Neue Kooperation: dejure.org × Doctrine bringen KI-Power für Aktenanalyse, Recherche und Texterstellung. Doctrine entdecken
×

Rechtsprechung
   OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1998,3752
OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97 (https://dejure.org/1998,3752)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 02.03.1998 - 10 UF 159/97 (https://dejure.org/1998,3752)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 02. März 1998 - 10 UF 159/97 (https://dejure.org/1998,3752)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1998,3752) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)

    Gerichtliche Sorgerechtsentscheidung bei Scheidung der Eltern; Heranziehung des neuen noch nicht in Kraft getretenen Kindschaftsrechts zur Auslegung des älteren Rechts; Beibehaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge; Anordnung der Alleinsorge eines Elternteils; Bindung ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Hinweis zu den Links:
Zu grauen Einträgen liegen derzeit keine weiteren Informationen vor. Sie können diese Links aber nutzen, um die Einträge beispielsweise in Ihre Merkliste aufzunehmen.

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • FamRZ 1998, 1047
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (15)Zitiert selbst (19)

  • OLG Bamberg, 14.03.1995 - 7 UF 223/94

    Streit über das Recht der elterlichen Sorge für ein Kind; Gemeinsame elterliche …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97
    Der genannten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, welche die zwingende Übertragung der elterlichen Sorge auf einen Elternteil allein für verfassungswidrig erklärt hat, wird überwiegend entnommen, daß drei unverzichtbare Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die gemeinsame elterliche Sorge trotz Ehescheidung beibehalten werden kann (BGH, FamRZ 1993, 314, 315 [BGH 14.10.1992 - XII ZB 150/91] m.w.N.; OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94];… Johannsen/Henrich/Jaeger, a.a.O., Rz. 73 ff.;… MünchKomm/Hinz, a.a.O., Rz. 68-70, 72;… Staudinger/Coester, a.a.O., Rz. 171;… dagegen gehen Fehmel, a.a.O., Rz. 98 und Schwab, a.a.O., Rz. 96 f., von nur zwei eigenständigen Voraussetzungen aus; OLG Frankfurt, FamRZ 1983, 758 f. und Knöpfel, NJW 1983, 905, 907, von vier Voraussetzungen).

    Die Anordnung der gemeinsamen elterlichen Sorge trotz Ehescheidung setzt insbesondere voraus, daß beide Elternteile gewillt sind, die Verantwortung für das Kind gemeinsam zu tragen (Senat, FamRZ 1996, 1095, 1096 [OLG Brandenburg 12.12.1995 - 10 UF 151/95];… BGH, a.a.O.; OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098 [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96]; FamRZ 1996, 1098, 1099 [OLG Hamm 20.03.1996 - 6 UF 340/95]; OLG Hamburg, FamRZ 1985, 1284; OLG Stuttgart, FamRZ 1991, 1220, 1221 [OLG Stuttgart 24.01.1991 - 17 UF 395/90]; KG, FamRZ 1989, 654;… Johannsen/Henrich/Jaeger, a.a.O., Rz. 74).

    Denn ohne diese subjektive Kooperationsbereitschaft der Eltern besteht die Gefahr, daß das Kind infolge der ständigen Meinungsverschiedenheiten seiner Eltern in seiner weiteren Persönlichkeitsentwicklung Schaden leidet (OLG Bamberg, FamRZ 1988, 752 f.; FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168, 1169) [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94].

    Doch ist ein solcher gemeinsamer Vorschlag nicht zwingend erforderlich, um beiden Elternteilen das Sorgerecht gemeinsam zu übertragen (OLG Bamberg, FamRZ 1997, 48, 49 [OLG Bamberg 30.04.1996 - 7 UF 214/95];… OLG Hamburg, a.a.O.; OLG Hamm, FamRZ 1997, 48 [OLG Hamm 22.03.1996 - 5 UF 260/95]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1987, 89; a. A. OLG Bamberg, FamRZ 1991, 590 [OLG Bamberg 26.10.1990 - 2 UF 159/90]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098 [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168 f. [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94];… Soergel/Strätz, a.a.O., Rz. 19; wohl auch OLG Stuttgart, FamRZ 1997, 49 [OLG Stuttgart 31.07.1996 - 18 UF 231/96]; offengelassen von OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Hamm, FamRZ 1988, 753, 754).

    Auf die Frage, inwieweit das Sorgerecht den Eltern gemeinsam übertragen werden kann, wenn ein Elternteil einer solchen Regelung willkürlich, d.h. ohne Vorliegen überzeugender Gründe, widerspricht (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168, 1169 [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1098, 1099) [OLG Hamm 20.03.1996 - 6 UF 340/95], kommt es vorliegend nicht an.

