Rechtsprechung
| OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 106/14 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Justiz Hamburg
§ 1626 Abs 3 S 1 BGB, § 1684 Abs 1 Halbs 2 BGB, § 1684 Abs 3 S 1 Halbs 1 BGB
Umgangsverfahren: Hälftige Aufteilung der Betreuungszeiten im Sinne eines Wechselmodells - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 1684
Zulässigkeit der hälftigen Aufteilung der Betreuungszeiten im Sinne eines Wechselmodells im Rahmen eines Umgangsverfahrens - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- isuv.de (Kurzinformation)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Zulässigkeit der hälftigen Aufteilung der Betreuungszeiten im Sinne eines Wechselmodells im Rahmen eines Umgangsverfahrens
Verfahrensgang
- AG Hamburg-Altona, 08.07.2014 - 353 F 183/13
- OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 106/14
Papierfundstellen
- FamRZ 2016, 912
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (18)
- BVerfG, 27.06.2008 - 1 BvR 311/08
Abänderung einer Sorgerechtsentscheidung
Auszug aus OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 106/14
Die Ermittlung des Kindeswillens dient auch dazu die Selbstbestimmung des heranwachsenden Kindes zu fördern (BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 18. Mai 2009 - 1 BvR 142/09 -, juris; BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 27. Juni 2008 - 1 BvR 311/08 -, juris). - BVerfG, 18.05.2009 - 1 BvR 142/09
Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Elternrecht
Auszug aus OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 106/14
Die Ermittlung des Kindeswillens dient auch dazu die Selbstbestimmung des heranwachsenden Kindes zu fördern (BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 18. Mai 2009 - 1 BvR 142/09 -, juris; BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 27. Juni 2008 - 1 BvR 311/08 -, juris). - OLG Schleswig, 19.12.2013 - 15 UF 55/13
Elterliche Sorge: Voraussetzungen für die Anordnung des sog. Wechselmodells
Auszug aus OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 106/14
Je älter das Kind ist, desto mehr tritt die letztgenannte Funktion in den Vordergrund (Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 19. Dezember 2013 - 15 UF 55/13 -, juris).
- OLG Dresden, 03.06.2004 - 21 UF 144/04
Zulässigkeit einer Elternvereinbarung über die elterliche Sorge
Auszug aus OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 106/14
Bedenken gegen eine hälftige Aufteilung können auch nicht damit begründet werden, dass ein fester Lebensmittelpunkt für die gesunde Entwicklung eines Kindes erforderlich sei, weil ein solcher allgemeiner entwicklungspsychologischer Grundsatz nicht gesichert ist (vgl. dazu OLG Dresden, Beschluss vom 03.06.2004 - Az. 21 UF 144/04 - juris; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 05.11.2013, Az. 5 UF 27/13 - juris;… Sünderhauf, Vorurteile gegen das Wechselmodell: Was stimmt, was nicht? - Argumente in der Rechtsprechung und Erkenntnisse aus der psychologischen Forschung, FamRB 2013, S. 333). - OLG Karlsruhe, 05.11.2013 - 5 UF 27/13
Umgangsrecht: Vereinbarkeit eines Wechselbetreuungsmodells mit dem Kindeswohl bei …
Auszug aus OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 106/14
