Rechtsprechung
| BFH, 02.11.1951 - II 201/51 S |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Bindung der Finanzbehörden durch eine nach § 29 Absatz 2 Reichssiedlungsgesetz (RSiedlG) abgegebene Versicherung in tatsächlicher Hinsicht
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- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 55, 578
- DB 1952, 137
- BStBl III 1951, 234
- BStBl III 1961, 234
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (1)
- OFH, 27.08.1949 - I D 6/49
Auszug aus BFH, 02.11.1951 - II 201/51 S
Insoweit ist der Erlaß als ein die Steuergerichte bindender Milderungserlaß (vgl. Gutachten des Obersten Finanzgerichtshofs I D 6/49 S vom 27. August 1949 und Urteil des Obersten Finanzgerichtshofs III 62/49 vom 29. Oktober 1949, StRK, Reichsabgabenordnung - AO - § 13 Rechtsspr. 3 b und Rechtsspr. 4 a und b) anzusehen.
- VGH Baden-Württemberg, 17.12.2015 - 5 S 88/14
Gebührenbefreiung für Baugenehmigung nach Siedlungsrecht
1938, 829, und BFH, Urt. v. 02.11.1951 - II 201/51 S -, BFHE 55, 578; Urt. v. 02.04.1952 - II 143/51 S -, BFHE 56, 344; Urt. v. 13.10.1972 - III R 107/71 -, BFHE 107, 549; für den Fall, dass die Versicherung bzw. Bescheinigung nicht von einer Behörde ausgestellt wurde BFH, Urt. v. 21.04.1982, a.a.O. sowie Urt. v. 17.01.1990 - II R 3/86 -, BFH/NV 1991, 837 m.w.N.; ebenso FinG Brandenburg, Urt. v. 11.01.2000 - 3 K 257/98 GE -, juris ). - BFH, 05.12.1995 - VIII R 10/91
§ 71 Abs. 2 des Landbeschaffungsgesetzes (LBG) vom 23. 2. 1957 enthält keine …
c) Die Bestätigung des Regierungspräsidenten vom 6. September 1966 nach § 71 Abs. 3 LBG band die Steuerverwaltung nur in tatsächlicher, nicht jedoch in rechtlicher Hinsicht (BFH-Urteile vom 2. November 1951 II 201/51 S, BFHE 55, 578, BStBl III 1951, 234 im Anschluß an die RFH-Rechtsprechung; in BFHE 80, 467, BStBl III 1964, 643 zu § 71 Abs. 3 LBG, und in BFHE 79, 579, BStBl III 1964, 446 zu § 108 Abs. 2 FlurbG). - BFH, 13.10.1972 - III R 107/71
Befreiung von Vermögensabgabe - Veräußerung von Grundstücken - Gemeinnütziges …
Die gleiche zutreffende Begründung unter Bezugnahme unter anderem auf BFH-Entscheidungen II 201/51 S vom 2. November 1951 (BFH 55, 578, BStBl III 1951, 234; BFH II 84/57 U vom 17. Dezember 1958, BFH 68, 255, BStBl III 1959, 100) findet sich in BFH-Entscheidung II 16/56 vom 6. Juli 1960 (HFR 1961, 32), allerdings nicht auf § 1 StAnpG, sondern auf § 204 AO gestützt.
- BFH, 28.04.1970 - II 65/65
Erwerb eines Grundstücks - Grunderwerbsteuerbefreiung - Verbesserung der …
Deshalb sind Befreiungsvorschriften verschiedener Art regelmäßig nur anwendbar, wenn der durch sie begünstigte Zweck durch den Erwerbsvorgang unmittelbar erfüllt wird, so z. B. beim Grundstückserwerb für Straßenzwecke (wie schon zu § 8 Nr. 10 GrEStG 1919/1927 Urteil des RFH II A 530/28 vom 20. November 1928, Mrozek-Kartei, Grunderwerbsteuergesetz, § 8 Nr. 10 Satz 1, Rechtsspruch 28; zu § 4 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a GrEStG 1940; BFH-Entscheidung II 154/58 U vom 14. Juni 1961, BFH 73, 477, BStBl III 1961, 440; BFH-Entscheidung II 30/62 U vom 14. April 1965, BFH 82, 478, BStBl III 1965, 420), zur Durchführung wasserwirtschaftlicher Aufgaben (§ 40 der Ersten Wasserverbandsverordnung vom 3. September 1937; BFH-Entscheidung II 21/52 S vom 2. April 1952, BFH 56, 340; BStBl III 1952, 133) oder eines Siedlungsverfahrens bzw. zur besseren Bewirtschaftung (§ 29 des Reichssiedlungsgesetzes, § 4 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b GrEStG 1940, BFH-Entscheidungen II 201/51 S vom 2. November 1951, BFH 55, 578, BStBl III 1951, 234; II 30/59 U vom 14. Dezember 1960, BFH 72, 281, BStBl III 1961, 105; II 135/62 vom 16. Februar 1966, BFH 85, 298, BStBl III 1966, 318). - BFH, 24.06.1964 - II 125/61 U
Tatsächliche Handlungen in unmittelbarer Erfüllung eines Rechtsgeschäftes als …
