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Rechtsprechung
   BVerwG, 10.02.1983 - 3 C 21.82   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1983,183
BVerwG, 10.02.1983 - 3 C 21.82 (https://dejure.org/1983,183)
BVerwG, Entscheidung vom 10.02.1983 - 3 C 21.82 (https://dejure.org/1983,183)
BVerwG, Entscheidung vom 10. Februar 1983 - 3 C 21.82 (https://dejure.org/1983,183)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    HeilpraktG § 1 Abs. 2

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Ausübung - Heilkunde - Erlaubnispflicht - Psychotherapie

Papierfundstellen

  • BVerwGE 66, 367
  • NJW 1984, 1414
 
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Wird zitiert von ... (81)Zitiert selbst (1)

  • BVerwG, 25.06.1970 - I C 53.66

    Anwendung des § 1 Abs. 2 Heilpraktikergesetz (HeilprG) auf Chiropraktik - Umfang …

    Auszug aus BVerwG, 10.02.1983 - 3 C 21.82
    Vielmehr liegt stets dann Heilkunde im Sinne des HeilpraktG vor, wenn die Tätigkeit nach allgemeiner Auffassung ärztliche oder heilkundliche Fachkenntnisse voraussetzt, sei es im Hinblick auf das Ziel, die Art oder die Methode der Tätigkeit oder für die Feststellung, ob im Einzelfall mit der Behandlung begonnen werden darf (BVerwG, NJW 1959, 833) und die Behandlung gesundheitliche Schädigung verursachen kann (BVerwGE 35, 308 ).
  • BVerfG, 24.10.2002 - 2 BvF 1/01

    Altenpflege

    Zum einen ist der Bereich ausgenommen, in dem die Behandlung keine Fachkenntnisse voraussetzt (…vgl. etwa BVerwG, DÄ 1966, S. 446 ff.; BVerwGE 35, 308 ; 66, 367 ; 94, 269 ) oder keinen Schaden anrichten kann (vgl. etwa BVerwGE 35, 308 ; 66, 367 ; 94, 269 ), mithin keine Gefahr für den Patienten bedeutet.

    Rn. 165 Zum anderen ist der Bereich eingeschlossen, in dem es um die gefährliche Behandlung an sich gesunder Menschen geht (…prophylaktische oder kosmetische Eingriffe, vgl. BVerwG, NJW 1959, S. 833;… Dünisch-Bachmann, a.a.O., Rn. 6.3.6 m.w. Hinweisen auf hierzu zählende therapeutische Maßnahmen; vgl. BVerwGE 66, 367 ).

    Rn. 166 Für die Auslegung des Heilkundebegriffs spielt es nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu Recht keine Rolle, dass es zu der Zeit, als das Heilpraktikergesetz in Kraft getreten ist, bestimmte, konkret zu beurteilende Behandlungsmethoden oder -richtungen noch nicht gegeben hat (vgl. BVerwGE 66, 367 ).

    Der Begriff der Heilkunde in § 1 Abs. 2 HeilprG ist entsprechend dem Gesetzeszweck, möglichen Gesundheitsgefahren vorzubeugen, dynamisch und nicht statisch auszulegen (vgl. BVerwGE 66, 367 ).

  • BVerfG, 10.05.1988 - 1 BvR 482/84

    Heilpraktikergesetz

    Grundsätzlich entschieden wurde die Frage durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. Februar 1983 (BVerwGE 66, 367).
  • BVerwG, 21.01.1993 - 3 C 34.90

    Heilpraktiker - Nebenberufliche Tätigkeit - Psychotherapie - Grundkenntnisse - …

    Die Beschränkung der Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz auf die Ausübung der Psychotherapie ist zulässig (Aufgabe der bisherigen Rechtsprechung, vgl. Beschluß vom 21. Mai 1964 - BVerwG 1 B 183.63 - Buchholz 418.04 Nr. 6, bestätigt durch das Senatsurteil vom 10. Februar 1983 - BVerwG 3 C 21.82 - BVerwGE 66, 367 [BVerwG 10.02.1983 - 3 C 21/82]).

