Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 16.12.1985 - 3 UF 372/84 |
Volltextveröffentlichungen (2)
Papierfundstellen
- FamRZ 1986, 368
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (7)
- OLG Bremen, 15.08.1980 - 5 WF 77/80
Voraussetzungen für die Durchführung eines Scheidungsverfahrens; Ermittlung der …
Auszug aus OLG Frankfurt, 16.12.1985 - 3 UF 372/84
Nach anderer Auffassung richtet sich in diesem Fall die Kostenentscheidung nach § 13a Abs. 1 S. 1 FGG (so OLG Hamburg FamRZ 1979, 326; OLG Oldenburg FamRZ 1980, 1135; OLG Hamm [3. FamS] JurBüro 1982, 1744; OLG Stuttgart FamRZ 1983, 936;… Rolland, 1. EheRG § 621a ZPO Rdn. 18).Das Gerichtskostengesetz geht selbst davon aus, daß nicht nur die Zivilprozeßordnung, sondern auch andere Verfahrensordnungen für die Kostengrundentscheidung maßgeblich sind (vgl. OLG Oldenburg FamRZ 1980, 1135).
In einem solchen Fall sind, wenn (wie hier) keine Anhaltspunkte für eine abweichende Beurteilung aus Billigkeitsgesichtspunkten vorliegen, in der Regel dem Beschwerdeführer die Kosten aufzuerlegen (OLG Oldenburg FamRZ 1980, 1135).
- BGH, 12.11.1980 - IVb ZB 712/80
Beteiligung des Trägers der gesetzlichen Rentenversicherung am Verfahren über den …
Auszug aus OLG Frankfurt, 16.12.1985 - 3 UF 372/84
Ihre Stellung als Verfahrensbeteiligte erster Instanz ergibt noch keine Beschwerdeberechtigung (BGH FamRZ 1981, 132 f = BGHF 2, 355).Der Bundesgerichtshof hat zwar in der genannten Entscheidung (FamRZ 1981, 132 f = BGHF 2, 355) ausgeführt, daß mangels Vorhersehbarkeit der Folgen eines Eingriffs und der daraus folgenden etwaigen Ausgleichsregelungen nicht darauf abgestellt werden kann, ob durch die Entscheidung zu viel oder zu wenig an Versorgungsanwartschaften übertragen oder begründet worden sind; jeder nicht mit der Rechtslage übereinstimmende Eingriff in ein bestehendes oder neu zu gründendes Versicherungskonto beeinträchtige deshalb den Versorgungsträger in seinen Rechten.
- BGH, 25.11.1981 - IVb ZB 756/81
Antrag auf Übertragung des Sorgerechts für ein Kind in Abänderung eines …
Auszug aus OLG Frankfurt, 16.12.1985 - 3 UF 372/84
Der dem Gericht im Rahmen des § 13a Abs. 1 S. 1 FGG zustehende Ermessensspielraum ermöglicht in dem Falle der Rücknahme des Rechtsmittels die Berücksichtigung auch solcher Umstände, die in dem Bereich der streitigen Gerichtsbarkeit zu einer kostenrechtlich ebenfalls differenzierenden Erledigung der Hauptsache oder des Rechtsmittels führen, die es hingegen in dem Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit - jedenfalls in dieser Form - nicht gibt (vgl. dazu grundlegend BGH FamRZ 1982, 156 = BGHF 2, 973).In dem Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit - jedenfalls in seinem Kernbereich, der den Dispositionen der Parteien weitgehend entzogen ist, also insbesondere im Sorgerecht - kann sich zwar ebenfalls die Hauptsache erledigen, und damit eine Beschränkung auf den Kostenpunkt ermöglichen (zum Beispiel Eintritt der Volljährigkeit des Kindes); es ist jedoch nicht möglich, daß infolge einer nachträglichen Veränderung der Sachlage die Parteien oder Beteiligten das Rechtsmittel mit unmittelbar verfahrensbeendender Wirkung für erledigt erklären (BGH FamRZ 1982, 156 = BGHF 2, 973); insoweit kann das nicht weiter verfolgte Rechtsmittel nur durch dessen Rücknahme beendet werden.
