Rechtsprechung
| VGH Hessen, 29.11.1989 - HPV TL 1366/89 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
- Justiz Hessen
Vertretung des Personalratsvorsitzenden; zur Auswahl eines freizustellenden Personalratsmitglieds
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Darmstadt, 09.03.1989 - L 2490/88
- VGH Hessen, 29.11.1989 - HPV TL 1366/89
- BVerwG, 30.04.1990 - 6 PB 2.90
Papierfundstellen
- ESVGH 41, 146 (Ls.)
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (10)
- BVerwG, 02.05.1984 - 6 P 30.83
Freistellung von der dienstlichen Tätigkeit zur Durchführung der Aufgaben des …
Auszug aus VGH Hessen, 29.11.1989 - HPV TL 1366/89
In seinem Beschluß vom 2. Mai 1984 -- 6 P 30.83 -- (Buchholz 238.3 A § 46 BPersVG Nr. 14) hat das Bundesverwaltungsgericht zu dem Auswahlermessen des Personalrats ausgeführt, daß die Einhaltung des beschränkten Ermessensspielraums bei der getroffenen Auswahlentscheidung auch unter dem Gesichtspunkt der Sachgerechtigkeit gerichtlich überprüfbar sei.Dabei ist es nicht in erster Linie ihre Aufgabe, den Vorsitzenden zu vertreten oder ihn bei seiner Arbeit zu unterstützen, sondern die Interessen der Beschäftigten im Rahmen des Personalvertretungsrechts wahrzunehmen (BVerwG, Beschluß vom 2. Mai 1984, a.a.O.).
Dies hat der Beteiligte zu 2) hier jedoch offensichtlich nicht getan, vielmehr hat die Mehrheitsfraktion der Ö. ihre Stimmenmehrheit mißbraucht und unter Verletzung der in Art. 9 Abs. 3 GG gewährleisteten Koalitionsfreiheit (vgl. auch § 61 Abs. 1 HPVG F. 1988) und des Sinns und Zwecks der Regelung des § 40 Abs. 3 und 4 HPVG F. 1988 eine Freistellung des Antragstellers verhindert (vgl. dazu BVerwG, Beschluß vom 2. Mai 1984, a.a.O.).
- BVerwG, 10.05.1984 - 6 P 33.83
Freistellung - Ablehnung - Personalratsmitglieder - Dienststellenleiter - …
Auszug aus VGH Hessen, 29.11.1989 - HPV TL 1366/89
Ob dies der Fall ist, beantwortet sich nach dem Sinn des § 40 Abs. 3 und 4 HPVG F. 1988 und dem mit dieser Bestimmung verfolgten Zweck, wobei auch die sonstigen Vorschriften und die tragenden Grundsätze des Personalvertretungsrechts zu berücksichtigen sind (BVerwG, Beschluß vom 17. Januar 1969 -- VII P 6.67 --, Buchholz 238.3 § 42 PersVG Nr. 4 = BVerwGE 31, 192; Beschluß vom 10. Mai 1984 -- 6 P 33.83 --, BVerwGE 69, 222 = Buchholz 238.3 A § 46 BPersVG Nr. 15 = BayVBl. 1984, 600 = DVBl. 1984, 1219 = ZBR 1984, 379 = NVwZ 1985, 115 = PersV 1986, 160; Lorenzen/Haas/Schmitt, BPersVG, Stand: April 1989, § 46 Rdnrn. 63, 66 und 74). - BVerwG, 17.01.1969 - VII P 6.67
Freisstellung eines Personalratsmitglieds vom Dienst - Rechtswidrigkeit eines …
Auszug aus VGH Hessen, 29.11.1989 - HPV TL 1366/89
Ob dies der Fall ist, beantwortet sich nach dem Sinn des § 40 Abs. 3 und 4 HPVG F. 1988 und dem mit dieser Bestimmung verfolgten Zweck, wobei auch die sonstigen Vorschriften und die tragenden Grundsätze des Personalvertretungsrechts zu berücksichtigen sind (BVerwG, Beschluß vom 17. Januar 1969 -- VII P 6.67 --, Buchholz 238.3 § 42 PersVG Nr. 4 = BVerwGE 31, 192; Beschluß vom 10. Mai 1984 -- 6 P 33.83 --, BVerwGE 69, 222 = Buchholz 238.3 A § 46 BPersVG Nr. 15 = BayVBl. 1984, 600 = DVBl. 1984, 1219 = ZBR 1984, 379 = NVwZ 1985, 115 = PersV 1986, 160; Lorenzen/Haas/Schmitt, BPersVG, Stand: April 1989, § 46 Rdnrn. 63, 66 und 74).
