Rechtsprechung
| BFH, 07.10.1965 - IV 139/65 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Vorliegen von Ermessensfehlern bei der Ablehnung eines Erlassantrags
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- EVERS.OK(Abodienst) (Leitsatz)
Heranziehung von VV mit gemischter Tätigkeit zur GewSt, Ermessensentscheidung über den Erlass der Heranziehung zur Gewerbesteuer
Papierfundstellen
- BFHE 83, 555
- BStBl III 1965, 700
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (8)
- BFH, 05.11.1964 - IV 11/64 S
Rechtsgültigkeit der Verordnung über die Aufstellung von Durchschnittsätzen für …
Auszug aus BFH, 07.10.1965 - IV 139/65 U
Das gilt in der Regel z. B. dann, wenn eine für die Steuerpflichtigen günstige Rechtsnorm für ungültig erklärt wird (vgl. Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Bd. 8 S. 51 [71], und Urteil des Senats IV 11/64 S vom 5. November 1964, BStBl 1964 III S. 602 [609], Slg. Bd. 80 S. 356), weil die Steuerpflichtigen im besonderen Maße darauf vertrauen durften, daß für die Vergangenheit die für sie vorteilhafte Rechtsnorm anwendbar bleibe. - BFH, 03.10.1961 - I 200/59 S
Gewerbesteuerpflichtigkeit von Versicherungsvertretern - Bestehen eines …
Auszug aus BFH, 07.10.1965 - IV 139/65 U
Ab 1961 unterwarf es ihn, gestützt auf die Urteile des Bundesfinanzhofs I 200/59 S vom 3. Oktober 1961 (BStBl 1961 III S. 567, Slg. Bd. 73 S. 827) und V 133/59 U vom 12. April 1962 (BStBl 1962 III S. 259, Slg. Bd. 74 S. 699), auch mit den aus seiner verwaltenden Tätigkeit herrührenden Erträgen der Gewerbesteuer. - BFH, 08.05.1962 - VII 51/61 S
Voraussetzungen der steuergerichtlichen Nachprüfung
Auszug aus BFH, 07.10.1965 - IV 139/65 U
Nur das haben die Steuergerichte zu prüfen, wenn es sich um die Anwendung des § 131 AO durch die Finanzverwaltung handelt (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs VII 51/61 S vom 8. Mai 1962, BStBl 1962 III S. 290, Slg. Bd. 75 S. 59).
- BFH, 12.04.1962 - V 133/59 U
Steuerbarkeit von Provisionen eines Versicherungsvertreters - Umsatzsteuerliche …
Auszug aus BFH, 07.10.1965 - IV 139/65 U
Ab 1961 unterwarf es ihn, gestützt auf die Urteile des Bundesfinanzhofs I 200/59 S vom 3. Oktober 1961 (BStBl 1961 III S. 567, Slg. Bd. 73 S. 827) und V 133/59 U vom 12. April 1962 (BStBl 1962 III S. 259, Slg. Bd. 74 S. 699), auch mit den aus seiner verwaltenden Tätigkeit herrührenden Erträgen der Gewerbesteuer. - BFH, 05.03.1964 - IV 133/63 S
Bindung des Finanzamts an eine Zusage, die es für einen Steuerfall gegeben hat
Auszug aus BFH, 07.10.1965 - IV 139/65 U
Denn über den Erlaß einer Steuer haben die Behörden zu entscheiden, die die Steuer für den jeweiligen Steuergläubiger verwalten (vgl. Urteil des Senats IV 133/63 S vom 5. März 1964, BStBl 1964 III S. 311, Slg. Bd. 79 S. 218). - BFH, 10.09.1959 - V 88/57 U
Umsatzbesteuerung bei Versicherungsvertretern
Auszug aus BFH, 07.10.1965 - IV 139/65 U
Das sei hier nicht der Fall, weil dem Bf. oder seinem Berater seit Veröffentlichung der Urteile des Bundesfinanzhofs IV 340/56 U vom 19. Februar 1959 (BStBl 1959 III S. 425, Slg. Bd. 69 S. 438) und V 88/57 U vom 10. September 1959 (BStBl 1959 III S. 437, Slg. Bd. 69 S. 474) bekannt gewesen sei, daß der Bundesfinanzhof die bisherige gewerbe- und umsatzsteuerrechtliche Behandlung der Generalagenten nicht mehr für richtig halte. - BFH, 19.02.1959 - IV 340/56 U
Gewerbesteuerpflicht eines Versicherungsvertreters - Abgrenzung zwischen …
Auszug aus BFH, 07.10.1965 - IV 139/65 U
Das sei hier nicht der Fall, weil dem Bf. oder seinem Berater seit Veröffentlichung der Urteile des Bundesfinanzhofs IV 340/56 U vom 19. Februar 1959 (BStBl 1959 III S. 425, Slg. Bd. 69 S. 438) und V 88/57 U vom 10. September 1959 (BStBl 1959 III S. 437, Slg. Bd. 69 S. 474) bekannt gewesen sei, daß der Bundesfinanzhof die bisherige gewerbe- und umsatzsteuerrechtliche Behandlung der Generalagenten nicht mehr für richtig halte. - BFH, 28.02.1957 - IV 11/54 U
Festsetzung und Erhebung der Gewerbesteuer durch das Finanzamt - Zulässigkeit des …
Auszug aus BFH, 07.10.1965 - IV 139/65 U
Der Bundesfinanzhof ist nach § 1 des Gesetzes über den Bundesfinanzhof (BFHG) vom 29. Juni 1950 für die Entscheidung über die Rb. des Bf. zuständig, weil die Gewerbesteuer in Hamburg von den Finanzverwaltungsbehörden verwaltet wird (vgl. Urteil des Senats IV 11/54 U vom 28. Februar 1957, BStBl 1957 III S. 421, Slg. Bd. 65 S. 489).
