Rechtsprechung
| BVerfG, 26.01.1965 - 1 BvR 314/64 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Unmittelbare Betroffenheit bei der Rechtssatzverfassungsbeschwerde
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BVerfGE 18, 310
- MDR 1965, 453
- DVBl 1965, 234
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (4)
- BVerfG, 19.12.1951 - 1 BvR 220/51
Hinterbliebenenrente I
Auszug aus BVerfG, 26.01.1965 - 1 BvR 314/64
Eine Verfassungsbeschwerde, die sich unmittelbar gegen ein Gesetz oder eine Rechtsverordnung richtet, ist nur zulässig, wenn der Beschwerdeführer selbst, gegenwärtig und unmittelbar durch das Gesetz oder die Rechtsverordnung und nicht erst mit Hilfe eines Vollziehungsaktes in einem Grundrecht verletzt ist (BVerfGE 1, 97 [101]; 6, 273 [277]).Unmittelbar betroffen ist die Beschwerdeführerin von den §§ 13 Abs. 1, 59 Abs. 2 PostO deshalb nicht, weil diese sich für den Einzelnen erst auf Grund besonderer Vollziehungsakte auswirken (BVerfGE 1, 97 [102 f.]; 2, 292 [295]).
- BVerfG, 21.02.1957 - 1 BvR 241/56
Gesamtdeutsche Volkspartei
Auszug aus BVerfG, 26.01.1965 - 1 BvR 314/64
Eine Verfassungsbeschwerde, die sich unmittelbar gegen ein Gesetz oder eine Rechtsverordnung richtet, ist nur zulässig, wenn der Beschwerdeführer selbst, gegenwärtig und unmittelbar durch das Gesetz oder die Rechtsverordnung und nicht erst mit Hilfe eines Vollziehungsaktes in einem Grundrecht verletzt ist (BVerfGE 1, 97 [101]; 6, 273 [277]). - BVerfG, 13.05.1953 - 1 BvR 93/52
Voraussetzungen für die Rechtssatzverfassungsbeschwerde
Auszug aus BVerfG, 26.01.1965 - 1 BvR 314/64
Unmittelbar betroffen ist die Beschwerdeführerin von den §§ 13 Abs. 1, 59 Abs. 2 PostO deshalb nicht, weil diese sich für den Einzelnen erst auf Grund besonderer Vollziehungsakte auswirken (BVerfGE 1, 97 [102 f.]; 2, 292 [295]). - BVerfG, 27.02.1962 - 2 BvR 394/60
Fehlendes Rechtsschutzinteresse am Verfassungsbeschwerde-Verfahren
Auszug aus BVerfG, 26.01.1965 - 1 BvR 314/64
Im Beschluß vom 27. Februar 1962 (BVerfGE 14, 25 [28 f.]) hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, daß ein unmittelbares Betroffensein nicht vorliegt, wenn eine Rechtsnorm rechtsnotwendig oder nach der tatsächlichen Verwaltungspraxis einen besonderen, vom Willen der vollziehenden Gewalt getragenen Vollziehungsakt erfordert.
- BVerfG, 14.03.1973 - 2 BvR 621/72
Verfassungsrechtliche Prüfung der Beschränkung des Besuchs- und Briefverkehrs von …
Der Empfang von privaten, an bestimmte Personen gerichteten Briefen wird nicht durch Art. 5 Abs. 1 GG geschützt (vgl. BVerfGE 18, 310 [315]). - BVerfG, 16.05.1973 - 2 BvR 590/71
Anhalten eines beleidigenden Briefs eines Untersuchungsgefangenen
Die Rüge einer Verletzung des Grundrechts der Informationsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 GG ) ist unbegründet, weil sich die Informationsfreiheit nur auf die Unterrichtung "aus allgemein zugänglichen Quellen" bezieht (BVerfGE 28, 175 [188]; 27, 71 [83]; 18, 310 [315]), zu denen ein Privatbrief nicht gehört. - StGH Hessen, 07.01.1970 - P.St. 539
Hessen - Grundrechtsklage gegen verkündetes, aber noch nicht in Kraft getretenes …
Der Staatsgerichtshof stimmt insoweit jedenfalls im Ergebnis mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts überein, das seit der Entscheidung in BVerfGE 1, 97 (Leitsatz Nr. 2) in ständiger Rechtsprechung - trotz der umfassenden kritischen Ausführungen Bettermanns (…Zur Verfassungsbeschwerde gegen Gesetze, AÖR 86 (1961), 129 ff, mit einem Nachwort von Bachof, aaO, 186 ff) - als Voraussetzung für die Zulässigkeit einer Verfassungsbeschwerde gegen ein erlassenes Gesetz annimmt, daß ein Beschwerdeführer selbst, gegenwärtig und unmittelbar durch das Gesetz, nicht erst mittels eines Vollziehungsaktes, in einem Grundrecht verletzt ist (vgl. weiter BVerfGE 1, 208 (237); 1, 264 (269/70); 3, 19 (23); 3, 58 (74); 3, 162 (170); 3, 288 (298); 3, 383 (392); 4, 7 (11); 5, 77 (81); 6, 273 (277); 6, 290 (295); 9, 338 (341); 10, 89 (95); 10, 354 (360); 11, 30 (38); 11, 266 (270); 11, 351 (358); 12, 10 (22); 12, 73 (76); 12, 319 (321); 12, 354 (361); 12, 225 (227); 13, 237 (239); 13, 248 (253); 14, 19 (21); 14, 25 (28); 14, 260 (262); 18, 310 (313)).Weder genügt die Behauptung, daß der Antragsteller "selbst gegenwärtig und unmittelbar durch das Gesetz, nicht erst mit Hilfe eines Vollziehungsaktes, in einem Grundrecht verletzt sei" (so noch BVerfGE 1, 97 (101); diese mißverständliche Formulierung wird in späteren einschlägigen Erkenntnissen des Bundesverfassungsgerichts nicht mehr verwendet), noch setzt die Zulässigkeit der Grundrechtsklage voraus, daß der Antragsteller "selbst, gegenwärtig und unmittelbar durch das Gesetz oder die Rechtsverordnung und nicht erst mit Hilfe eines Vollziehungsaktes verletzt" ist (so BVerfGE 18, 310 (313)).