Bedenken gegen eine hälftige Aufteilung können auch nicht damit begründet werden, dass ein fester Lebensmittelpunkt für die gesunde Entwicklung eines Kindes erforderlich sei, weil ein solcher allgemeiner entwicklungspsychologischer Grundsatz nicht gesichert ist (vgl. dazu OLG Dresden, Beschluss vom 03.06.2004 - Az. 21 UF 144/04 - juris; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 05.11.2013, Az. 5 UF 27/13 - juris;… Sünderhauf, Vorurteile gegen das Wechselmodell: Was stimmt, was nicht? - Argumente in der Rechtsprechung und Erkenntnisse aus der psychologischen Forschung, FamRB 2013, S. 333). - BVerfG, 14.07.2010 - 1 BvR 3189/09
Stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung des Elternrechts eines Vaters durch nur …
Auszug aus OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 106/14
Zudem ist Zweck dem gegenseitigen Liebesbedürfnis von Eltern und Kind Rechnung zu tragen (BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 14. Juli 2010 - 1 BvR 3189/09 -, Rn. 16 juris; BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 09. Februar 2007 - 1 BvR 217/07, 1 BvQ 2/07 -, juris; BGH, Urteil vom 11. Februar 1999 - 4 StR 594/98 -, BGHSt 44, 355-360; Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 20. Mai 2010 - 10 UF 46/09 -, juris). - BGH, 11.02.1999 - 4 StR 594/98
Umgangsrecht; Kindesentziehung des allein sorgeberechtigten Elternteils; …
Auszug aus OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 106/14
Zudem ist Zweck dem gegenseitigen Liebesbedürfnis von Eltern und Kind Rechnung zu tragen (…BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 14. Juli 2010 - 1 BvR 3189/09 -, Rn. 16 juris; BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 09. Februar 2007 - 1 BvR 217/07, 1 BvQ 2/07 -, juris; BGH, Urteil vom 11. Februar 1999 - 4 StR 594/98 -, BGHSt 44, 355-360; Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 20. Mai 2010 - 10 UF 46/09 -, juris). - BVerfG, 29.11.2012 - 1 BvR 335/12
Nichtannahmebeschluss: Ausschluss des Umgangs zwischen Eltern und in …
Auszug aus OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 106/14
Das Recht und die Pflicht der Eltern aus § 1684 Abs. 1 2. HS BGB Umgang zu pflegen, erwächst aus dem natürlichen Elternrecht und der damit verbundenen Verantwortung und steht ebenso wie die elterliche Sorge unter dem Schutz der Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG, 8 Abs. 1 EMRK (BVerfG, FamRZ 2013, 361 - juris Rn. 19, 24). - BVerfG, 09.02.2007 - 1 BvR 217/07
Verfassungsrechtliche Anforderungen an Gerichtsentscheidungen über das …
Auszug aus OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 106/14
Zudem ist Zweck dem gegenseitigen Liebesbedürfnis von Eltern und Kind Rechnung zu tragen (…BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 14. Juli 2010 - 1 BvR 3189/09 -, Rn. 16 juris; BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 09. Februar 2007 - 1 BvR 217/07, 1 BvQ 2/07 -, juris; BGH, Urteil vom 11. Februar 1999 - 4 StR 594/98 -, BGHSt 44, 355-360; Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 20. Mai 2010 - 10 UF 46/09 -, juris). - BVerfG, 30.06.2009 - 1 BvR 1868/08
Verletzung des Elternrechts durch Auflösung der gemeinsamen elterlichen Sorge und …
Auszug aus OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 106/14
