1 AO 1977, so dass die hinter ihr stehenden Personen, an die die Gelder letztlich gelangt sind, zu benennen sind (vgl. im Einzelnen z.B. BFH-Urteil vom 10. März 1999 XI R 10/98, BFHE 188, 280, BStBl II 1999, 434; Senatsurteil vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121, jeweils m.w.N.).

    Dies gilt auch und gerade dann, wenn es sich bei dem Zahlungsempfänger um eine sog. Domizilgesellschaft handelt (vgl. im Einzelnen Senatsurteil in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121).

    Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei der X-Ltd. dessen ungeachtet um eine Domizil- oder Briefkastenfirma ohne Funktion und ohne eigenes Personal handeln könnte, waren hiernach zumindest aus der insoweit maßgeblichen Sicht der Klägerin bei vernünftiger Beurteilung der Gegebenheiten (vgl. dazu Senatsurteil in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121) nicht erkennbar.

    Die Klägerin musste sich von daher also nicht der Gefahr bewusst sein, dass die Gesellschaft "zur Umgehung der Steuerpflicht von Inländern eingeschaltet" (vgl. Senatsurteil in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121, 123) worden wäre.

  • FG Hamburg, 30.11.2001 - III 101/01

    Rechtmäßigkeit des Verlangens nach Benennung des tatsächlichen …

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  • FG Hamburg, 11.04.2000 - II 14/97

    Rechnungen einer ausländischen Briefkastenfirma

    Die Benennung des Empfängers darf grundsätzlich auch dann gefordert werden, wenn der Steuerpflichtige den Empfänger oder einen tatsächlichen Leistungsträger nicht bezeichnen kann, weil ihm bei Zahlung dessen Namen und Anschrift unbekannt waren (BFH-Urteile vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211 , BStBl II 1999, 121, 123 zu 2 d;… vom 30. August 1995 I R 126/94, BFH/NV 1996, 267, Internationales Steuerrecht - IStR - 1995, 578; Klein/Brockmeyer, AO , § 160 Anm. 4).

    Empfänger sind die hinter ihr stehenden Personen oder diejenigen Personen, an welche die Gelder letztlich gelangen (…BFH-Urteile vom 1. Juni 1994 X R 73/91, BFH/NV 1995, 2; vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211 , BStBl II 1999, 121 ; ständige Rechtsprechung).

    Dies muss insbesondere vor dem Hintergrund gelten, dass jedem Steuerpflichtigen bekannt ist oder bekannt sein müsste, dass in Liechtenstein ansässige Rechtsträger oftmals zur Umgehung der inländischen Steuerpflicht zwischengeschaltet werden (vgl. BFH vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211 , BStBl II 1999, 121 ).

    Wenn die Möglichkeit von Rückfluss bzw. Weiterleitung an Personen oder Gesellschaften im Inland nicht ausgeschlossen ist, genügt die Benennung der Beteiligten oder der statutarisch Begünstigten einer Domizilgesellschaft bzw. -anstalt nicht (vgl. BFH-Entscheidungen vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211 , BStBl II 1999, 121 ;… vom 13. Dezember 1995 I B 35/95, BFH/NV 1996, 555;… vom 1. Juni 1994 X R 73/91, BFH/NV 1995, 2).

  • FG Hamburg, 11.04.2000 - II 15/97

    Rechnungen einer ausländischen Briefkastenfirma

    Die Benennung des Empfängers darf grundsätzlich auch dann gefordert werden, wenn der Steuerpflichtige den Empfänger oder einen tatsächlichen Leistungsträger nicht bezeichnen kann, weil ihm bei Zahlung dessen Namen und Anschrift unbekannt waren (BFH-Urteile vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211 , BStBl II 1999, 121, 123 zu 2 d;… vom 30. August 1995 I R 126/94, BFH/NV 1996, 267, Internationales Steuerrecht -IStR- 1995, 578; Klein/Brockmeyer, AO , § 160 Anm. 4).

