Rechtsprechung
| OLG Brandenburg, 27.05.1997 - 10 Wx 31/96 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Übergehen des Pflichtteilsberechtigten; Anfechtbarkeit eines Testamentes; Überprüfung der Tatsachenwürdigung durch das Beschwerdegericht
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- jurpage.net (Leitsatz)
Verfahrensgang
- AG Bernau, 20.12.1995 - 8 VI 460/95
- LG Frankfurt/Oder, 29.08.1996 - 16 T 50/96
- OLG Brandenburg, 27.05.1997 - 10 Wx 31/96
Papierfundstellen
- FamRZ 1998, 59
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (10)
- OLG Dresden, 06.04.1993 - 7 U 360/93
Anfechtung eines Testaments; Motivirrtum des Erblassers als Anfechtungsgrund ; …
Auszug aus OLG Brandenburg, 27.05.1997 - 10 Wx 31/96
Der hier vertretenen Auffassung steht die Entscheidung des OLG Dresden (DtZ 1993, 311) nicht entgegen (…a. A. Lange/Kuchinke, a.a.O., Fn. 17).Da die Frage der Anfechtbarkeit des Testaments vorliegend nach dem BGB zu beurteilen ist, kann offenbleiben, ob die Anfechtungsvorschrift des § 374 ZGB/DDR über ihren Wortlaut hinaus auch die Übergehensanfechtung, wie sie in § 2079 BGB geregelt ist, erfaßt (…so die im Schrifttum der ehemaligen DDR vertretene Auffassung, vgl. Kommentar zum ZGB/DDR, herausgegeben vom Ministerium der Justiz, 2. Aufl. 1985, § 374, Anm. 1.1.; für den Fall des Motivirrtums auch BGH, NJW 1994, 582, 583 [BGH 01.12.1993 - IV ZR 261/92]; a. A. Notariat 1 Müllheim, DtZ 1992, 157, 159; Bestelmeyer, Rpfleger 1993, 381, 387) und ob bei Anwendbarkeit des § 374 ZGB/DDR zur wirksamen Anfechtung die in Abs. 2 der Vorschrift genannte Anfechtungsklage zu erheben ist (…so BGH, a.a.O.; OLG Dresden, DtZ 1993, 311, 312;… a. A. Notariat 1 Müllheim, a.a.O.;… Bestelmeyer, a.a.O.).
Eine Vorlage an den Bundesgerichtshof ist auch nicht im Hinblick auf die genannte Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden (DtZ 1993, 311) geboten.
- BayObLG, 01.02.1980 - BReg. 1 Z 72/79
Voraussetzungen für die Zulässigkeit einer weiteren Beschwerde; Anforderungen an …
Auszug aus OLG Brandenburg, 27.05.1997 - 10 Wx 31/96
Die Prüfung ist darauf zu richten, wie der Erblasser zur Zeit der Testamentserrichtung verfügt haben würde, wenn er zwar hinsichtlich der Person des Pflichtteilsberechtigten die später eingetretene oder damals vorhanden gewesene Sachlage richtig überblickt hätte, im übrigen aber diejenigen Umstände auf sich hätte wirken lassen, die ihn zur Zeit der Errichtung des Testaments dazu bestimmt haben (BGH, LM § 2079 BGB Nr. 1; BGH, NJW 1981, 1735, 1736 [BGH 13.05.1981 - IVa ZR 171/80]; BayObLGZ 1971, 147, 151; 1980, 42, 50).Denn der Umstand, daß der Erblasser das Testament absichtlich hat weiterbestehen lassen, nachdem er von dem Vorhandensein des Pflichtteilsberechtigten Kenntnis erlangt hatte, kann den Schluß zulassen, daß der Erblasser den Pflichtteilsberechtigten schon bei der Testamentserrichtung übergangen hätte, wenn ihm dessen Vorhandensein bekannt gewesen wäre (BGH, LM § 2079 BGB Nr. 1; BayObLGZ 1971, 147, 152; 1980, 42, 50; OLG Hamburg, FamRZ 1990, 910, 912 [OLG Hamburg 20.12.1989 - 5 U 164/89];… Palandt/Edenhofer, a.a.O., § 2079, Rz. 5).
