Rechtsprechung
| BDH, 26.04.1967 - III D 1/67 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- bverwge-wolterskluwer
BDO § 4 aF; StGB § 330 a
Zur Bemessung der Disziplinarmaßnahme bei einer Rauschtat - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
Papierfundstellen
- BVerwGE 33, 12
Wird zitiert von ... (6)
- BVerwG, 20.08.1996 - 1 D 80.95
Beamtenrecht - Disziplinarmaßnahmen bei außerdienstlichen alkoholbedingten …
Es wird vom Grad und Ausmaß der Schuld am Herbeiführen des Rauschzustandes geprägt, richtet sich darüber hinaus aber auch nach Art, Schwere und Folgen der im Vollrausch begangenen Tat (Urteil vom 26. April 1967 - BVerwG III D 1.67 - <BVerwGE 33, 12, 14 [BVerwG 26.04.1967 - III D 1/67] = ZBR 1967, 279 = BDH DokBer 1967, 3063>; Urteil vom 27. Januar 1981 - BVerwG 1 D 115.79 - ; Urteil vom 22. September 1982 - BVerwG 1 D 83.81 - Urteil vom 21. Juni 1989 - BVerwG 2 WD 49.88 - ). - BVerwG, 06.11.1991 - 1 DB 15.91
Disziplinarrecht - Bemessung von Disziplinarmaßnahmen - Straftat des Vollrauschs …
Neben dem Grad des Verschuldens am Vollrausch hat sie bei der Bemessung der Disziplinarmaßnahme auch Art, Schwere und Folgen der im Vollrausch begangenen Tat selbst berücksichtigt (BVerwG, Urteil vom 26. April 1967 - BVerwG III D 1.67 - BVerwGE 33, 12 ; Urteil vom 27. Januar 1981 - BVerwG 1 D 115.79 - = Dok. Ber. B 1981, 117;… Urteil vom 22. September 1982, a.a.O.;… Urteil vom 21. Juni 1989, a.a.O.).Allerdings können aus der Rauschtat nicht die gleichen Folgerungen auf einen möglichen Ansehens- oder gar Vertrauensverlust gezogen werden, wie dies bei schuldhafter Begehung derselben Tat der Fall ist (BVerwG, Urteil vom 26. April 1967, a.a.O.).
Im Mittelpunkt der Maßnahmeerwägungen haben vielmehr in derartigen Fällen nicht in erster Linie die Einzelheiten der Rauschtat, sondern die Frage zu stehen, ob der Beamte aufgrund vorhandener Persönlichkeitsmängel bei dem Sichversetzen in den Rauschzustand das Risiko bestimmter Folgetaten in Kauf genommen hat (BVerwG…, Urteil vom 24. September 1976, a.a.O.; Urteil vom 26. April 1967, a.a.O.).
- BVerwG, 02.02.1972 - II WD 26.71
Tätlicher Angriff gegen einen Offizier - Beleidigung eines Offiziers - …
Diese Folgen des Rausch zustandes werden vielmehr dadurch vorwerfbar, daß der Beschuldigte mit dem bis zum Ausschluß seiner Verantwortlichkeit gehenden Alkoholgenuß zumindest fahrlässig das Risiko eingeht, sich im Rauschzustand pflichtwidrig zu verhalten (vgl. BDH Urteil vom 26. April 1967 - III D 1.67 -, BVerwGE 33, 12 ff).Die Ansehenseinbuße, die durch eine Rauschtat bewirkt wird, ist um so größer, je mehr diese als typische Folge der Trunkenheit anzusehen ist (BDH Urteil vom 26. April 1967 - III D 1.67 -, BVerwGE 33, 12 ff).
- BVerwG, 24.09.1976 - 1 D 11.76
Disziplinarmaß bei sexuellen Handlungen an einem Kind unter 14 Jahren im …
Wenn auch nach der ständigen Rechtsprechung für die disziplinare Bewertung einer Rauschtat Art und Auswirkung der im Vollrausch begangenen Straftat zu berücksichtigen sind (Urteil vom 22. Mai 1975 - I D 17.75 - = BVerwG Dok.Ber. B 1975, 261), so stehen im Mittelpunkt der Maßnahmeerwägungen nicht in erster Linie die Einzelheiten der Rauschtat, sondern die Frage, inwieweit der Beamte aufgrund vorhandener Persönlichkeitsmängel bei dem Sichversetzen in den Rauschzustand das Risiko bestimmter Folgetaten, hier eines Sittlichkeitsdeliktes, in Kauf genommen hat (BVerwGE 33, 12 [BVerwG 26.04.1967 - III D 1/67]). - BVerwG, 12.05.1982 - 2 WD 7.82
Anforderungen an die Durchführung eines wehrdisziplinarrechtlichen Verfahrens - …
Die Disziplinarsenate sowohl des früheren Bundesdisziplinarhofs (vgl. BDHE 5, 20) wie des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVerwGE 33, 12) haben in ständiger Rechtsprechung bei der Maßnahmebemessung nicht nur den Grad des Verschuldens bei der Herbeiführung des Vollrausches, sondern auch die Rauschtat selbst berücksichtigt. - BVerwG, 13.11.1967 - II WD 39.67
Verstoß gegen Dienstpflichten - Verhängung von Disziplinarmaßnahmen - …
Ihn bei der Strafzumessung grundsätzlich einem Täter gleichzustellen, der bei Verlobung der Tat selbst schuldhaft gehandelt hat, ist daher nicht angängig (vgl. auch das Senatsurteil vom 24. Februar 1966 - II WD 60/65 - und das Urteil des III. Disziplinarsenats des BDH vom 26. April 1967 - III D 1/67 - in ZBR 1967, 279).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".