    Die im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. Februar 1983 - BVerwG 3 C 21.82 - (BVerwGE 66, 367 [BVerwG 10.02.1983 - 3 C 21/82]) für Diplom-Psychologen entwickelten Grundsätze seien auch auf Antragsteller mit einer anderen Vorbildung anzuwenden, die ihre heilkundliche Tätigkeit in vergleichbarer Weise auf die Psychotherapie beschränken wollten.

    Daß weder das Heilpraktikergesetz noch die Durchführungsverordnungen vorschreiben, in welcher Form und in welchem Umfang die Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Heilpraktikeranwärters zu erfolgen hat, ist zwar im Hinblick auf Art. 12 Abs. 1 Satz 1 GG nicht unbedenklich; diese Bedenken lassen sich aber im Wege der verfassungskonformen Auslegung mit Hilfe des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes ausräumen (Urteil vom 10. Februar 1983 - BVerwG 3 C 21.82 - BVerwGE 66, 367 [BVerwG 10.02.1983 - 3 C 21/82]; vgl. auch BVerfG, Beschluß vom 10. Mai 1988 - 1 BvR 482/84 und 1166/85 - BVerfGE 78, 179 ).

    Vom Erfordernis allgemeiner heilkundlicher Kenntnisse hat der erkennende Senat (Urteil vom 10. Februar 1983 - BVerwG 3 C 21.82 - BVerwGE 66, 367 [BVerwG 10.02.1983 - 3 C 21/82]) bei Diplom-Psychologen, die Psychotherapie betreiben wollen, abgesehen, weil sie diese Kenntnisse für ihre Praxis nicht brauchen.

    Der erkennende Senat hatte in seiner Entscheidung vom 10. Februar 1983 - BVerwG 3 C 21.82 - (BVerwGE 66, 367 [BVerwG 10.02.1983 - 3 C 21/82]) ausdrücklich unentschieden gelassen, "ob und inwieweit bei einem Diplom-Psychologen mit Zusatzausbildung in der Psychotherapie solche Kenntnisse und Fähigkeiten aufgrund seiner Ausbildung und bisherigen Tätigkeit... im Rahmen der nach § 2 Abs. 1 Buchst. i DVO zum Heilpraktikergesetz vorzunehmenden Prüfung unterstellt werden können".

    Wie der erkennende Senat in seiner Entscheidung vom 10. Februar 1983 (BVerwG 3 C 21.82 - BVerwGE 66, 367 [BVerwG 10.02.1983 - 3 C 21/82]) ausgeführt hat, erstreckt sich die Überprüfung der Zuverlässigkeit - die nach dem bisherigen Verfahrensgang freilich keine Probleme aufgeworfen hat - auch darauf, ob die Klägerin die Gewähr dafür bietet, daß sie sich auch nach Erteilung der Erlaubnis auf die Ausübung der Psychotherapie beschränken und die Abgrenzung der heilkundlichen Tätigkeit im Bereiche der Psychotherapie zur ärztlichen Heilkunde beachten wird.

    Der Sache nach galt die Beschränkung schon bisher, wenn die Behörde - insofern im Anschluß an das Senatsurteil vom 10. Februar 1983 - BVerwG 3 C 21.82 - (BVerwGE 66, 367 [BVerwG 10.02.1983 - 3 C 21/82]) - dem Bewerber die Verpflichtung auferlegte, von der unbeschränkten Heilpraktikererlaubnis nicht in vollem Umfange Gebrauch zu machen, widrigenfalls die Erlaubnis widerrufen werden könne.

  • BVerwG, 26.08.2009 - 3 C 19.08

    Physiotherapeut, Heilpraktikererlaubnis, Beschränkung der Heilpraktikererlaubnis, …

    Maßgeblich sind das Erfordernis ärztlicher oder heilkundlicher Fachkenntnisse und die Gefahr gesundheitlicher Schäden (vgl. nur Urteil vom 10. Februar 1983 - BVerwG 3 C 21.82 - BVerwGE 66, 367 = Buchholz 418.04 Heilpraktiker Nr. 12 S. 2 f.).