Die Anfechtung des Testaments gemäß § 2079 BGB führt grundsätzlich zur Nichtigkeit des gesamten Testaments oder Erbvertrags; einzelne Verfügungen bleiben nur wirksam, wenn nach § 2079 Satz 2 BGB positiv feststellbar ist, daß sie der Erblasser so auch in Kenntnis der Erb- und Pflichtteilsberechtigung getroffen hätte (BayObLGZ 1971, 147, 154 ff.; 1975, 6, 9; 1980, 42, 49; BayObLG, FamRZ 1983, 952, 954;… Palandt/Edenhofer, a.a.O., § 2079, Rz. 7; Reinicke, NJW 1971, 1961, 1964;… Soergel/Loritz, BGB, 12. Aufl., § 2079, Rz. 9;… ähnlich Staudinger/Otte, a.a.O., § 2079, Rz. 14 f. der grundsätzlich von völliger Nichtigkeit der Erbeinsetzungen, nicht des Testamentes insgesamt ausgeht).
- BayObLG, 27.08.1985 - BReg. 1 Z 20/85
Auszug aus OLG Brandenburg, 27.05.1997 - 10 Wx 31/96
Im Hinblick darauf, daß das Nachlaßgericht bislang lediglich einen Vorbescheid erlassen hat, wird es verfahrensrechtlich nicht zulässig sein, den Erbscheinsantrag desjenigen Beteiligten, der nach Auffassung des Beschwerdegerichts nicht zum Erben berufen ist, endgültig zurückzuweisen (vgl. BayObLG, FamRZ 1986, 604, 606).
- BGH, 01.12.1993 - IV ZR 261/92
Anfechtung eines in der ehemaligen DDR errichteten Testaments
Auszug aus OLG Brandenburg, 27.05.1997 - 10 Wx 31/96
Da die Frage der Anfechtbarkeit des Testaments vorliegend nach dem BGB zu beurteilen ist, kann offenbleiben, ob die Anfechtungsvorschrift des § 374 ZGB/DDR über ihren Wortlaut hinaus auch die Übergehensanfechtung, wie sie in § 2079 BGB geregelt ist, erfaßt (…so die im Schrifttum der ehemaligen DDR vertretene Auffassung, vgl. Kommentar zum ZGB/DDR, herausgegeben vom Ministerium der Justiz, 2. Aufl. 1985, § 374, Anm. 1.1.; für den Fall des Motivirrtums auch BGH, NJW 1994, 582, 583 [BGH 01.12.1993 - IV ZR 261/92]; a. A. Notariat 1 Müllheim, DtZ 1992, 157, 159; Bestelmeyer, Rpfleger 1993, 381, 387) und ob bei Anwendbarkeit des § 374 ZGB/DDR zur wirksamen Anfechtung die in Abs. 2 der Vorschrift genannte Anfechtungsklage zu erheben ist (…so BGH, a.a.O.; OLG Dresden, DtZ 1993, 311, 312;… a. A. Notariat 1 Müllheim, a.a.O.;… Bestelmeyer, a.a.O.). - BGH, 13.05.1981 - IVa ZR 171/80
Voraussetzungen des Erbersatzanspruchs
Auszug aus OLG Brandenburg, 27.05.1997 - 10 Wx 31/96
Die Prüfung ist darauf zu richten, wie der Erblasser zur Zeit der Testamentserrichtung verfügt haben würde, wenn er zwar hinsichtlich der Person des Pflichtteilsberechtigten die später eingetretene oder damals vorhanden gewesene Sachlage richtig überblickt hätte, im übrigen aber diejenigen Umstände auf sich hätte wirken lassen, die ihn zur Zeit der Errichtung des Testaments dazu bestimmt haben (BGH, LM § 2079 BGB Nr. 1; BGH, NJW 1981, 1735, 1736 [BGH 13.05.1981 - IVa ZR 171/80]; BayObLGZ 1971, 147, 151; 1980, 42, 50). - BayObLG, 05.04.1989 - BReg. 1a Z 26/88
Auslegung eines gemeinschaftlichen Testaments; Maßgeblichkeit des hypothetischen …
Auszug aus OLG Brandenburg, 27.05.1997 - 10 Wx 31/96
