Rechtsprechung
| BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09 |
Volltextveröffentlichungen (13)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
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- openjur.de
- Bundesverfassungsgericht
- rechtsinformationen.bund.de
Nichtannahmebeschluss: Kennzeichnung von sogenanntem "3-mm-Fleisch" als "Separatorenfleisch" iSv Anh 1 Nr 1.14 EGV 853/2004 - keine Verletzung von Art 101 Abs 1 S 2 GG durch Unterlassen einer Vorlage an den EuGH - fachgerichtliche Annahme einer "eindeutigen Rechtslage" ...
- rechtsprechung-im-internet.de
Art 101 Abs 1 S 2 GG, Art 267 Abs 3 AEUV, Anh 1 Nr 1.14 EGV 853/2004, Erwägungsgrund 20 EGV 853/2004
Nichtannahmebeschluss: Kennzeichnung von sogenanntem "3-mm-Fleisch" als "Separatorenfleisch" iSv Anh 1 Nr 1.14 EGV 853/2004 - keine Verletzung von Art 101 Abs 1 S 2 GG durch Unterlassen einer Vorlage an den EuGH - fachgerichtliche Annahme einer "eindeutigen Rechtslage" ... - Wolters Kluwer
Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG ist bei einer Nichtverkennung der Vorlagepflicht durch das letztinstanzliche Gericht und Nichtabweichung von der Rechtsprechung des EuGH nicht verletzt; Vereinbarkeit einer unterbliebenen Vorlage i.S.d. Art. 267 Abs. 3 AEUV durch ein letztinstanzliches ...
- Landesanwaltschaft Bayern
Anhang I Nr. 1.14 der VO (EG) Nr. 853/2004
Lebensmittelrecht: Auslegung des Begriffs "Separatorenfleisch" | Sog. 3-mm-Fleisch; Separatorenfleisch - Landesanwaltschaft Bayern
Anhang I Nr. 1.14 der VO (EG) Nr. 853/2004
Lebensmittelrecht: Auslegung des Begriffs "Separatorenfleisch" | Sog. 3-mm-Fleisch; Separatorenfleisch - ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG ist bei einer Nichtverkennung der Vorlagepflicht durch das letztinstanzliche Gericht und Nichtabweichung von der Rechtsprechung des EuGH nicht verletzt; Vereinbarkeit einer unterbliebenen Vorlage i.S.d. Art. 267 Abs. 3 AEUV durch ein letztinstanzliches ...
- datenbank.nwb.de
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Der EuGH als gesetzlicher Richter
Verfahrensgang
- VG Osnabrück, 25.07.2008 - 6 A 53/07
- OVG Niedersachsen, 23.07.2009 - 13 LA 150/08
- BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09
Papierfundstellen
- BVerfGK 18, 460
- BayVBl 2012, 45
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (10)
- BVerfG, 31.05.1990 - 2 BvL 12/88
Absatzfonds
Auszug aus BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09
Das nationale Gericht ist unter den Voraussetzungen des Art. 267 Abs. 3 AEUV von Amts wegen gehalten, den Gerichtshof anzurufen (vgl. BVerfGE 82, 159 ).Das Bundesverfassungsgericht überprüft nur, ob die Auslegung und Anwendung der Zuständigkeitsregel des Art. 267 Abs. 3 AEUV bei verständiger Würdigung nicht mehr verständlich erscheinen und offensichtlich unhaltbar sind (vgl. BVerfGE 82, 159 ; BVerfGK 8, 401 ;… BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 6. Juli 2010 - 2 BvR 2661/06 -, NJW 2010, S. 3422 ).
zum Ganzen BVerfGE 82, 159 ; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 6. Juli 2010 - 2 BvR 2661/06 -, NJW 2010, S. 3422 ; Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 25. Februar 2010 - 1 BvR 230/09 -, NJW 2010, S. 1268 ).
- BVerfG, 25.02.2010 - 1 BvR 230/09
Teilweise stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung der Garantie des gesetzlichen …
Auszug aus BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09
zum Ganzen BVerfGE 82, 159 ; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 6. Juli 2010 - 2 BvR 2661/06 -, NJW 2010, S. 3422 ; Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 25. Februar 2010 - 1 BvR 230/09 -, NJW 2010, S. 1268 ).Rn. 22 Bezogen auf diese für die Anwendung des Art. 267 Abs. 3 AEUV maßgeblichen Grundsätze wird ein letztinstanzliches nationales Gericht, das von einem Vorabentscheidungsersuchen absieht, dem Recht der Prozessparteien auf den gesetzlichen Richter gemäß Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG in der Regel nur dann gerecht, wenn es nach Auswertung der entscheidungserheblichen Bestimmungen des Unionsrechts eine vertretbare Begründung dafür gibt, dass die maßgebliche Rechtsfrage durch den Europäischen Gerichtshof bereits entschieden ist oder dass die richtige Antwort auf diese Rechtsfrage offenkundig ist (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 25. Februar 2010 - 1 BvR 230/09 -, NJW 2010, S. 1268 ).
- BVerfG, 06.07.2010 - 2 BvR 2661/06
Ultra-vires-Kontrolle Mangold
Auszug aus BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09
Das Bundesverfassungsgericht überprüft nur, ob die Auslegung und Anwendung der Zuständigkeitsregel des Art. 267 Abs. 3 AEUV bei verständiger Würdigung nicht mehr verständlich erscheinen und offensichtlich unhaltbar sind (vgl. BVerfGE 82, 159 ; BVerfGK 8, 401 ; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 6. Juli 2010 - 2 BvR 2661/06 -, NJW 2010, S. 3422 ).zum Ganzen BVerfGE 82, 159 ; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 6. Juli 2010 - 2 BvR 2661/06 -, NJW 2010, S. 3422 ; Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 25. Februar 2010 - 1 BvR 230/09 -, NJW 2010, S. 1268 ).