- KG, 30.08.1983 - 17 WF 3030/83
Auszug aus OLG Frankfurt, 16.12.1985 - 3 UF 372/84
Die Gegenmeinung - soweit sie für die Anwendung des § 515 Abs. 3 ZPO eintritt - beruft sich demgegenüber vor allem auf den aus §§ 93a, 97, 626 ZPO, § 1 Abs. 2 GKG angenommenen Willen des Gesetzgebers, daß die Kosten in Folgesachen einheitlich zivilprozessualen Vorschriften zu entnehmen seien (so insbesondere OLG München FamRZ 1979, 734; ähnlich, betreffend die Kosten eines Zwangsgeldverfahrens nach § 11 VAHRG, KG FamRZ 1984, 67). - KG, 21.11.1980 - 17 UF 3234/79
Vermögensausgleich; Tod; Ausgleichsberechtigter; Verfahren; Hauptsache; Kosten
Auszug aus OLG Frankfurt, 16.12.1985 - 3 UF 372/84
Obwohl § 97 Abs. 1 ZPO nur von den Kosten des von der Partei eingelegten Rechtsmittels spricht, ist diese Bestimmung auch auf von einem (Dritt-)Beteiligten eingelegte Rechtsmittel anwendbar; die in Absatz 3 angeordnete "entsprechende Anwendung« auf FG-Folgesachen läßt eine solche erweiternde Auslegung zu (BGH FamRZ 1983, 683 = BGHF 3, 427; KG FamRZ 1981, 381 f); nicht von dieser Regelung erfaßt ist jedoch der Fall, daß das Rechtsmittel (der Partei oder des Beteiligten) in anderer Weise als durch gerichtliche Entscheidung endet, also entweder durch Erledigung der Hauptsache, oder (wie hier) durch Zurücknahme des Rechtsmittels. - OLG Hamm, 06.07.1982 - 3 UF 283/81
Auszug aus OLG Frankfurt, 16.12.1985 - 3 UF 372/84
Nach anderer Auffassung richtet sich in diesem Fall die Kostenentscheidung nach § 13a Abs. 1 S. 1 FGG (so OLG Hamburg FamRZ 1979, 326; OLG Oldenburg FamRZ 1980, 1135; OLG Hamm [3. FamS] JurBüro 1982, 1744; OLG Stuttgart FamRZ 1983, 936;… Rolland, 1. EheRG § 621a ZPO Rdn. 18). - OLG Stuttgart, 18.05.1983 - AVF 153/83
Kostenentscheidung; Rücknahme der isolierten Beschwerde; Entscheidung im Verbund; …
Auszug aus OLG Frankfurt, 16.12.1985 - 3 UF 372/84
Nach anderer Auffassung richtet sich in diesem Fall die Kostenentscheidung nach § 13a Abs. 1 S. 1 FGG (so OLG Hamburg FamRZ 1979, 326; OLG Oldenburg FamRZ 1980, 1135; OLG Hamm [3. FamS] JurBüro 1982, 1744; OLG Stuttgart FamRZ 1983, 936;… Rolland, 1. EheRG § 621a ZPO Rdn. 18).
- BGH, 18.02.2009 - XII ZB 221/06
Beschwerdebefugnis eines Trägers einer beamtenrechtlichen Versorgung i.R.e. …
Ein Versorgungsträger ist grundsätzlich auch dann in seiner Rechtsstellung unmittelbar betroffen, wenn bei ihm bestehende Anrechte zu Unrecht nicht in den Versorgungsausgleich einbezogen werden (vgl. Senatsbeschluss vom 19. Januar 2000 - XII ZB 16/96 -NJW-RR 2000, 953 ; OLG Koblenz FamRZ 1985, 1266 f.; OLG Frankfurt FamRZ 1986, 1009; OLG Karlsruhe FamRZ 1996, 560 ; 2001, 1305 (LS); OLG Celle FamRZ 1997, 760 ;… MünchKomm/Finger ZPO 3. Aufl. § 621 e Rdn. 14;… Rahm/Künkel Handbuch des Familiengerichtsverfahrens [2006] Kap. V Rdn. 594.1;… Zöller/Philippi ZPO 27. Aufl. § 621 e Rdn. 25;… Johannsen/Henrich/ Sedemund-Treiber Eherecht 4. Aufl. § 621 e Rdn. 9 a;… Jansen/Wick FGG 3. Aufl. § 53 b Rdn. 67; a.A. OLG Frankfurt FamRZ 1986, 368, 371). - OLG Hamm, 19.12.1986 - 5 WF 588/86 Nach einer weiteren Auffassung richtet sich die Kostenentscheidung im Falle der Rücknahme eines Antrages bzw. eines Rechtsmittels nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (§ 13a) bzw. nach der Hausratsverordnung (OLG Hamburg FamRZ 1979, 326; OLG Oldenburg FamRZ 1980, 1135; OLG Hamm [3. FamS] FamRZ 1982, 1093; OLG Stuttgart FamRZ 1983, 936; OLG Frankfurt FamRZ 1986, 368 ff).