- BVerwG, 25.02.1983 - 6 P 15.80
Mitglieder der Personalvertretung - Freistellungsvolumen - Mitglied aus Vorstand …
Auszug aus VGH Hessen, 29.11.1989 - HPV TL 1366/89
Dabei hat das Bundesverwaltungsgericht wiederholt in Verfahren, die die Freistellung von Personalratsmitgliedern betrafen, entschieden, daß in den Fällen, in denen bei rechtsfehlerfreiem Handeln des Personalvertretungsorgans ein bestimmtes Personalratsmitglied freizustellen ist, der Personalrat gerichtlich verpflichtet werden kann, die Freistellung dieses Mitglieds bei der Dienststelle zu beantragen (BVerwG, Beschluß vom 25. Februar 1983 -- 6 P 15.80 -- ZBR 1983, 212 = PersV 1984, 83; BVerwG, Beschluß vom 26. Oktober 1977 -- 7 P 23.76 -- Buchholz 238.32 § 43 BlnPersVG Nr. 2 = PersV 1979, 112; ebenso auch OVG Münster, Beschluß vom 29. Februar 1984 -- CB 30/82 --, ZBR 1985, 120). - BVerwG, 16.09.1977 - 7 P 10.75
Beschlüsse des Rechtsbeschwerdegerichts - Mündliche Verhandlung - Zustellung an …
Auszug aus VGH Hessen, 29.11.1989 - HPV TL 1366/89
Das Bundesverwaltungsgericht hat jedoch in ständiger Rechtsprechung (vgl. u.a. Beschluß vom 16. September 1977 -- 7 P 10/75 --, ZBR 1978, 207) dem einzelnen Personalratsmitglied ein rechtlich beachtenswertes Interesse an der Herbeiführung einer gerichtlichen Entscheidung über die Gesetzmäßigkeit der von dem Personalvertretungsorgan gefaßten Beschlüsse und sonstigen rechtserheblichen Handlungen zuerkannt. - BVerwG, 26.10.1977 - 7 P 23.76
Rechtsbeschwerde - Rechtsbeschwerdebegründungsfrist - Fristberechnung - …
Auszug aus VGH Hessen, 29.11.1989 - HPV TL 1366/89
Dabei hat das Bundesverwaltungsgericht wiederholt in Verfahren, die die Freistellung von Personalratsmitgliedern betrafen, entschieden, daß in den Fällen, in denen bei rechtsfehlerfreiem Handeln des Personalvertretungsorgans ein bestimmtes Personalratsmitglied freizustellen ist, der Personalrat gerichtlich verpflichtet werden kann, die Freistellung dieses Mitglieds bei der Dienststelle zu beantragen (BVerwG, Beschluß vom 25. Februar 1983 -- 6 P 15.80 -- ZBR 1983, 212 = PersV 1984, 83; BVerwG, Beschluß vom 26. Oktober 1977 -- 7 P 23.76 -- Buchholz 238.32 § 43 BlnPersVG Nr. 2 = PersV 1979, 112; ebenso auch OVG Münster, Beschluß vom 29. Februar 1984 -- CB 30/82 --, ZBR 1985, 120). - BVerwG, 26.10.1977 - 7 P 21.75
Beschwerdebefugnis freigestellter Personalratsmitglieder - Beschlussverfahren …
Auszug aus VGH Hessen, 29.11.1989 - HPV TL 1366/89
Da die Freistellung für das Personalratsmitglied nicht mit besonderen personalvertretungsrechtlichen Befugnissen und Aufgaben verbunden ist, wird es durch die unterbliebene Freistellung auch nicht in seiner personalvertretungsrechtlichen Stellung berührt (BVerwG, Beschluß vom 26. Oktober 1977 -- 7 P 21.75 --, Buchholz 238.32 § 43 BlnPersVG Nr. 1 = ZBR 1978, 240; Hess. VGH, Beschluß vom 19. November 1984 -- HPV TL 3/83 -- ESVGH 35, 97). - VGH Baden-Württemberg, 20.03.1984 - 15 S 152/83
Vorbereitung von Verwaltungsanordnungen
Auszug aus VGH Hessen, 29.11.1989 - HPV TL 1366/89