    Empfänger sind die hinter ihr stehenden Personen oder diejenigen Personen, an welche die Gelder letztlich gelangen (…BFH-Urteile vom 1. Juni 1994 X R 73/91, BFH/NV 1995, 2; vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211 , BStBl II 1999, 121 ; ständige Rechtsprechung).

    Dies muss insbesondere vor dem Hintergrund gelten, dass jedem Steuerpflichtigen bekannt ist oder bekannt sein müsste, dass in Liechtenstein ansässige Rechtsträger oftmals zur Umgehung der inländischen Steuerpflicht zwischengeschaltet werden (vgl. BFH vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211 , BStBl II 1999, 121 ).

    Wenn die Möglichkeit von Rückfluss bzw. Weiterleitung an Personen oder Gesellschaften im Inland nicht ausgeschlossen ist, genügt die Benennung der Beteiligten oder der statutarisch Begünstigten einer Domizilgesellschaft bzw. -anstalt nicht (vgl. BFH-Entscheidungen vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211 , BStBl II 1999, 121 ;… vom 13. Dezember 1995 I B 35/95, BFH/NV 1996, 555;… vom 1. Juni 1994 X R 73/91, BFH/NV 1995, 2).

  • BFH, 20.04.2005 - X R 40/04

    Benennungsverlangen i. S. von § 160 AO

    Ist eine natürliche oder juristische Person, die die Zahlungen unmittelbar entgegennahm, lediglich zwischengeschaltet, weil sie entweder mangels eigener wirtschaftlicher Betätigung die ausbedungenen Leistungen nicht erbringen konnte oder weil sie aus anderen Gründen die ihr erteilten Aufträge und die empfangenen Gelder an Dritte weiterleitete, ist sie nicht Empfänger i.S. des § 160 Abs. 1 Satz 1 AO 1977, so dass die hinter ihr stehenden Personen, an die die Gelder letztlich gelangt sind, zu benennen sind (…vgl. im Einzelnen z.B. BFH-Urteile vom 17. Oktober 2001 I R 19/01, BFH/NV 2002, 609; vom 10. März 1999 XI R 10/98, BFHE 188, 280, BStBl II 1999, 434; vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121, jeweils m.w.N.).

    Dies gilt auch und gerade dann, wenn es sich bei dem Zahlungsempfänger um eine sog. Domizilgesellschaft handelt (vgl. im Einzelnen BFH-Urteil in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121).

    Es soll sichergestellt werden, dass nicht nur die steuermindernde Ausgabe beim Steuerpflichtigen, sondern auch die damit korrespondierende Einnahme beim Geschäftspartner erfasst werden (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 30. März 1983 I R 228/78, BFHE 138, 317, BStBl II 1983, 654; vom 24. Juni 1997 VIII R 9/96, BFHE 183, 358, BStBl II 1998, 51; in BFHE 187, 211, BStBl II 1999, 121; Regierungsbegründung in BTDrucks VI/1982 zu § 141 -E-AO; Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 160 AO 1977 Tz. 3, m.w.N.).

  • BFH, 30.07.2003 - VII R 45/02

    Auskunftsanspruch gegenüber dem BfF über gespeicherte Daten

    Dies umfasst insbesondere das Sammeln und Auswerten von Informationen über Domizilgesellschaften (…vgl. Rz. 1.1 des BMF-Erlasses in BStBl I 1997, 541 sowie den Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 25. November 1999 I B 34/99, BFH/NV 2000, 677), die lediglich im Ausland ihren Sitz haben, ohne geschäftliche oder kommerzielle Tätigkeiten auszuüben (vgl. BFH-Urteil vom 10. November 1998 I R 108/97, BFHE 187, 211, 214, BStBl II 1999, 121, 122).
  • BFH, 15.02.2006 - XI B 78/05

    Getrennte Veranlagung im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde; Divergenz

  • FG München, 26.07.2007 - 15 K 422/06

    Einschränkung der Anwendung des § 160 Abgabenordnung (AO) durch europarechtliche …

