Rechtsprechung
| BFH, 03.08.1961 - IV 79/60 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Erhöhte Absetzung für Wohngebäude, in dem Zimmer an Dirnen vermietet werden
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 73, 692
- BStBl III 1961, 518
Wird zitiert von ... (2)
- BFH, 19.06.2001 - X B 67/00
Zulassung der Revision - Nichtzulassungsbeschwerde - Vermietung von Räumen an …
Die behauptete Abweichung von den BFH-Urteilen vom 3. August 1961 IV 79/60 U (BFHE 73, 692, BStBl III 1961, 518), vom 22. März 1963 III 173/60 U (BFHE 77, 15, BStBl III 1963, 322) und vom 12. April 1988 VIII R 256/81 (…BFH/NV 1989, 44) liegt nicht vor: Das FG geht vielmehr --wie auch die Übernahme der rechtlichen Erwägungen der Einspruchsentscheidung (§ 105 Abs. 5 FGO) verdeutlicht-- von derselben Grundaussage aus wie die zitierte Rechtsprechung, dass nämlich die Vermietung von Räumen an Prostituierte allein nicht zu gewerblichen Einkünften führt, sondern nur, sofern noch besondere Umstände hinzutreten.Eine Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung nach § 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO scheidet schon deshalb aus, weil die Voraussetzungen, unter denen die Überlassung von Räumen an Prostituierte gegen Entgelt nicht zu Einkünften aus Vermietung und Verpachtung, sondern zu Einkünften aus Gewerbebetrieb führt, durch die BFH-Urteile in BFHE 73, 692, BStBl III 1961, 518, in BFHE 77, 15, BStBl III 1963, 322 und in BFH/NV 1989, 44 als geklärt anzusehen sind.
- BFH, 12.04.1988 - VIII R 256/81
Festsetzung von Gewerbesteuermeßbeträgen aufgrund von Mieterträgen aus einem …
Gegenüber den vom Bundesfinanzhof (BFH) in den Urteilen vom 3. August 1961 IV 79/60 U (BFHE 73, 692, BStBl III 1961, 518), vom 10. August 1961 V 95/60 U (BFHE 73, 714, BStBl III 1961, 525) und vom 10. August 1961 V 111/60 (Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1962, 145) entschiedenen Sachverhalten sei zu berücksichtigen, daß im Streitfall weder ein Hausmeister noch Beschließerinnen vorhanden seien, die ständig für Ruhe und Ordnung sorgten.Nach der Rechtsprechung des BFH (Urteile in BFHE 73, 692, BStBl III 1961, 518; vom 22. März 1963 III 173/60 U, BFHE 77, 15, BStBl III 1963, 322) ist eine gewerbliche Tätigkeit dann gegeben, wenn Unterkünfte an Prostituierte vermietet werden und der Vermieter durch organisatorische Maßnahmen den Kontakt mit den Prostituierten erleichtert und fördert.
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