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Rechtsprechung
   FG München, 10.03.2016 - 14 K 2710/13   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2016,29716
FG München, 10.03.2016 - 14 K 2710/13 (https://dejure.org/2016,29716)
FG München, Entscheidung vom 10.03.2016 - 14 K 2710/13 (https://dejure.org/2016,29716)
FG München, Entscheidung vom 10. März 2016 - 14 K 2710/13 (https://dejure.org/2016,29716)
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Volltextveröffentlichungen (7)

  • rechtsportal.de

    AO § 166
    Anwendung des § 166 AO bei einer widerspruchslosen Feststellung im Insolvenzverfahren

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Anwendung des § 166 AO bei einer widerspruchslosen Feststellung im Insolvenzverfahren

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)

    Geschäftsführerhaftung - Anwendung des § 166 AO bei widerspruchsloser Feststellung im Insolvenzverfahren

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZI 2017, 83
  • EFG 2016, 1931
 
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Wird zitiert von ... (6)Zitiert selbst (17)

  • FG Rheinland-Pfalz, 25.02.2014 - 3 K 1283/12

    Drittwirkung der außerhalb des Insolvenzverfahrens angefochtenen …

    Auszug aus FG München, 10.03.2016 - 14 K 2710/13
    Dies sei indessen nicht geschehen (Hinweis auf das Urteil des Finanzgerichts - FG - Rheinland-Pfalz vom 25. Februar 2014 3 K 1283/12, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2014, 1166).

    Sofern § 166 AO eingreift, soll daher das Haftungsverfahren von den Fragen der materiellen Richtigkeit der Steuerfestsetzungen befreit werden (Urteil des FG Rheinland-Pfalz in EFG 2014, 1166; vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 28. Juli 1966 V 64/64, BStBl III 1966, 610 zu der vergleichbaren Regelung in § 119 der Reichsabgabenordnung - RAO -).

    Deswegen steht die Feststellung einer Forderung, welche der Insolvenzschuldner nicht bestritten hat, einer unanfechtbaren Festsetzung im Sinne des § 166 AO gleich (vgl. FG Rheinland-Pfalz in EFG 2014, 1166; die hiergegen eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde wies der BFH mit nicht dokumentiertem Beschluss vom 23.September 2014 XI B 40/14 als unbegründet zurück; zweifelnd: FG-Köln vom 24. November 2014 13 V 2905/14, nv).

  • FG Köln, 24.11.2014 - 13 V 2905/14

    Geschäftsführerhaftung für Steuerschulden einer insolventen …

    Auszug aus FG München, 10.03.2016 - 14 K 2710/13
    Zwar ist die Feststellung in der Insolvenztabelle und die Möglichkeit des Widerspruchs dagegen nicht ausdrücklich in § 166 AO erwähnt (hierauf u. a. abstellend: Beschluss des FG Köln vom 24. November 2014 13 V 2905/14, nicht veröffentlicht - nv -).

    Deswegen steht die Feststellung einer Forderung, welche der Insolvenzschuldner nicht bestritten hat, einer unanfechtbaren Festsetzung im Sinne des § 166 AO gleich (vgl. FG Rheinland-Pfalz in EFG 2014, 1166; die hiergegen eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde wies der BFH mit nicht dokumentiertem Beschluss vom 23.September 2014 XI B 40/14 als unbegründet zurück; zweifelnd: FG-Köln vom 24. November 2014 13 V 2905/14, nv).

    Der Senat folgt nicht der Auffassung des FG-Köln vom 24. November 2014 13 V 2905/14, nv, wonach aufgrund völlig unterschiedlicher Rechtsfolgen der Widerspruch des Schuldners im Insolvenzverfahren nicht der Anfechtung eines Bescheides im Sinne des § 166 AO gleichzustellen sei.

  • BFH, 11.07.1989 - VII R 81/87

    Zum Umfang der Auskunftspflicht eines GmbH-Geschäftsführers zur Feststellung …

    Auszug aus FG München, 10.03.2016 - 14 K 2710/13
    Auf die Liquiditätsverhältnisse zu den jeweiligen Zahlungs- und Steuerfälligkeitszeitpunkten kommt es nicht an (BFH-Urteil vom 11. Juli 1989 VII R 81/87, BStBl II 1990, 357;… BFH-Beschluss vom 4. Mai 2004 VII B 318/03, BFH/NV 2004, 1363).

