Rechtsprechung
| OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Anwaltsblatt
§ 59 RVG, § 122 ZPO
Anspruchsübertragung auf Staatskasse: Grenzen der Geltendmachung - Anwaltsblatt
§ 59 RVG, § 122 ZPO
Anspruchsübertragung auf Staatskasse: Grenzen der Geltendmachung - anwaltsblatt-datenbank.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Geltendmachung von Kostenerstattungsansprüchen durch die Staatskasse bei Bewilligung der Verfahrenskostenhilfe für beide Beteiligte
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Staatskasse kann bei Bewilligung von PKH gehindert sein, auf sie übergegangene Vergütungsansprüche geltend zu machen
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Geltendmachung von Kostenerstattungsansprüchen durch die Staatskasse bei Bewilligung der Verfahrenskostenhilfe für beide Beteiligte
Verfahrensgang
- AG Altötting, 17.05.2013 - 1 F 500/10
- OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13
Papierfundstellen
- FamRZ 2014, 1880
- AnwBl 2013, 830
- AnwBl Online 2013, 412
- Rpfleger 2014, 90
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (11)
- BGH, 11.06.1997 - XII ZR 254/94
Inanspruchnahme des Prozeßgegners
Auszug aus OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13
Die Staatskasse kann die nach § 59 Abs. 1 RVG auf sie übergegangenen Vergütungsansprüche eines dem obsiegenden Verfahrensbeteiligten beigeordneten Rechtsanwalts nicht oder nur im Rahmen einer bestehenden Ratenzahlungsverpflichtung gegen den erstattungspflichtigen Verfahrensbeteiligten geltend machen, wenn auch diesem Verfahrenskostenhilfe bzw. Prozesskostenhilfe bewilligt worden ist (Fortführung des Senatsbeschlusses vom 24.01.2001 - 11 WF 523/01 = MDR 2001, 596 JurBüro 2001, 310 = FamRZ 2001, 1156; entgegen BGH NJW-RR 1998, 70 = MDR 1997, 887 = FamRZ 1997, 1141 und OLG Dresden FamRZ 2010, 583 ).Die Regelung in § 122 Abs. 1 Nr. 1 b ZPO beziehe sich nur auf das originäre Verhältnis der Staatskasse zu der Partei, der Prozesskostenhilfe gewährt worden sei (BGH NJW-RR 1998, 70 = FamRZ 1997, 1141 = MDR 1997, 887 ; OLG Dresden FamRZ 2010, 583 ; OLG Karlsruhe FamRZ 2005, 2002 ; OLG Zweibrücken FamRZ 2008, 2140 ; OLG Köln NJW-RR 2004, 439 = FamRZ 2004, 37 ; OLG Nürnberg MDR 2008, 233 ; OLG Koblenz MDR 2008, 172 ;… MünchKomm ZPO/Motzer, 4. Auflage, § 122 Rn. 13).
- OLG Dresden, 01.09.2009 - 20 WF 751/09
Kostenansatz; Vergütungsanspruch; Forderungsübergang; Prozesskostenhilfe
Auszug aus OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13
Die Staatskasse kann die nach § 59 Abs. 1 RVG auf sie übergegangenen Vergütungsansprüche eines dem obsiegenden Verfahrensbeteiligten beigeordneten Rechtsanwalts nicht oder nur im Rahmen einer bestehenden Ratenzahlungsverpflichtung gegen den erstattungspflichtigen Verfahrensbeteiligten geltend machen, wenn auch diesem Verfahrenskostenhilfe bzw. Prozesskostenhilfe bewilligt worden ist (Fortführung des Senatsbeschlusses vom 24.01.2001 - 11 WF 523/01 = MDR 2001, 596 JurBüro 2001, 310 = FamRZ 2001, 1156; entgegen BGH NJW-RR 1998, 70 = MDR 1997, 887 = FamRZ 1997, 1141 und OLG Dresden FamRZ 2010, 583 ).Die Regelung in § 122 Abs. 1 Nr. 1 b ZPO beziehe sich nur auf das originäre Verhältnis der Staatskasse zu der Partei, der Prozesskostenhilfe gewährt worden sei (BGH NJW-RR 1998, 70 = FamRZ 1997, 1141 = MDR 1997, 887 ; OLG Dresden FamRZ 2010, 583 ; OLG Karlsruhe FamRZ 2005, 2002 ; OLG Zweibrücken FamRZ 2008, 2140 ; OLG Köln NJW-RR 2004, 439 = FamRZ 2004, 37 ; OLG Nürnberg MDR 2008, 233 ; OLG Koblenz MDR 2008, 172 ;… MünchKomm ZPO/Motzer, 4. Auflage, § 122 Rn. 13).