  • FG Niedersachsen, 13.01.2016 - 9 K 95/13

    Prüfung der Zulassung von an britische Subunternehmer geleisteten Zahlungen zum …

  • FG Saarland, 13.01.2010 - 1 K 1101/05

    Abgrenzung zwischen Betriebsverlegung und Betriebsaufgabe bei Neueröffnung eines …

  • FG Niedersachsen, 05.02.2020 - 9 K 95/13

    Berücksichtigung von Zahlungen an die britischen Subunternehmer als …

  • FG Berlin, 16.01.2002 - 7 K 8014/00

    Darlehensgewährung durch eine Domizilgesellschaft

  • BFH, 25.01.2006 - I R 39/05

    Benennungsverlangen nach § 160 AO

  • BFH, 25.11.1999 - I B 34/99

    Auskunft des Bundesamtes für Finanzen

  • BFH, 24.10.2006 - I R 90/05

    Prüfungsanordnung; Wirksamkeit; Ap

  • BFH, 26.04.2001 - V R 50/99

    Vorsteuerabzug bei Einschaltung einer Domizilgesellschaft

  • OLG Hamburg, 04.05.2016 - 8 U 92/15

    Provisionsansprüche aus einem sog. Affiliate-Partnerprogramm im Internet: …

  • BFH, 13.12.1999 - IV B 41/99

    Ausländische Domizilgesellschaft; Empfängerbenennung

  • BFH, 10.07.2002 - X B 170/00

    NZB; Verfahrensmängel, Verletzung des rechtlichen Gehörs, Übergehen von …

  • FG Hamburg, 12.05.2016 - 6 K 249/15

    Benennung von Zahlungsempfängern: Voraussetzungen für ein Benennungsverfahren

  • BFH, 24.04.2009 - IV B 104/07

    Benennungsverlangen bei Gesellschaften im Fürstentum Liechtenstein und bei …

  • FG Köln, 18.04.2013 - 10 K 1043/10

    Zinszahlung an ausländischen Gläubiger, Domizilgesellschaft, Benennung des …

  • BFH, 29.11.2004 - XI B 185/03

    Schlüssige Rüge einer Divergenz, der Verletzung der Amtsermittlungspflicht und …

  • BFH, 03.11.2000 - I B 49/00

    Divergenz

  • BFH, 14.03.2006 - I B 198/04

    Mitwirkung bei Auslandssachverhalt

  • FG Düsseldorf, 15.04.2009 - 10 K 795/05

    Rechtmäßigkeit von Feststellungs- und Gewerbesteuermessbescheiden nach einem …

  • OLG Hamburg, 25.04.2016 - 8 U 92/15

    Anspruch auf Auskunft über den tatsächlichen Empfänger einer Leistung im Sinne …

  • FG Saarland, 14.07.2004 - 1 K 267/03

    Hinzuschätzung - Nichtberücksichtigung von Betriebsausgaben nach § 160 AO 1977 - …

  • FG München, 19.03.2002 - 6 K 5037/00

    Fehlende wirtschaftliche Betätigung einer Gesellschaft im Sitzstaat rechtfertigt …

  • FG Hamburg, 28.09.2007 - 6 K 202/04

    Abgabenordnung: Zur Gewinnkorrektur nach § 160 AO und zur Gewinnhinzuschätzung …

  • BFH, 10.05.2005 - IV B 114/03

    Rückstellung für Mehrsteuern aufgrund einer Betriebsprüfung; Gewinnverteilung bei …

  • BFH, 27.06.2001 - I R 46/00

    Betriebsausgabe - Sachverhaltsaufklärung - Ausländische Zeugen

  • FG Düsseldorf, 21.03.2000 - 3 K 4432/92

    Beweisvorsorgepflicht; Ausland; Treuhandverhältnis; Domizilgesellschaft - …

  • FG Düsseldorf, 28.04.2009 - 6 K 4137/06

    Gewinnmindernde Berücksichtigung von Zahlungen an eine AG; Prüfungsfeststellung …