    Sie soll ergeben, ob mit der Ausübung der Heilkunde durch den Betreffenden, das heißt mit der konkret beabsichtigten Heilkundetätigkeit, eine Gefahr für den Patienten verbunden wäre (Urteil vom 10. Februar 1983 a.a.O. S. 373 bzw. S. 6).

    Von einem Berufsbewerber dürfen nur solche Kenntnisse und Fähigkeiten verlangt werden, die in einem Bezug zu der geplanten Tätigkeit stehen (…vgl. Urteile vom 21. Januar 1993 a.a.O. S. 360 f. bzw. S. 10 f. und vom 10. Februar 1983 a.a.O. S. 372 f. bzw. S. 5 f.; vgl. auch BVerfG…, Beschluss vom 10. Mai 1988 a.a.O. S. 194).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.04.2006 - 13 A 2495/03

    Kosmetikerinnen dürfen ohne Heilpraktikererlaubnis keine Falten unterspritzen

    u. a. BVerfG, Beschlüsse vom 10.5.1988 - 1 BvR 111/77 -, BVerfGE 78, 155, - 1 BvR 482/84 u. a. -, BVerfGE 78, 179, vom 24.10.1994 - 1 BvR 1016/89 -, n. v., und vom 2.3.2004 - 1 BvR 784/03 -, MedR 2005, 35; BVerwG, Urteile vom 24.1.1957 - I C 194.54 -, BVerwGE 4, 250, vom 25.6.1970 - I C 53.66 -, BVerwGE 35, 308, vom 10.2.1983 - 3 C 21.82 -, BVerwGE 66, 367, vom 21.1.1993 - 3 C 34.90 -, BVerwGE 91, 356, vom 11.11.1993 - 3 C 45.91 -, a. a. O., und vom 21.12.1995 - 3 C 24.94 -, BVerwGE 100, 221; OVG NRW, Urteile vom 24.12.2000 - 13 A 4790/97 - (die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision wurde durch Beschluss des BVerwG vom 28.11.2000 - 3 B 182.00 - zurückgewiesen) und vom 2.12.1998 - 13 A 5322/96 -, DVBl. 1999, 1057.

    Eine etwaige Überprüfung, durch die festgestellt werden soll, ob die Ausübung der Heilkunde durch die Klägerin eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung bedeutet, ist dabei an den zur ordnungsgemäßen Erfüllung der geplanten Heilpraktikertätigkeit erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten zu orientieren, vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.10.1994 - 1 BvR 1016/89 - BVerwG, Urteile vom 21.1.1993 - 3 C 34.90 -, a. a. O., vom 10.2.1983 - 3 C 21.82 -, a. a. O., und vom 18.12.1972 - I C 2.69 -, a. a. O. .

  • VGH Baden-Württemberg, 23.03.2017 - 9 S 1034/15

    Erteilung einer Heilpraktikererlaubnis für eine ergotherapeutische Tätigkeit

    Maßgeblich sind das Erfordernis ärztlicher oder heilkundlicher Fachkenntnisse und die Gefahr gesundheitlicher Schäden (…vgl. nur BVerwG, Urteile vom 26.08.2009, a.a.O., und vom 10.02.1983 - 3 C 21.82 -, BVerwGE 66, 367, 369).

    Sie soll ergeben, ob mit der Ausübung der Heilkunde durch den Betreffenden, das heißt mit der konkret beabsichtigten Heilkundetätigkeit, eine Gefahr für den Patienten verbunden wäre (BVerwG, Urteil vom 10.02.1983, a.a.O., S. 373).

    Von einem Berufsbewerber dürfen nur solche Kenntnisse und Fähigkeiten verlangt werden, die in einem Bezug zu der geplanten Tätigkeit stehen (…vgl. BVerwG, Urteile vom 21.01.1993, a.a.O., S. 360 f. und vom 10.02.1983, a.a.O., S. 372 f.; vgl. auch BVerfG…, Beschluss vom 10.05.1988, a.a.O., S. 194).