- OLG München, 24.01.2001 - 11 WF 523/01
Geltendmachung von übergegangenen Ansprüche wegen Prozesskostenhilfe-Vergütung; …
Auszug aus OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13
Die Staatskasse kann die nach § 59 Abs. 1 RVG auf sie übergegangenen Vergütungsansprüche eines dem obsiegenden Verfahrensbeteiligten beigeordneten Rechtsanwalts nicht oder nur im Rahmen einer bestehenden Ratenzahlungsverpflichtung gegen den erstattungspflichtigen Verfahrensbeteiligten geltend machen, wenn auch diesem Verfahrenskostenhilfe bzw. Prozesskostenhilfe bewilligt worden ist (Fortführung des Senatsbeschlusses vom 24.01.2001 - 11 WF 523/01 = MDR 2001, 596 JurBüro 2001, 310 = FamRZ 2001, 1156; entgegen BGH NJW-RR 1998, 70 = MDR 1997, 887 = FamRZ 1997, 1141 und OLG Dresden FamRZ 2010, 583 ).bb) Der Senat hat dagegen mit Beschluss vom 24.01.2001 - 11 WF 523/01 (= MDR 2001, 596 = JurBüro 2001, 310 = FamRZ 2001, 1156) entschieden, dass die Staatskasse die auf sei übergegangenen Ansprüche wegen Zahlung einer Prozesskostenhilfevergütung gegen einen Verfahrensgegner, dem ebenfalls Prozesskostenhilfe bewilligt wurde, nicht oder nur im Rahmen einer Ratenzahlungsverpflichtung geltend machen kann.
- OLG Zweibrücken, 26.05.2008 - 5 WF 42/08
Geltendmachung übergegangener Kostenerstattungsansprüche durch die Justizkasse …
Auszug aus OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13
Die Regelung in § 122 Abs. 1 Nr. 1 b ZPO beziehe sich nur auf das originäre Verhältnis der Staatskasse zu der Partei, der Prozesskostenhilfe gewährt worden sei (BGH NJW-RR 1998, 70 = FamRZ 1997, 1141 = MDR 1997, 887 ; OLG Dresden FamRZ 2010, 583 ; OLG Karlsruhe FamRZ 2005, 2002 ; OLG Zweibrücken FamRZ 2008, 2140 ; OLG Köln NJW-RR 2004, 439 = FamRZ 2004, 37 ; OLG Nürnberg MDR 2008, 233 ; OLG Koblenz MDR 2008, 172 ;… MünchKomm ZPO/Motzer, 4. Auflage, § 122 Rn. 13). - OLG Koblenz, 27.11.2007 - 13 WF 955/07
Erstattungspflicht hinsichtlich Prozesskosten nach Bewilligung von …
Auszug aus OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13
Die Regelung in § 122 Abs. 1 Nr. 1 b ZPO beziehe sich nur auf das originäre Verhältnis der Staatskasse zu der Partei, der Prozesskostenhilfe gewährt worden sei (BGH NJW-RR 1998, 70 = FamRZ 1997, 1141 = MDR 1997, 887 ; OLG Dresden FamRZ 2010, 583 ; OLG Karlsruhe FamRZ 2005, 2002 ; OLG Zweibrücken FamRZ 2008, 2140 ; OLG Köln NJW-RR 2004, 439 = FamRZ 2004, 37 ; OLG Nürnberg MDR 2008, 233 ; OLG Koblenz MDR 2008, 172 ;… MünchKomm ZPO/Motzer, 4. Auflage, § 122 Rn. 13). - OLG Karlsruhe, 24.01.2005 - 16 WF 171/04
Prozesskostenhilfe: Geltendmachung eines übergangenen Kostenerstattungsanspruchs …
Auszug aus OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13