Vielmehr kann von einem, wie hier vor der gerichtlichen Entscheidung, praktizierten, funktionierenden Modell der hälftigen Betreuung, nur abgewichen werden, wenn erhebliche Gründe des Kindeswohls dies nahe liegen, wobei die Distanzierung eines Elternteils hierfür eben nicht der Grund sein kann (BVerfG, stattgebender Kammerbeschluss vom 30. Juni 2009 - 1 BvR 1868/08 -, juris). - OLG Brandenburg, 07.06.2012 - 15 UF 314/11
Elterliche Sorge: Abgrenzung zwischen Umgangsrecht und …
- KG, 28.02.2012 - 18 UF 184/09
Elterliche Sorge: Anordnung eines Betreuungs-Wechselmodells bei entgegenstehendem …
- OLG Hamm, 16.02.2012 - 2 UF 211/11
Ausgestaltung einer Umgangsregelung
- OLG Brandenburg, 09.03.2009 - 10 UF 204/08
Elterliche Sorge: Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf einen …
- OLG Naumburg, 14.07.2014 - 4 UF 151/13
Elterliche Sorge: Fortsetzung eines Wechselmodells bei ablehnender Haltung eines …
- OLG Brandenburg, 20.05.2010 - 10 UF 46/09
Umfang der Umgangskontakte seitens des Kindesvaters mit dem Sohn
- OLG Brandenburg, 15.10.2013 - 3 UF 90/12
Elterliche Sorge: vorläufige Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf den …
- AG Erfurt, 01.10.2014 - 36 F 1663/13
Sorge- bzw. Umgangsrecht: Anordnung des Wechselmodells gegen den Willen eines …
- BGH, 01.02.2017 - XII ZB 601/15
Anordnung des Wechselmodells durch Umgangsregelung des Familiengerichts
Rn. 14 Demgegenüber sehen andere die gerichtliche Anordnung des Wechselmodells auch gegen den Willen eines Elternteils grundsätzlich als zulässig an, wobei unterschiedlich beurteilt wird, ob eine entsprechende Anordnung als - gegebenenfalls ausschließliche - sorgerechtliche Regelung (so OLG Schleswig SchlHA 2014, 456; Sünderhauf Wechselmodell S. 376 ff.; Hammer FamRZ 2015, 1433, 1438 f.; vgl. auch OLG Naumburg FamRZ 2014, 1860) oder als Umgangsregelung ergehen kann (so KG Berlin FamRZ 2012, 886; OLG Hamburg FamRZ 2016, 912; AG Erfurt FamRZ 2013, 1590; Schmid NZFam 2016, 818, 819 f.; Sünderhauf/Rixe FamRB 2014, 418, 420 f.; Gutjahr FPR 2006, 301, 304). - OLG Jena, 12.09.2016 - 4 UF 678/15
Elterliche Sorge und Umgangsrecht: Gerichtliche Anordnung eines paritätischen …
Rn. 22 a) Eine Anordnung in Gestalt einer Umgangsregelung nach § 1684 Abs. 3 BGB kommt weder bei wortlautorientierter noch bei teleologischer Auslegung der Norm in Betracht (vgl. Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht…, Beschl. vom 16. Juni 2016 - Az. 10 UF 197/15 Rn. 91 [juris]; OLG Karlsruhe FamRZ 2015, 1736; OLG Brandenburg FF 2012, 457; OLG Köln FamRZ 2012, 1885;… Palandt/Götz, BGB, 75. Aufl., § 1687 Rn. 2; Kinderrechtekommission des Deutschen Familiengerichtstages = KiRK, FamRZ 2014, 1157; a.A. OLG Hamburg FamRZ 2016, 912; OLG Braunschweig FamRZ 2015, 61; AG Heidelberg FamRZ 2015, 151; AG Erfurt FamRZ 2015, 339 ). - OLG Stuttgart, 23.08.2017 - 18 UF 104/17
Umgangsrechtsregelung: Gerichtliche Anordnung einer gleichmäßigen Betreuung des …
Unterschiedliche Erziehungsvorstellungen der Eltern sind meist unschädlich, denn Kinder sind schon früh in der Lage, solche Unterschiede zu "ertragen", sie zur Erweiterung ihrer eigenen Erfahrungen nutzbar zu machen und als selbstverständlichen Ausdruck der unterschiedlichen Persönlichkeiten von Vater und Mutter zu begreifen (Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg, Beschluss vom 17.12.2015, Az.: 2 UF 106/14, juris, RN 25).