Zwar darf die Tatsachenwürdigung des Landgerichts wegen §§ 27 FGG, 561 ZPO vom Rechtsbeschwerdegericht nur dahingehend überprüft werden, ob der Tatsachenstoff ausreichend erforscht ist, zum, Beweisstoff alle wesentlichen Umstände berücksichtigt sind, hierbei nicht gegen gesetzliche Beweisregeln und Verfahrensvorschriften sowie Denkgesetze und Erfahrungssätze verstoßen wurde und ob die Beweisanforderungen nicht zu hoch oder zu niedrig angesetzt wurden (BayObLGZ 1989, 116, 119 f). - BayObLG, 18.01.1982 - BReg. 1 Z 141/81
Persönliche Anhörung; Anhörung; Sorgerecht; Eltern; Rechtsmittel; Beschwerde
Auszug aus OLG Brandenburg, 27.05.1997 - 10 Wx 31/96
Da das Gericht der Rechtsbeschwerde diese Ermittlung nicht nachholen kann, muß die Sache unter Aufhebung des angefochtenen Beschlusses zur anderweitigen Behandlung und neuerlichen Entscheidung zurückverwiesen werden (BayObLG, FamRZ 1982, 634, 637;… Keidel/Kuntze/Winkler, FGG, 13. Aufl., § 27, Rz. 66). - OLG Hamburg, 20.12.1989 - 5 U 164/89
Ausschluss von der Erbfolge ; Anfechtung eines Testementes durch den Adoptivsohn; …
Auszug aus OLG Brandenburg, 27.05.1997 - 10 Wx 31/96
Denn der Umstand, daß der Erblasser das Testament absichtlich hat weiterbestehen lassen, nachdem er von dem Vorhandensein des Pflichtteilsberechtigten Kenntnis erlangt hatte, kann den Schluß zulassen, daß der Erblasser den Pflichtteilsberechtigten schon bei der Testamentserrichtung übergangen hätte, wenn ihm dessen Vorhandensein bekannt gewesen wäre (BGH, LM § 2079 BGB Nr. 1; BayObLGZ 1971, 147, 152; 1980, 42, 50; OLG Hamburg, FamRZ 1990, 910, 912 [OLG Hamburg 20.12.1989 - 5 U 164/89];… Palandt/Edenhofer, a.a.O., § 2079, Rz. 5). - LG Darmstadt, 20.11.1987 - 5 T 1117/87
Zum Umfang der Anfechtung eines Testaments durch den Pflichtteilsberechtigten
Auszug aus OLG Brandenburg, 27.05.1997 - 10 Wx 31/96
Der Gegenauffassung, wonach Nichtigkeit des Testaments nur insoweit eintritt, als die Verfügung den Pflichtteilsberechtigten von seinem gesetzlichen Erbrecht ausschließt (OLG Köln, NJW 1956, 1522 [OLG Köln 13.04.1956 - 8 W 16/56];… Erman/M. Schmidt, BGB, 9. Aufl., § 2079, Rz. 5;… MünchKomm/Leipold, a.a.O., § 2079, Rz. 19; differenzierend LG Darmstadt, JZ 1988, 671 ff), kann in dieser Allgemeinheit nicht gefolgt werden (…BayObLGZ, a.a.O., S. 152). - BayObLG, 08.01.1975 - BReg. 1 Z 70/74
Auszug aus OLG Brandenburg, 27.05.1997 - 10 Wx 31/96
Die Anfechtung des Testaments gemäß § 2079 BGB führt grundsätzlich zur Nichtigkeit des gesamten Testaments oder Erbvertrags; einzelne Verfügungen bleiben nur wirksam, wenn nach § 2079 Satz 2 BGB positiv feststellbar ist, daß sie der Erblasser so auch in Kenntnis der Erb- und Pflichtteilsberechtigung getroffen hätte (BayObLGZ 1971, 147, 154 ff.; 1975, 6, 9; 1980, 42, 49; BayObLG, FamRZ 1983, 952, 954;… Palandt/Edenhofer, a.a.O., § 2079, Rz. 7; Reinicke, NJW 1971, 1961, 1964;… Soergel/Loritz, BGB, 12. Aufl., § 2079, Rz. 9;… ähnlich Staudinger/Otte, a.a.O., § 2079, Rz. 14 f. der grundsätzlich von völliger Nichtigkeit der Erbeinsetzungen, nicht des Testamentes insgesamt ausgeht).