- BVerwG, 02.08.1984 - 3 C 40.81
Verfassungsmäßigkeit der Krankenhausfinazierungsumlage in Rheinland-Pfalz
Zu diesen letzteren sonstigen öffentlichen Abgaben sind vor allem die sogenannten "Sonderabgaben" zu rechnen, zu denen mit fließenden Grenzen die Ausgleichsabgaben (vgl. BVerfGE 1, 167 <181 [BVerfG 20.03.1952 - 1 BvR 267/51]/182>; 8, 274 ; 13, 167 ; 18, 315 ; 57, 139 ), die Lenkungsabgaben (vgl. BVerfGE 4, 7 [BVerfG 20.07.1954 - 1 BvR 459/52]; 8, 274 [BVerfG 29.10.1958 - 2 BvL 19/56]; 18, 315 [BVerfG 26.01.1965 - 1 BvR 314/64]; 29, 402 ; 37, 1 [BVerfG 05.03.1974 - 1 BvL 27/72]) und die "Gruppenabgaben" (vgl. BVerfGE 55, 274 [BVerfG 10.12.1980 - 2 BvF 3/77]; 57, 139 ) gehören. - VG Düsseldorf, 11.06.1985 - 14 K 1084/85
Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes zum Abbau der Fehlsubventionierung und der …
BVerfGE 8, 274 (317); 13, 167 (172) [BVerfG 10.10.1961 - 2 BvN 1/60]; 18, 315 (328) [BVerfG 26.01.1965 - 1 BvR 314/64] ; 29, 402 (409); 36, 66 (70) [BVerfG 02.10.1973 - 1 BvR 345/73] ; 55, 274 (309) [BVerfG 10.12.1980 - 2 BvF 3/77] ; BVerwGE 6, 134 (138) [BVerwG 17.01.1958 - VII C 30/57]; 45, 1 (2) [BVerwG 08.02.1974 - VII C 40/72] ; Friauf, Verfassungsrechtliche Grenzen der Wirtschaftslenkung und Sozialgestaltung durch Steuergesetze, Tübingen 1966, S. 16 f; Tipke/Kruse, Abgabenordnung, §AO A 7; Mußgnug, Die zweckgebundene öffentliche Abgabe, in Festschrift für Forsthoff, München 1972, S. 275.BVerfGE 4, 7 (13) [BVerfG 20.07.1954 - 1 BvR 459/52] ; 8, 274 (317) [BVerfG 29.10.1958 - 2 BvL 19/56] ; 18, 315 (328 f [BVerfG 26.01.1965 - 1 BvR 314/64] ); 29, 402 (409); 37, 1 (16 f); 55, 274 (297); 57, 139 (166); NJW 1985, 37 [BVerfG 06.11.1984 - 2 BvL 19/83] .
- StGH Hessen, 20.12.1971 - P.St. 608
Elternrecht; Förderstufe; Gleichheitssatz; Grundrechtsklage; Jahresfrist; …
Er stimmt insoweit im Ergebnis mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts überein (BVerfGE 1, 97, Leitsatz Nr. 2 (101); zuletzt in BVerfGE 18, 310 (313); 20, 283 (290)). - VG Stuttgart, 11.01.1989 - 3 K 795/88 Dabei kann es die Kammer offen lassen, ob es sich hierbei nur um eine "sekundäre Rechtsbeziehung" handelt (so noch BVerwG, NJW 1985, 2436 = JZ 1985, 792 mit Hinweis auf BVerwGE 29, 318 = NJW 1968, 1394 f.) oder nicht eher ebenfalls um ein gleichgeordnetes Postbenutzungsverhältnis wie zwischen der Post und dem Absender (vgl. hierzu einmal bereits BVerfGE 18, 310, ferner neuerdings die weiterführenden Ausführungen hierzu in BVerwG, NJW 1986, 1702 m. w. Nachw.).
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