Die Bestimmung des § 93a Abs. 1 ZPO betrifft nach ihrem Wortlaut nur diejenigen Fälle, in denen über eine Folgesache im Zusammenhang mit der Scheidung der Ehe entschieden wird (OLG Frankfurt FamRZ 1986, 368), gilt jedoch nicht für Folgesachen nach erfolgter Abtrennung - eine Ausnahme gilt insoweit nur für eine Abtrennung nach § 628 Abs. 1 S. 1 ZPO, die hier jedoch nicht vorliegt -, ferner dann nicht, wenn die Folgesache auf andere Weise als durch gerichtliche Entscheidung, insbesondere also durch Antragsrücknahme, erledigt wird (OLG Frankfurt FamRZ 1986, 368).
Aufgrund dieser eindeutigen gesetzlichen Verweisung auf die Bestimmungen des Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit und der Hausratsverordnung - von der nach § 621a Abs. 1 S. 2 ZPO nur in einzelnen enumerativ aufgeführten Fällen zugunsten der entsprechenden Bestimmungen der Zivilprozeßordnung abgewichen wird - ist für einen allgemeinen Rückgriff auf die Kostenvorschriften der Zivilprozeßordnung entgegen der oben zuerst genannten Auffassung kein Raum (dagegen zutreffend OLG Frankfurt FamRZ 1986, 368;… v. Eicken, Anm. zu der früheren Senatsentscheidung KostRspr aaO), so daß § 269 Abs. 3 ZPO ebenfalls nicht anzuwenden ist.
- OLG Dresden, 15.01.1997 - 10 UF 181/96
Kostenfolge der Rücknahme einer isolierten Beschwerde gegen eine im …
Für die Anwendbarkeit von 13 a Abs. 1 Satz 1 FGG haben sich ausgesprochen OLG Hamburg, FamRZ 1979, 326; OLG Oldenburg, FamRZ 1980, 1135; OLG Saarbrücken, JurBüro 1982, 1092; OLG Hamm, JurBüro 1982, 1744; OLG Frankfurt/M. (3. FamS), FamRZ 1986, 368; OLG Hamm (5. FamS) JurBüro 1987, 1548 (hier für isolierte Beschwerde gegen Entscheidung wegen Ehewohnung und Hausrat); OLG Bamberg, JurBüro 1992, 332 ; OLG Hamm (2. FamS), FamRZ 1992, 1457 ; OLG Hamm (5. FamS), FamRZ 1995, 377 ; Zöller/Philippi, ZPO , 20. Aufl., Rz 13 zu § 629 a ; Thomas/Putzo, ZPO , 19. Aufl., Rz 12 zu 621 e; Zimmermann, ZPO , 4. Aufl., Rz 12 zu § 621 e.Dem OLG Frankfurt (FamRZ 1986, 368) ist zuzugeben, daß der Gesetzgeber für das Verbundverfahren keine Generalklausel geschaffen hat, der zu entnehmen wäre, daß für die kostenrechtliche Behandlung von FG-Folgesachen ausschließlich die ZPO maßgebend wäre.