- EuGH, 06.10.1982 - 283/81
CILFIT / Ministero della Sanità
Auszug aus BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09
Ein nationales Gericht darf einen vernünftigen Zweifel an der Entscheidung der gestellten Frage nur verneinen, wenn es überzeugt ist, dass auch für die Gerichte der übrigen Mitgliedstaaten und den Gerichtshof die gleiche Gewissheit bestünde (vgl. Urteil vom 6. Oktober 1982 - Rs 283/81 C.I.L.F.I.T. -, amtl.Slg. 1982, S. 3415 , NJW 1983, S. 1257).
- OVG Niedersachsen, 23.07.2009 - 13 LA 150/08
Kennzeichnung von 3-mm-Fleisch als Separatorenfleisch; Relevanz des Verfahrens …
Auszug aus BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09
gegen den Beschluss des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 23. Juli 2009 - 13 LA 150/08 - .Rn. 10 Den Antrag der Beschwerdeführerin auf Zulassung der Berufung gegen das verwaltungsgerichtliche Urteil lehnte das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht mit angegriffenem Beschluss vom 23. Juli 2009 (Az.: 13 LA 150/08 -, juris) ab.
- BVerfG, 25.01.2011 - 1 BvR 1741/09
Zum Erfordernis der Wahrung von Arbeitnehmerrechten beim gesetzlich vollzogenen …
Auszug aus BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09
Rn. 21 Dabei kommt es für die Frage nach einer Verletzung des Rechts auf den gesetzlichen Richter gemäß Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG durch Nichtvorlage an den Europäischen Gerichtshof im Ausgangspunkt nicht in erster Linie auf die Vertretbarkeit der fachgerichtlichen Auslegung des für den Streitfall maßgeblichen materiellen Unionsrechts an, sondern auf die Beachtung oder Verkennung der Voraussetzungen der Vorlagepflicht nach der Vorschrift des Art. 267 Abs. 3 AEUV, die den gesetzlichen Richter im Streitfall bestimmt (vgl. BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 25. Januar 2011 - 1 BvR 1741/09 -, NJW 2011, S. 1427 , Rn. 104). - OVG Nordrhein-Westfalen, 28.03.2007 - 13 B 2254/06
Rechtmäßigkeit der Verpflichtung zur Kennzeichnnung eines nach "schonenden …
Auszug aus BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09
Des Weiteren konnte sich das Oberverwaltungsgericht auf eine insoweit einheitliche obergerichtliche Rechtsprechung berufen, als auch das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen geurteilt hat, dass sogenanntes "Baaderfleisch" beziehungsweise "3-mm-Fleisch" als Separatorenfleisch im Sinne der unionsrechtlichen Definition anzusehen ist (vgl. Beschluss vom 28. März 2007 - 13 B 2254/06 -, ZLR 2007, S. 513 sowie zeitlich nach der angegriffenen Entscheidung: Beschluss vom 2. Juni 2010 - 13 A 2441/07 -, juris, DVBl 2010, S. 1392 [Leitsatz]); Entscheidungen anderer Obergerichte hierzu sind nicht veröffentlicht. - OVG Nordrhein-Westfalen, 02.06.2010 - 13 A 2441/07
Verstoß gegen die Kennzeichnungsvorschriften durch eine von der Kennzeichnung der …
Auszug aus BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09
Des Weiteren konnte sich das Oberverwaltungsgericht auf eine insoweit einheitliche obergerichtliche Rechtsprechung berufen, als auch das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen geurteilt hat, dass sogenanntes "Baaderfleisch" beziehungsweise "3-mm-Fleisch" als Separatorenfleisch im Sinne der unionsrechtlichen Definition anzusehen ist (vgl. Beschluss vom 28. März 2007 - 13 B 2254/06 -, ZLR 2007, S. 513 sowie zeitlich nach der angegriffenen Entscheidung: Beschluss vom 2. Juni 2010 - 13 A 2441/07 -, juris, DVBl 2010, S. 1392 [Leitsatz]); Entscheidungen anderer Obergerichte hierzu sind nicht veröffentlicht. - BVerfG, 14.07.2006 - 2 BvR 264/06
Pflicht zur Vorlage an den EuGH in einem aktienrechtlichen Verfahren
Auszug aus BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09
Das Bundesverfassungsgericht überprüft nur, ob die Auslegung und Anwendung der Zuständigkeitsregel des Art. 267 Abs. 3 AEUV bei verständiger Würdigung nicht mehr verständlich erscheinen und offensichtlich unhaltbar sind (vgl. BVerfGE 82, 159 ; BVerfGK 8, 401 ;… BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 6. Juli 2010 - 2 BvR 2661/06 -, NJW 2010, S. 3422 ). - VG Osnabrück, 25.07.2008 - 6 A 53/07
Kennzeichnung von Fleischerzeugnissen als Separatorenfleisch; 3 mm-Fleisch; …
Auszug aus BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09
Das Verwaltungsgericht Osnabrück wies die Klage mit Urteil vom 25. Juli 2008 (Az.: 6 A 53/07 -, veröffentlicht bei juris) ab.