- OLG Schleswig, 16.06.2016 - 10 UF 197/15
Auflösung der gemeinsamen elterlichen Sorge wegen Zerrüttung der Elternbeziehung
Eine Anordnung in Gestalt einer Umgangsregelung nach § 1684 Abs. 3 BGB kommt nicht in Betracht (OLG Karlsruhe FamRZ 2015, 1736; OLG Brandenburg FF 2012, 457; OLG Köln FamRZ 2012, 1885 ;… Palandt/Götz, BGB , 75. Aufl. 2016, § 1687 Rn. 2; a.A. OLG Hamburg FamRZ 2016, 912 ; OLG Braunschweig FamRZ 2015, 61; AG Heidelberg FamRZ 2015, 151 ; AG Erfurt FamRZ 2015, 339). - OLG Frankfurt, 05.01.2026 - 2 UF 13/25
Anordnung paritätischer Betreuung
Beschluss vom 1.3.2019, Az. 7 UF 226/18, juris Rdnrn. 33 f.; OLG Stuttgart, Beschluss vom 23.8.2017, Az. 18 UF 104/17, juris Rdnrn. 30 ff.; OLG Hamm, Beschluss vom 29.8.2017, Az. 11 UF 89/17, juris Rdnrn. 24 f.; KG, Beschluss vom 13.9.2017, Az. 18 UF 15/17, juris Rdnr. 11; bereits vor Erlass der höchstrichterlichen Entscheidungen für eine umgangsrechtliche Einordung: OLG Naumburg, Beschluss vom 28.2.2013, Az. 3 UF 186/12, juris Rdnr. 10; OLG Naumburg, Beschluss vom 26.9.2013, Az. 8 UF 146/13, juris Rdnr. 14; AG Hannover, Beschluss vom 10.2.2014, Az. 618 F 491/14, juris Rdnr. 15; AG Heidelberg, Beschluss vom 19.8.2014, Az. 31 F 15/14, juris Rdnrn. 14 f.; OLG Hamburg, Beschluss vom 17.12.2015, Az. 2 UF 106/14, juris Rdnrn. 25 ff.;BeckOK-Veit/Schmidt, a. a. O., § 1684 Rdnr. 142 ff.; Ernst, NZFam 2023, 164 [165]; jurisPK-Thormeyer, Stand 15.11.2025, § 1684 Rdnrn .76, 88; Kischkel, ZRP 2020.202 [203]; Obermann, NZFam 2023, 337 [344 f.]; Staudinger-Dürbeck, a. a. O., § 1684 BGB Rdnr. 72 c; Viefhues, jurisPR-FamR 12/2025, Anm. 5). - OLG München, 31.08.2016 - 16 UF 1019/16
Anordnung des Wechselmodells gegen den Willen eines Elternteils de lege lata - …
Rn. 13 Die Gegenansicht nimmt eine Regelungsbefugnis des Familiengerichts auch gegen den Willen eines Elternteils bereits de lege lata an, wobei diese Befugnis zum Teil aus § 1684 BGB abgeleitet wird (OLG Hamburg FamRZ 2016, 912 mit krit. Anm. Hammer; AG Erfurt FamRZ 2013, 1590 und FamRZ 2015, 339; AG Heidelberg FF 2015, 31 mit krit. Anm. Clausius). - OLG Hamburg, 17.12.2015 - 2 UF 107/14
Elterliche Sorge: Anordnung eines Wechselmodells bei Streit um das …
Insbesondere L. hat nach den Feststellungen beider Sachverständigen eine besonders starke Bindung zu dem Kindesvater (S. 54 des Gutachten der Sachverständigen B.; Bl. 311 d. A.- 2 UF 106/14- S.65 des Gutachtens des Sachverständigen B.). - AG Rosenheim, 19.04.2018 - 7 F 2323/17
Totalrevision nach Versterben eines vormaligen Ehegatten
Das Gericht schließt sich insoweit OLG Schleswig in FamRZ 2015, 757 und NJW-RR 2016, 1225; Bergner in NZFam 2014, 539; Kemper in NZFam 2016, 285; sowie Borth in FamRZ 2015, 719 an. - OLG Hamburg, 18.08.2016 - 12 UF 193/15
Umgangsverfahren: Anordnung eines Wechselmodells bei vorherigem Scheitern einer …
Insofern ist der Fall deutlich anders gelagert als derjenige, welcher der von dem Vater zitierten Entscheidung des 2. Familiensenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 17.12.2015 (zur Geschäftsnummer 2 UF 106/14) zugrunde lag, in welchem nämlich die Eltern stets eine Art paralleler Elternschaft gelebt hatten.
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