Nach der ständigen Rechtsprechung von Reichsfinanzhof und Bundesfinanzhof zu der ähnlich lautenden Bestimmung des § 29 Abs. 2 des Reichssiedlungsgesetzes - RSiedlG - (BGBl III 2331 - 1) bindet eine nach § 29 Abs. 2 RSiedlG abgegebene Versicherung die Finanzbehörden nur in tatsächlicher, nicht auch in rechtlicher Hinsicht (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs II 201/51 S vom 2. November 1951, BStBl 1951 III S. 234, Slg. Bd. 55 S. 578; V 31/53 S vom 26. November 1953, BStBl 1954 III S. 43, Slg. Bd. 58 S. 341; II 84/57 U vom 17. Dezember 1958, BStBl 1959 III S. 100, Slg Bd. 68 S. 255; II 16/56 vom 6. Juli 1960, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1961 Nr. 34 S. 32; II 30/59 U vom 14. Dezember 1960, BStBl 1961 III S. 105, Slg. Bd. 72 S. 281, und III 64/60 vom 16. November 1962, HFR 1963 Nr. 341 S. 357). - BFH, 03.09.1964 - IV 97/63 U
Vorliegen einer Befreiung von der Einkommensteuer bezüglich gezahlter …
Es ist aber schon zweifelhaft, ob eine solche Erklärung die Finanzbehörden hindert, sie in rechtlicher - nicht in tatsächlicher - Hinsicht auf ihre Richtigkeit zu überprüfen (vgl. hierzu Urteile des Bundesfinanzhofs II 201/51 S vom 2. November 1951, BStBl 1951 III S. 234, Slg. Bd. 55 S. 578, und II 16/56 vom 6. Juli 1960, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1961 Nr. 34 S. 32); jedenfalls aber kann die Enteignungsbehörde höchstens bindend feststellen, daß die tatsächliche Voraussetzung einer Steuerbefreiung, nämlich der Zusammenhang mit der Landbeschaffung, gegeben ist, nicht aber auch, welche steuerlichen Folgerungen im einzelnen daraus zu ziehen sind. - BFH, 17.01.1990 - II R 3/86 Obwohl nach dieser Vorschrift diese Versicherung nicht der Nachprüfung durch die Finanzbehörden unterliegt, haben, worauf das FG ebenfalls zutreffend hingewiesen hat, der Reichsfinanzhof (RFH) und der Bundesfinanzhof (BFH) in ständiger Rechtsprechung entschieden, daß diese Versicherung die Finanzbehörden nur in tatsächlicher Hinsicht bindet und eine selbständige steuerrechtliche Würdigung nicht ausschließt (vgl. RFH-Urteil vom 6.Mai 1938 II 418/37, RStBl 1938, 829, m.w.N., und BFH-Urteile vom 2.November 1951 II 201/51 S, BFHE 55, 578, BStBl III 1951, 234; vom 2.April 1952 II 143/51 S, BFHE 56, 344, BStBl III 1952, 134; vom 13.Oktober 1972 III R 107/71, BFHE 107, 549, BStBl II 1973, 173 [BFH 13.10.1972 - III R 107/71]).
- BFH, 05.12.1968 - V 141/65
Versagung einer Umsatzsteuervergütung für die Durchführung eines …
Nach der ständigen Rechtsprechung von Reichsfinanzhof (RFH) und Bundesfinanzhof (BFH) - RFH-Urteile V A 104/32 vom 10. November 1933, RStBl 1933, 1359; II 418/37 vom 6. Mai 1938, RStBl 1938, 829; Urteil des Obersten Finanzgerichtshofs II 30/49 vom 24. Februar 1950, Steuerrechtsprechung in Karteiform (StRK), Grunderwerbsteuergesetz, § 1, Rechtsspruch 2; BFH-Urteile II 201/51 S vom 2. November 1951, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Bd. 55 S. 578 (BFH 55, 578), BStBl III 1951, 234; II 143/51 S vom 2. April 1952, BFH 56, 134, BStBl III 1952, 134 - kann das FA nur prüfen, ob die bescheinigende Stelle zur Ausstellung der Bescheinigung ermächtigt war (BFH-Urteil V 31/53 S vom 26. November 1953, BFH 58, 341, BStBl III 1954, 43) oder ob die bescheinigte Tatsache eine gesetzliche Grundlage für die beantragte Steuerfreiheit oder -vergütung bildet (…BFH-Urteil II 201/51 S vom 2. November 1951, a.a.O.). - BFH, 14.12.1960 - II 30/59 U
Anwendbarkeit der Steuerbefreiungsvorschrift gem. § 4 Abs. 1 Ziff. 3 b des …
Siehe dazu das Urteil des Reichsfinanzhofs II 418/37 vom 6. Mai 1938 (RStBl 1938 S. 829) sowie das Urteil des Senats II 201/51 S vom 2. November 1951 (BStBl 1951 III S. 234, Slg. Bd. 55 S. 578). - BFH, 09.09.1954 - IV 605/53 U
Gewährung einer Steuerbegünstigung für die Hingabe eines unverzinslichen …
Der II. Senat des Bundesfinanzhofs hat in dem Urteil II 201/51 S vom 2. November 1951 (Slg.Bd. 55 S. 578, BStBl. 1951 III S. 234) entschieden, daß eine nach § 29 Abs. 2 des Reichssiedlungsgesetzes gegebene Versicherung der Finanzbehörden nur in tatsächlicher, nicht auch in rechtlicher Hinsicht bindet.
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