- BAG, 21.03.2012 - 6 AZR 596/10
Beifügung der Stellungnahme des Betriebsrats zur Massenentlassungsanzeige
Die im vorliegenden Rechtsstreit zu beantwortende Frage betrifft damit keine unionsrechtliche Fragestellung, sondern ausschließlich die Anwendung nationalen Rechts (…vgl. BAG 18. Januar 2012 - 6 AZR 407/10 - Rn. 48; zur Vorlagepflicht letztinstanzlicher Gerichte bei der Auslegung von Unionsrecht vgl. BVerfG 7. Juni 2011 - 1 BvR 2109/09 - Rn. 18 ff., ZLR 2011, 608;… 24. Oktober 2011 - 2 BvR 1969/09 - Rn. 25 ff.). - BVerfG, 24.05.2022 - 1 BvR 2342/17
Erfolglose Verfassungsbeschwerde wegen unterlassenem Vorabentscheidungsersuchen …
Rn. 17 (4) Wenn dem in letzter Instanz entscheidenden einzelstaatlichen Gericht das Vorliegen voneinander abweichender Gerichtsentscheidungen - von Gerichten ein und desselben Mitgliedstaats oder zwischen Gerichten verschiedener Mitgliedstaaten - zur Auslegung einer auf den Ausgangsrechtsstreit anwendbaren Vorschrift des Unionsrechts zur Kenntnis gebracht wird, muss es bei seiner Beurteilung der Frage, ob es an einem vernünftigen Zweifel in Bezug auf die richtige Auslegung der fraglichen Unionsrechtsvorschrift fehlt, besonders sorgfältig sein und dabei insbesondere das mit dem Vorabentscheidungsverfahren angestrebte Ziel berücksichtigen, die einheitliche Auslegung des Unionsrechts zu gewährleisten (vgl. EuGH…, Urteil vom 6. Oktober 2021, Consorzio Italian Management, C-561/19, EU:C:2021:799, Rn. 47 ff.; dazu BVerfGK 17, 533 ; 18, 460 ). - BVerfG, 29.05.2012 - 1 BvR 3201/11
Nichtannahmebeschluss: Zeitratierliche Berechnung einer Betriebsrente (§§ 7 Abs 2 …
Es kommt damit im Rahmen des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG nicht auf die Vertretbarkeit der fachgerichtlichen Auslegung des für den Streitfall maßgeblichen materiellen Unionsrechts an, sondern auf die Vertretbarkeit der Handhabung der Vorlagepflicht nach Art. 267 Abs. 3 AEUV (vgl. BVerfGE 82, 159 ; 126, 286 ; 128, 157 ; ähnlich bereits BVerfGK 14, 148 ;… BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 19. Juli 2011 - 1 BvR 1916/09 -, a.a.O., Rn. 98;… Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 10. November 2010 - 1 BvR 2065/10 -, ZUM 2011, S. 236 , Rn. 23; Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 7. Juni 2011 - 1 BvR 2109/09 -, juris, Rn. 21;… wiederholt im Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 24. Oktober 2011 - 2 BvR 1969/09 -, juris, Rn. 27).
- VG Osnabrück, 05.09.2017 - 3 A 109/16
Furculafleisch; Gabelbeinfleisch; Separatorenfleisch
Erwägungsgrund 20 der VO (EG) Nr. 853/2004 spricht für eine möglichst weite Auslegung des Separatorenfleischbegriffs (vgl. BVerfG - 1 BvR 2109/09 -).Der 20. Erwägungsgrund spricht für eine möglichst weite Auslegung des Separatorenfleischbegriffs (vgl. Bundesverfassungsgericht, Nichtannahmebeschluss vom 07. Juni 2011 - 1 BvR 2109/09 -, juris Rn. 26).
Rn. 74 Für eine möglichst weite Auslegung der Definition spricht darüber hinaus, dass in der VO (EG) 853/2004 in Anhang III Abschnitt V Kapitel III Nr. 3 und 4 zwischen zwei Qualitätskategorien von Separatorenfleisch unterschieden wird (vgl. auch insoweit Bundesverfassungsgericht, Nichtannahmebeschluss vom 07. Juni 2011, a.a.O.).
- BGH, 19.06.2012 - 4 ARs 5/12
Auslieferung und europäischer Haftbefehl bei drohender lebenslanger …
Kommt es bei der mithin zunächst ihm obliegenden Auslegung zu dem Ergebnis, die Voraussetzungen für die Erholung einer Vorabentscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union (hier: nach Art. 267 Buchst. b AEUV) seien nicht gegeben, weil die richtige Anwendung des Gemeinschaftsrechts derart offenkundig ist, dass für einen vernünftigen Zweifel kein Raum ist ("acte claire-Doktrin"; vgl. BVerfG, Beschluss vom 7. Juni 2011 - 1 BvR 2109/09;… Wegner aaO Art. 267 AEUV Rn. 32 jeweils mwN), so ist es - auch als letztinstanzliches Gericht - zur Erholung dieser Vorabentscheidung nicht verpflichtet. - OVG Niedersachsen, 08.06.2022 - 14 LB 2/22
Fleisch; Gabelbeinfleisch; Hähnchen; Irreführungsverbot; Kennzeichnung; …
Sie stellen jedoch eine maßgebliche Grundlage für die Auslegung dar (BVerfG, Beschl. v. 7.6.2011 - 1 BvR 2109/09 -, juris Rn. 26;… NdsOVG, Beschl. v. 23.7.2009 - 13 LA 150/08 -, juris Rn. 10). - BAG, 21.03.2012 - 6 AZR 607/10
Beifügung der Stellungnahme des Betriebsrats zur Massenentlassungsanzeige
Die im vorliegenden Rechtsstreit zu beantwortende Frage betrifft damit keine unionsrechtliche Fragestellung, sondern ausschließlich die Anwendung nationalen Rechts (…vgl. BAG 18. Januar 2012 - 6 AZR 407/10 - Rn. 48; zur Vorlagepflicht letztinstanzlicher Gerichte bei der Auslegung von Unionsrecht BVerfG 7. Juni 2011 - 1 BvR 2109/09 - Rn. 18 ff., ZLR 2011, 608;… 24. Oktober 2011 - 2 BvR 1969/09 - Rn. 25 ff.). - OVG Berlin-Brandenburg, 25.10.2012 - 11 N 20.11
Neubegründung der Waffenerlaubnispflicht von umgebauten LEP-Waffen
Eine abweichende Verwaltungspraxis, die bislang nicht gerichtlich überprüft und gebilligt worden ist, steht der Annahme einer eindeutigen Rechtslage nicht entgegen, da nicht ersichtlich ist, inwiefern eine rechtliche Bewertung oder nur Praktikabilitätsgründe zugrunde liegen (vgl. BVerfG, Beschluss v. 7. Juni 2011 - 1 BvR 2109/09 -, juris Rz. 27). - BAG, 21.03.2012 - 6 AZR 601/10
Beifügung der Stellungnahme des Betriebsrats zur Massenentlassungsanzeige
Die im vorliegenden Rechtsstreit zu beantwortende Frage betrifft damit keine unionsrechtliche Fragestellung, sondern ausschließlich die Anwendung nationalen Rechts (…vgl. BAG 18. Januar 2012 - 6 AZR 407/10 - Rn. 48; zur Vorlagepflicht letztinstanzlicher Gerichte bei der Auslegung von Unionsrecht BVerfG 7. Juni 2011 - 1 BvR 2109/09 - Rn. 18 ff., ZLR 2011, 608;… 24. Oktober 2011 - 2 BvR 1969/09 - Rn. 25 ff.). - BGH, 25.06.2013 - XI ZR 110/12
Beschränkung einer Revisionszulassung in den Urteilsgründen
Divergierende Rechtsprechung in anderen Mitgliedstaaten ist nicht ersichtlich und wird vom Kläger auch nicht behauptet (vgl. BVerfGK 18, 460, 467).
