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   BGH, 23.11.1961 - II ZR 4/60   

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BGH, 23.11.1961 - II ZR 4/60 (https://dejure.org/1961,136)
BGH, Entscheidung vom 23.11.1961 - II ZR 4/60 (https://dejure.org/1961,136)
BGH, Entscheidung vom 23. November 1961 - II ZR 4/60 (https://dejure.org/1961,136)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Papierfundstellen

  • BGHZ 36, 121
  • NJW 1962, 104
  • NJW 1962, 105
  • MDR 1962, 112
  • MDR 1962, 20
  • DB 1961, 1608
  • JR 1962, 99
 
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Wird zitiert von ... (31)

  • BGH, 22.05.1989 - II ZR 206/88

    Zustellung der Anfechtungsklage gegen eine Aktiengesellschaft; Anforderungen an

    Denn die auf den Beschlußzeitpunkt bezogene oder spätere subjektive Einstellung der Mehrheit der Aktionäre kann für eine solche Beweisführung nicht maßgebend sein (BGHZ 36, 121, 139 [BGH 23.11.1961 - II ZR 4/60]; Zöllner in KK z. AktG, 1985 § 131 Rdnr. 95; § 243 Rdnr. 85; Hüffer in Geßler/Hefermehl/Eckardt/Kropff, AktG 1984, § 243 Rdnr. 116; Schilling in GroßKomm z. AktG, 3. Aufl. § 243 Anm. 11; Baumbach/Hueck, AktG 13. Aufl. § 243 Rdnr. 9).

    Die Frage, ob ein Hauptversammlungsbeschluß auf einer Auskunftsverweigerung beruht, kann nur nach einem objektiven Maßstab, nämlich danach beurteilt werden, wie ein objektiv urteilender Aktionär abgestimmt haben würde, wenn die Auskunft ordnungsgemäß erteilt worden wäre (BGHZ 36, 140 [BGH 23.11.1961 - II ZR 4/60]; zur Maßgeblichkeit der Stimmabgabe vgl. auch BGHZ 49, 209, 211).

    Der Senat hat, wie die Revision zutreffend bemerkt, in beiden Entscheidungen weiter ausgeführt, die Kenntnis des Mehrheitsaktionärs von den tatsächlichen Verhältnissen könne nicht außer Betracht bleiben (BGHZ 36, 141 [BGH 23.11.1961 - II ZR 4/60]; Sen.Urt. v. 1. Februar 1988 - II ZR 75/87 aaO S. 302).

    Der Anfechtungskläger wird sich dabei im allgemeinen von der Vorstellung leiten lassen, die verklagte Gesellschaft werde die Leistung erbringen, weil sie hoffe, daß der Eintritt anfechtungsbedingter Nachteile und Schäden dadurch vermieden oder zumindest gering gehalten werden könne (vgl. Sen.Urt. v. 1. März 1962 - II ZR 18/60, WM 1962, 456, 457; BGHZ 36, 121, 135 f. [BGH 23.11.1961 - II ZR 4/60]; Zöllner aaO § 245 Rdnrn. 79-81; Hüffer aaO § 245 Rdnrn. 51-53; Baumbach/Hueck aaO § 243 Rdnr. 6; Lutter in "FS 40 Jahre Der Betrieb" aaO S. 194 ff., 208 f.; auch Timm, OLG Köln EWiR § 243 AktG 1/88, 1049 m. w. Nachw.).

  • BGH, 01.02.1988 - II ZR 75/87

    Anfechtbarkeit eines Mehrheitsbeschlusses über die Auflösung einer

    Wie der Senat bereits entschieden hat, greift eine Anfechtung nach § 243 Abs. 1 AktG dann nicht durch, wenn die Gesetzesverletzung offensichtlich ohne Einfluß auf den Hauptversammlungsbeschluß geblieben ist (zur Verletzung des Auskunftsrechts vgl. BGHZ 36, 121, 139; zur Maßgeblichkeit einer Stimmabgabe vgl. BGHZ 49, 209, 211; vgl. auch RGZ 167, 151, 165).
  • BGH, 12.11.2001 - II ZR 225/99