    Da sich ein Wille beider Elternteile, auch der Antragstellerin, wie ausgeführt, erkennen läßt, die Verantwortung für das Kind weiterhin gemeinsam zu tragen, kommt es auf die Frage, inwieweit die gemeinsame elterliche Sorge durch das Gericht erzwungen werden kann (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1991, 590 [OLG Bamberg 26.10.1990 - 2 UF 159/90]; FamRZ 1995, 1509, 1511 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168, 1169 [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098) [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96], und die Frage, ob das Gericht den Eltern das gemeinsame Sorgerecht als die an sich beste Lösung nahezubringen hat (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1988, 752, 753;… Fehmel, a.a.O., Rz. 99;… Schwab, a.a.O., III, Rz. 105;… Staudinger/Coester, a.a.O., Rz. 173), hier nicht an.

  • BVerfG, 03.11.1982 - 1 BvL 25/80

    Verfassungswidrigkeit des § 1671 Abs. 4 Satz 1 BGB

    Auszug aus OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97
    Die Vorschrift des § 1671 Abs. 4 S. 1 BGB, wonach die elterliche Sorge einem Elternteil allein zu übertragen ist, ist durch Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 03.11.1982 (BGBl I S. 1596; FamRZ 1982, 1179 ff.) wegen Unvereinbarkeit mit Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG für nichtig erklärt worden.

    Die Vorzüge der gemeinsamen elterlichen Sorge bestehen allgemein darin, daß die Bindungen des Kindes an beide Elternteile besser aufrechterhalten und gepflegt werden können, das Kind demnach nicht das Gefühl hat, einen Elternteil zu verlieren, und das Verantwortungsgefühl und damit die Verantwortungsbereitschaft beider Elternteile gegenüber dem Kind - eben auch desjenigen Elternteils, dem sonst nur das Umgangsrecht verblieben wäre - erhalten bleiben und gestärkt werden können (…Johannsen/Henrich/Jaeger, a.a.O., Rz. 85 a; Mühlens/Kirchmeier/Greßmann, Das neue Kindschaftsrecht, S. 44; vgl. auch BVerfG, FamRZ 1982, 1179, 1183; FamRZ 1991, 913, 916 [BVerfG 07.05.1991 - 1 BvL 33/88] - zur gemeinsamen elterlichen Sorge bei nichtehelichen Kindern - OLG Bamberg, FamRZ 1988, 752;… Schwab, Handbuch des Scheidungsrechts, 3. Aufl., III, Rz. 109;… Münch-Komm/Hinz, a.a.O. Rz. 63, 65 f.;… Staudinger/Coester, a.a.O., Rz. 162).

    Soll mit dem am 01.07.1998 in Kraft tretenden Kindschaftsrechtsreformgesetz auch die gemeinsame elterliche Sorge nicht der Regelfall und die Alleinsorge eines Elternteils die gesetzliche Ausnahme sein (…Mühlens/Kirchmeier/Greßmann, a.a.O., S. 41), so kommt doch im Hinblick auf Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG eine Eingriff des Staates in Ausübung seines Wächteramtes gem. Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG (vgl. hierzu BVerfG, FamRZ 1982, 1179, 1182) dahin, die gemeinsame elterliche Sorge durch die Alleinsorge eines Elternteils abzulösen, dann nicht in Betracht, wenn das gemeinsame Sorgerecht keine Nachteile gegenüber der Übertragung auf einen Elternteil verspricht, eine Auffassung, die bereits auf dem Boden der gegenwärtigen Rechtslage (teilweise) vertreten wird (OLG Karlsruhe, FamRZ 1987, 89; OLG Bamberg, FamRZ 1997, 48, 49) [OLG Bamberg 30.04.1996 - 7 UF 214/95].

    Sie haben es auch verstanden, J. in hohem Maße aus ihrem Trennungskonflikt herauszuhalten und damit eine gute Voraussetzung für die weitere gemeinsame Ausübung des Sorgerechts geschaffen (vgl. BVerfG, FamRZ 1982, 1179, 1184).

  • OLG Karlsruhe, 03.05.1995 - 16 UF 347/94

    Sorgerecht; Gemeinsames Sorgerecht; Anordnung

    Auszug aus OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97
    Denn ohne diese subjektive Kooperationsbereitschaft der Eltern besteht die Gefahr, daß das Kind infolge der ständigen Meinungsverschiedenheiten seiner Eltern in seiner weiteren Persönlichkeitsentwicklung Schaden leidet (OLG Bamberg, FamRZ 1988, 752 f.; FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168, 1169) [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94].