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Rechtsprechung
| VGH Bayern, 14.04.2011 - 20 BV 11.133 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Herstellungsbeitrag für öffentliche Wasserversorgungseinrichtung; Verstöße gegen Grundsatz der Einrichtungseinheit; nichtiges Satzungsrecht (Stamm- und Abgabesatzungen); Gegenstand der Anfechtungsklage; reine Verrechnungsmitteilung keine Bescheidsänderung ...
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Bayreuth, 08.12.2010 - B 4 K 10.207
- VGH Bayern, 14.04.2011 - 20 BV 11.133
Papierfundstellen
- BayVBl 2012, 45
Wird zitiert von ... (40) Zitiert selbst (9)
- VGH Bayern, 29.04.2010 - 20 BV 09.2010
Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 20 BV 11.133
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats setzt bei leitungsgebundenen Einrichtungen die erstmalige Entstehung einer Beitragspflicht neben dem Erschlossensein des Grundstücks durch eine insgesamt betriebsfertige Einrichtung zwingend das Vorliegen einer gültigen Abgabesatzung voraus, die entsprechend Art. 2 Abs. 1 Satz 2 KAG die Schuldner, den die abgabebegründeten Tatbestand, den Maßstab, den Satz der Abgabe sowie die Entstehung und die Fälligkeit der Abgabeschuld bestimmt (vgl. BayVGH vom 29.3.2011 Az. 20 ZB 11.220; vom 29.4.2010 BayVBl 2011, 240; vom 24.7.2002 Az. 23 ZB 02.386, jeweils m.w.N.).Im Übrigen enthielten diese Beitragssatzungen in ihren jeweiligen §§ 5 unzulässige Anschlussbedarfsregelungen, welche zur Nichtigkeit der Abgabesatzungen im jeweiligen Beitragsteil führten (vgl. zuletzt BayVGH vom 29.4.2010 a.a.O. m.w.N.).
Denn verfügte nach den vorhergehenden Ausführungen die Beklagte bisher über kein wirksames Abgabenrecht für die Erhebung von Beitragen zu Wasserversorgungseinrichtungen, konnte mit Erlass der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung am 20. März 2006 und der Verbesserungsbeitragssatzung am 21. März 2006 erstmals wirksames Satzungsrecht für die Erhebung von Herstellungsbeitragen und von Verbesserungsbeiträgen nicht begründet werden (BayVGH vom 29.4.2010 a.a.O.; vom 16.3.2005 BayVBl 2006, 108 = GK 2005 Nr. 188).
- VGH Bayern, 28.01.1999 - 23 B 97.1150
Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 20 BV 11.133
Deswegen konnte die Beklagte auch keine wirksamen Abgabesatzungen für die Erhebung von Beiträgen für ihre Anlage(n) erlassen (vgl. BayVGH vom 15.1.2007 Az. 23 CS 06.3315; vom 28.1.1999 Az. 23 B 97.1150, jeweils m.w.N.).Rn. 30 Hatte die Beklagte nach alledem bis zum Jahr 2006 keine wirksamen Stammsatzungen, konnte sie auch nicht gültige Abgabesatzungen erlassen (vgl. BayVGH vom 15.1.2007 und 28.1.1999 a.a.O.).
- VGH Bayern, 19.05.2010 - 20 N 09.3077
Beitragssatzung für die Verbesserung der Entwässerungseinrichtung der Stadt …
Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 20 BV 11.133
Rn. 35 Aber selbst wenn vorgängig gültiges Satzungsrecht vorgelegen wäre, hätte es sich bei diesen "Verbesserungsmaßnahmen" zur Herbeiführung einer technisch einheitlichen Wasserversorgungsanlage um Herstellungsaufwand für die Schaffung einer neuen, technisch und rechtlich einheitlichen Wasserversorgungseinrichtung für das gesamte Gemeindegebiet gehandelt (vgl. BayVGH vom 19.5.2010 BayVBl 2011, 116 = GK 2010 Nr. 179).