- OLG Schleswig, 07.12.2015 - 3 Wx 108/15
Erbscheinsverfahren: Wirkungen der Testamentsanfechtung wegen Übergehung eines …
Die sich aus dem Regel-Ausnahme-Verhältnis zu § 2079 S. 2 BGB ergebende Vermutung dahin, dass der Erblasser bei Kenntnis der Existenz eines weiteren Pflichtteilsberechtigten im Testierzeitpunkt anders - nämlich ihn berücksichtigend - testiert hätte, wird nicht schon dadurch widerlegt, dass der Erblasser schlicht untätig bleibt und sein Testament nicht ändert, nachdem er von der Existenz des weiteren Pflichtteilsberechtigten erfahren hat (OLG Brandenburg FamRZ 1998, 59 ff Rn. 21;… Leipold in MüKo-BGB, 6. A. 2013, § 2079 Rn. 18;… Löhning/Avenarius in Prütting u.a., BGB, 9. A. 2014 § 2079 Rn. 12).1 Z 108/70">BayObLGZ 1971, 147, 152; OLG Brandenburg FamRZ 1998, 59 juris Rn. 25; OLG Frankfurt FamRZ 1995, 1522; OLG Düsseldorf FamRZ 1999, 122 juris Rn. 30; OLG Hamburg FamRZ 1990, 910; siehe auch bereits schon RGZ 59, 60, 64; Palandt/Weidlich, BGB, 75. A. 2016, § 2079 Rn. 6; Czubayko in Burandt/Rojahn, Erbrecht, 2. A. 2014, § 2079 Rn. 23 und 24; Stürner in Jauernig, BGB, 16. A. 2015, § 2079 Rn. 5; Fleindl in Dauner-Lieb u.a., Anwaltkommentar Erbrecht, 2. A. 2007, § 2079 Rn. 16 und 17).
- OLG Stuttgart, 14.05.2018 - 8 W 302/16
Nachlasssache: Zulässigkeit der Beschwerde gegen die Ablehnung der …
Einzelne Verfügungen bleiben nur dann wirksam, wenn nach § 2079 Satz 2 BGB positiv feststellbar ist, dass sie der Erblasser so auch getroffen hätte, falls er zum Zeitpunkt der Errichtung der letztwilligen Verfügung Kenntnis von dem weiteren Pflichtteilsberechtigten gehabt hätte (OLG Frankfurt FamRZ 1995, 1522; OLG Brandenburg FamRZ 1998, 59; BayObLG NJW-RR 2005, 91; Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht NJW 2016, 1831;… Palandt/Weidlich, Bürgerliches Gesetzbuch, a.a.O., § 2079 BGB, Rdnr. 6;… Czubayko in: Burandt/Rojahn, Erbrecht, 2. Auflage 2014, § 2079 BGB, Rdnr. 23).Die im Rahmen von § 2079 BGB geltende gesetzliche Vermutung, dass der Erblasser bei Kenntnis der Existenz eines weiteren Pflichtteilsberechtigten im Zeitpunkt der Testamentserrichtung anders - nämlich den weiteren Pflichtteilsberechtigten berücksichtigend - testiert hätte, wird nicht schon dadurch widerlegt, dass der Erblasser schlicht untätig bleibt und sein Testament nicht ändert, nachdem er von der Existenz des weiteren Pflichtteilsberechtigten erfahren hat (Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht NJW 2016, 1831; OLG Brandenburg FamRZ 1998, 59).
Denn die Untätigkeit kann durch Schwerfälligkeit, körperliche oder geistige Hinfälligkeit, die Kürze der zur Verfügung stehenden Lebenszeit, einen Rechtsirrtum des Erblassers (etwa über den Fortbestand der letztwilligen Verfügung) oder sonstige Gründe bedingt sein (OLG Brandenburg FamRZ 1998, 59).