    Doch ist ein solcher gemeinsamer Vorschlag nicht zwingend erforderlich, um beiden Elternteilen das Sorgerecht gemeinsam zu übertragen (OLG Bamberg, FamRZ 1997, 48, 49 [OLG Bamberg 30.04.1996 - 7 UF 214/95];… OLG Hamburg, a.a.O.; OLG Hamm, FamRZ 1997, 48 [OLG Hamm 22.03.1996 - 5 UF 260/95]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1987, 89; a. A. OLG Bamberg, FamRZ 1991, 590 [OLG Bamberg 26.10.1990 - 2 UF 159/90]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098 [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168 f. [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94];… Soergel/Strätz, a.a.O., Rz. 19; wohl auch OLG Stuttgart, FamRZ 1997, 49 [OLG Stuttgart 31.07.1996 - 18 UF 231/96]; offengelassen von OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Hamm, FamRZ 1988, 753, 754).

    Auf die Frage, inwieweit das Sorgerecht den Eltern gemeinsam übertragen werden kann, wenn ein Elternteil einer solchen Regelung willkürlich, d.h. ohne Vorliegen überzeugender Gründe, widerspricht (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168, 1169 [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1098, 1099) [OLG Hamm 20.03.1996 - 6 UF 340/95], kommt es vorliegend nicht an.

    Da sich ein Wille beider Elternteile, auch der Antragstellerin, wie ausgeführt, erkennen läßt, die Verantwortung für das Kind weiterhin gemeinsam zu tragen, kommt es auf die Frage, inwieweit die gemeinsame elterliche Sorge durch das Gericht erzwungen werden kann (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1991, 590 [OLG Bamberg 26.10.1990 - 2 UF 159/90]; FamRZ 1995, 1509, 1511 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168, 1169 [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098) [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96], und die Frage, ob das Gericht den Eltern das gemeinsame Sorgerecht als die an sich beste Lösung nahezubringen hat (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1988, 752, 753;… Fehmel, a.a.O., Rz. 99;… Schwab, a.a.O., III, Rz. 105;… Staudinger/Coester, a.a.O., Rz. 173), hier nicht an.

  • OLG Bamberg, 30.04.1996 - 7 UF 214/95

    Gemeinsames Sorgerecht trotz Anspruchs eines Elternteils auf Ausübung des …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97
    Doch ist ein solcher gemeinsamer Vorschlag nicht zwingend erforderlich, um beiden Elternteilen das Sorgerecht gemeinsam zu übertragen (OLG Bamberg, FamRZ 1997, 48, 49 [OLG Bamberg 30.04.1996 - 7 UF 214/95];… OLG Hamburg, a.a.O.; OLG Hamm, FamRZ 1997, 48 [OLG Hamm 22.03.1996 - 5 UF 260/95]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1987, 89; a. A. OLG Bamberg, FamRZ 1991, 590 [OLG Bamberg 26.10.1990 - 2 UF 159/90]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098 [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168 f. [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94];… Soergel/Strätz, a.a.O., Rz. 19; wohl auch OLG Stuttgart, FamRZ 1997, 49 [OLG Stuttgart 31.07.1996 - 18 UF 231/96]; offengelassen von OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Hamm, FamRZ 1988, 753, 754).

    Soll mit dem am 01.07.1998 in Kraft tretenden Kindschaftsrechtsreformgesetz auch die gemeinsame elterliche Sorge nicht der Regelfall und die Alleinsorge eines Elternteils die gesetzliche Ausnahme sein (…Mühlens/Kirchmeier/Greßmann, a.a.O., S. 41), so kommt doch im Hinblick auf Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG eine Eingriff des Staates in Ausübung seines Wächteramtes gem. Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG (vgl. hierzu BVerfG, FamRZ 1982, 1179, 1182) dahin, die gemeinsame elterliche Sorge durch die Alleinsorge eines Elternteils abzulösen, dann nicht in Betracht, wenn das gemeinsame Sorgerecht keine Nachteile gegenüber der Übertragung auf einen Elternteil verspricht, eine Auffassung, die bereits auf dem Boden der gegenwärtigen Rechtslage (teilweise) vertreten wird (OLG Karlsruhe, FamRZ 1987, 89; OLG Bamberg, FamRZ 1997, 48, 49) [OLG Bamberg 30.04.1996 - 7 UF 214/95].

    Bei dieser Sachlage kann die rechtliche Bedeutung der Unterhaltsleistungen für die Frage der elterlichen Sorge dahingestellt bleiben (vgl. auch OLG Bamberg, FamRZ 1997, 48, 49) [OLG Bamberg 30.04.1996 - 7 UF 214/95].