  • BVerwG, 21.12.1995 - 3 C 24.94

    Berufsrecht - Heilpraktiker: Fehlender Beurteilungsspielraum bei Amtsärztliche …

    Die Lage ist nicht vergleichbar mit der Situation von Diplom-Psychologen, die eine staatlich anerkannte und überprüfte akademische Ausbildung absolviert, sich einer Zusatzausbildung unterzogen haben und nur Psychotherapie ausüben wollen (vgl. Urteil vom 10. Februar 1983 - BVerwG 3 C 21.82 - BVerwGE 66, 367 ).
  • OVG Saarland, 09.10.2024 - 1 A 44/24

    Sektorale Heilpraktikererlaubnis auf dem Gebiet der Physiotherapie

    Denn für die Gleichbehandlung sei nicht die Vorbildung, sondern das Anstreben des gleichen Berufszieles, also die Gleichartigkeit der geplanten Betätigung, entscheidend.[BVerwG, Urteil vom 21.1.1993, a.a.O., Rn 30, unter Hinweis auf Urteil vom 10.2.1983 - 3 C 21/82 -, juris Rn. 34 ff.][BVerwG, Urteil vom 21.1.1993, a.a.O., Rn 30, unter Hinweis auf Urteil vom 10.2.1983 - 3 C 21/82 -, juris Rn. 34 ff.].

    Rn. 57 Zu Recht ist das Bundesverwaltungsgericht in diesem Zusammenhang der Auffassung, dass ein Tätigwerden des Gesetzgebers wünschenswert wäre.[BVerwG, Urteil vom 10.2.1983 - 3 C 21/82 -, juris Rn. 28, 34 und 38][BVerwG, Urteil vom 10.2.1983 - 3 C 21/82 -, juris Rn. 28, 34 und 38] Solange es hieran fehlt, ist indes von den Erlaubnisbehörden zu respektieren, dass es für die seitens des Klägers geplante Betätigung als Heilpraktiker auf dem Gebiet der Physiotherapie - ebenso wie für den Beruf des Heilpraktikers im Allgemeinen bzw. für andere spezielle Berufsfelder der Heilpraktikertätigkeit, etwa hinsichtlich des Bereichs der Psychotherapie oder hinsichtlich anderer anerkannter Bereiche sektoraler Heilpraktikererlaubnisse[für den Bereich der Logopädie vgl. BVerwG, Urteil vom 10.10.2019][für den Bereich der Logopädie vgl. BVerwG, Urteil vom 10.10.2019] - keine gesetzlichen oder verordnungsrechtlichen Vorgaben betreffend eine bestimmte Aus- bzw. Vorbildung gibt.

    Eine derartige Gefahr ist zu bejahen, wenn befürchtet werden muss, dass durch die Behandlung des Patienten durch den Heilpraktikeranwärter unmittelbar oder durch ein nicht rechtzeitiges Erkennen der Notwendigkeit einer ärztlichen Heilbehandlung für den Patienten ernsthafte Gesundheitsschäden eintreten können.[zur früheren Fassung: BVerwG, Urteil vom 10.2.1983, a.a.O., Rn. 26][zur früheren Fassung: BVerwG, Urteil vom 10.2.1983, a.a.O., Rn. 26].

    Generell bedeutsam ist ferner, so das Bundesverwaltungsgericht zur Tätigkeit des "eigentlichen" Heilpraktikers, dass eine medizinische Ausbildung für den Heilpraktiker nicht vorgeschrieben ist; er hat keinen Nachweis einer allgemeinen sachlichen Fachqualifikation für den Heilpraktikerberuf zu erbringen und es findet keine Fachprüfung statt.[BVerwG, Urteil vom 10.2.1983, a.a.O., Rn. 30 f.][BVerwG, Urteil vom 10.2.1983, a.a.O., Rn. 30 f.] Zu würdigen ist indes, so das Bundesverwaltungsgericht sinngemäß in Bezug auf die Vorbildung eines Diplom-Psychologen mit Zusatzausbildung als Psychotherapeut[BVerwG, Urteil vom 10.2.1983, a.a.O., Rn. 32 ff.][BVerwG, Urteil vom 10.2.1983, a.a.O., Rn. 32 ff.] sowie das Bundesverfassungsgericht im Allgemeinen[BVerfG, Beschluss vom 10.5.1988, a.a.O., Rn. 43][BVerfG, Beschluss vom 10.5.1988, a.a.O., Rn. 43], dass § 2 Abs. 1 Satz 1 Buchst. i der 1. DVO-HeilprG auch auf sektorale Erlaubnisse "passt" und dahin ausgelegt werden kann, dass bei der Überprüfung eine vorhandene Vor- bzw. Ausbildung zu berücksichtigen ist oder deren Nachweis allein ausreichen kann.