- OLG Dresden, 11.01.2002 - 22 UF 160/01
Rücknahme Beschwerde; FGG-Folgesache, Kosten Verbundverfahren
Teilweise wird vertreten, die Kostenentscheidung richte sich nach § 13 a Abs. 1 Satz 1 FGG (so u.a. mit ausführlicher Begründung OLG Frankfurt/Main, 3. Senat, FamRZ 86, 368 ff.; OLG Stuttgart, 17. Senat, FamRZ 83, 936; OLG Hamm, FamRZ 2000, 499, nur Leitsatz;… Thomas-Putzo/Hüßtege, 23. Aufl., Rdnr. 7 zu § 629 a;… Bergerfurth, Der Ehescheidungsprozess, 11. Aufl., Rdnr. 245;… Musielak/Borth, ZPO, 2. Aufl., Rdnr. 13 zu § 629 a ZPO;… Zöller/Philippi, 22. Aufl., Rdnr. 13 zu § 629 a ZPO; wegen weiterer Nachweise vgl.: OLG Dresden, FamRZ 97, 1019) . - OLG Frankfurt, 16.10.2007 - 4 UF 107/07
Kostenentscheidung im Zusammenhang mit der Folgesache Versorgungsausgleich: …
Der Senat hält demgegenüber § 13a FGG für anwendbar (ebenso der 3. Familiensenat des OLG Frankfurt, Beschluss vom 16.12.1985, Az. 3 UF 372/84, FamRZ 1986, 368 [mit ausführlicher Begründung]; OLG München FamRZ 2004, 709; KG FamRZ 1995, 376; BayObLG FamRZ 1995, 184;… Zöller-Philippi, ZPO, 26. Aufl., § 629a Rn. 13 m.w.N.), da sich dem Gesetz kein allgemeiner Grundsatz entnehmen lässt, wonach im Verbundverfahren die Kostenvorschriften des FGG über die im Gesetz geregelten Fälle hinaus durch die Kostenregelungen der ZPO verdrängt werden sollen. - OLG Karlsruhe, 07.05.1997 - 2 UF 176/96 Nach anderer Auffassung richtet sich nach Beschwerderücknahme die Kostenentscheidung ausschließlich nach § 13 a Abs. 1 Satz 1 FGG (OLG Karlsruhe, Beschluß vom 17.12.1983 - 16 UF 30/81 - OLG Stuttgart, FamRZ 1983, 936 ; OLG Frankfurt, FamRZ 1986, 368 ff.).
- OLG Frankfurt, 02.05.1986 - 1 UF 224/85
Zur Beschwerdebefugnis des Versorgungsträgers
Die Beschwerdeberechtigung kann auch nicht danach unterschiedlich beurteilt werden, ob das Gericht den Ausgleich der Anwartschaften der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes in nicht zutreffender Höhe vornimmt oder - wie hier - den Ausgleich versehentlich völlig übergeht, weil auch damit in die Rechtsstellung des Versorgungsträgers "eingegriffen" wird (ebenso für den Fall, daß ein beamtenrechtlicher Versorgungsträger betroffen ist, OLG Koblenz FamRZ 1985, 1266 f.; a.A. OLG Frankfurt FamRZ 1986, 368, 371). - OLG Frankfurt, 17.12.1990 - 2 UF 74/90
Isolierte Anfechtung von Folgesachen; Verbundurteil; Kostenlast; Anwendung …
Nach anderer Auffassung richtet sich die Kostenentscheidung nach § 13 a Abs. 1 Satz 1 FGG (OLG Frankfurt, FamRZ 1986, 368; OLG Hamburg, FamRZ 1979, 326; OLG Oldenburg, FamRZ 1980, 1135; OLG Hamm [Leitsatz], FamRZ 1982, 1093; OLG Stuttgart, FamRZ 1983, 936 - DRsp IV (418) 212 b), weil eine Regelungslücke in bezug auf die Kostentragung bei Rücknahme eines Rechtsmittels in einer FGG -Folgesache im Hinblick auf die in § 621 a Abs. 1 Satz 1 ZPO grundsätzlich für anwendbar erklärten Verfahrensvorschriften des FGG nicht bestehe, insbesondere die Vorschrift des § 13 a FGG nach § 621 a Abs. 1 Satz 2 ZPO nicht ausdrücklich durch zivilprozessuale Verfahrensvorschriften ersetzt worden sei. - OLG Frankfurt, 05.08.2009 - 5 UF 20/09 Nach Rücknahme der Beschwerde in einer Folgesache betreffend den Versorgungsausgleich ist entsprechend ständiger Rechtsprechung des OLG Frankfurt am Main (vgl. OLG Frankfurt/M. FamRZ 1986, 368) über die Erstattung der außergerichtlichen Kosten nach § 13 a Abs. 1 S. 1 FGG - der inhaltlich der Regelung des § 93a ZPO entspricht - zu entscheiden.
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