  • OLG Bamberg, 09.02.1988 - 7 UF 135/87

    Anordnung gemeinsamer elterlicher Sorge bei Widerspruch eines Elternteils; …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97
    Die Vorzüge der gemeinsamen elterlichen Sorge bestehen allgemein darin, daß die Bindungen des Kindes an beide Elternteile besser aufrechterhalten und gepflegt werden können, das Kind demnach nicht das Gefühl hat, einen Elternteil zu verlieren, und das Verantwortungsgefühl und damit die Verantwortungsbereitschaft beider Elternteile gegenüber dem Kind - eben auch desjenigen Elternteils, dem sonst nur das Umgangsrecht verblieben wäre - erhalten bleiben und gestärkt werden können (…Johannsen/Henrich/Jaeger, a.a.O., Rz. 85 a; Mühlens/Kirchmeier/Greßmann, Das neue Kindschaftsrecht, S. 44; vgl. auch BVerfG, FamRZ 1982, 1179, 1183; FamRZ 1991, 913, 916 [BVerfG 07.05.1991 - 1 BvL 33/88] - zur gemeinsamen elterlichen Sorge bei nichtehelichen Kindern - OLG Bamberg, FamRZ 1988, 752;… Schwab, Handbuch des Scheidungsrechts, 3. Aufl., III, Rz. 109;… Münch-Komm/Hinz, a.a.O. Rz. 63, 65 f.;… Staudinger/Coester, a.a.O., Rz. 162).

    Denn ohne diese subjektive Kooperationsbereitschaft der Eltern besteht die Gefahr, daß das Kind infolge der ständigen Meinungsverschiedenheiten seiner Eltern in seiner weiteren Persönlichkeitsentwicklung Schaden leidet (OLG Bamberg, FamRZ 1988, 752 f.; FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168, 1169) [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94].

    Da sich ein Wille beider Elternteile, auch der Antragstellerin, wie ausgeführt, erkennen läßt, die Verantwortung für das Kind weiterhin gemeinsam zu tragen, kommt es auf die Frage, inwieweit die gemeinsame elterliche Sorge durch das Gericht erzwungen werden kann (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1991, 590 [OLG Bamberg 26.10.1990 - 2 UF 159/90]; FamRZ 1995, 1509, 1511 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168, 1169 [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098) [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96], und die Frage, ob das Gericht den Eltern das gemeinsame Sorgerecht als die an sich beste Lösung nahezubringen hat (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1988, 752, 753;… Fehmel, a.a.O., Rz. 99;… Schwab, a.a.O., III, Rz. 105;… Staudinger/Coester, a.a.O., Rz. 173), hier nicht an.

  • OLG Hamm, 20.03.1996 - 6 UF 340/95
    Auszug aus OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97
    Die Anordnung der gemeinsamen elterlichen Sorge trotz Ehescheidung setzt insbesondere voraus, daß beide Elternteile gewillt sind, die Verantwortung für das Kind gemeinsam zu tragen (Senat, FamRZ 1996, 1095, 1096 [OLG Brandenburg 12.12.1995 - 10 UF 151/95];… BGH, a.a.O.; OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098 [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96]; FamRZ 1996, 1098, 1099 [OLG Hamm 20.03.1996 - 6 UF 340/95]; OLG Hamburg, FamRZ 1985, 1284; OLG Stuttgart, FamRZ 1991, 1220, 1221 [OLG Stuttgart 24.01.1991 - 17 UF 395/90]; KG, FamRZ 1989, 654;… Johannsen/Henrich/Jaeger, a.a.O., Rz. 74).

    Zwar äußert sich diese Kooperationsbereitschaft der Eltern regelmäßig in ihrem übereinstimmenden Vorschlag (…BGH, a.a.O.; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1098, 1099 [OLG Hamm 20.03.1996 - 6 UF 340/95]; FamRZ 1997, 48).

    Auf die Frage, inwieweit das Sorgerecht den Eltern gemeinsam übertragen werden kann, wenn ein Elternteil einer solchen Regelung willkürlich, d.h. ohne Vorliegen überzeugender Gründe, widerspricht (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168, 1169 [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1098, 1099) [OLG Hamm 20.03.1996 - 6 UF 340/95], kommt es vorliegend nicht an.