    Demzufolge kann es mit Blick auf den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und eine vorhandene Vor- bzw. Ausbildung im Einzelfall gerechtfertigt sein, die zum Schutz vor Gesundheitsgefahren vorgeschriebene - und als solche unverzichtbare[BVerwG, Urteil vom 21.1.1993, a.a.O., Rn. 32][BVerwG, Urteil vom 21.1.1993, a.a.O., Rn. 32] - Überprüfung nur in einem eingeschränkten Umfang vorzunehmen.[BVerwG, Urteil vom 10.2.1983, a.a.O., Rn. 34][BVerwG, Urteil vom 10.2.1983, a.a.O., Rn. 34] Bei der insoweit notwendigen Sachverhaltsermittlung hat die Behörde zunächst "nach Aktenlage" die vorgelegten Zeugnisse und sonstigen Nachweise über Aus- und Fortbildungen zu prüfen und je nach Ergebnis die Art der weiteren Ermittlungen zu bestimmen.[BVerwG, Urteile vom 21.1.1993, a.a.O., Rn. 32, und vom 26.8.2009, a.a.O., Rn. 28][BVerwG, Urteile vom 21.1.1993, a.a.O., Rn. 32, und vom 26.8.2009, a.a.O., Rn. 28] Gegenstand einer nachfolgenden Überprüfung dürfen nur Kenntnisse und Fähigkeiten sein, die in einem Bezug zu der geplanten Tätigkeit stehen und von deren Vorliegen nicht bereits aufgrund der nachgewiesenen Vorbildung auszugehen ist.[BVerwG, Urteil vom 26.8.2009, a.a.O., Rn. 21 ff.][BVerwG, Urteil vom 26.8.2009, a.a.O., Rn. 21 ff.] Ob und gegebenenfalls inwieweit die im Regelfall gebotene eingeschränkte Kenntnisprüfung im Hinblick auf die Ausbildung und absolvierte Zusatzausbildungen ausnahmsweise entbehrlich sein kann, hängt von den jeweiligen Umständen des Einzelfalls ab.

    Rn. 71 Soweit das Bundesverwaltungsgericht das Vorliegen "ausreichender diagnostischer Kenntnisse" als Gegenstand der Überprüfung benennt[z.B. Urteil vom 10.2.1983, a.a.O., Rn. 35, und vom 26.8.2009, a.a.O., Rn. 25][z.B. Urteil vom 10.2.1983, a.a.O., Rn. 35, und vom 26.8.2009, a.a.O., Rn. 25], stellt es klar, dass es nicht darum geht, eine ärztliche Differentialdiagnose zu ersetzen, sondern darum, dass der Anwärter die Möglichkeiten und Grenzen der eigenen Diagnosefähigkeiten kennt und beachtet.[Urteil vom 26.8.2009, a.a.O., Rn. 25][Urteil vom 26.8.2009, a.a.O., Rn. 25] Ebenso geht es hinsichtlich der gleichfalls zu überprüfenden Befähigung, den Patienten entsprechend der Diagnose zu behandeln, darum, Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung und der Patienten zu vermeiden; insoweit wird von dem Anwärter erwartet, dass er die Grenzen seines Könnens beachtet.