Die Regelung in § 122 Abs. 1 Nr. 1 b ZPO beziehe sich nur auf das originäre Verhältnis der Staatskasse zu der Partei, der Prozesskostenhilfe gewährt worden sei (BGH NJW-RR 1998, 70 = FamRZ 1997, 1141 = MDR 1997, 887 ; OLG Dresden FamRZ 2010, 583 ; OLG Karlsruhe FamRZ 2005, 2002 ; OLG Zweibrücken FamRZ 2008, 2140 ; OLG Köln NJW-RR 2004, 439 = FamRZ 2004, 37 ; OLG Nürnberg MDR 2008, 233 ; OLG Koblenz MDR 2008, 172 ;… MünchKomm ZPO/Motzer, 4. Auflage, § 122 Rn. 13). - OLG Nürnberg, 07.12.2007 - 7 WF 1494/07
Geltendmachung des auf Staatskasse übergegangenen Vergütungsanspruchs des …
Auszug aus OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13
Die Regelung in § 122 Abs. 1 Nr. 1 b ZPO beziehe sich nur auf das originäre Verhältnis der Staatskasse zu der Partei, der Prozesskostenhilfe gewährt worden sei (BGH NJW-RR 1998, 70 = FamRZ 1997, 1141 = MDR 1997, 887 ; OLG Dresden FamRZ 2010, 583 ; OLG Karlsruhe FamRZ 2005, 2002 ; OLG Zweibrücken FamRZ 2008, 2140 ; OLG Köln NJW-RR 2004, 439 = FamRZ 2004, 37 ; OLG Nürnberg MDR 2008, 233 ; OLG Koblenz MDR 2008, 172 ;… MünchKomm ZPO/Motzer, 4. Auflage, § 122 Rn. 13). - OLG München, 24.11.2011 - 11 WF 2054/11
Sorgerechtsregelungsverfahren: Fortwirkung der Bestellung eines …
Auszug aus OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13
Vielmehr wirkte die in der ersten Instanz erfolgte Bestellung auch in der zweiten Instanz fort, nachdem sie vom Beschwerdegericht nicht aufgehoben oder eingeschränkt worden war (Senatsbeschluss vom 24.11.2011 - 11 WF 2054/11 = NJW 2012, 691 = MDR 2012, 553 = JurBüro 2012, 208). - OLG Köln, 05.05.2003 - 14 WF 64/03
Aufrechnung und Einrede durch die Staatskasse bei beigeordnetem Rechtsanwalt
Auszug aus OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13
Die Regelung in § 122 Abs. 1 Nr. 1 b ZPO beziehe sich nur auf das originäre Verhältnis der Staatskasse zu der Partei, der Prozesskostenhilfe gewährt worden sei (BGH NJW-RR 1998, 70 = FamRZ 1997, 1141 = MDR 1997, 887 ; OLG Dresden FamRZ 2010, 583 ; OLG Karlsruhe FamRZ 2005, 2002 ; OLG Zweibrücken FamRZ 2008, 2140 ; OLG Köln NJW-RR 2004, 439 = FamRZ 2004, 37 ; OLG Nürnberg MDR 2008, 233 ; OLG Koblenz MDR 2008, 172 ;… MünchKomm ZPO/Motzer, 4. Auflage, § 122 Rn. 13). - OLG Zweibrücken, 01.09.1988 - 7 W 70/88
Staatskasse; Geltendmachung; Übergegangener Anspruch; Rechtsanwalt; Beiordnung; …
Auszug aus OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13
Schließlich dürfe der Zweck der Prozesskostenhilfe nicht vernachlässigt werden, der darin liege, die wirtschaftlich unvermögende Partei nicht daran zu hindern, ihre individuellen Rechtspositionen durchzusetzen (im Ergebnis ebenso OLG Hamburg JurBüro 1983, 612; OLG Zweibrücken Rpfleger 1989, 114 ; OLG Braunschweig JurBüro 1990, 508;… Zöller/Geimer, ZPO , 29. Auflage, § 122 Rn. 6;… Musielak/Fischer, ZPO , 10. Auflage, § 122 Rn. 5;… Bork in Stein/Jonas, ZPO , 22. Auflage, § 122 Rn. 8;… Seiler in Thomas/Putzo, ZPO , 34. Auflage, § 122 Rn. 1). - OLG Braunschweig, 05.01.1990 - 1 WF 129/89