  • OLG Hamm, 21.02.1996 - 8 UF 435/96
    Auszug aus OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97
    Die Anordnung der gemeinsamen elterlichen Sorge trotz Ehescheidung setzt insbesondere voraus, daß beide Elternteile gewillt sind, die Verantwortung für das Kind gemeinsam zu tragen (Senat, FamRZ 1996, 1095, 1096 [OLG Brandenburg 12.12.1995 - 10 UF 151/95];… BGH, a.a.O.; OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098 [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96]; FamRZ 1996, 1098, 1099 [OLG Hamm 20.03.1996 - 6 UF 340/95]; OLG Hamburg, FamRZ 1985, 1284; OLG Stuttgart, FamRZ 1991, 1220, 1221 [OLG Stuttgart 24.01.1991 - 17 UF 395/90]; KG, FamRZ 1989, 654;… Johannsen/Henrich/Jaeger, a.a.O., Rz. 74).

    Doch ist ein solcher gemeinsamer Vorschlag nicht zwingend erforderlich, um beiden Elternteilen das Sorgerecht gemeinsam zu übertragen (OLG Bamberg, FamRZ 1997, 48, 49 [OLG Bamberg 30.04.1996 - 7 UF 214/95];… OLG Hamburg, a.a.O.; OLG Hamm, FamRZ 1997, 48 [OLG Hamm 22.03.1996 - 5 UF 260/95]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1987, 89; a. A. OLG Bamberg, FamRZ 1991, 590 [OLG Bamberg 26.10.1990 - 2 UF 159/90]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098 [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168 f. [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94];… Soergel/Strätz, a.a.O., Rz. 19; wohl auch OLG Stuttgart, FamRZ 1997, 49 [OLG Stuttgart 31.07.1996 - 18 UF 231/96]; offengelassen von OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Hamm, FamRZ 1988, 753, 754).

    Da sich ein Wille beider Elternteile, auch der Antragstellerin, wie ausgeführt, erkennen läßt, die Verantwortung für das Kind weiterhin gemeinsam zu tragen, kommt es auf die Frage, inwieweit die gemeinsame elterliche Sorge durch das Gericht erzwungen werden kann (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1991, 590 [OLG Bamberg 26.10.1990 - 2 UF 159/90]; FamRZ 1995, 1509, 1511 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168, 1169 [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098) [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96], und die Frage, ob das Gericht den Eltern das gemeinsame Sorgerecht als die an sich beste Lösung nahezubringen hat (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1988, 752, 753;… Fehmel, a.a.O., Rz. 99;… Schwab, a.a.O., III, Rz. 105;… Staudinger/Coester, a.a.O., Rz. 173), hier nicht an.

  • OLG Hamm, 22.03.1996 - 5 UF 260/95
    Auszug aus OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97
    Doch ist ein solcher gemeinsamer Vorschlag nicht zwingend erforderlich, um beiden Elternteilen das Sorgerecht gemeinsam zu übertragen (OLG Bamberg, FamRZ 1997, 48, 49 [OLG Bamberg 30.04.1996 - 7 UF 214/95];… OLG Hamburg, a.a.O.; OLG Hamm, FamRZ 1997, 48 [OLG Hamm 22.03.1996 - 5 UF 260/95]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1987, 89; a. A. OLG Bamberg, FamRZ 1991, 590 [OLG Bamberg 26.10.1990 - 2 UF 159/90]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098 [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168 f. [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94];… Soergel/Strätz, a.a.O., Rz. 19; wohl auch OLG Stuttgart, FamRZ 1997, 49 [OLG Stuttgart 31.07.1996 - 18 UF 231/96]; offengelassen von OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Hamm, FamRZ 1988, 753, 754).

    Zwar erfordert ein gemeinsames Sorgerecht ein Mehr an gemeinsamer Verantwortung gegenüber der Einigung über ein Besuchsrecht (…Senat, a.a.O.; OLG Hamm, FamRZ 1997, 48 [OLG Hamm 22.03.1996 - 5 UF 260/95]).

  • OLG Bamberg, 26.10.1990 - 2 UF 159/90

    Anforderungen an die Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge nach der …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97
    Doch ist ein solcher gemeinsamer Vorschlag nicht zwingend erforderlich, um beiden Elternteilen das Sorgerecht gemeinsam zu übertragen (OLG Bamberg, FamRZ 1997, 48, 49 [OLG Bamberg 30.04.1996 - 7 UF 214/95];… OLG Hamburg, a.a.O.; OLG Hamm, FamRZ 1997, 48 [OLG Hamm 22.03.1996 - 5 UF 260/95]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1987, 89; a. A. OLG Bamberg, FamRZ 1991, 590 [OLG Bamberg 26.10.1990 - 2 UF 159/90]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098 [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168 f. [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94];… Soergel/Strätz, a.a.O., Rz. 19; wohl auch OLG Stuttgart, FamRZ 1997, 49 [OLG Stuttgart 31.07.1996 - 18 UF 231/96]; offengelassen von OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Hamm, FamRZ 1988, 753, 754).

