Rechtsprechung
| BFH, 11.08.1954 - II 102/54 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Voraussetzungen für eine Aufrechnung des Steuerschuldners im Rahmen des § 124 AO (Abgabenordnung) - Unmittelbare Anwendbarkeit des Bürgerlichen Rechts - Gegenseitigkeitsprinzip der Aufrechnung - Keine Aufrechnung einer gesellschaft mit einer Forderung an den Fiskus gegen ...
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- FG Münster, 25.01.1954 - Ia 138/53
- BFH, 11.08.1954 - II 102/54 U
Papierfundstellen
- BFHE 59, 214
- BStBl III 1954, 291
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (2)
- BFH, 10.11.1953 - I 108/52 S
Grundsätzliche Berechtigung des Steuerpflichtigen zur Aufrechnung gegen den …
Auszug aus BFH, 11.08.1954 - II 102/54 U
Der II. Senat tritt der im Urteil des I. Senats des Bundesfinanzhofs I 108/52 S vom 10. November 1953 (BStBl. 1954 III S. 26) vertretenen Auffassung bei, daß bei der Rechtsbeurteilung der Frage, ob die Voraussetzungen für eine Aufrechnung (Aufrechnungslage) im Rahmen des § 124 AO gegeben sind, das bürgerliche Rechtunmittelbar anzuwenden ist.Zusammenfassung: Der II. Senat tritt der im Urteil des I. Senats des Bundesfinanzhofs I 108/52 S vom 10. November 1953 (BStBl. 1954 III S. 26) vertretenen Auffassung bei, daß bei der Rechtsbeurteilung der Frage, ob die Voraussetzungen für eine Aufrechnung (Aufrechnungslage) im Rahmen des § 124 AO gegeben sind, das bürgerliche Recht unmittelbar anzuwenden ist.
- RFH, 31.08.1937 - I A 216/37
Auszug aus BFH, 11.08.1954 - II 102/54 U
Darunter versteht man die Tatsache, daß der Gesellschafter einer Personengesellschaft den Gewinn aus der Gesellschaft unmittelbar als eigenen gewerblichen Gewinn zu versteuern hat (Slg.Bd. 33 S. 234, 243 sowie Urteil des Reichsfinanzhofs VI A 422/37 vom 14. Juli 1937, RStBl. 1937 S. 937), woraus gefolgert wurde, daß die Rechtslage im allgemeinen steuerlich so zu beurteilen ist, wie wenn der einzelne Gesellschafter den Betrieb der Gesellschaft in dem seinem Anteil entsprechenden Umfange als eigenen Betrieb führen würde (vgl. das oben genannte Urteil des Reichsfinanzhofs VI A 422/37 sowie insbesondere Urteile I A 216/37 vom 31. August 1937, Slg.Bd. 42 S. 45; I A 131/33 vom 28. September 1934/15. Januar 1935, RStBl. 1935 S. 700).
- BFH, 18.03.1976 - V R 127/71
Verfügung des FA - Festsetzung von Aussetzungszinsen - Einspruch - Berichtigung …
Bei der Beurteilung der Frage, ob die Voraussetzungen für die Aufrechnung (§ 124 AO) gegeben sind, ist das bürgerliche Recht unmittelbar anwendbar (BFH-Urteile vom 10. November 1953 I 108/52 S, BFHE 58, 294, BStBl III 1954, 26, und vom 11. August 1954 II 102/54 U, BFHE 59, 214, BStBl III 1954, 291). - BFH, 03.05.1961 - VII 134/59 U
Fälligkeit der Ansprüche auf Umsatzsteuervergütung - Aufrechnung der Ansprüche …
Zutreffend ist das Finanzgericht zunächst davon ausgegangen, daß für die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine Aufrechnung nach § 124 AO zulässig ist - Vorliegen der sogenannten Aufrechnungslage -, die Vorschriften des bürgerlichen Rechts unmittelbar anzuwenden sind (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs II 102/54 U vom 11. August 1954, BStBl 1954 III S. 291, Slg. Bd. 59 S. 214). - BFH, 15.12.1964 - VI 260/63 U
Vorgehensweise bei der Rücknahme von Bescheiden über Erstattungsansprüche
Unter Bezugnahme auf die Urteile des Bundesfinanzhofs I 108/52 S vom 10. November 1953 (BStBl 1954 III S. 26, Slg. Bd. 58 S. 294) und II 102/54 U vom 11. August 1954 (BStBl 1954 III S. 291, Slg. Bd. 59 S. 214) beantragte die Bgin.
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