- GemSOGB, 19.10.1971 - GmS-OGB 3/70
Voraussetzungen für den Erlass der Gewerbesteuer; Rechte des Generalvertreters …
Hieran, so führt der Senat aus, sehe er sich jedoch durch das Urteil des IV. Senats des BFH VI 139/65 U vom 7. Oktober 1965 (BFH 83, 555, BStBl III 1965, 700) gehindert, das in einem gleichgelagerten Fall ausdrücklich auf das Urteil des VII. Senats des BFH VII 51/61 S vom 8. Mai 1962 (BFH 75, 59, BStBl III 1962, 290) Bezug genommen habe und davon ausgegangen sei, daß die Behörde bei der Beurteilung des in § 131 AO verwendeten Begriffs "unbillig" einen Spielraum habe, so daß die Gerichte nur prüfen könnten, ob die Auslegung der Verwaltung sich innerhalb dieses Spielraums halte und damit rechtlich vertretbar sei.Hieran, so führt der Senat aus, sehe er sich jedoch durch das Urteil des IV. Senats des BFH VI 139/65 U vom 7. Oktober 1965 (BFH 83, 555, BStBl III 1965, 700) gehindert, das in einem gleichgelagerten Fall ausdrücklich auf das Urteil des VII. Senats des BFH VII 51/61 S vom 8. Mai 1962 (BFH 75, 59, BStBl III 1962, 290) Bezug genommen habe und davon ausgegangen sei, daß die Behörde bei der Beurteilung des in § 131 AO verwendeten Begriffs "unbillig" einen Spielraum habe, so daß die Gerichte nur prüfen könnten, ob die Auslegung der Verwaltung sich innerhalb dieses Spielraums halte und damit rechtlich vertretbar sei.
- BVerwG, 13.02.1970 - VII C 75.66
Gewerbesteuererlass wegen Unbilligkeit der Einziehung der Steuer - …
Damit weicht der Senat jedoch von dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 7. Oktober 1965 - IV 139/65 U - (BFHE 83, 555 = BStBl. 1965 III S. 700) ab, so daß der Gemeinsame Senat, der obersten Gerichtshöfe des Bundes die Rechtsfrage zu entscheiden hat (§ 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Juni 1968 [BGBl. I S. 661]).Diese Frage möchte der vorlegende Senat verneinen und damit auch in dieser Rechtsfrage von dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 1. Oktober 1965 - IV 139/65 U - (BFHE 83, 555 = BStBl. 1965 III S. 700) abweichen, so daß auch insoweit der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes zu entscheiden hat.
- BFH, 21.02.1991 - V R 105/84
Rechtsschutzgarantie - Billigkeitserlaß - Aussetzungszinsen
Ferner seien die Finanzbehörden von einer unzutreffenden Einschränkung ihres Ermessensspielraums ausgegangen; denn diese hätten die Bedeutung, die der Aufgabe der Rechtsprechung zur Unternehmereinheit durch den BFH für den vorliegenden Fall zukomme, verkannt und ferner ihrer Entscheidung das Urteil des BFH vom 7. Oktober 1965 IV 139/65 U (BFHE 83, 555, BStBl III 1965, 700) zugrunde gelegt, das durch einen Beschluß des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Oktober 1971 GmS-OGB 3/70 (BStBl II 1972, 603) überholt sei.
- BVerwG, 13.02.1970 - VII C 28.66
Gewerbesteuererlass wegen Unbilligkeit der Einziehung der Steuer - …
Damit weicht der Senat jedoch von dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 7. Oktober 1965 - IV 159/65 U - (BFHE 83, 555 = BStBl. 1965 III S. 700) ab, so daß der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes die Rechtsfrage zu entscheiden hat (§ 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Juni 1968 [BGBl. I S. 661]).Diese Frage möchte der vorlegende Senat verneinen und damit auch in dieser Rechtsfrage von dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 7. Oktober 1965 - IV 139/65 U - (BFHE 83, 555 = BStBl: 1965 III S. 700) abweichen, so daß auch insoweit der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes zu entscheiden hat.