    Sachsenmilch-Urteil des OLG Dresden vom BGH bestätigt

    Für die Beurteilung von Umfang und Inhalt der Auskunft kann der Kenntnisstand des Mehrheitsaktionärs nicht außer Betracht gelassen werden (BGHZ 36, 121, 140; 119, 1, 19; 122, 211, 239).
  • BGH, 18.10.2004 - II ZR 250/02

    Anfechtungsklage gegen die Entlastung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder

    Auch ein innerhalb der Ermessensgrenzen liegender Entlastungsbeschluß ist gemäß § 243 Abs. 1, 4 AktG anfechtbar, wenn einem Aktionär die zur Ermessensausübung erforderlichen Auskünfte unberechtigt verweigert werden (vgl. BGHZ 36, 121, 139 ff.), was freilich voraussetzt, daß das Auskunftsbegehren auf Vorgänge von einigem Gewicht gerichtet ist, die für die Beurteilung der Vertrauenswürdigkeit der Verwaltung von Bedeutung sind.

    Um namentlich in den Fällen eines Verstoßes gegen Informations- oder Berichtspflichten den Schutz der Minderheitsaktionäre nicht leerlaufen zu lassen, kam es allerdings nach dieser Rechtsprechung nicht darauf an, ob die an der Gültigkeit des Beschlusses interessierte Aktionärsmehrheit diesen in jedem Fall gefaßt hätte, sondern ob ein objektiv urteilender Aktionär ohne den Verfahrensverstoß bzw. in Kenntnis der ihm zu offenbarenden Umstände anders abgestimmt hätte, als dies in der Hauptversammlung tatsächlich geschehen ist (BGHZ 36, 121, 139 f.; 107, 296, 306 f.; 119, 1, 18 f.; 122, 211, 238 f.).

  • OLG Oldenburg, 22.06.2006 - 1 U 34/03

    Haftung des GmbH-Geschäftsführers: Unternehmerische Entscheidung und

    Die Sach und Interessenlage legt es nahe, insoweit ähnliche Grundsätze anzuwenden, wie sie in der Rechtsprechung des BGH bei der Beschlussanfechtung für die Frage der Kausalität einer unrechtmäßigen Auskunftsverweigerung, von gesetzwidrigen Vorstandsberichten oder von sonstigen Verfahrensfehlern für die Beschlussfassung von Gremien einer Kapitalgesellschaft (z.B. der Hauptversammlung) entwickelt worden sind (vgl. BGHZ 36, 121, 140; 103, 184, 186; 122, 211, 239; BGH WM 2002, 179, 181), und auch hier im Rahmen objektiver, normativer Betrachtung auf das vom ordnungsgemäß handelnden Aufsichtsratsmitglied zu erwartende Verhalten abzustellen.
  • BGH, 14.01.2014 - II ZB 5/12

    Auskunftsrecht des Aktionärs in der Hauptversammlung: Bindung des

    Die Antragsgegnerin wird insoweit auch mit einer im Auskunftserzwingungsverfahren gemäß § 132 AktG nachgeschobenen Begründung gehört (BGH, Urteil vom 23. November 1961 - II ZR 4/60, BGHZ 36, 121, 130 f. zu § 112 AktG 1937; Decher in Großkomm.AktG, 4. Aufl., § 131 Rn. 291; MünchKommAktG/Kubis, 3. Aufl., § 131 Rn. 108 f.; Kersting in KK-AktG, 3. Aufl., § 131 Rn. 507; Spindler in K. Schmidt/Lutter, AktG, 2. Aufl., § 131 Rn. 73; Siems in Spindler/Stilz, AktG, 2. Aufl., § 131 Rn. 36; Ebenroth, Das Auskunftsrecht des Aktionärs und seine Durchsetzung im Prozess, 1970, S. 127 f.; aA Heidel in Heidel, Aktienrecht und Kapitalmarktrecht, 3. Aufl., § 131 Rn. 60; Hommelhoff, ZHR 151 (1987), 493, 511 f.; vgl. auch BGH, Urteil vom 9. Februar 1987 - II ZR 119/86, BGHZ 101, 1, 8 f. zur Frage, ob ein Begründungsmangel eine Gesetzesverletzung nach § 243 Abs. 1 AktG darstellt).