- VGH Bayern, 23.07.1998 - 23 B 95.3002
Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 20 BV 11.133
Schriftliche Abgabebescheide müssen die festgesetzte Abgabeschuld nach Art und Betrag bezeichnen und angeben, wer die Steuer schuldet (Art. 13 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. b Doppelbuchst. aa KAG i.V.m. § 157 Abs. 1 Satz 2 AO; vgl. auch BayVGH vom 23.7.1998 Az. 23 B 95.3002). - BVerwG, 10.08.2000 - 4 CN 2.99
Bebauungsplan; Bekanntmachung; Nummernplan; Fehlerbehebung; Gemeinderat; …
Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 20 BV 11.133
Rn. 29 Dabei kann hier dahinstehen, inwieweit der Erlass der Wasserabgabesatzung für den Gemeindeteil Weilersbach (ohne Reifenberg) am 28. August 1992 in Vollzug des Gemeinderatsbeschlusses vom 20. September 1991 noch rechtmäßig erfolgen konnte, lag doch zwischen Satzungsbeschluss und dem Vollzug dieses Gemeinderatsbeschlusses (vgl. Art. 59 Abs. 2 GO) eine Gesetzesänderung (Art. 21 Abs. 2 GO i.d.F. des Gesetzes vom 10.3.1992), die seinerzeit dem Gemeinderat bei seinem Beschluss noch nicht bekannt und somit nicht Gegenstand seines Willensbildungsprozesses sein konnte (vgl. z. B. BVerwG vom 10.8.2000 NVwZ 2001, 203/204 zur nachträglichen Fehlerbehebung bei Änderung der tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse). - VGH Bayern, 29.03.2011 - 20 ZB 11.220
Antrag auf Zulassung der Berufung
Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 20 BV 11.133
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats setzt bei leitungsgebundenen Einrichtungen die erstmalige Entstehung einer Beitragspflicht neben dem Erschlossensein des Grundstücks durch eine insgesamt betriebsfertige Einrichtung zwingend das Vorliegen einer gültigen Abgabesatzung voraus, die entsprechend Art. 2 Abs. 1 Satz 2 KAG die Schuldner, den die abgabebegründeten Tatbestand, den Maßstab, den Satz der Abgabe sowie die Entstehung und die Fälligkeit der Abgabeschuld bestimmt (vgl. BayVGH vom 29.3.2011 Az. 20 ZB 11.220; vom 29.4.2010 BayVBl 2011, 240; vom 24.7.2002 Az. 23 ZB 02.386, jeweils m.w.N.). - VGH Bayern, 15.01.2007 - 23 CS 06.3315
Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 20 BV 11.133
Deswegen konnte die Beklagte auch keine wirksamen Abgabesatzungen für die Erhebung von Beiträgen für ihre Anlage(n) erlassen (vgl. BayVGH vom 15.1.2007 Az. 23 CS 06.3315; vom 28.1.1999 Az. 23 B 97.1150, jeweils m.w.N.). - VGH Bayern, 24.07.2002 - 23 ZB 02.386
Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 20 BV 11.133
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats setzt bei leitungsgebundenen Einrichtungen die erstmalige Entstehung einer Beitragspflicht neben dem Erschlossensein des Grundstücks durch eine insgesamt betriebsfertige Einrichtung zwingend das Vorliegen einer gültigen Abgabesatzung voraus, die entsprechend Art. 2 Abs. 1 Satz 2 KAG die Schuldner, den die abgabebegründeten Tatbestand, den Maßstab, den Satz der Abgabe sowie die Entstehung und die Fälligkeit der Abgabeschuld bestimmt (vgl. BayVGH vom 29.3.2011 Az. 20 ZB 11.220; vom 29.4.2010 BayVBl 2011, 240; vom 24.7.2002 Az. 23 ZB 02.386, jeweils m.w.N.). - VGH Bayern, 30.09.1999 - 23 B 98.3205
Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 20 BV 11.133
Denn ist aufgrund einer gültigen Abgabesatzung einmal ein Beitrag für eine leitungsgebundene Einrichtung entstanden, fällt dieser dadurch nicht rückwirkend weg, dass eine Gemeinde in der Folgezeit diese Einrichtung verändert und wie hier durch Zusammenschluss zweier bisher getrennter Wasserversorgungsanlagen zu einer rechtlichen Einheit eine neue Einrichtung schafft (vgl. zum Entstehen des Beitrags BayVGH vom 30.9.1999 Az. 23 B 98.3205; vom 29.8.1986 BayVBl 1987, 495; jeweils m.w.N.).
- BVerfG, 05.03.2013 - 1 BvR 2457/08
Festsetzung von Abgaben zum Vorteilsausgleich nur zeitlich begrenzt zulässig
Rn. 2 1. Nach der ständigen Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs setzt das Entstehen einer Beitragspflicht für den Anschluss an leitungsgebundene Einrichtungen neben dem Erschlossensein des Grundstücks durch eine insgesamt betriebsfertige Einrichtung (sogenannte Vorteilslage) zwingend das Vorliegen einer gültigen Beitragssatzung voraus (vgl. BayVGH, Urteil vom 14. April 2011 - 20 BV 11.133 -, BayVBl 2012, S. 45 ;… Urteil vom 29. April 2010 - 20 BV 09.2010 -, BayVBl 2011, S. 240; Urteil vom 31. August 1984 - 23 B 82 A.461 -, juris). - VGH Bayern, 29.01.2018 - 20 CS 17.1824
Herstellungsbeitrag für Entwässerungseinrichtung
Stünden nach nichtigem vorherigen Satzungsrecht eine Beitragssatzung und eine Verbesserungsbeitragssatzung in solcher zeitlicher Nähe, führe dies auch zur Unwirksamkeit der VES-EWS (unter Verweis auf BayVGH, U.v. 14.4.2011 - 20 BV 11.133 - juris Rn. 34).Nachdem der weit überwiegende Teil der Verbesserungsmaßnahme bereits lange Zeit vor dem Erlass der beiden Satzungen abgeschlossen gewesen und ganz offensichtlich nur noch wenige Aufwendungen auf die Zeit nach Erlass der BGS-EWS 2012 entfallen seien, deren Fertigstellung auch offensichtlich weniger als zwei Monate nach Erlass dieser Satzung zu erwarten gewesen sei, stellten sich diese Maßnahmen als weiterer Investitionsaufwand dar, der bei der Kalkulation der Herstellungsbeiträge hätte berücksichtigt werden müssen (unter Verweis auf BayVGH, U.v. 14.4.2011 a.a.O., Rn. 34).