- BVerwG, 13.02.1970 - VII C 77.66
Aussetzung eines Verfahrens zur Klärung einer Rechtsfrage - Vermittlung von …
Damit weicht der Senat jedoch von dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 7. Oktober 1965 - IV 139/65 U - (BFHE 83, 555 - BStBl. 1965 III S. 700) ab, so daß der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes die Rechtsfrage zu entscheiden hat (§ 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Juni 1968 [BGBl. I S. 661]).Diese Frage möchte der vorlegende Senat verneinen und damit auch in dieser Rechtsfrage von dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 7. Oktober 1965 - IV 139/65 U - (BFHE 83, 555 - BStBl. 1965 III S. 700) abweichen, so daß auch insoweit der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes zu entscheiden hat.
- BVerwG, 13.02.1970 - VII C 188.66
Gerichtliche Kontrolle der Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe - Rückwirkende …
Damit weicht der Senat jedoch von dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 7. Oktober 1965 - IV 139/65 U - (BFHE 83, 555 = BStBl. 1965 III S. 700) ab, so daß der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes die Rechtsfrage zu entscheiden hat (§ 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Juni 1968 [BGBl. I S. 661]).Diese Frage möchte der vorlegende Senat verneinen und damit auch in dieser Rechtsfrage von dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 7. Oktober 1965 - IV 139/65 U - (BFHE 83, 555 = BStBl. 1965 III S. 700) abweichen, so daß auch insoweit der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes zu entscheiden hat.
- BVerwG, 13.02.1970 - VII C 67.66
Gerichtliche Kontrolle der Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe - Rückwirkende …
Damit weicht der Senat jedoch von dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 7. Oktober 1965 - IV 139/65 U - (BFHE 83, 555 = BStBl. 1965 III S. 700) ab, so daß der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes die Rechtsfrage zu entscheiden hat (§ 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Juni 1968 [BGBl. I S. 661]).Diese Frage möchte der vorlegende Senat verneinen und damit auch in dieser Rechtsfrage von dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 7. Oktober 1965 - IV 139/65 U - (BFHE 83, 555 - BStBl. 1965 III S. 700) abweichen, so daß auch insoweit der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes zu entscheiden hat.
- BFH, 08.10.1980 - II R 8/76
Erstattung von Grunderwerbsteuern - Ablehnung eines Antrags - Sachliche …
Der BFH habe im Urteil vom 7. Oktober 1965 IV 139/65 U (BFHE 83, 555, BStBl III 1965, 700) klargestellt, daß die Einziehung einer Steuer, die "im Vertrauen auf den Bestand der Rechtsprechung" gezahlt worden sei, nicht deshalb sachlich unbillig sei, weil die Gerichte eine für den Steuerpflichtigen ungünstige Rechtsauffassung aufgegeben haben.Zu Unrecht beruft sich das FA für seine abweichende Rechtsauffassung auf das Urteil des BFH vom 7. Oktober 1965 IV R 139/65 (BFHE 83, 555, BStBl III 1965, 700).
- BFH, 23.02.1979 - III R 16/78
Vertrauensschutz - Verschärfende Rechtsprechung - Investitionszulage - …
In dem BFH-Urteil vom 7. Oktober 1965 IV 139/65 U (BFHE 83, 555, BStBl III 1965, 700) wurde die Frage offengelassen, ob der Steuerpflichtige einen Anspruch auf eine Billigkeitsregelung (Billigkeitserlaß) habe, wenn er im Vertrauen auf eine für ihn günstige Rechtsprechung niedrigere Steuern in seine betriebliche Kalkulation einbezogen habe (vgl. dazu auch das von dem Kläger zitierte, auf ähnlichen Erwägungen beruhende Urteil des FG München vom 27. Februar 1973 II 102/71, Entscheidungen der Finanzgerichte 1973 S. 338 - EFG 1973, 338 -). - GemSOGB, 19.10.1971 - GmS-OGB 6/70
Wertung des Begriffs "unbillig" in § 131 Abs. 1 S. 1 AO (Abgabenordnung) als …
Hieran, so führt der Senat aus, sehe er sich jedoch durch das Urteil des IV. Senats des BFH IV 139/65 U vom 7. Oktober 1965 (BFH 83, 555, BStBl III 1965, 700) gehindert, das in einem gleichgelagerten Fall ausdrücklich auf das Urteil des VII. Senats des BFH VII 51/61 S vom 8. Mai 1962 (BFH 75, 59, BStBl III 1962, 290) Bezug genommen habe und davon ausgegangen sei, daß die Behörde bei der Beurteilung des in § 131 AO verwendeten Begriffs "unbillig" einen Spielraum habe, so daß die Gerichte nur prüfen könnten, ob die Auslegung der Verwaltung sich innerhalb dieses Spielraums halte und damit rechtlich vertretbar sei. - GemSOGB, 19.10.1971 - GmS-OGB 2/70
Zur Frage der Besetzung des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des …
- GemSOGB, 19.10.1971 - GmS-OGB 4/70
Rechtmäßigkeit der Ablehnung einer Erstattung der inzwischen bezahlten …
- GemSOGB, 19.10.1971 - GmS-OGB 5/70
Koppelung eines unbestimmten Rechtsbegriffs mit einer Ermessensentscheidung; …
- FG Münster, 23.02.1988 - VI 430/86
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