    Selbst wenn eine Begründungspflicht des Vorstands anzuerkennen wäre (offen lassend BGH, Urteil vom 9. Februar 1987 - II ZR 119/86, BGHZ 101, 1, 8; bejahend OLG Dresden, AG 2003, 433, 435; Hüffer, AktG, 10. Aufl., § 131 Rn. 26; Liebscher in Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, § 131 AktG Rn. 15; für den Fall, dass dies ausdrücklich verlangt wird, Kersting, KK-AktG, 3. Aufl., § 131 Rn. 505; Decher in Großkomm.AktG, 4. Aufl., § 131 Rn. 291), könnte ein Verstoß gegen diese Pflicht nicht dazu führen, dass im Verfahren nach § 132 AktG Auskünfte erzwungen werden könnten, deren Offenbarung der Gesellschaft nicht unerhebliche Nachteile zufügen würde (§ 131 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 AktG) oder hinsichtlich derer objektiv ein anderer in § 131 Abs. 3 AktG aufgeführter Auskunftsverweigerungsgrund vorliegt (vgl. BGH, Urteil vom 23. November 1961 - II ZR 4/60, BGHZ 36, 121, 130 f.).

  • OLG Frankfurt, 20.10.2010 - 23 U 121/08

    Überprüfung von Hauptversammlungsbeschlüssen einer Aktiengesellschaft:

    Auch ein innerhalb der Ermessensgrenzen liegender Entlastungsbeschluss ist gemäß § 243 Abs. 1, 4 AktG anfechtbar, wenn einem Aktionär die zur Ermessensausübung erforderlichen Auskünfte unberechtigt verweigert werden (vgl. BGHZ 36, 121, 139 ff.), was freilich voraussetzt, dass das Auskunftsbegehren auf Vorgänge von einigem Gewicht gerichtet ist, die für die Beurteilung der Vertrauenswürdigkeit der Verwaltung von Bedeutung sind.
  • BGH, 27.10.1986 - II ZR 240/85

    Anfechtbarkeit der Abberufung eines Gesellschafter-Geschäftsführers

    Die Vorenthaltung des Stimmrechts führt jedoch wie andere Gesetzesverstöße auch nur dann zur Anfechtbarkeit des Gesellschafterbeschlusses, wenn er auf ihr beruht, wenn also anzunehmen ist, daß der Beschluß bei Berücksichtigung der Stimme des zu Unrecht ausgeschlossenen Gesellschafters nicht zustande gekommen wäre (BGHZ 14, 264, 267 f.; 36, 121, 139 [BGH 23.11.1961 - II ZR 4/60]; Urt. v. 30. November 1961 - II ZR 136/60, WM 1962, 202, 204; Urt. v. 22. September 1969 - II ZR 144/68, WM 1969, 1281; Hachenburg-Schilling/Zutt, GmbHG, 7. Aufl., § 47 Anh. Rdnr. 86; Zöllner in Baumbach/Hueck § 47 Anh. Rdnr. 68).

    Die Ursächlichkeit des Verstoßes für das Zustandekommen des Beschlusses wird zwar vermutet (BGHZ 36, 121, 139 [BGH 23.11.1961 - II ZR 4/60]; 49, 209, 211; Hachenburg-Schilling/Zutt, a.a.O. Rdnr. 85).

  • BGH, 18.12.1989 - II ZR 254/88

    Anforderungen an Verschmelzungsbericht; Einwand des Rechtsmißbrauchs im Rahmen

    Denn die Frage, ob ein Hauptversammlungsbeschluß auf einer Auskunftsverweigerung beruht, kann nur nach einem objektiven Maßstab, nämlich danach beurteilt werden, wie ein objektiv urteilender Aktionär abgestimmt haben würde, wenn die Auskunft ordnungsgemäß erteilt worden wäre (BGHZ 36, 140 [BGH 23.11.1961 - II ZR 4/60]; zur Maßgeblichkeit der Stimmabgabe vgl. auch BGHZ 49, 209, 211).

