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| BFH, 10.02.1958 - GrS 1/55 S |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Vereinbarkeit der Überprüfung von Beschwerdeentscheidungen der Oberfinanzdirektionen im Verwaltungsstrafverfahren seitens der Steuergerichte mit höherrangigem Recht
- Wolters Kluwer
Vereinbarkeit der Überprüfung von Beschwerdeentscheidungen der Oberfinanzdirektionen im Verwaltungsstrafverfahren seitens der Steuergerichte mit höherrangigem Recht
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- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 66, 517
- NJW 1958, 846
- DB 1958, 474
- BStBl III 1958, 198
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (6)
- BGH, 17.10.1956 - V ZR 27/56
Rechtsweg nach Art. 19 Abs. 4 GrundG
Auszug aus BFH, 10.02.1958 - GrS 1/55
Eine solche Verweisung setzt aber grundsätzlich die Prüfung voraus, ob überhaupt ein - und gegebenenfalls welcher - Rechtsweg gegenüber den Beschwerdeentscheidungen in Steuerstrafsachen gegeben ist (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs V ZR 27/56 vom 17. Oktober 1956, Neue Juristische Wochenschrift 1956 S. 1873 ff. Nr. 3 unter III Abs. 2 der Begründung). - BGH, 18.02.1955 - V ZR 48/53
Rechtsmittel
Auszug aus BFH, 10.02.1958 - GrS 1/55
Daß eine Verpflichtung zur Verweisung besteht, wenn ein oberes Bundesgericht in einem anhängigen Rechtsstreit den beschrittenen Rechtsweg nicht für zulässig hält, kann angesichts der klaren Fassung des § 81 des Gesetzes über das Bundesverwaltungsgericht nicht zweifelhaft sein (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs V ZR 48/53 vom 18. Februar 1955, Neue Juristische Wochenschrift 1955 S. 502). - BGH, 15.12.1952 - III ZR 255/51
Rechtsweg für Beamtenansprüche
Auszug aus BFH, 10.02.1958 - GrS 1/55
Art. 19 Abs. 4 GG schafft weder eine zusätzliche gerichtliche Instanz (Bonner Kommentar Anm. II 4 e |a S. 13 zu Art. 19) noch etwa neue Zuständigkeiten (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs III ZR 255/51 vom 15. Dezember 1952 in Neue Juristische Wochenschrift 1953 S. 506).
- RFH, 08.06.1921 - III A 98/21
Auszug aus BFH, 10.02.1958 - GrS 1/55
Der Gesetzgeber hat dies bewußt unterlassen (vgl. Urteil des Reichsfinanzhofs III A 98/21 vom 8. Juni 1921, Slg. Bd. 6 S. 116). - BFH, 17.04.1951 - GrS D 1/51
Auszug aus BFH, 10.02.1958 - GrS 1/55
Eine solche andere Zuständigkeit ist aber weder durch die AO begründet, noch kann sie aus den Grundsätzen abgeleitet werden, die der Große Senat im Gutachten Gr. S. D 1/51 S vom 17. April 1951 (Slg. Bd. 55 S. 277, BStBl 1951 III S. 107) entwickelt hat. - BFH, 06.07.1955 - II 147/54 S
Vornahme einer Gebührenerhöhung nach dem Gesetz über Maßnahmen auf dem Gebiete …
Auszug aus BFH, 10.02.1958 - GrS 1/55
Die sich aus den Besonderheiten des Strafverfahrens ergebenden Zweifelsfragen, die zwangsläufig mangels einer gesetzlich umrissenen und geeigneten Verfahrensordnung auftreten würden, wären unabsehbar und, wenn überhaupt, wohl nur im Wege einer auch auf straf Verfahrens rechtlichem Gebiet bedenklichen Analogie zu lösen (vgl. auch die Stellungnahme, die der Bundesminister der Finanzen im Streitfall II 147/54 S vom 6. Juli 1955, Slg. Bd. 61 S. 132, BStBl 1955 III S. 249, 250 unter Abs. 3 des dort abgedruckten Schreibens abgegeben hat).
