Rechtsprechung
| FG Nürnberg, 14.12.2001 - VI 289/98 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
AO § 227
Kein Billigkeitserlass bestandskräftig festgesetzter Steuern - datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Kein Billigkeitserlass bestandskräftig festgesetzter Steuern
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Verfahrensgang
- FG Nürnberg, 14.12.2001 - VI 289/98
- BFH, 17.06.2004 - IV R 9/02
Papierfundstellen
- EFG 2002, 515
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (7)
- BFH, 07.11.1990 - X R 143/88
Spendenbescheinigungen - Spendenabwicklung - Parteispenden
Auszug aus FG Nürnberg, 14.12.2001 - VI 289/98
Darüber hinaus muss sich der Kläger das Verschulden eines Dritten (z. B. seines Steuerberaters), den er mit der Erfüllung seiner Pflichten betraut (und insoweit zu seinem Erfüllungsgehilfen macht), zurechnen lassen (vgl. Hübschmann / Hepp / Spitaler AO / FGO § 227 AO Rdnr. 177 unter Hinweis auf das BFH-Urteil vom 7.11.1990 X R 143/88, BStBl II 1991, 325).Dies gilt auch im Rahmen des Steuerrechtsverhältnisses und auch zum Schutz des Steuergläubigers (BFH in BStBl II 1991, 325 mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen).
- GemSOGB, 19.10.1971 - GmS-OGB 3/70
Voraussetzungen für den Erlass der Gewerbesteuer; Rechte des Generalvertreters …
Auszug aus FG Nürnberg, 14.12.2001 - VI 289/98
Die Entscheidung über ein Erlassbegehren ist eine Ermessensentscheidung, die von den Gerichten nur in den durch § 102 FGO gezogenen Grenzen überprüft werden kann (Beschluss des gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19.10.1971 - GmS - OGB 3/70, BStBl II 1972, 603). - BFH, 21.01.1992 - VIII R 51/88
Prüfungspflicht bei Nichtdurchführung des Einspruchverfahrens (§ 163 AO 1 1977)
Auszug aus FG Nürnberg, 14.12.2001 - VI 289/98
Eindeutig und offensichtlich falsche Steuerfestsetzungen können in Anwendung der vorgenannten allgemeinen Rechtsgrundsätze von Treu und Glauben im Erlassverfahren nur dann überprüft werden, wenn es dem Steuerpflichtigen unmöglich oder unzumutbar war, sich innerhalb der Rechtsbehelfsfrist zu wehren (ständige höchstrichterliche Rechtsprechung vgl. BFH-Urteile vom 9.9. 1994 III R 17/93, BStBl II 1995, 8; vom 21.1. 1992 VIII R 51/88, BStBl II 1993, 3 …und vom 6.2. 1985 I R 206/80, BFH/NV 1985, 2 jeweils m. w. N.).
- BFH, 30.04.1981 - VI R 169/78
Billigkeitsverfahren - Überprüfung der Steuerfestsetzung - Fehlerhafte …
Auszug aus FG Nürnberg, 14.12.2001 - VI 289/98
Rechtsfolgen, die durch Nachlässigkeit eingetreten sind, können nicht im Wege des Steuererlasses ausgeräumt werden (vgl. BFH-Urteil vom 30.4. 1981 VI R 169/78, BStBl II 1981, 611). - BFH, 22.01.1993 - III R 92/89
Erlass von Verspätungs- und Säumniszuschlägen nach Tod des Steuerpflichtigen und …
Auszug aus FG Nürnberg, 14.12.2001 - VI 289/98
Nach § 102 FGO ist die gerichtliche Überprüfung des den Erlass ablehnenden Bescheides und der hierzu ergangenen Einspruchsentscheidung darauf beschränkt, ob die Behörde bei ihrer Entscheidung die gesetzlichen Grenzen des Ermessens überschritten oder von dem ihr eingeräumten Ermessen in einer dem Zweck der Ermächtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch gemacht hat (BFH-Urteil vom 22.1. 1993 III R 92/89, StRK AO 1977, § 227 R 53). - BFH, 09.09.1994 - III R 17/93
Keine Billigkeitsmaßnahme, um nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist fehlerhafte …
Auszug aus FG Nürnberg, 14.12.2001 - VI 289/98
Eindeutig und offensichtlich falsche Steuerfestsetzungen können in Anwendung der vorgenannten allgemeinen Rechtsgrundsätze von Treu und Glauben im Erlassverfahren nur dann überprüft werden, wenn es dem Steuerpflichtigen unmöglich oder unzumutbar war, sich innerhalb der Rechtsbehelfsfrist zu wehren (ständige höchstrichterliche Rechtsprechung vgl. BFH-Urteile vom 9.9. 1994 III R 17/93, BStBl II 1995, 8; vom 21.1. 1992 VIII R 51/88, BStBl II 1993, 3 …und vom 6.2. 1985 I R 206/80, BFH/NV 1985, 2 jeweils m. w. N.). - BFH, 06.02.1985 - I R 206/80
Auszug aus FG Nürnberg, 14.12.2001 - VI 289/98
Eindeutig und offensichtlich falsche Steuerfestsetzungen können in Anwendung der vorgenannten allgemeinen Rechtsgrundsätze von Treu und Glauben im Erlassverfahren nur dann überprüft werden, wenn es dem Steuerpflichtigen unmöglich oder unzumutbar war, sich innerhalb der Rechtsbehelfsfrist zu wehren (ständige höchstrichterliche Rechtsprechung vgl. BFH-Urteile vom 9.9. 1994 III R 17/93, BStBl II 1995, 8; vom 21.1. 1992 VIII R 51/88, BStBl II 1993, 3 und vom 6.2. 1985 I R 206/80, BFH/NV 1985, 2 jeweils m. w. N.).
- BFH, 17.06.2004 - IV R 9/02
Offenbare Unrichtigkeit i.S. von § 129 AO
Es führte in seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2002, 515 veröffentlichten Urteil u.a. aus, das FA habe den Erlass zu Recht versagt. - VG Gelsenkirchen, 14.03.2013 - 5 K 1900/12
Erlass; Bestandskraft
Rn. 37 Vgl. BFH, Urt. v. 30. April 1981 - VI R 169/78 -, Urt. v. 17. Dezember 1997 - III R 8/94 -, Urt. v. 17. Juni 2004 - IV R 9/02 -, Beschl. v. 4. August 2009 - V B 26/08 -, jeweils zit. nach juris; FG Nürnberg, Urt. v. 14. Dezember 2001 - VI 289/98 -, EFG 2002, 515 f.; Rüsken, in: Klein, Abgabenordnung, 11. Aufl. 2012, § 163 Rn. 41b.Rn. 39 Vgl. BFH, Urt. v. 10. Dezember 1981 - IV R 110/78 -, Beschl. v. 31. August 1992 - X B 81/92 -, Urt. v. 17. Juni 2004 - IV R 9/02 - sowie vorgehend FG Nürnberg, Urt. v. 14. Dezember 2001 - VI 289/98 -, EFG 2002, 515 f.; OVG Lüneburg, Urt. v. 18. April 1990 - 13 L 158/89 - Niedersächs.FG, Urt. v. 24. August 1994 - IX 580/989 -, jeweils zit. nach juris; v. Groll, in: Hübschmann/Hepp/Spitaler, Kommentar zur Abgabenordnung und Finanzgerichtsordnung, Bd. VII, Loseblatt, § 227 AO Rn. 177 unter Hinweis auf das BFH-Urteil vom 7. November 1990 - X R 143/88 -, BStBl II 1991, 325.
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