    In beiden Entscheidungen ist weiter ausgeführt worden, die Kenntnis des Mehrheitsaktionärs von den tatsächlichen Verhältnissen könne nicht außer Betracht bleiben (BGHZ 36, 141 [BGH 23.11.1961 - II ZR 4/60]; Sen.Urt. v. 1. Februar 1988 - II ZR 75/87 a.a.O. S. 302).

  • BGH, 19.06.1995 - II ZR 58/94

    Bewertung von Unternehmensbeteiligungen in der Bilanz; Bindung des

    Hätte der Vorstand eine solche Auskunft in der Hauptversammlung erteilt, hätte ein objektiv urteilender Aktionär dem Unternehmensvertrag zugestimmt, also nicht anders abgestimmt, als ohne Erteilung der Auskunft abgestimmt worden ist (vgl. BGHZ 36, 121, 139 ff. [BGH 23.11.1961 - II ZR 4/60]; BGHZ 119, 1, 18 f. [BGH 15.06.1992 - II ZR 18/91]; BGHZ 122, 211, 238 ff.).
  • BGH, 09.02.1987 - II ZR 119/86

    Auskunftspflichten einer Bank im Rahmen der Hauptversammlung; Erwerb eigener

  • OLG Düsseldorf, 11.08.2006 - 15 W 110/05

    Bewertungsgrundsätze bei Verschmelzung einer börsennotierten Aktiengesellschaft

  • OLG Karlsruhe, 28.08.2002 - 7 U 137/01

    Aktiengesellschaft: Anfechtung eines Kapitalerhöhungsbeschlusses;

  • OLG Köln, 26.04.1985 - 24 W 54/84

    Anspruch eines Gesellschafters einer GmbH gegen die Gesellschaft auf Einsicht in

  • BGH, 11.11.1965 - II ZR 122/63

    Redezeitbeschränkung, Wortentzug und Saalverweisung

  • BGH, 17.11.1997 - II ZR 77/97

    Kausalität eines Ladungsmangels

  • BGH, 30.03.1967 - II ZR 245/63

    Anfechtbarkeit von Entlastungsbeschlüssen auf der Hauptversammlung einer

  • BGH, 29.11.1982 - II ZR 88/81

    Beschlußanfechtung wegen Auskunftsverweigerung

  • OLG Karlsruhe, 07.12.1990 - 15 U 256/89
  • OLG München, 14.06.1991 - 23 U 4638/90
  • LG Düsseldorf, 20.10.2005 - 32 O 113/05
  • LG Köln, 06.07.2005 - 82 O 150/04
  • OLG München, 10.10.2002 - U (K) 1651/02

    Schadensersatzanspruch wegen des Nichtzustandekommens eines Vertrags;

  • OLG Stuttgart, 15.02.1995 - 3 U 118/94
  • OLG Celle, 21.05.1997 - 9 U 204/96

    Rechtsfolgen bei Einberufung einer Gesellschafterversammlung an einen

  • BayObLG, 17.12.1974 - BReg. 2 Z 58/74

    Verpflichtung einer Aktiengesellschaft zur Auskunft; Auskunftsrecht des

  • OLG Koblenz, 26.04.2001 - 6 U 746/95

    Angabe der voraussichtlichen Dauer der Hauptversammlung in der Einberufung;

  • OLG Hamburg, 13.07.1990 - 11 U 30/90
  • LG Stuttgart, 27.04.1994 - 7 KfH O 122/93
  • LG Frankenthal, 11.04.2003 - 6 O 166/02
  • OLG Köln, 13.08.1991 - 22 U 65/91

    Möglichkeit der Veränderung einer zunächst nicht irreführenden Firmenbezeichnung

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