- OLG München, 11.07.2022 - 11 WF 352/22
Geltendmachung von übergegangenen Ansprüchen des obsiegenden Anwalts durch die …
Die Staatskasse kann auf sie gemäß § 59 RVG übergegangene Ansprüche des gegnerischen Rechtsanwalts auch dann gegen die andere Partei geltend machen, wenn dieser ebenfalls Prozess- oder Verfahrenskostenhilfe bewilligt wurde; § 122 Abs. 1 Nr. 1 b ZPO "sperrt" dieses Vorgehen nicht (Aufgabe Beschluss v. 01.08.2013 - 11 WF 1178/13 = BeckRS 2013, 13631 = FamRZ 2014, 1880; wie BGH, Beschl. v. 11.06.1997 - XII ZR 254/94 = BeckRS 1997, 04928; OLG Nürnberg, Beschl. v. 04.12.2018 - 9 WF 1426/18 = FamRZ 2019, 1080).Dagegen wandte dieser sich zunächst mit der Erinnerung, die er mit der Rechtsprechung des OLG München begründete, wonach die Staatskasse auf sie übergegangene Vergütungsansprüche eines dem obsiegenden Verfahrensbeteiligten beigeordneten Rechtsanwalts nicht gegen den erstattungspflichtigen Verfahrensbeteiligten geltend machen könne, wenn auch diesem Verfahrenskosten- bzw. Prozesskostenhilfe bewilligt worden sei (vgl. Senatsbeschluss vom 01.08.2013 - 11 WF 1178/13, = FamRZ 14, 1880; Beschl. v. 24.01.2001 - 11 WF 523/01).
Rn. 9 1. Zumal im Hinblick auf die seit der letzten Senatsentscheidung hierzu ergangene Rechtsprechung sowie die ganz herrschende Meinung im Schrifttum hält der Senat an seiner bisherigen gegenteiligen Meinung (Beschlüsse vom 24.01.2001 - 11 WF 523/01; vom 01.08.2013 - 11 WF 1178/13) nicht mehr fest.
- OLG Celle, 20.05.2014 - 2 W 106/14
Grundsätze zur Geltendmachung der auf die Staatskasse übergegangenen …
Soweit ersichtlich ist lediglich das OLG München der Rechtsprechung des BGH nicht gefolgt (FamRZ 2001, 1156) und vertritt diese Auffassung auch heute noch (AGS 2014, 84). - OLG Hamm, 23.09.2016 - 6 WF 190/16 Rn. 7 Nach überwiegender Ansicht in der Rechtsprechung verhindert § 122 Abs. 1 Nr. 1 b) ZPO nur, dass die Staatskasse die auf sie übergegangenen Ansprüche eines beigeordneten Verfahrensbevollmächtigten gegen den von diesem vertretenen Beteiligten geltend macht; eine Inanspruchnahme wegen der übergegangenen Vergütungsansprüche des gegnerischen Anwalts sei hingegen möglich (BGH, Beschluss vom 11.06.1997, XII ZR 254/94, FamRZ 1997, 1141; OLG Dresden, Beschluss vom 01.09.2009, 20 WF 751/09, FamRZ 2010, 583 f. OLG Celle, Beschluss vom 20.05.2014, 2 W 106/14, MDR 2014, 923 f.;… Wache, in: Münchener Kommentar zur ZPO, 5. Aufl. 2016, § 122 Rn. 13 m.w.N; anders OLG München, Beschluss vom 01.08.2013, 11 WF 1178/13, FamRZ 2014, 1880 ff.;… Zöller-Geimer, ZPO, 31. Aufl. 2016, § 122 Rn. 6).