- BVerfG, 06.06.1967 - 2 BvR 375/60
Verwaltungsstrafverfahren
Nach anfänglichem Schwanken (vgl. BFH, BStBl. 1954 III S. 165) erachten nunmehr der Bundesfinanzhof und der Bundesgerichtshof übereinstimmend den ordentlichen Rechtsweg für gegeben (BFH, Großer Senat, BStBl. 1958 III S. 198; BGHSt 13, 102 [120]). - BGH, 21.04.1959 - 1 StR 504/58
Rechtsmittel
Die von dem Großen Senat des Bundesfinanzhofs (GrS 1/55 vom 10. Februar 1958 = BFH 66, 517 = NJW 1958, 846 Nr. 27 = BStBl 1958 III 198) offen gelassene Frage, ob Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG den Rechtsweg auch gegen einen Beschwerdebescheid der Oberfinanzdirektion nach § 452 AbgO eröffnet, bejaht sie mit dem Urteil des 2. Senats des Bundesfinanzhofs vom 7. April 1954.Der Strafbescheid des Finanzamts ergeht nicht als Spruch eines Gerichts, sondern als Verwaltungsakt (BVerfGE 3, 377, 381 [BVerfG 29.04.1954 - 1 BvR 328/52]; BFH 66, 517, 520).
- BFH, 20.04.1983 - VII R 2/82
Auskunftsersuchen an die Bank - Steuerfahndung, § 23 EGGVG, sachnäheres Gericht, …
Ungeachtet der Tatsache, daß das Steuerstrafrecht wegen der blankettrechtlichen Natur der Steuerstrafvorschriften durch Vorschriften des materiellen Steuerrechts ausgefüllt werden muß, bleibt es doch Strafrecht und wird hierdurch nicht Steuerrecht (vgl. das Urteil des Großen Senats des BFH vom 10. Februar 1958 GrS 1/55 S, BFHE 66, 517, BStBl III 1958, 198, 200).Rechtswegregelungen sind in besonderem Maße von Zweckmäßigkeitserwägungen des Gesetzgebers bestimmt (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts - BVerwG - vom 3. Dezember 1974 I C 11.73, BVerwGE 47, 255, 259; vgl. auch das zitierte Urteil des Großen Senats des BFH in BFHE 66, 517, BStBl III 1958, 198).
- BFH, 17.12.1958 - II 133/56 U
Zuständigkeit der Steuergerichte für die gerichtliche Anfechtbarkeit von …
In sinngemäßer Auslegung der Grundsätze des Urteils des Großen Senats Gr. S. 1/55 S vom 10. Februar 1958 (BStBl 1958 III S. 198, Slg. Bd. 66 S. 517) ist - insoweit in Abweichung von dem früheren Urteil des II. Senats II 63/54 U vom 6. Juli 1955 (BStBl 1955 III S. 274, Slg. Bd. 61 S. 198) - für die gerichtliche Anfechtbarkeit von Entscheidungen der Finanzverwaltungsbehörden, die den Erlaß einer im Verwaltungssteuerstrafverfahren erkannten Geldstrafe betreffen, eine Zuständigkeit der Steuergerichte (Finanzgericht und Bundesfinanzhof) zu verneinen.Zusammenfassung: In sinngemäßer Auslegung der Grundsätze des Urteils des Großen Senats Gr. S. 1/55 S vom 10. Februar 1958 (BStBl 1958 III S. 198, Slg. Bd. 66 S. 517) ist -- insoweit in Abweichung von dem früheren Urteil des II. Senats II 63/54 U vom 6. Juli 1955 (BStBl 1955 III S. 274, Slg. Bd. 61 S. 198) -- für die gerichtliche Anfechtbarkeit von Entscheidungen der Finanzverwaltungsbehörden, die den Erlaß einer im Verwaltungssteuerstrafverfahren erkannten Geldstrafe betreffen, eine Zuständigkeit der Steuergerichte (Finanzgericht und Bundesfinanzhof) zu verneinen.