  • BGH, 22.06.2011 - 2 StR 580/10

    Zur unerlaubten Ausübung der Heilkunde bei Synergetik-Therapie

    Weiterhin hat die Strafkammer Psychotherapie zutreffend als Ausübung der Heilkunde i.S.v. § 1 Abs. 2 HeilprG angesehen und sich dabei auf die hierzu grundlegende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 10. Februar 1983 - 3 C 21/82, BVerwGE 66, 367 = NJW 1984, 1414) gestützt (vgl. auch BVerfG, Beschluss vom 10. Mai 1988 - 1 BvR 482/84, 1 BvR 1166/85, BVerfGE 78, 179; BayObLG, …
  • VGH Baden-Württemberg, 23.03.2017 - 9 S 1899/16

    Erteilung einer Heilpraktikererlaubnis für eine logopädische Tätigkeit

    Maßgeblich sind das Erfordernis ärztlicher oder heilkundlicher Fachkenntnisse und die Gefahr gesundheitlicher Schäden (…vgl. nur BVerwG, Urteile vom 26.08.2009, a.a.O., und vom 10.02.1983 - 3 C 21.82 -, BVerwGE 66, 367, 369).

    Sie soll ergeben, ob mit der Ausübung der Heilkunde durch den Betreffenden, das heißt mit der konkret beabsichtigten Heilkundetätigkeit, eine Gefahr für den Patienten verbunden wäre (BVerwG, Urteil vom 10.02.1983, a.a.O., S. 373).

    Von einem Berufsbewerber dürfen nur solche Kenntnisse und Fähigkeiten verlangt werden, die in einem Bezug zu der geplanten Tätigkeit stehen (…vgl. BVerwG, Urteile vom 21.01.1993, a.a.O., S. 360 f. und vom 10.02.1983, a.a.O., S. 372 f.; vgl. auch BVerfG…, Beschluss vom 10.05.1988, a.a.O., S. 194).

  • VGH Baden-Württemberg, 10.07.2006 - 9 S 519/06

    Ausübung der Heilkunde; Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure durch als …

  • VG München, 18.01.2018 - M 27 K 17.693

    Möglichkeit der Erteilung einer Heilpraktikererlaubnis für Chiropraktik

  • VG Stuttgart, 26.01.2017 - 4 K 5923/15

    Beschränkte Heilpraktikererlaubnis für die Ausübung der Osteopathie

  • BVerwG, 13.12.2012 - 3 C 26.11

    Heilpraktiker; Heilpraktikerberuf; blinder Heilpraktiker; Erblindung; …

  • VGH Baden-Württemberg, 24.07.2019 - 9 S 1460/18

    Beschränkung der Heilpraktikererlaubnis auf Chiropraktik

  • LSG Bayern, 26.03.2010 - L 8 AL 117/06

    Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben - berufliche …

  • OVG Rheinland-Pfalz, 25.08.1992 - 6 A 11484/91

    Eigeschränkte Erlaubnis; Heilpraktiker

  • VGH Baden-Württemberg, 17.05.2022 - 9 S 684/20

    Heilpraktikererlaubnis für Ergotherapeuten

  • OVG Rheinland-Pfalz, 21.11.2006 - 6 A 10271/06

    Heilpraktiker; Beschränkung der Erlaubnis auf ein Fachgebiet; Entfallen der …

  • VGH Hessen, 05.03.1991 - 11 UE 885/89

    Vollständiges Abfassen des Urteils nach Verkündung; Antrag eines …

  • BSG, 17.11.2005 - B 11a AL 23/05 R

    Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben - berufliche …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 08.12.1997 - 13 A 4973/94

    Auch "Wunderheiler" bedürfen der behördlichen Erlaubnis

  • OVG Schleswig-Holstein, 16.03.2017 - 3 LB 4/16

    Erteilung einer Heilpraktikererlaubnis ohne spezifische Ausbildung

  • VGH Bayern, 22.06.2009 - 21 BV 05.256

    Heilpraktikerprüfung; Fragestellung; Berücksichtigung unzulässiger Fragen

  • VG Köln, 22.09.2015 - 7 K 3326/13
  • VG Stuttgart, 10.04.2008 - 4 K 5891/07

    Frage der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde im Fall eines Physiotherapeuten