- AG Kaufbeuren, 17.03.2022 - 3 F 6/21
Auf die Staatskasse übergegangenen Erstattungsansprüche gegen die Beteiligten
Dies ergebe sich u.a. aus dem Beschluss des OLG München vom 01.08.2013, 11 WF 1178/13.
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Rechtsprechung
| OLG Hamm, 22.08.2013 - II-6 WF 210/13 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
Verstoß gegen den Grundsatz kostensparender Prozessführung
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
RVG § 56
Verstoß gegen den Grundsatz kostensparender Prozessführung - IWW
- ra.de
- rechtsportal.de
BGB § 611
Erstattungsfähigkeit der Kosten getrennter Verfahren zur Regelung der elterlichen Sorge und des Umgangs - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (4)
- wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)
Verstoß eines Rechtsanwalts gegen den Grundsatz kostensparender Verfahrensführung
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Verstoß eines Rechtsanwalts gegen den Grundsatz kostensparender Verfahrensführung
- rechtsanwaltskammer-hamm.de (Kurzinformation)
RVG § 56
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Erstattungsfähigkeit der Kosten getrennter Verfahren zur Regelung der elterlichen Sorge und des Umgangs
Verfahrensgang
- AG Recklinghausen, 28.06.2013 - 46 F 388/11
- AG Recklinghausen, 16.07.2013 - 46 F 388/11
- OLG Hamm, 22.08.2013 - II-6 WF 210/13
Papierfundstellen
- MDR 2014, 286
- FamRZ 2014, 1880
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (3)
- AG Göttingen, 03.11.2011 - 46 F 417/11
Auszug aus OLG Hamm, 22.08.2013 - 6 WF 210/13
Rn. 4 Mit Beschluss vom 27.10.2011 hat der Amtsrichter der Kindesmutter unter Beiordnung des beteiligten Rechtsanwalts Verfahrenskostenhilfe für das Umgangsverfahren bewilligt (46 F 417/11).Rn. 7 Der beteiligte Rechtsanwalt hat mit Schriftsätzen der ihn vertretenden Verrechnungsstelle X-AG vom 25.11.2011 in den Verfahren 46 F 388/11, 46 F 417/11 und 46 F 423/11 unter Zugrundelegung eines Gegenstandswerts von jeweils 3.000 EUR die Festsetzung von jeweils 586, 08 EUR (1,3 Verfahrensgebühr + 1,2 Termingebühr + Postpauschale + Umsatzsteuer) gegen die Landeskasse beantragt.
- BGH, 15.07.2004 - IX ZR 256/03
Rechte des Mandanten bei unzureichender oder pflichtwidriger Leistung des …
Auszug aus OLG Hamm, 22.08.2013 - 6 WF 210/13
Nur die Gebühren, die ohne das pflichtwidrige Verhalten angefallen wären, dürfen verlangt werden (BGH NJW 2004, 2817). - OLG Hamm, 30.10.2008 - 6 WF 400/08
Vergütung des im Wege der Prozesskostenhilfe beigeordneten Rechtsanwalts bei …
Auszug aus OLG Hamm, 22.08.2013 - 6 WF 210/13
Rn. 17 Der Senat hat bereits in seinem grundlegenden Beschluss in dem Verfahren 6 WF 400/08 ausgeführt: "Die Beteiligte zu 1) hat dadurch, dass sie die Regelung der elterlichen Sorge für das Kind der Antragstellerin und die Regelung des Umgangs des Vaters mit dem Kind zum Gegenstand getrennter Verfahren gemacht hat, eindeutig gegen den Grundsatz kostensparender Prozessführung verstoßen.