Auch aus dem vom Verwaltungsgericht zitierten Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 14. April 2011, Az. 20 BV 11.133 lasse sich Gegenteiliges nicht begründen.
Deshalb muss im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verbesserungsbeitragssatzung eine Herstellungsbeitragssatzung mit erhöhten Herstellungsbeitragssätzen für Neuanschließer vorliegen; anderenfalls liegt weder eine wirksame Verbesserungsbeitragssatzung noch eine wirksame Herstellungsbeitragssatzung vor (…st.Rspr., vgl. BayVGH, B.v. 4.8.2015 - 20 ZB 15.1082 - juris Rn. 3; U.v. 14.4.2011 - 20 BV 11.133 - juris Rn. 34;… B.v. 7.5.2007 - 23 CS 07.833 - juris Rn. 6;… U.v. 27.2.2003 - 23 B 02.1032 - juris Rn. 23).
Etwas anderes ergibt sich entgegen der Auffassung der Antragsgegnerin nicht aus dem Urteil des Senats vom 14. April 2011 (Az. 20 BV 11.133 - juris).
Dort wird im Einklang mit der bisherigen Rechtsprechung, auch des vormaligen 23. Senats, ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Erhebung von Verbesserungsbeiträgen unzulässig ist, wenn bisher wirksames Satzungsrecht zur Erhebung von Herstellungsbeiträgen nicht vorhanden war (BayVGH, U.v. 14.4.2011 a.a.O., Rn. 34 m.w.N.).
Dazu hat der Senat ausgeführt: "Mangels bisher vorhandener gültiger Herstellungsbeitragssatzung(en) stellt sich die Verbesserungsmaßnahme aber als weiterer Investitionsaufwand für die Herstellung der gemeindlichen Wasserversorgungseinrichtung dar" (BayVGH, U.v. 14.4.2011 a.a.O.).
Nach alledem war die Antragsgegnerin gehalten, eine neue, erstmals wirksame Herstellungsbeitragssatzung zu erlassen, die ihren Beitragssätzen den gesamten bisherigen Investitionsaufwand zugrunde legt, darunter auch den von der VES 2012 erfassten Verbesserungsaufwand, weil dieser als weiterer Herstellungsaufwand in den gesamten Investitionsaufwand einzubeziehen ist (BayVGH, U.v. 14.4.2011 - 20 BV 11.133 - juris Rn. 34;… U.v. 1.3.2007 - 23 B 06.1668 - juris Rn. 37).
- OVG Berlin-Brandenburg, 28.06.2017 - 9 S 14.16
Beitragserhebung unter Beachtung der Hemmungsregelung des KAG BB § 12 Abs 3; …
Rn. 20 Mit Blick auf das Vorstehende dürfte die rechtliche Lebensgeschichte einer Anlage im Wesentlichen nur dann "abbrechen", wenn die Anlage so mit einer anderen Anlage (oder mit mehreren anderen Anlagen) zusammengeführt wird, dass sich das Ganze - rechtlich - als ihr Aufgehen in einer schon bestehenden oder im Zuge der Zusammenführung erst entstehenden anderen Anlage darstellt (vgl. hierzu etwa OVG Schleswig…, Urteil vom 14. April 2016 - 2 LB 1/16 - juris, Rn. 47 ff.; Urteil vom 24. September 2008 - 2 LB 2/08 - juris; VGH München, Urteil vom 14. April 2011 - 20 BV 11.133 -, juris, Rn. 34;… Urteil vom 19. Mai 2010 - 20 N 09.3077 - juris, Rn. 42 ff.).
- VGH Bayern, 09.03.2017 - 20 ZB 15.1708
Herstellungsbeitrag für eine Entwässerungseinrichtung
Sowohl das Bundesverfassungsgericht (…B.v. 5.3.2013 - 1 BvR 2457/08 - BVerfGE 133, 143 Rn. 2) als auch der Senat (U.v. 14.4.2011 - 20 BV 11.133 -) verlange für das Entstehen des Beitrags eine "insgesamt betriebsfertige Einrichtung".Das Entstehen der Beitragspflicht setzt neben dem Erschlossensein des Grundstücks durch eine betriebsfertige Einrichtung auch das Vorliegen einer wirksamen Abgabesatzung voraus (st.Rspr. d. Senats, U.v. 14.4.2011 - 20 BV 11.133 - juris Rn. 23 m.w.N.).
Auch der Senat spricht in seiner Rechtsprechung von der "insgesamt betriebsfertigen Einrichtung" (U.v. 14.4.2011 - 20 BV 11.133 - BayVBl. 2012, 45 und v. 29.4.2010 - 20 BV 09.2010 - BayVBl. 2011, 240).
- VGH Bayern, 09.03.2017 - 20 ZB 15.1709
Entstehen der sachlichen Beitragspflicht im Anschlussbeitragsrecht
Sowohl das Bundesverfassungsgericht (…B.v. 5.3.2013 - 1 BvR 2457/08 - BVerfGE 133, 143 Rn. 2) als auch der Senat (U.v. 14.4.2011 - 20 BV 11.133 -) verlange für das Entstehen des Beitrags eine "insgesamt betriebsfertige Einrichtung".Das Entstehen der Beitragspflicht setzt neben dem Erschlossensein des Grundstücks durch eine betriebsfertige Einrichtung auch das Vorliegen einer wirksamen Abgabesatzung voraus (st.Rspr. d. Senats, U.v. 14.4.2011 - 20 BV 11.133 - juris Rn. 23 m.w.N.).