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 13.08.1998 - 13 A 1781/96

    Heilpraktiker; Erlaubnis; Ausübung der Zahnheilkunde; Reichweite; Ganzkörperliche …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.08.2000 - 13 A 4790/97

    Anforderungen an die Substantiierung des Verdachts der unerlaubten Ausübung der …

  • VG Bremen, 23.06.2004 - 1 K 1786/02

    Zum Anspruch auf Erteilung einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten …

  • VG Augsburg, 08.12.2011 - Au 2 K 08.1138

    Schriftliche Überprüfung nach dem Heilpraktikergesetz

  • VG Hannover, 15.05.2025 - 7 A 3486/23

    Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde nach dem Heilpraktikergesetz beschränkt auf …

  • OVG Bremen, 20.12.2005 - 1 A 260/04

    Erteilung einer Heilpraktikererlaubnis

  • BVerwG, 28.11.2002 - 3 C 44.01

    Psychologischer Psychotherapeut; Approbation als; Übergangsregelung für die …

  • VG Frankfurt/Main, 27.05.2014 - 4 K 2714/12

    Die Heilpraktikererlaubnis kann auf das Gebiet der Chiropraktik beschränkt …

  • BVerwG, 13.09.1984 - 5 C 118.83

    Verhaltenstherapie als eine erlaubnispflichtige Art der Ausübung der Heilkunde - …

  • VGH Baden-Württemberg, 09.07.1991 - 9 S 961/90

    Untersagungsverfügung wegen unerlaubter Ausübung der Heilkunde, hier: …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 02.12.1998 - 13 A 5322/96

    Berufsrecht/Heilparktiker: Untersagung der Ausübung der Heilkunde, "Reiki-Spende"

  • OVG Rheinland-Pfalz, 08.11.1988 - 6 A 21/88
  • VG Hamburg, 14.06.2021 - 17 E 2207/21

    Erfolgloser Eilantrag eines Personaltrainers auf Erteilung einer vorläufigen …

  • BVerwG, 27.06.1989 - 3 B 18.89

    Versagung einer Heilpraktikererlaubnis - Gefahr für die Volksgesundheit

  • VG Düsseldorf, 26.06.2013 - 7 K 1637/12

    Anspruch auf Erteilung der Heilpraktikererlaubnis beschränkt auf das Gebiet der …

  • KG, 17.07.2015 - 5 U 57/14

    Wettbewerbsverstoß im Internet: Werturteile über die Qualifikation von …

  • VG Würzburg, 04.08.2008 - W 7 K 08.906

    Heilpraktikererlaubnis beschränkt auf den Bereich der physikalischen Therapie …

  • VGH Hessen, 07.07.1987 - 11 UE 557/87

    HEILPRAKTIKER; AKADEMISCHER GRAD; VERSCHREIBUNGSPFLICHTIG; MEDIKAMENT; …

  • VG Wiesbaden, 18.03.2009 - 7 K 631/08

    Erlaubnis zur selbständigen Ausübung der Heilkunde durch Physiotherapeuten ohne …

  • BVerwG, 04.09.1989 - 3 B 53.89

    Verfassungsmäßigkeit von Vorschriften zum Heilpraktikerrecht - Versagung einer …

  • VG Kassel, 17.03.2015 - 3 K 1496/14

    Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten

  • VG Göttingen, 25.04.2012 - 1 A 249/10

    Beschränkt; Heilpraktikererlaubnis; Kenntnislücke; Kenntnisüberprüfung; …

  • BVerwG, 29.06.1992 - 3 B 102.91

    Anforderungen an die Revision eröffnende Divergenz - Grundsätzliche Bedeutung der …

  • BVerwG, 23.04.1987 - 3 B 32.86

    Anforderungen an die Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache - …

  • VG Köln, 17.12.2003 - 9 K 2970/00

    Anforderungen an die Fähigkeiten einer Person für die Erteilung der Erlaubnis zur …