- BVerfG, 13.07.2020 - 1 BvR 631/19
Teilweise stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung des Anspruchs auf …
Es kann jedoch hierfür im Einzelfall durchaus sachliche Gründe geben (…vgl. Viefhues, in: Münchener Kommentar zum FamFG, 3. Aufl. 2018, § 76 Rn. 82; Brandenburgisches OLG…, Beschluss vom 10. August 2016 - 9 WF 208/16 -, juris, Rn. 3 f.; Hanseatisches OLG Bremen…, Beschluss vom 11. Juni 2015 - 5 WF 20/15 -, juris, Rn. 10; OLG Koblenz…, Beschluss vom 17. Juli 2014 - 7 WF 355/14 -, juris, Rn. 26; OLG Hamm, Beschluss vom 22. August 2013 - II-6 WF 210/13 -, juris, Rn. 16). - OLG Brandenburg, 10.08.2016 - 9 WF 208/16
Getrenntes Anhängigmachen von Sorgerechts- und Umgangsantrag nicht unzulässig
Zwar kann ein Verfahrensbevollmächtigter gegen den Grundsatz kostensparender Prozessführung verstoßen, wenn er die Regelung der elterlichen Sorge für das Kind und die Regelung des Umgangs zum Gegenstand getrennter Verfahren macht (OLG Hamm FamRZ 2014, 1880 (Ls.) = FamFR 2013, 545).Insbesondere wenn die beiden Verfahren nicht in engem rechtlichen Zusammenhang stehen und/oder außerdem nur eines der Verfahren einem besonderen Vorrang- und Beschleunigungsgebot unterliegt, kann die getrennte Verfahrensführung gerechtfertigt sein (OLG Bremen, FamRZ 2015, 2171 ; OLG Koblenz, FamRZ 2015, 433, 434 ; OLG Hamm FamRZ 2014, 1880 (Ls.) = FamFR 2013, 545).
Der Urkundsbeamte und die im Festsetzungsverfahren entscheidenden Gerichte sind an die Bewilligung der Verfahrenskostenhilfe und die Beiordnung eines Anwalts selbst dann gebunden, wenn die Verfahrenskostenhilfebewilligung und die Beiordnung unrichtig waren, so dass der Urkundsbeamte Gebühren nicht mit der Begründung kürzen darf, dass ein Verfahren zur Verfügung gestanden hätte, bei dem geringere Kosten angefallen wären (OLG Bremen, FamRZ 2015, 2171 ;… Zimmermann, Prozesskosten- und Verfahrenskostenhilfe, 4. Aufl., Rn. 602; OLG Zweibrücken FamRZ 1996, 682 (Ls.); a.A. jedoch OLG Koblenz, FamRZ 2015, 433, 434 ; OLG Hamm FamRZ 2014, 1880 (Ls.) = FamFR 2013, 545).
- OLG Hamm, 04.11.2016 - 6 WF 127/15
Höhe der Vergütung des im Rahmen der Verfahrenskostenhilfe beigeordneten …
Danach liegt ein Verstoß des für die Kindesmutter tätigen Beteiligten zu 1) gegen das Gebot der kostensparenden Rechtsverfolgung im Streitfall nahe, weil er getrennte Verfahren zur Sorge und zum Umgang eingeleitet hat, obwohl er den Antrag auf Aussetzung des Umgangs kostensparend auch im Rahmen des Sorgeverfahrens hätte stellen können (vgl. Senat FamFR 2013, 545).Während insbesondere der erkennende Senat bislang die Ansicht vertreten hat, dass der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle einen derartigen Verstoß auch noch im Verfahren zur Festsetzung der Vergütung des beigeordneten Rechtsanwalts berücksichtigen kann (Senat FamRZ 2009, 362; MDR 2014, 286; ebenso OLG Koblenz FamRZ 2015, 433), ist nach der Gegenansicht eine solche Prüfung im Festsetzungsverfahren nicht mehr vorzunehmen (BAG NJW 2011, 1161; LAG Hamburg RVG-Report 2016, 344; OLG Schleswig FamRZ 2009, 537; OLG Bremen NZFam 2015, 770).