  • FG München, 06.05.2003 - 6 K 2257/00

    Betriebsausgabenabzug bei Domizilgesellschaften

  • FG Baden-Württemberg, 07.09.2000 - 6 K 46/99

    Zu- und Abflussprinzip bei ausländischen Kapitalgesellschaften im Inland; …

  • FG Hamburg, 28.09.2007 - 6 K202/04

    Versagung der Forderungsabschreibung wegen unterlassener Benennung des …

  • BFH, 18.08.1992 - VIII R 22/91

    Veräußerungsgewinn im Zusammenhang mit der Betriebsaufgabe als laufender und …

  • FG Köln, 06.03.2003 - 13 K 301/01

    Benennungsverlangen bei Ausgabe von Teilschuldverschreibungen (Commercial Papers) …

  • FG Düsseldorf, 29.10.2002 - 6 K 5596/99

    Empfängerbenennung; Zinszahlung; Sparbrief; Kontenwahrheit; Treuhänder; …

  • FG Düsseldorf, 30.01.2001 - 6 K 7461/97

    Provision; Betriebsausgaben; Empfängerbenennung; Domizilgesellschaft; …

  • BFH, 23.03.2009 - I B 56/08

    Darlegung einer Divergenz

  • FG Baden-Württemberg, 01.12.1999 - 9 K 360/99

    Gesonderte und einheitliche Feststellung der Grundbesitzwerte bei mehreren …

  • FG Köln, 26.02.2004 - 2 K 1993/02

    Auskunftsersuchen

  • FG Rheinland-Pfalz, 18.09.2001 - 1 K 2073/00

    Keine Anwendung der sog. Null-Regelung bei Rechnungen

  • FG Saarland, 12.04.2005 - 1 K 98/01

    Abzugsfähigkeit von Betriebsausgaben nach § 160 AO

  • FG Düsseldorf, 19.07.2001 - 10 K 332/99

    Zumutbarkeit der Empfängerbenennung bei Subunternehmerleistungen; …

  • FG Düsseldorf, 04.12.2001 - 6 K 7875/98

    Benennen der Empfänger der Betriebsausgaben; Ermessensausübung bei …

  • FG Berlin-Brandenburg, 11.02.2026 - 11 K 11049/22

    Betriebsausgabenabzug des Darlehensnehmers bei Zahlung von Zinsen an eine …

  • FG München, 17.09.2018 - 7 K 1258/17

    Behandlung von Zinszahlungen als nichtabzugsfähige Betriebsausgaben

  • FG Saarland, 10.05.2001 - 1 V 44/01

    Empfängerbenennung nach § 160 AO im Falle von Domizilgesellschaften

  • FG Saarland, 05.06.2002 - 1 K 291/98

    Einstufung einer ausländischen Aktiengesellschaft als Domizilgesellschaft; …

  • FG Saarland, 31.05.2001 - 1 K 128/00

    Benennung des Zahlungsempfängers bei behaupteten betrieblichen Zahlungen an eine …

  • FG Berlin, 08.05.2001 - 7 K 8092/00

    Zur Missbräuchlichkeit eines Benennungsverlangens

  • FG Saarland, 28.11.2000 - 1 K 32/96

    Betriebsausgaben durch Zahlungen an Domizilgesellschaften (§ 160 AO)

  • FG Berlin, 09.11.2000 - 7 B 8890/99

    Zahlungen an britische Gesellschaften als Betriebsausgaben bei Nichtnennung der …

  • FG Köln, 29.11.2000 - 6 K 2879/94

    Ausreichende Benennung von Zahlungsempfängern im Sinne des § 160 Abgabenordnung; …

  • FG Berlin, 06.09.1999 - 8 K 8221/97
  • FG Hamburg, 11.02.1999 - V 71/96

    Anforderungen an die Zulassung von Rechnungspositionen zum Steuerabzug; …

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