- OLG Brandenburg, 20.08.1998 - 10 Wx 5/97
Übergang eines Anfechtungsrechts durch Versterben des Anfechtungsberechtigten
Da das Gericht der Rechtsbeschwerde die Ermittlung nicht nachholen kann, muß die Sache unter Aufhebung des angefochtenen Beschlusses zur anderweitigen Behandlung und neuerlichen Entscheidung zurückverwiesen werden (Senat, FamRZ 1998, 59, 60; BayObLG, FamRZ 1982, 634, 637;… Keidel/Kuntze/Winkler, aaO., § 27, Rz. 66).Erbrecht">235 § 2 EGBGB betreffend anzusehen ist und sich deshalb nach dem bisherigen Recht beurteilt (vgl. hierzu Senat, FamRZ 1998, 59) kommt es vorliegend nicht an, da wegen des Todes des Erblassers vor dem Wirksamwerden des Beitritts bereits nach Art. …
- BayObLG, 26.03.2004 - 1Z BR 114/03
Erbstatut und internationale Zuständigkeit der deutschen Nachlassgerichte - …
Die Feststellung des hypothetischen Willens des Erblassers zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung kann gemäß dieser Vorschrift je nach den Umständen auch zu dem Ergebnis führen, dass der übergangene Pflichtteilsberechtigte auf Grund der Anfechtung seinen gesetzlichen Erbteil erhält, die letztwillige Verfügung im Übrigen aber bestehen bleibt (RGZ 59, 60/64; BayObLGZ 1971, 147/152; OLG Brandenburg FamRZ 1998, 59/62;… Palandt/Edenhofer aaO;… AnwK-BGB/Fleindl aaO). - BGH, 27.04.2007 - BLw 28/06
Statthaftigkeit der Abweichungsrechtsbeschwerde; Anforderungen an die Darlegung …
Weiter meint der Beteiligte zu 1, dass die Entscheidung des Beschwerdegerichts von dem Beschluss des Brandenburgischen Oberlandesgerichts vom 27. Mai 1997 (FamRZ 1998, 59) abweiche, weil das Beschwerdegericht ebenfalls im Hinblick auf die Testamentsanfechtung übersehen habe, dass nach der Entscheidung des Brandenburgischen Oberlandesgerichts für die Feststellung des allein maßgebenden persönlichen Willens des Erblassers alle erheblichen Umstände, seien es begleitende oder nachfolgende, in Betracht kämen. - OLG Oldenburg, 23.06.2026 - 3 W 34/26 Dem Wortlaut wird entnommen, die Anfechtung bewirke grundsätzlich Gesamtnichtigkeit, so dass der Gegenbeweis zur Aufrechterhaltung einzelner (Teil-)Verfügungen iSv Satz 2 den eingesetzten Erben obliege (BayObLG 1971, 147; BayObLG 26.3.2004 - 1Z BR 114/03, FamRZ 2005, 140; 1985, 534; OLG Brandenburg 27.5.1997 - 10 Wx 31/96, FamRZ 1998, 59; OLG Schleswig 7.12.2015 - 3 Wx 108/15, NJW 2016, 1831; NK/Kroiß/Fleindl Rn 16; Grüneberg/Weidlich Rn 7; einschränkend und insoweit widersprüchlich Reinicke NJW 1971, 1964).
- OLG Celle, 23.06.2026 - 3 W 34/26
Neue Ehefrau gewinnt: Erbvertrag bleibt bei Fristlauf angreifbar
Dem Wortlaut wird entnommen, die Anfechtung bewirke grundsätzlich Gesamtnichtigkeit, so dass der Gegenbeweis zur Aufrechterhaltung einzelner (Teil-)Verfügungen iSv Satz 2 den eingesetzten Erben obliege (BayObLG 1971, 147; BayObLG 26.3.2004 - 1Z BR 114/03, FamRZ 2005, 140; 1985, 534; OLG Brandenburg 27.5.1997 - 10 Wx 31/96, FamRZ 1998, 59; OLG Schleswig 7.12.2015 - 3 Wx 108/15, NJW 2016, 1831; NK/Kroiß/Fleindl Rn 16; Grüneberg/Weidlich Rn 7; einschränkend und insoweit widersprüchlich Reinicke NJW 1971, 1964).
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