    Beginn des Haftungszeitraums ist die Fälligkeit der Steuerschulden (vgl. BFH-Urteil vom 11. Juli 1989 VII R 81/87, BStBl II 1990, 357).

  • BFH, 23.09.2009 - VII R 43/08

    Insolvenzanfechtung der Zahlung der Organgesellschaft auf die Steuerschuld des …

    Auszug aus FG München, 10.03.2016 - 14 K 2710/13
    Hieraus folgt, dass auch der Haftungsanspruch selbst subsidiär ist, wenn feststeht, dass der Steuerschuldner zur Zahlung in der Lage ist (BFH-Urteil vom 23. September 2009 VII R 43/08, BStBl II 2010, 215).
  • BFH, 13.03.2003 - VII R 46/02

    Haftung eines Vereinsvorsitzenden

    Auszug aus FG München, 10.03.2016 - 14 K 2710/13
    Die Nichtentrichtung der Steuer zum gesetzlichen Fälligkeitstermin indiziert die (grob fahrlässige) Schuldhaftigkeit der damit verbundenen Pflichtverletzung (…BFH-Beschluss vom 20. Oktober 2005 VII B 17/05, BFH/NV 2006, 241; vgl. BFH-Urteil vom 13. März 2003 VII R 46/02, BStBl II 2003, 556).
  • BFH, 27.02.2007 - VII R 60/05

    Berechnung der Haftungsquote für Umsatzsteuer - Nichtberücksichtigung gezahlter …

    Auszug aus FG München, 10.03.2016 - 14 K 2710/13
    Zur Feststellung der Haftungssumme kann das FA vom Geschäftsführer einer GmbH, den es als Haftungsschuldner wegen der nicht entrichteten Umsatzsteuer in Anspruch nehmen will, die zur Feststellung des Haftungsumfangs notwendigen Auskünfte über die Gesamtverbindlichkeiten und die anteilige Gläubigerbefriedigung im Haftungszeitraum verlangen (BFH-Urteil vom 27. Februar 2007 VII R 60/05, BStBl II 2008, 508, m. w. N.).
  • BFH, 04.05.2004 - VII B 318/03

    Geschäftsführerhaftung; Beauftragung eines Steuerberaters

    Auszug aus FG München, 10.03.2016 - 14 K 2710/13
    Auf die Liquiditätsverhältnisse zu den jeweiligen Zahlungs- und Steuerfälligkeitszeitpunkten kommt es nicht an (BFH-Urteil vom 11. Juli 1989 VII R 81/87, BStBl II 1990, 357; BFH-Beschluss vom 4. Mai 2004 VII B 318/03, BFH/NV 2004, 1363).
  • BFH, 26.10.2011 - VII R 22/10

    Rechtfertigung einer vom FG selbst ermittelten Haftungsquote bei fehlender …

    Auszug aus FG München, 10.03.2016 - 14 K 2710/13
    Will er eine für ihn günstigere Haftungsquote erreichen, bleibt es ihm vorbehalten, einen entsprechenden Liquiditätsstatus der GmbH vorzulegen (BFH-Urteil vom 26. Oktober 2011 VII R 22/10, BFH/NV 2012, 777).
  • BFH, 20.10.2005 - VII B 17/05

    GmbH-Geschäftsführer: Nichtentrichtigung der LSt

    Auszug aus FG München, 10.03.2016 - 14 K 2710/13
    Die Nichtentrichtung der Steuer zum gesetzlichen Fälligkeitstermin indiziert die (grob fahrlässige) Schuldhaftigkeit der damit verbundenen Pflichtverletzung (BFH-Beschluss vom 20. Oktober 2005 VII B 17/05, BFH/NV 2006, 241; vgl. BFH-Urteil vom 13. März 2003 VII R 46/02, BStBl II 2003, 556).
  • BGH, 26.01.2006 - IX ZR 282/03

    Rechtsstellung des Insolvenzverwalters; Anforderungen an die Bezeichnung der …

    Auszug aus FG München, 10.03.2016 - 14 K 2710/13
    Die Organe der GmbH bleiben bestehen, nehmen aber nur solche Kompetenzen wahr, die nicht die Insolvenzmasse betreffen (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 26. Januar 2006 IX ZR 282/03, Zeitschrift für das gesamte Insolvenzrecht - ZinsO - 2006, 260).
  • BFH, 02.11.2010 - VII R 62/10

    Unzulässigkeit der Aufrechnung gegen in kritischer Zeit vor Eröffnung eines …

  • BFH, 19.08.2008 - VII R 36/07

    Abtretung - Vorsteuer - Steuervergütung - Vorsteuerberichtigung - Feststellung …

  • BFH, 13.11.2007 - VII R 61/06

    Aufnahme eines durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens unterbrochenen …

  • BFH, 16.04.2013 - VII R 44/12

    Maßgebliche Sach- und Rechtslage bei Anfechtungsklage; Rückforderung einer …

  • BFH, 10.11.2010 - IV B 18/09

    Beteiligung des Insolvenzverwalters am Beschwerdeverfahren kraft Amtes - Ende der …

  • BFH, 23.09.2014 - XI B 40/14

    Zur Drittwirkung der Steuerfestsetzung im Insolvenzverfahren

  • BFH, 28.07.1966 - V 64/64

    Auslegung des § 119 Abgabenordnung (AO)

  • BFH, 27.09.2017 - XI R 9/16

    Haftungsbescheid; Einwendungsausschluss des Geschäftsführers einer GmbH bei …

    Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des Finanzgerichts München vom 10. März 2016 14 K 2710/13 wird als unbegründet zurückgewiesen.

    Rn. 12 Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 1931 veröffentlicht.

  • FG Köln, 18.01.2017 - 10 K 3671/14

    Rechtmäßigkeit der Haftungsinanspruchnahme für Steuerschulden einer GmbH

    Sofern § 166 AO greift, soll das Haftungsverfahren daher von Fragen der materiellen Richtigkeit der Steuerfestsetzungen freigehalten werden (vgl. FG München, Urteil vom 10.03.2016 - 14 K 2710/13, juris; FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.02.2014 - 3 K 1283/12, EFG 2014, 1166; vgl. auch BFH-Urteil vom 28.07.1966 - V 64/64, BStBl III 1966, 610 zur vergleichbaren Regelung in § 119 RAO).

    Rn. 41 Dies rechtfertigt es, die Eintragung einer Steuerforderung in die Insolvenztabelle in ihren Rechtswirkungen einer unanfechtbaren Steuerfestsetzung im Sinne des § 166 AO gleichzusetzen (so auch FG München, Urteil vom 10.03.2016 - 14 K 2710/13, juris (Rev. anh., Az. des BFH: XI R 9/16); FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.02.2014 - 3 K 1283/12, EFG 2014, 1166 (die hiergegen eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde wurde vom BFH mit nicht dokumentiertem Beschluss vom 23.09.2014 (XI B 40/14) als unbegründet zurückgewiesen); wohl auch FG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 04.07.2016 - 2 K 203/16, juris (Rev. anh., Az. des BFH: VII R 25/16);… ebenso Oellerich in: Beermann/Gosch, AO/FGO, § 166 AO Rz. 36;… Krumm in: Tipke/Kruse, AO/FGO, § 166 AO Rz. 12;… Frotscher in: Schwarz/Pahlke, AO/FGO, § 166 AO Rz. 10; zweifelnd hingegen: FG Köln, Beschluss vom 24.11.2014 - 13 V 2905/14, juris; eindeutig ablehnend ferner: Kahlert, NWB 2016, 409).

    Macht der gesetzliche Vertreter des Insolvenzschuldners von seinem Widerspruchsrecht nach §§ 178 Abs. 1 Satz 2, 1841nsO keinen Gebrauch und widerspricht der Forderungsanmeldung durch das Finanzamt im Insolvenzverfahren nicht, so schneidet ihm die Tabellenfeststellung daher in seinem eigenen Haftungsverfahren etwaige Einwendungen gegen Grund und Höhe der der Haftung zugrunde liegenden Steuerforderungen ab (vgl. FG München, Urteil vom 10.03.2016 - 14 K 2710/13, juris (Rev. anh., Az. des BFH: XI R 9/16) FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.02.2014 - 3 K 1283/12, EFG 2014, 1166 (rkr.); FG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 04.07.2016 - 2 K 203/16, juris (Rev. anh., Az. des BFH: VII R 25/16)).

  • BFH, 29.08.2018 - XI R 57/17

    Zum Einwendungsausschluss des § 166 AO bei unterlassenem Widerspruch gegen eine …

    Das FG verwies zur weiteren Begründung u.a. auf die Urteile des FG München vom 10. März 2016 14 K 2710/13 (EFG 2016, 1931, Az. des Bundesfinanzhofs --BFH--: XI R 9/16) sowie des FG Mecklenburg-Vorpommern vom 4. Juli 2016 2 K 203/16 (EFG 2016, 1766, Az. des BFH: VII R 25/16).
  • FG Düsseldorf, 25.10.2017 - 2 K 2269/15

    Rechtmäßigkeit einer Haftungsinanspruchnahme

    § 166 AO gilt auch dann, wenn der Geschäftsführer einer GmbH vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der GmbH Einspruch gegen Steuerfestsetzungen, für die er in Haftung genommen wird, einlegt, aber keinen Widerspruch gegen die spätere Forderungsanmeldung zur Tabelle erhebt (FG Rheinland-Pfalz Urteil vom 25.02.2014 3 K 1283/12, EFG 2014, 1166; FG München, Urteil vom 10.03.2016 14 K 2710/13, EFG 2016, 1931, Rev. unter XI R 9/16 anhängig; FG Köln, Urteil vom 18.01.2017 10 K 3671/14, EFG 2017, 625, Rev. unter I R 39/17 anhängig; a.A. FG Köln, Beschluss vom 24.11.2014 13 V 2905/14, juris; offengelassen von BFH, Urteil vom 16.05.2017 VII R 25/16, BFHE 257, 515, BStBl II 2017, 934).

    § 166 AO greift auch bei einem erfolglosen Rechtsbehelf ein (FG München, Urteil vom 10.03.2016 14 K 2710/13, EFG 2016, 1931 m.w.N.).

  • FG Hamburg, 29.03.2017 - 3 K 183/15

    Abgabenordnung: Haftung eines Kommanditisten als faktischer Geschäftsführer der …

    Es kann vorliegend dahingestellt bleiben, ob der Kläger gemäß § 166 AO mit Einwendungen gegen die Steuerfestsetzungen im Haftungsverfahren ausgeschlossen ist, weil die Forderungen widerspruchlos zur Insolvenztabelle festgestellten worden sind (vgl. zur Anwendung des § 166 AO bei widerspruchsloser Feststellung im Insolvenzverfahren Urteil des FG München vom 10.03.2016, EFG 2016, 1931), und ob § 166 AO auf Verfügungsberechtigte im Sinne des § 35 AO überhaupt anwendbar ist (vgl. FG Berlin, Urteil vom 30.06.2000 2 K 2242/00, Juris); denn jedenfalls hat der Kläger insoweit keine substantiellen Einwendungen erhoben.
  • FG Sachsen, 21.06.2017 - 1 K 892/14

    Haftungsinanspruchnahme eines GmbH-Geschäftsführers nach Insolvenzeröffnung

    Hat der alleinige Geschäftsführer der GmbH nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der GmbH im Prüfungstermin der Anmeldung von Steuerforderungen des FA gegen die GmbH zur Insolvenztabelle nicht widersprochen und wird er später als Haftungsschuldner wegen dieser Steuerforderungen persönlich in Anspruch genommen, so schneidet ihm nach § 166 AO die Tabellenfeststellung in seinem eigenen Haftungsverfahren die Einwendung ab, die Steuerforderung des FA bestehe nicht bzw. nicht in der bisher festgesetzten Höhe (vgl. FG München, Urteil v. 10.3.2016, 14 K 2710/13 ; FG Köln, Urteil v. 18.1.2017, 10 K 3671/14 ).
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