    Da sich ein Wille beider Elternteile, auch der Antragstellerin, wie ausgeführt, erkennen läßt, die Verantwortung für das Kind weiterhin gemeinsam zu tragen, kommt es auf die Frage, inwieweit die gemeinsame elterliche Sorge durch das Gericht erzwungen werden kann (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1991, 590 [OLG Bamberg 26.10.1990 - 2 UF 159/90]; FamRZ 1995, 1509, 1511 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168, 1169 [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098) [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96], und die Frage, ob das Gericht den Eltern das gemeinsame Sorgerecht als die an sich beste Lösung nahezubringen hat (vgl. hierzu OLG Bamberg, FamRZ 1988, 752, 753;… Fehmel, a.a.O., Rz. 99;… Schwab, a.a.O., III, Rz. 105;… Staudinger/Coester, a.a.O., Rz. 173), hier nicht an.

  • OLG Karlsruhe, 08.10.1986 - 2 UF 140/86
    Auszug aus OLG Brandenburg, 02.03.1998 - 10 UF 159/97
    Doch ist ein solcher gemeinsamer Vorschlag nicht zwingend erforderlich, um beiden Elternteilen das Sorgerecht gemeinsam zu übertragen (OLG Bamberg, FamRZ 1997, 48, 49 [OLG Bamberg 30.04.1996 - 7 UF 214/95];… OLG Hamburg, a.a.O.; OLG Hamm, FamRZ 1997, 48 [OLG Hamm 22.03.1996 - 5 UF 260/95]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1987, 89; a. A. OLG Bamberg, FamRZ 1991, 590 [OLG Bamberg 26.10.1990 - 2 UF 159/90]; OLG Hamm, FamRZ 1996, 1097, 1098 [OLG Hamm 21.02.1996 - 8 UF 435/96]; OLG Karlsruhe, FamRZ 1995, 1168 f. [OLG Karlsruhe 03.05.1995 - 16 UF 347/94];… Soergel/Strätz, a.a.O., Rz. 19; wohl auch OLG Stuttgart, FamRZ 1997, 49 [OLG Stuttgart 31.07.1996 - 18 UF 231/96]; offengelassen von OLG Bamberg, FamRZ 1995, 1509, 1510 [OLG Bamberg 14.03.1995 - 7 UF 223/94]; OLG Hamm, FamRZ 1988, 753, 754).

    Soll mit dem am 01.07.1998 in Kraft tretenden Kindschaftsrechtsreformgesetz auch die gemeinsame elterliche Sorge nicht der Regelfall und die Alleinsorge eines Elternteils die gesetzliche Ausnahme sein (…Mühlens/Kirchmeier/Greßmann, a.a.O., S. 41), so kommt doch im Hinblick auf Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG eine Eingriff des Staates in Ausübung seines Wächteramtes gem. Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG (vgl. hierzu BVerfG, FamRZ 1982, 1179, 1182) dahin, die gemeinsame elterliche Sorge durch die Alleinsorge eines Elternteils abzulösen, dann nicht in Betracht, wenn das gemeinsame Sorgerecht keine Nachteile gegenüber der Übertragung auf einen Elternteil verspricht, eine Auffassung, die bereits auf dem Boden der gegenwärtigen Rechtslage (teilweise) vertreten wird (OLG Karlsruhe, FamRZ 1987, 89; OLG Bamberg, FamRZ 1997, 48, 49) [OLG Bamberg 30.04.1996 - 7 UF 214/95].

  • KG, 27.10.1988 - 19 UF 1331/88

    Gemeinsames Sorgerecht; Sorgerecht; Scheidung; Verantwortung; …

  • BVerfG, 07.05.1991 - 1 BvL 32/88

    Sorgerecht für nichteheliche Kinder

  • BGH, 14.10.1992 - XII ZB 150/91

    Änderung der Anordnung zum gemeinsamen Sorgerecht

  • OLG Hamburg, 13.08.1985 - 12 UF 8/85

    Kindeswohlgefährdung; Ideenwelt einer Sekte; Fehlende Eignung der Person; …

  • OLG Stuttgart, 24.01.1991 - 17 UF 395/90

    Scheidung der Eltern; Konsens in der Erziehung; Konsens in der Förderung; …

  • OLG Brandenburg, 12.12.1995 - 10 UF 151/95
  • OLG Stuttgart, 31.07.1996 - 18 UF 231/96