Auch der Senat spricht in seiner Rechtsprechung von der "insgesamt betriebsfertigen Einrichtung" (U.v. 14.4.2011 - 20 BV 11.133 - BayVBl. 2012, 45 und v. 29.4.2010 - 20 BV 09.2010 - BayVBl. 2011, 240).
- VG Cottbus, 14.05.2020 - 6 L 84/20 Das ist - anders als die Antragstellerin zu meinen scheint - keine "Neuerfindung" aus Anlass der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2015 (…a.a.O.), sondern beitragsrechtlich lange anerkannt (vgl. etwa Thüringer OVG…, Beschluss vom 3. Mai 2007 - 4 EO - 101 -, juris, Rn. 38; Bayerischer VGH, Urteil vom 14. April 2011 - 20 BV 11.133 -, juris, Rn. 34;… Urteil vom 19. Mai 2010 - 20 N 09.3077 -, juris, Rn. 42;… Beschluss vom 29. Juni 2006 - 23 N 05.3090 -, juris, Rn. 27).
Es ist indessen als solches beitragsrechtlich schon lange anerkannt und keine Erfindung aus Anlass des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2015 (vgl. etwa OVG Weimar…, Beschluss vom 3. Mai 2007 - 4 EO 101/07 -, juris, Rn. 38; VGH München, Urteil vom 14. April 2011 - 20 BV 11.133 -, juris, Rn. 34;… Urteil vom 19. Mai 2010 - 20 N 09.3077 -, juris, Rn. 42;… Beschluss vom 29. Juni 2006 - 23 N 05.3090 -, juris, Rn. 27).
- VG Cottbus, 14.05.2020 - 6 K 1723/15 Das ist - anders als die Klägerin meint - keine "Neuerfindung" oder kein "juristischer Kunstgriff" aus Anlass der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2015 (…a.a.O.), sondern beitragsrechtlich lange anerkannt (vgl. etwa Thüringer OVG…, Beschluss vom 3. Mai 2007 - 4 EO - 101 -, juris, Rn. 38; Bayerischer VGH, Urteil vom 14. April 2011 - 20 BV 11.133 -, juris, Rn. 34;… Urteil vom 19. Mai 2010 - 20 N 09.3077 -, juris, Rn. 42;… Beschluss vom 29. Juni 2006 - 23 N 05.3090 -, juris, Rn. 27).
Es ist indessen als solches beitragsrechtlich schon lange anerkannt und keine Erfindung aus Anlass des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2015 (vgl. etwa OVG Weimar…, Beschluss vom 3. Mai 2007 - 4 EO 101/07 -, juris, Rn. 38; VGH München, Urteil vom 14. April 2011 - 20 BV 11.133 -, juris, Rn. 34;… Urteil vom 19. Mai 2010 - 20 N 09.3077 -, juris, Rn. 42;… Beschluss vom 29. Juni 2006 - 23 N 05.3090 -, juris, Rn. 27).
- VG Cottbus, 16.08.2021 - 6 K 734/19 Das ist - anders als die Klägerin meint - keine "Neuerfindung" oder kein "juristischer Kunstgriff" aus Anlass der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2015 (…a.a.O.), sondern beitragsrechtlich lange anerkannt (vgl. OVG Berlin- Brandenburg…, Beschluss vom 17. Februar 2020, a.a.O., ferner etwa Thüringer OVG…, Beschluss vom 3. Mai 2007 - 4 EO - 101 -, juris, Rn. 38; Bayerischer VGH, Urteil vom 14. April 2011 - 20 BV 11.133 -, juris, Rn. 34;… Urteil vom 19. Mai 2010 - 20 N 09.3077 -, juris, Rn. 42;… Beschluss vom 29. Juni 2006 - 23 N 05.3090 -, juris, Rn. 27).
Es ist indessen als solches beitragsrechtlich schon lange anerkannt und keine Erfindung aus Anlass des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2015 (vgl. etwa OVG Weimar…, Beschluss vom 3. Mai 2007 - 4 EO 101/07 -, juris, Rn. 38; VGH München, Urteil vom 14. April 2011 - 20 BV 11.133 -, juris, Rn. 34;… Urteil vom 19. Mai 2010 - 20 N 09.3077 -, juris, Rn. 42;… Beschluss vom 29. Juni 2006 - 23 N 05.3090 -, juris, Rn. 27).
- OVG Berlin-Brandenburg, 17.04.2018 - 9 N 89.16
Auswirkungen des Stabilisierungsgesetzes (juris: WasZwVerbG BB); Wegfall des …
Das ist keine "Neuerfindung" aus Anlass der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2015 - 1 BvR 2961/14, 1 BvR 3051/15 - (juris), sondern beitragsrechtlich lange anerkannt (vgl. etwa OVG Weimar…, Beschluss vom 3. Mai 2007 - 4 EO - 101 -, juris, Rn. 38; VGH München, Urteil vom 14. April 2011 - 20 BV 11.133 -, juris, Rn. 34;… Urteil vom 19. Mai 2010 - 20 N 09.3077 -, juris, Rn. 42;… Beschluss vom 29. Juni 2006 - 23 N 05.3090 -, juris, Rn. 27). - VG Cottbus, 26.08.2021 - 6 K 950/19 Das ist - anders als der Kläger meint - keine "Neuerfindung" oder kein "juristischer Kunstgriff" aus Anlass der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2015 (…a.a.O.), sondern beitragsrechtlich lange anerkannt (vgl. OVG Berlin- Brandenburg…, Beschluss vom 17. Februar 2020, a.a.O., ferner etwa Thüringer OVG…, Beschluss vom 3. Mai 2007 - 4 EO - 101 -, juris, Rn. 38; Bayerischer VGH, Urteil vom 14. April 2011 - 20 BV 11.133 -, juris, Rn. 34;… Urteil vom 19. Mai 2010 - 20 N 09.3077 -, juris, Rn. 42;… Beschluss vom 29. Juni 2006 - 23 N 05.3090 -, juris, Rn. 27).