Dabei hat das Bundesverwaltungsgericht wiederholt in Verfahren, die die Freistellung von Personalratsmitgliedern betrafen, entschieden, daß in den Fällen, in denen bei rechtsfehlerfreiem Handeln des Personalvertretungsorgans ein bestimmtes Personalratsmitglied freizustellen ist, der Personalrat gerichtlich verpflichtet werden kann, die Freistellung dieses Mitglieds bei der Dienststelle zu beantragen (BVerwG, Beschluß vom 25. Februar 1983 -- 6 P 15.80 -- ZBR 1983, 212 = PersV 1984, 83; BVerwG, Beschluß vom 26. Oktober 1977 -- 7 P 23.76 -- Buchholz 238.32 § 43 BlnPersVG Nr. 2 = PersV 1979, 112; ebenso auch OVG Münster, Beschluß vom 29. Februar 1984 -- CB 30/82 --, ZBR 1985, 120). - VGH Hessen, 19.11.1984 - HPV TL 3/83
Auszug aus VGH Hessen, 29.11.1989 - HPV TL 1366/89
Da die Freistellung für das Personalratsmitglied nicht mit besonderen personalvertretungsrechtlichen Befugnissen und Aufgaben verbunden ist, wird es durch die unterbliebene Freistellung auch nicht in seiner personalvertretungsrechtlichen Stellung berührt (BVerwG, Beschluß vom 26. Oktober 1977 -- 7 P 21.75 --, Buchholz 238.32 § 43 BlnPersVG Nr. 1 = ZBR 1978, 240; Hess. VGH, Beschluß vom 19. November 1984 -- HPV TL 3/83 -- ESVGH 35, 97). - OVG Nordrhein-Westfalen, 29.02.1984 - CB 30/82
Auszug aus VGH Hessen, 29.11.1989 - HPV TL 1366/89
Dabei hat das Bundesverwaltungsgericht wiederholt in Verfahren, die die Freistellung von Personalratsmitgliedern betrafen, entschieden, daß in den Fällen, in denen bei rechtsfehlerfreiem Handeln des Personalvertretungsorgans ein bestimmtes Personalratsmitglied freizustellen ist, der Personalrat gerichtlich verpflichtet werden kann, die Freistellung dieses Mitglieds bei der Dienststelle zu beantragen (BVerwG, Beschluß vom 25. Februar 1983 -- 6 P 15.80 -- ZBR 1983, 212 = PersV 1984, 83; BVerwG, Beschluß vom 26. Oktober 1977 -- 7 P 23.76 -- Buchholz 238.32 § 43 BlnPersVG Nr. 2 = PersV 1979, 112; ebenso auch OVG Münster, Beschluß vom 29. Februar 1984 -- CB 30/82 --, ZBR 1985, 120).
- LAG Düsseldorf, 18.12.1998 - 9 TaBV 78/98
Wahl des auf die Gruppe der Angestellten entfallenden Gruppenvertreters zur …
Der Losentscheid ist nach ständiger Spruchpraxis der Gerichte das demokratisch übliche Mittel, um Pattsituationen bei Wahlen aufzulösen (vgl. nur §§ 23 Abs. 1 und 2, 25 Abs. 4 WO BetrVG 1972; BAG 26.02.1987 - 6 ABR 54/85 - NZA 1987, 750 = DB 1987, 1995; BAG 15.01.1992 - 7 ABR 24/91 - NZA 1992, 1091 = AP Nr. 10 zu § 26 BetrVG 1972; BVerwG 15.05.1991 - 6 P 15/89 - DVBl 1992, 153; BayVerw 13.02.1991 - 17 P 90.3560 - NJW 1991, 2306; HessVerw 29.11.1989 - HPV TL 1366/89 - AuR 1991, 62; OVG Münster 06.07.1987 - CB 30/85 - PersR 1988, 196), wenn das Losverfahren als solches nicht zu beanstanden ist. - VGH Bayern, 22.04.2013 - 17 P 12.1378
Der Begriff der Wahl oder Auswahl als Mittel demokratischen Handelns muss nicht …
In den Fällen, in denen bei rechtsfehlerfreiem Handeln des Personalvertretungsorgans ein bestimmtes Mitglied freizustellen ist, kann der Personalrat vom Gericht verpflichtet werden, die Freistellung dieses Mitglieds bei der Dienststelle zu beantragen (vgl. BVerwG, B.v. 22.12.1994 - 6 P 12/93 - PersV 1995, 237; HessVGH, B.v. 29.11.1989 - HPV TL 1366/89 - juris Rn. 23 m.w.N.).
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