- OLG Bremen, 11.06.2015 - 5 WF 20/15
Anwaltsgebühren bei getrennter Einleitung von dasselbe Kind betreffenden Umgangs- …
Auch vor diesem Hintergrund teilt der Senat die vom Beschwerdeführer zitierte Rechtsauffassung, nach der ein Verfahrensbevollmächtigter gegen den Grundsatz kostensparender Prozessführung verstoße, wenn er die Regelung der elterlichen Sorge für das Kind und die Regelung des Umgangs zum Gegenstand getrennter Verfahren mache (so OLG Hamm FamRZ 2014, 1880 (Ls.) = FamFR 2013, 545), jedenfalls in dieser Allgemeinheit nicht. - OLG Bremen, 11.06.2015 - 5 WF 19/15
Anwaltsgebühren bei getrennter Einleitung von dasselbe Kind betreffenden Umgangs- …
Auch vor diesem Hintergrund teilt der Senat die vom Beschwerdeführer zitierte Rechtsauffassung, nach der ein Verfahrensbevollmächtigter gegen den Grundsatz kostensparender Prozessführung verstoße, wenn er die Regelung der elterlichen Sorge für das Kind und die Regelung des Umgangs zum Gegenstand getrennter Verfahren mache (so OLG Hamm FamRZ 2014, 1880 (Ls.) = FamFR 2013, 545), jedenfalls in dieser Allgemeinheit nicht. - OLG Koblenz, 17.07.2014 - 7 WF 355/14
Verfahrenskostenhilfe: Umfang der Bewilligung; Einwand der unnötigen …
Es ist deshalb richtig, dass der Einwand, es seien unnötige Kosten verursacht worden, ausschließlich die Höhe der festzusetzenden Kosten betrifft und die Bewilligung der Verfahrenskostenhilfe für beide Anträge den Einwand, unnötig Kosten verursacht zu haben, im Festsetzungsverfahren nicht ausschließt (vgl. LAG RP BeckRS 2008, 51720; OLG Hamm BeckRS 2013, 18764 m.w.N.). - OLG Hamm, 30.01.2014 - 6 WF 143/13
Anwaltsgebühren bei getrennter Führung des Ehescheidungs- und des …
Die Entscheidungen des Senats zu einer gebotenen Verbindung von in engem rechtlichen Zusammenhang stehenden Sorgerechts- und Umgangsverfahren (6 WF 199/07, 6 WF 113/13 und 6 WF 210/13) sind daher im Streitfall nicht einschlägig.
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Rechtsprechung
| OLG Zweibrücken, 21.06.2013 - 2 WF 266/12 |
Papierfundstellen
- FamRZ 2014, 1880
Wird zitiert von ... (2)
- LAG Düsseldorf, 27.12.2016 - 13 Ta 317/16
Festsetzung der Anwaltsvergütung im PKH-Verfahren
Rn. 11 a)Zweck der Regelung des § 55 Abs. 6 Satz 1 RVG ist es, dem Urkundsbeamten eine möglichst frühzeitige Schlussabrechnung und eine zuverlässige Abschätzung der für die noch einzuziehenden Raten zu bestimmenden Laufzeit zu ermöglichen (OLG Zweibrücken 21.06.2013 - 2 WF 266/12 - RN 6, juris; OLG Düsseldorf 06.02.2012 - II-5 WF 126-11, 5 WF 126-11 - RN 5, juris). - OLG Koblenz, 22.06.2020 - 13 WF 299/20
Anspruch eines Rechtsanwalts auf Grundvergütung und weitere Vergütung gegenüber …
Diese Fristversäumung führt sowohl zum Erlöschen der Grundvergütung nach § 49 RVG als auch einer weiteren Vergütung nach § 50 RVG gegenüber der Staatskasse (vgl. OLG Zweibrücken AGS 2013, 530; OLG Koblenz AGS 2013, 136 ; OLG Koblenz NJW-RR 2004, 67).
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