Es ist indessen als solches beitragsrechtlich schon lange anerkannt und keine Erfindung aus Anlass des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2015 (vgl. etwa OVG Weimar…, Beschluss vom 3. Mai 2007 - 4 EO 101/07 -, juris, Rn. 38; VGH München, Urteil vom 14. April 2011 - 20 BV 11.133 -, juris, Rn. 34;… Urteil vom 19. Mai 2010 - 20 N 09.3077 -, juris, Rn. 42;… Beschluss vom 29. Juni 2006 - 23 N 05.3090 -, juris, Rn. 27).
- VG Cottbus, 22.09.2020 - 4 K 1787/14
Beiträge
- VG Ansbach, 25.07.2017 - AN 1 K 15.01781
Erhebung eines Verbesserungsbeitrags
- OVG Berlin-Brandenburg, 24.05.2018 - 9 N 142.16
Schmutzwasseranschlussbeitrag; Gesetzesänderung; Rückwirkung; Vertrauensschutz; …
- VG Ansbach, 03.05.2018 - AN 1 S 17.01208
Beitragsnacherhebung nach erstmaliger Schaffung gültigen Beitragsrechts
- OVG Berlin-Brandenburg, 26.04.2018 - 9 N 1.17
Auswirkungen des Stabilisierungsgesetzes (juris: WasZwVerbG BB); Wegfall des …
- VG Ansbach, 24.08.2017 - AN 1 S 17.855
Festsetzung des Wasserherstellungsbeitrags für ein Grundstück
- VG Ansbach, 24.08.2017 - AN 1 S 17.00855
Festsetzung des Wasserherstellungsbeitrags für ein Grundstück
- OVG Berlin-Brandenburg, 17.02.2020 - 9 S 19.19
Begründungserfordernis; hypothetische Festsetzungsverjährung; …
- VG Cottbus, 19.11.2019 - 4 K 400/18
Schmutzwasserbeitrag
- OVG Berlin-Brandenburg, 03.05.2018 - 9 N 47.17
Schmutzwasseranschlussbeitrag; Gesetzesänderung; Rückwirkung; Vertrauensschutz; …
- OVG Berlin-Brandenburg, 24.04.2018 - 9 N 43.17
Auswirkungen des Stabilisierungsgesetzes (juris: WasZwVerbG BB); Wegfall des …
- VG München, 13.12.2012 - M 10 K 12.3718
Verbesserungsbeitrag; Verbesserungsmaßnahme; Vorläufiger Beitragssatz; …
- VG Frankfurt/Oder, 30.08.2017 - 5 K 360/12
Kanalanschlussbeiträge (Abwasserbeiträge)
- VG Cottbus, 27.11.2019 - 6 K 2069/16
Anschluss- und Benutzungszwang für kommunale Einrichtungen
- OVG Berlin-Brandenburg, 03.07.2018 - 9 N 4.18
Wasserversorgungsbeitrag; Beitragsgrundstück im "Beitrittsgebiet" eines …
- OVG Berlin-Brandenburg, 14.09.2021 - 9 N 70.19
Erhebung eines Schmutzwasserbeitrags
- VGH Bayern, 26.06.2017 - 20 B 16.190
Herstellungsbeitrag für Entwässerungsanlage - Eintritt der Festsetzungsverjährung
- VGH Bayern, 31.03.2022 - 20 B 18.422
Keine Heranziehung zu Verbesserungsbeiträgen bei unwirksamer …
- VG München, 29.11.2012 - M 10 K 11.5972
Verbesserungsbeitrag; Begründungserfordernis; Beschrieb und Inhalt einer …
- OVG Berlin-Brandenburg, 23.05.2018 - 9 N 12.18
Sinn und Zweck des ZwVerbStabG (juris: ZwVerbSichG BB), Heranziehung zu einem …
- OVG Berlin-Brandenburg, 26.04.2018 - 9 N 7.17
Schmutzwasseranschlussbeitrag; Beitragsgrundstück im Gebiet einer 1994 …
- OVG Berlin-Brandenburg, 24.04.2018 - 9 N 93.16
Auswirkungen des Stabilisierungsgesetzes (juris: WasZwVerbG BB); Wegfall des …
- OVG Berlin-Brandenburg, 26.04.2018 - 9 N 146.16
Trinkwasseranschlussbeitrag; Beitragsgrundstück im Gebiet einer 1994 …
- VG Würzburg, 22.03.2023 - W 2 K 22.133
Verbesserungsbeitrag, Entwässerung, Globalkalkulation, unterschiedlicher …
- VG Würzburg, 22.03.2023 - W 2 K 21.213
Zur Erhebung eines Verbesserungsbeitrags für eine kommunale …
- VG Bayreuth, 18.02.2015 - B 4 K 13.237
Keine Anforderung von Vorauszahlungen auf den Verbesserungsbeitrag, wenn erstmals …
- VG Bayreuth, 07.03.2018 - B 4 K 16.625
Kein Verstoß gegen die Einrichtungseinheit bei unterschiedlichen Rechtsträgern …
- VG Bayreuth, 08.12.2010 - B 4 K 10.207
Herstellungsbeitrag für nicht mehr existente Wasserversorgungseinrichtung
- VG Würzburg, 22.03.2023 - W 2 K 21.214
Rechtmäßige Erhebung eines Verbesserungsbeitrags für eine öffentliche …
- VG Bayreuth, 18.02.2015 - B 4 K 14.435
Keine Anforderung von Vorauszahlungen auf den Verbesserungsbeitrag, wenn erstmals …
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