In Abweichung von dem Urteil des erkennenden Senats II 97/53 S vom 7. April 1954 (BStBl 1954 III S. 165, Slg. Bd. 58 S. 664) hat der Große Senat des Bundesfinanzhofs durch Urteil Gr. S. 1/55 S vom 10. Februar 1958 (BStBl 1958 III S. 198, Slg. Bd. 66 S. 517) entschieden, daß Beschwerdeentscheidungen der Oberfinanzdirektionen im Verwaltungsstrafverfahren (§§ 450, 452 AO) nicht der Nachprüfung durch die Steuergerichte unterliegen.
- BFH, 02.12.1976 - IV R 2/76
Einstellung eines Steuerstrafverfahrens - Ablehnung der Akteneinsicht - …
Das Strafrecht und das Strafverfahrensrecht weichen ihrem Wesen nach so sehr von dem allgemeinen Steuer- und Steuerverfahrensrecht ab, daß das Gesetz die Strafkompetenz nicht den Gerichten der Finanzgerichtsbarkeit (§§ 1, 2 FGO), sondern den ordentlichen Gerichten zugewiesen hat (vgl. Urteil des Großen Senats des BFH vom 10. Februar 1958 GrS 1/55 S, BFHE 66, 517, BStBl III 1958, 198; BFH-Urteil vom 17. Dezember 1958 II 133/56 U, BFHE 68, 670, BStBl III 1959, 254; Begründung des Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung der strafrechtlichen Vorschriften der Reichsabgabenordnung und anderer Gesetze, Bundestags [BT]-Drucksache V/1812, III Art. 1 Buchst. A 2). - BGH, 06.02.1961 - AnwZ (B) 10/60
Feststellungsantrag über Standesrecht der Rechtsanwälte
19 Abs. 4 GG erschöpft sich nicht darin, den ordentlichen Rechtsweg hilfsweise zu eröffnen, sondern er erweitert auch einen an sich gegebenen, aber in seiner Ausgestaltung unvollständig gebliebenen besonderen Rechtsweg (BFinH Gutachten vom 17. April 1951 = BFinH 55, 277; BFinH Gr. S. 1/55 vom 10. Februar 1958 = NJW 1958, 846;… Maunz-Dürig, GG Art. 19 Abs. 4 Rz. 60 bis 61). - BVerwG, 07.07.1961 - VI C 169.58
Rechtsmittel
Von der Verfassungsmäßigkeit des Steuerstrafverfahrens und seiner Vereinbarkeit mit Art. 6 Abs. 1 MRK geht der Große Senat des Bundesfinanzhofs (Urteil vom 10. Februar 1958 - Gr. S 1/55 S - [BStBl. 1958 III S. 198 = BFHE 66, 517 (521) = NJW 1958 S. 846]) aus, indem er abweichend von der bisherigen Rechtsprechung des II. Senats des Bundesfinanzhofs gegen den einen Steuerstrafbescheid bestätigenden Beschwerdebescheid der Oberfinanzdirektion - wie gegen den Steuerstrafbescheid selbst - den Antrag auf (straf-)gerichtliche Entscheidung, nicht den Rechtsweg zu den Finanzgerichten für zulässig hält. - BGH, 20.07.1960 - 2 StR 590/59
Nichtigkeit oder Anfechtbarkeit von Unterwerfungsverhandlungen nach § 445 …
Er verwies unter Bezugnahme auf das Urteil des Großen Senats des Bundesfinanzhofs vom 10. Februar 1958 = NJW 1958, 846 die Sache gemäß § 81 des Gesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 23. September 1952 (BGBl 1, 625) an das Amtsgericht in Kassel. - BFH, 04.03.1960 - VI 359/57 U
Berechnung der Rechtsbeschwerdesumme - Rechtsbeschwerde gegen eine Entscheidung, …
Der Rechtsmittelweg führt hier an das Oberverwaltungsgericht, an das die Sache insoweit in entsprechender Anwendung des § 81 des Gesetzes über das Bundesverwaltungsgericht - BVwGG - (BGBl 1952 I S. 625) verwiesen wird (vgl. hierzu das Urteil des Bundesfinanzhofs Gr. S. 1/55 S vom 10. Februar 1958, BStBl 1958 III S. 198, Slg. Bd. 66 S. 517).
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