  • OVG Rheinland-Pfalz, 08.08.2001 - 6 A 10273/01
  • OVG Niedersachsen, 30.11.1994 - 8 L 2045/92
  • VG Berlin, 31.05.2011 - 14 K 31.10

    Blindheit schließt Zulassung als Heilpraktikerin nicht generell aus

  • VG München, 23.11.2010 - M 16 K 10.2644

    Erteilung einer Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin nach …

  • VG Ansbach, 09.07.2008 - AN 9 K 07.03319

    Prüfungsfreie beschränkte Heilpraktikererlaubnis für Physiotherapeuten

  • OVG Rheinland-Pfalz, 28.04.2009 - 6 A 10050/08

    Versagung der Erlaubnis der nichtärztlichen Ausübung der Heilkunde für ein …

  • VG Frankfurt/Main, 09.05.2014 - 4 K 3591/12

    Stadt Frankfurt/Main muss einem Kläger die Erlaubnis zur Ausübung seiner …

  • VG Regensburg, 14.03.2013 - RO 5 K 12.889

    Gerichtliche Überprüfung einer mündlichen Kenntnisüberprüfung im Rahmen des …

  • OVG Sachsen-Anhalt, 12.12.2006 - 1 L 395/04

    Zulässigkeit einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten …

  • VG Leipzig, 11.07.2013 - 5 K 1161/11

    Einschränkung der Heilpraktikererlaubnis auf die Berufsausübung von …

  • VG Koblenz, 06.02.2006 - 3 K 855/05

    Keine Heilpraktikererlaubnis für einen Masseur ohne abgelegte Prüfung.

  • VG Ansbach, 09.07.2008 - AN 9 K 08.00413

    Prüfungsfreie beschränkte Heilpraktikererlaubnis für Physiotherapeuten

  • VG Hannover, 17.02.2016 - 5 A 12344/14

    Psychologie; Psychologischer Psychotherapeut

  • VGH Bayern, 20.11.1996 - 7 B 95.3170
  • VG Ansbach, 09.07.2008 - AN 9 K 08.00410

    Prüfungsfreie beschränkte Heilpraktikererlaubnis für Physiotherapeuten

  • VG Gelsenkirchen, 21.01.2004 - 7 K 2923/00

    Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen der Rücknahme einer Approbation als Kinder- und …

  • OLG Karlsruhe, 19.02.1997 - 2 Ws 221/95
  • VG Ansbach, 21.09.2016 - AN 4 K 16.30411

    Erfolglose Klagen gegen Einstellung des Asylverfahrens

  • VG Frankfurt/Main, 01.07.2009 - 12 K 30/08
  • VG Hamburg, 15.01.2002 - 14 VG 2162/00
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.08.1990 - 5 A 76/88

    Diplom-Psychologe; Erteilung der Erlaubnis; Psychotherapie; Mündliche …

  • VG Frankfurt/Main, 01.07.2009 - 12 K 31/08
  • OVG Niedersachsen, 26.02.1996 - 8 M 6826/95
  • VG Stuttgart, 10.04.2008 - 4 K 6118/07

    Voraussetzungen eines Anspruchs auf Erteilung einer Heilpraktikererlaubnis; …

  • OVG Rheinland-Pfalz, 12.06.2002 - 6 A 11874/01
  • OVG Bremen, 26.01.1988 - 2 BA 45/84

    Sozialhilferecht - Eingliederung eines sprachbehinderten Kindes

  • VG Bayreuth, 29.09.2020 - B 5 K 20.34

    Keine Beihilfefähigkeit von allgemeinärztlichen bzw. psychotherapeutischen …

  • OVG Niedersachsen, 17.09.1998 - 8 L 3468/98

    Heilpraktikererlaubnis ohne zusätzliche

  • VG Münster, 08.08.2012 - 6 K 1267/11

    Anspruch auf Bewilligung der Aufstiegsfortbildungsförderung für eine Fortbildung …

  • VG Mainz, 05.07.2000 - 4 K 164/00

    Erteilung der Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin; Bestehen …

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