Rechtsprechung
| VG Chemnitz, 27.08.2003 - 8 K 510/02 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Chemnitz, 07.08.2003 - 8 K 510/02
- VG Chemnitz, 27.08.2003 - 8 K 510/02
Papierfundstellen
- GewArch 2003, 484
Wird zitiert von ... (5)
- VG Gießen, 04.10.2005 - 8 E 2110/04
Vertretung einer sich in der Insolvenz befindlichen GmbH durch den …
Denn das Gewerbeuntersagungsverfahren betrifft - wie noch näher ausgeführt wird - nicht die Insolvenzmasse, sondern ist auf die Beendigung der persönlichen Tätigkeit der gewerbetreibenden GmbH gerichtet (…vgl. VGH Kassel, Urt. v. 21.11.2002 - 8 UE 3195/01 , ZVI 2003, 128 = GewArch 2004, 162, 163 , dazu EWiR 2003, 1033 (Blank) ; VG Chemnitz, Beschl. v. 27.8.2003 - 8 K 510/02, GewArch 2003, 484, 485 l. Sp.; Heß , in: Friauf, GewO, Stand: 2005, § 12 Rz.14; Hahn , GewArch 2000, 361, 363;… so schon für die Konkursordnung VGH Kassel, Urt. v. 28.9.1992 - 8 UE 916/90, GewArch 1993, 159).Die Norm des § 12 GewO statuiert keine prozessualen Rechtsfolgen, sondern ist rein materiellrechtlich zu verstehen (VGH Kassel GewArch 1993, 159;… Heß , aaO, § 12 Rz.14; Hahn , GewArch 2000, 361, 363), und bezieht sich auf das Verwaltungsverfahren (vgl. VG Chemnitz GewArch 2003, 484, 485 l. Sp.).
Die Gewerbeuntersagung ist daher ebenfalls personenbezogen, gerichtet darauf, der in der Person des Gewerbetreibenden gegebenen gewerblichen Unzuverlässigkeit zu begegnen (vgl. VG Chemnitz GewArch 2003, 484, 485 l. Sp.).
Bei der Untersagung eines solchen Gewerbes geht es daher lediglich um die Beendigung der persönlichen gewerblichen Betätigung des Gewerbetreibenden wegen einer in seiner Person gegebenen gewerblichen Unzuverlässigkeit (vgl. VGH Kassel GewArch 1993, 159; VG Chemnitz GewArch 2003, 484, 485 l. Sp.;… Heß , aaO, § 12 Rz.14).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 23.11.2009 - 4 A 3724/06
Eröffnung eines Insolvenzverfahrens als Unterbrechung eines gegen eine …
Hahn, GewArch 2000, 361, 363; Klement, KTS 2006, 454, 461 f.; Heß, in: Friauf, GewO, § 12 Rn. 14 f. (Stand: März 2009); Tettinger/Wank, GewO, 7. Aufl. 2004, § 12 Rn. 12; Hoffman, in: Pielow, GewO, 2009, § 12 Rn. 72; Brüning, ebenda, § 35 Rn. 6; Hess.VGH, Urteil vom 21.11.2002 - 8 UE 3195/01 -, GewArch 2004, 162 = NVwZ 2003, 626; VG Gießen, Urteil vom 4.10.2005 - 8 E 2110/04 -, ZIP 2005, 2074; VG Chemnitz, Beschluss vom 27.8.2003 - 8 K 510/02 -, GewArch 2003, 484; anderer Ansicht: Marcks, in: Landmann/Rohmer, GewO, § 12, Rn. 15 (Stand: Mai 2008), Blank, EWiR 2003, 1033, 1034. - OVG Sachsen, 23.08.2011 - 3 B 247/10
Gewerbeuntersagung, künstlerische Tätigkeit
Ist dieser - wie hier - noch nicht ergangen, kommt es für die Prognoseentscheidung auf den Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung an (vgl. SächsOVG, Beschl. v. 15. Juli 2011 - 3 B 203/10 - VG Chemnitz, Beschl. v. 27. August 2003 - 8 K 510/02 -, juris; VGH BW, Beschl. v. 27. Januar 2006, NVwZ-RR 2006, 395). - VG Potsdam, 09.01.2017 - 4 K 480/15
Bauplanungs-, Bauordnungs- und Städtebauförderungsrecht
Anderenfalls könnte sich ein Vollstreckungsschuldner allein unter Hinweis auf seine Insolvenz oder Mittellosigkeit seiner Ordnungspflicht entziehen, was ein in dieser Allgemeinheit mit dem öffentlichen Recht unvereinbares Ergebnis wäre (siehe Verwaltungsgericht Potsdam, Gerichtsbescheid vom 10. November 2015 - VG 4 K 1080/15 -, Beschluss vom 7. Oktober 2014 - VG 4 L 837/14 -, m.w.N.; vgl. ferner Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 13. Juni 2006 - OVG 2 S 7.06 -, wonach im Rahmen der Zwangsgeldfestsetzung dieses Vorbringen schon deshalb nicht zu prüfen ist, weil ein Zwangsgeld bei Uneinbringlichkeit unter den weiteren Voraussetzungen des § 21 Abs. 1 Satz 1 VwVGBbg a.F. in Ersatzzwangshaft umgewandelt werden kann; Verwaltungsgericht Chemnitz, Urteil vom 27. August 2003 - 8 K 510/02 -, Gewerbearchiv 2003, 484). - VG Potsdam, 09.01.2017 - 4 K 5049/15
Bauplanungs-, Bauordnungs- und Städtebauförderungsrecht
Anderenfalls könnte sich ein Vollstreckungsschuldner allein unter Hinweis auf seine Insolvenz oder Mittellosigkeit seiner Ordnungspflicht entziehen, was ein in dieser Allgemeinheit mit dem öffentlichen Recht unvereinbares Ergebnis wäre (siehe Verwaltungsgericht Potsdam, Gerichtsbescheid vom 10. November 2015 - VG 4 K 1080/15 -, Beschluss vom 7. Oktober 2014 - VG 4 L 837/14 -, m.w.N.; vgl. ferner Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 13. Juni 2006 - OVG 2 S 7.06 -, wonach im Rahmen der Zwangsgeldfestsetzung dieses Vorbringen schon deshalb nicht zu prüfen ist, weil ein Zwangsgeld bei Uneinbringlichkeit unter den weiteren Voraussetzungen des § 21 Abs. 1 Satz 1 VwVGBbg a.F. in Ersatzzwangshaft umgewandelt werden kann; Verwaltungsgericht Chemnitz, Urteil vom 27. August 2003 - 8 K 510/02 -, Gewerbearchiv 2003, 484).
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