    Keine gemeinsame elterliche Sorge bei fehlender Erziehungsfähigkeit eines …

  • OLG Frankfurt, 27.05.1983 - 1 UF 58/83
  • OLG Hamm, 24.02.1988 - 12 UF 553/87
  • OLG Brandenburg, 15.02.2016 - 10 UF 216/14

    Elterliche Sorge getrennt lebender Eltern: Aufhebung der gemeinsamen Sorge und …

    Denn aufgrund des hohen sozialpolitischen Werts, der einer auch nach Trennung der Eltern verantwortungsbewusst im Kindesinteresse ausgeübten gemeinschaftlichen elterlichen Sorge innewohnt (vgl. Senat, FamRZ 1998, 1047; KG, FamRZ 2000, 504), ist eine Verpflichtung der Eltern zum Konsens nicht zu bestreiten (BGH, FamRZ 2008, 592), zumal es grundsätzlich dem Kindeswohl entspricht, wenn ein Kind in dem Bewusstsein lebt, dass beide Eltern für es Verantwortung tragen, und wenn es seine Eltern in wichtigen Entscheidungen für sein Leben als gleichberechtigt erlebt.
  • OLG Brandenburg, 19.07.2016 - 10 UF 8/16

    Elterliche Sorge: Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge und Auswahl des mit …

    Rn. 21 Allerdings ist aufgrund des hohen sozialpolitischen Werts, der einer auch nach Trennung der Eltern verantwortungsbewusst im Kindesinteresse ausgeübten gemeinschaftlichen elterlichen Sorge innewohnt (vgl. Senat, FamRZ 1998, 1047; KG, FamRZ 2000, 504), eine Verpflichtung der Eltern zum Konsens nicht zu bestreiten (BGH, FamRZ 2008, 592), zumal es grundsätzlich dem Kindeswohl entspricht, wenn ein Kind in dem Bewusstsein lebt, dass beide Eltern für es Verantwortung tragen, und wenn es seine Eltern in wichtigen Entscheidungen für sein Leben als gleichberechtigt erlebt.
  • OLG Brandenburg, 16.07.2015 - 10 UF 209/14

    Elterliche Sorge: Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge bei …

    Entscheidend sind also die objektive Kooperationsfähigkeit und die subjektive Kooperationsbereitschaft der Eltern (vgl. Senat, FamRZ 1998, 1047, 1048; KG, FamRZ 2000, 504;… Johannsen/Henrich/Jaeger, Familienrecht, 6. Auf., § 1671 BGB Rn. 36).

    Beachtlich ist, wenn es zu schwerwiegenden Konflikten in der Vergangenheit nicht gekommen ist, weil ein Elternteil das Entscheidungsrecht des anderen Elternteils in den wesentlichen Punkten nie in Frage gestellt hat (vgl. Senat, FamRZ 1998, 1047; Beschluss vom 24.11.2011 - 10 UF 263/11, BeckRS 2014, 02347; OLG Brandenburg, 5. Familiensenat, NJOZ 2014, 883, 884).

  • OLG Brandenburg, 09.03.2009 - 10 UF 204/08

    Elterliche Sorge: Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf einen …

    Die Aufhebung eines Teilbereichs der gemeinsamen elterlichen Sorge ist mit Rücksicht darauf, dass ein grundsätzlicher Vorrang der gemeinsamen elterlichen Sorge im Verhältnis zur Alleinsorge eines Elternteils nicht besteht (vgl. BGH, FamRZ 1999, 1646, 1647; FamRZ 2008, 592), dann angezeigt, wenn die Eltern insoweit nicht objektiv kooperationsfähig bzw. nicht subjektiv kooperationsbereit sind (vgl. KG, FamRZ 2000, 504; Senat, FamRZ 1998, 1047, 1048; FamRZ 2003, 1952, 1953;… Johannsen/Henrich/Jaeger, a. a. O., § 1671, Rz. 36).
  • OLG Brandenburg, 27.03.2003 - 10 UF 253/02

    Aufenthaltsbestimmungsrecht und elterliche Sorge in Abhängigkeit der …

    Entscheidend ist also die objektive Kooperationsfähigkeit und die subjektive Kooperationsbereitschaft der Eltern (vgl. KG, FamRZ 2000, 504 unter Hinweis auf zahlreiche Entscheidungen anderer Oberlandesgerichte; Senat, FamRZ 1998, 1047, 1048;… Johannsen/Henrich/Jaeger, Eherecht, 3. Auf., § 1671 BGB, Rz. 36).
  • OLG Brandenburg, 17.02.2009 - 10 UF 173/08

    Elterliche Sorge: Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge und Übertragung der …

    Entscheidend sind also die objektive Kooperationsfähigkeit und die subjektive Kooperationsbereitschaft der Eltern (Senat, FamRZ 1998, 1047, 1048; KG, FamRZ 2000, 504;… Johannsen/Henrich/Jaeger, Eherecht, 4. Aufl., § 1671, Rz. 36;… Maier in: Gerhardt/von Heintschel-Heinegg/Klein, Handbuch des Fachanwalts Familienrecht, 6. Aufl., 4. Kap., Rz. 171 ff.).
  • OLG Brandenburg, 15.07.2016 - 10 UF 8/16

    Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge wegen fehlender Kooperationsfähigkeit …

    Allerdings ist aufgrund des hohen sozialpolitischen Werts, der einer auch nach Trennung der Eltern verantwortungsbewusst im Kindesinteresse ausgeübten gemeinschaftlichen elterlichen Sorge innewohnt (vgl. Senat, FamRZ 1998, 1047 ; KG, FamRZ 2000, 504 ), eine Verpflichtung der Eltern zum Konsens nicht zu bestreiten (BGH, FamRZ 2008, 592 ), zumal es grundsätzlich dem Kindeswohl entspricht, wenn ein Kind in dem Bewusstsein lebt, dass beide Eltern für es Verantwortung tragen, und wenn es seine Eltern in wichtigen Entscheidungen für sein Leben als gleichberechtigt erlebt.
  • OLG Brandenburg, 28.06.2011 - 10 WF 229/10

    Sorgerechtsstreit: Regelungsbedürfnis für Erlass einer einstweiligen Anordnung

    Rn. 36 Allerdings ist bei der Frage, ob die gemeinsame elterlichen Sorge aufrecht erhalten bleiben kann oder die Alleinsorge eines Elternteils zu begründen ist, die objektive Kooperationsfähigkeit und die subjektive Kooperationsbereitschaft der Eltern von großer Bedeutung (Senat, FamRZ 1998, 1047, 1048; KG, FamRZ 2000, 504).
  • OLG Dresden, 03.08.1999 - 22 UF 121/99

    Antrag auf Übertragung des alleinigen Sorgerechts für ein Kind wegen …

    Durch die Neuregelung des § 1671 BGB hat der Gesetzgeber zwischen gemeinsamer und alleiniger elterlicher Sorge systematisch ein Regel-/Ausnahmeverhältnis dergestalt geschaffen, dass die gemeinsame elterliche Sorge die Regel, die alleinige Sorge die Ausnahme sein soll (so auch OLG Hamm, FamRZ 1999, 38; OLG Brandenburg, FamRZ 1998, 1047 [OLG Brandenburg 02.03.1998 - 10 UF 159/97]; AG Chemnitz, FamRZ 1999, 321 [AG Chemnitz 03.09.1998 - 4 F 681/97]; vgl. auch Liermann, FamRZ 1999, 809 [KG Berlin 10.02.1999 - 19 UF 8972/98]; Schwab, FamRZ 1998, 457, 462) [BGH 09.06.1998 - VI ZR 238/97].
  • OLG Brandenburg, 02.04.2007 - 10 WF 73/07

    Prozesskostenhilfe im Sorgerechtsverfahren: Anhaltspunkte für erhebliche …

    Ob dies möglich ist, hängt von der entsprechenden Einsicht der Eltern und ihrer Fähigkeit, sich dieser Einsicht gemäß zu verhalten, ab, entscheidend sind also die objektive Kooperationsfähigkeit und die subjektive Kooperationsbereitschaft der Eltern (Senat, FamRZ 1998, 1047, 1048; FamRZ 2003, 1952; KG, FamRZ 2000, 504;… Johannsen/Henrich/Jaeger, Eherecht, 4. Aufl., § 1671, Rz. 36).
  • OLG Brandenburg, 15.10.2013 - 3 WF 115/13

    Verfahrenskostenhilfe für ein die elterliche Sorge betreffendes Verfahren: …

  • OLG Brandenburg, 04.04.2008 - 10 UF 235/07

    Voraussetzungen eines Anspruchs auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts …

  • OLG Brandenburg, 13.10.2009 - 10 UF 43/09

    Elterliche Sorge: Sorgerechtsübertragung auf einen Kindesvater unter besonderer …

  • AG Recklinghausen, 05.01.2024 - 42 F 171/23
  • AG Siegen, 22.11.2024 - 15 F 1654/23
Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
dejure.org Übersicht OLG Brandenburg
dejure.org nutzen ohne Ablenkung
Werbung abschalten. Jetzt buchen! Keine automatische Verlängerung.
Info zum PUR-Angebot
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht