Rechtsprechung
| VG Gießen, 07.03.2005 - 8 G 125/05 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
- Justiz Hessen
§ 70 Abs 1 GewO, § 70 Abs 3 GewO
Zulassung zu einem Volksfest auch für Neubewerber - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- hessen.de (Pressemitteilung)
Schausteller kann Zulassung zur Gießener Frühjahrsmesse nicht erzwingen
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Rechtliche Ausgestaltung des Anspruchs eines Schaustellers auf Zulassung zu einem Volksfest; Zulässigkeit einer Beschränkung des Kreises von zuzulassenden Schaustellern auf Stammbeschicker aufgrund des Kriteriums "bekannt und bewährt"
Papierfundstellen
- HSGZ 2005, 184
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (8)
- VG Gießen, 19.02.2004 - 8 G 96/04
Der automatische Ausschluss von Bewerbern um die Zulassung zu einem Volksfest …
Auszug aus VG Gießen, 07.03.2005 - 8 G 125/05
Das Gericht muss die angegriffene Vergabeentscheidung zumindest einer summarischen inhaltlichen Prüfung unterziehen (BVerfG, B. v. 15.08.2002 - 1 BvR 1790/00 -, NJW 2002, 3691, 3692; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, HSGZ 2004, 154; VG Oldenburg, B. v. 01.07.2004 - 12 B 1203/04 -, GewArch 2004, 419, 422).Insbesondere hat die Antragsgegnerin die Grenzen des ihr als Veranstalterin des Volksfestes zukommenden Entscheidungsspielraums (vgl. Bay. VGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165) nicht verletzt.
Bei mehreren Bewerbern, die dieselben Warenarten anbieten und auch ansonsten vergleichbar sind, kann nämlich die Zulassung eines Bewerbers zu einem Volksfest abgelehnt werden, wenn die Platzkapazitäten erschöpft sind und Kriterien der Attraktivität sowie der ausgewogenen Vielseitigkeit berücksichtigt werden (vgl. VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165;… Fuchs, in: Robinski, Gewerberecht 2002, S. 204, Rdnr. 51 m.w.N.; Landmann/Rohmer, GewO, Komm., Stand: Okt. 2004, § 70 Rdnrn. 19f.).
Die insoweit bestehende Entscheidungsprärogative einer Gemeinde nach § 70 Abs. 3 GewO hinsichtlich der Auswahl unter den vorhandenen Bewerbern ist ebenfalls durch einen weiten Spielraum gekennzeichnet, der sich insbesondere auf das gewünschte Gesamtbild und die Gesamtkonzeption der Veranstaltung erstreckt (vgl. OVG NW, B. v. 10.07.1991 - 4 B 1635/91 -, NVwZ-RR 1992, 477; Bay. VGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550, 551; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165).
Ein Volksfest ist eine solche öffentliche Einrichtung (VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 166; Schalt, GewArch 2002, 137, 142).
- VGH Hessen, 26.03.2004 - 8 TG 721/04
Keine Anwendbarkeit des § 114 Abs 2 VwGO im einstweiligen Rechtsschutzverfahren; …
Auszug aus VG Gießen, 07.03.2005 - 8 G 125/05
Rn. 23 Abgesehen davon ist darauf hinzuweisen, dass die Mitwirkung eines befangenen Mitbewerbers ohnehin nicht zu einer Ermessensreduzierung auf Null und damit zu einem Zulassungsanspruch eines Antragstellers führen kann (vgl. Hess. VGH, B. v. 26.03.2004 - 8 TG 721/04 - S. 12 BA).Die Kammer orientiert sich hierbei an der Rechtsprechung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (B. v. 26.03.2004 - 8 TG 721/04 -, S. 13 BA), wonach für einen Streit um die Zulassung zu einem Markt der erwartete Gewinn von mindestens 250,-- EUR pro Tag zu Grunde gelegt werden soll.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 10.07.1991 - 4 B 1635/91
Gewerberecht: Zulassung eines Fahrgeschäfts zu einem Volksfest, Platzkonzept des …
Auszug aus VG Gießen, 07.03.2005 - 8 G 125/05
Rn. 19 Ein weites Ermessen des Veranstalters (vgl. dazu OVG NW, B. v. 10.07.1991 - 4 B 1635/91 -, GewArch 1991, 435;… Wagner, in: Friauf [Hrsg.], GewO, Komm., Stand: Nov. 2004, § 70 Rdnr. 52) besteht zunächst in Bezug auf die nähere Ausgestaltung eines Volksfestes, und zwar sowohl hinsichtlich der Art der Teilnehmer als auch bezüglich der Größe des Festgeländes.Die insoweit bestehende Entscheidungsprärogative einer Gemeinde nach § 70 Abs. 3 GewO hinsichtlich der Auswahl unter den vorhandenen Bewerbern ist ebenfalls durch einen weiten Spielraum gekennzeichnet, der sich insbesondere auf das gewünschte Gesamtbild und die Gesamtkonzeption der Veranstaltung erstreckt (vgl. OVG NW, B. v. 10.07.1991 - 4 B 1635/91 -, NVwZ-RR 1992, 477; Bay. VGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550, 551; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165).
- VGH Bayern, 29.01.1991 - 22 B 90.2122
Rechtmäßigkeit des Ausschlusses des Betreibers eines Belustigungsgeschäfts von …
Auszug aus VG Gießen, 07.03.2005 - 8 G 125/05
Insbesondere hat die Antragsgegnerin die Grenzen des ihr als Veranstalterin des Volksfestes zukommenden Entscheidungsspielraums (vgl. Bay. VGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165) nicht verletzt.Die insoweit bestehende Entscheidungsprärogative einer Gemeinde nach § 70 Abs. 3 GewO hinsichtlich der Auswahl unter den vorhandenen Bewerbern ist ebenfalls durch einen weiten Spielraum gekennzeichnet, der sich insbesondere auf das gewünschte Gesamtbild und die Gesamtkonzeption der Veranstaltung erstreckt (vgl. OVG NW, B. v. 10.07.1991 - 4 B 1635/91 -, NVwZ-RR 1992, 477; Bay. VGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550, 551; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165).
- BVerfG, 15.08.2002 - 1 BvR 1790/00
Einstweiliger Rechtsschutz für einen Marktbeschicker
Auszug aus VG Gießen, 07.03.2005 - 8 G 125/05
Das Gericht muss die angegriffene Vergabeentscheidung zumindest einer summarischen inhaltlichen Prüfung unterziehen (BVerfG, B. v. 15.08.2002 - 1 BvR 1790/00 -, NJW 2002, 3691, 3692; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, HSGZ 2004, 154; VG Oldenburg, B. v. 01.07.2004 - 12 B 1203/04 -, GewArch 2004, 419, 422). - OVG Niedersachsen, 18.07.2002 - 7 LB 3835/01
Möglichkeit der Verhinderung einer rechtswidrigen Entscheidungspraxis für die …
Auszug aus VG Gießen, 07.03.2005 - 8 G 125/05
Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass der Kreis der zuzulassenden Schausteller auf Stammbeschicker beschränkt bleibt und Neubewerber keine Chance auf Teilnahme an dem Volksfest haben (vgl. OVG Nds., U. v. 18.07.2002 - 7 LB 3835/01 -, GewArch 2002, 428, 429 f.; Schalt, GewArch 2002, 137). - VG Oldenburg, 01.07.2004 - 12 B 1203/04
Antrag auf Zulassung zum Kramermarkt; Als öffentliche Einrichtung festgesetztes …
Auszug aus VG Gießen, 07.03.2005 - 8 G 125/05
Das Gericht muss die angegriffene Vergabeentscheidung zumindest einer summarischen inhaltlichen Prüfung unterziehen (BVerfG, B. v. 15.08.2002 - 1 BvR 1790/00 -, NJW 2002, 3691, 3692; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, HSGZ 2004, 154; VG Oldenburg, B. v. 01.07.2004 - 12 B 1203/04 -, GewArch 2004, 419, 422). - VG Mainz, 01.06.2004 - 6 K 254/04
Gewerberecht: Einheimischenmodell bei Zulassung von Schaustellerbetrieben zu …
Auszug aus VG Gießen, 07.03.2005 - 8 G 125/05
Stammbeschicker dürfen nicht dergestalt privilegiert werden, dass ihnen eine automatische Dauerzulassung gewährt wird (vgl. Meßmer, JuS 2002, 755, 758; vgl. auch VG Mainz, U. v. 01.06.2004 - 6 K 254/04.MZ -, GewArch 2004, 418, 419 sowie Heitsch, GewArch 2004, 225, 228).
- VG Gießen, 08.03.2006 - 8 G 245/06
Schausteller erreicht nochmalige Entscheidung der Stadt über die Zulassung zur …
Wegen der näheren Einzelheiten wird auf die Gerichtsakten in diesem Verfahren und in den Verfahren 8 G 125/05 und 8 G 1179/05 sowie den der beigezogenen Behördenakten (2 Hefter) Bezug genommen, die sämtlich Gegenstand der Beratung gewesen sind.Das Gericht ist vielmehr verpflichtet, die angegriffene Vergabeentscheidung zumindest einer summarischen inhaltlichen Prüfung zu unterziehen (BVerfG, B. v. 15.08.2002 - 1 BvR 17990/00 -, NJW 2002, 3691, 3692; VG Oldenburg, B. v. 01.07.2004 - 12 B 1203/04 -, GewArch 2004, 419, 422; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, HSGZ 2004, 154; VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185).
Vorliegend hat die Antragsgegnerin die Grenzen des ihr als Veranstalterin des Volksfestes zukommenden Ermessensspielraums (vgl. BayVGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550; VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165; VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185) jedoch verletzt.
Diese Spielräume können gerichtlich nur eingeschränkt auf Ermessensfehler hin überprüft werden (vgl. VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185 m. w. N.).
Bei mehreren Bewerbern, die dieselben Warenarten anbieten und auch ansonsten vergleichbar sind, kann die Zulassung eines Bewerbers zu einem Volksfest zwar abgelehnt werden, wenn die Platzkapazitäten erschöpft sind und Kriterien der Attraktivität sowie der ausgewogenen Vielseitigkeit berücksichtigt werden (vgl. VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165, VG Gießen, B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185;… Fuchs, in: Robinski, Gewerberecht 2002, S. 204, Rdnr. 51 m. w. N.).
Ein Volksfest ist eine solche öffentliche Einrichtung (VG Gießen, B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 166; B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 186).
- VG Gießen, 20.10.2008 - 8 L 3803/08
Bewerberauswahl bei einem Jahrmarkt
Vielmehr ist das Gericht verpflichtet, die angegriffene Vergabeentscheidung zumindest einer summarischen inhaltlichen Prüfung zu unterziehen (vgl. BVerfG, B.v. 15.08.2002 - 1 BvR 17990/00 -, NJW 2002, 3691, 3692; VG Oldenburg, B.v. 01.07.2004 - 12 B 1203/04 -, GewArch 2004, 419, 422; VG Gießen, B.v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B.v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; B.v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, HSGZ 2004, 154).Rn. 22 Vorliegend hat die Antragsgegnerin die Grenzen des ihr als Veranstalterin des Jahrmarkts zukommenden Ermessensspielraums (vgl. dazu Bay. VGH, B.v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550; VG Gießen, B.v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B.v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; B.v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165) verletzt.
Diese Spielräume können von dem Gericht nur eingeschränkt in Bezug auf Ermessenfehler hin überprüft werden (vgl. VG Gießen, B.v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B.v.07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185 m.w.N.).
Bei mehreren Bewerbern, die von ihrem Angebot her als auch ansonsten vergleichbar sind, kann die Zulassung eines Bewerbers zu einem Jahrmarkt insbesondere abgelehnt werden, wenn die Platzkapazitäten erschöpft sind und Kriterien der Attraktivität sowie der ausgewogenen Vielseitigkeit berücksichtigt werden (vgl. VG Gießen, B.v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B.v.07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165;… Fuchs, in: Robinski, Gewerberecht, 2002, S. 204, Rdnr. 51 m.w.N.).
- VG Gießen, 30.09.2009 - 8 K 4528/08
Zulassung eines Autoscooters zu einem Jahrmarkt
Rn. 31 Vorliegend hat die Beklagte die Grenzen des ihr als Veranstalterin des Jahrmarktes zukommenden Ermessensspielraums (vgl. dazu Bayer.VGH, B. v. 29.01.1991 - 22 B 90.2122 -, NVwZ-RR 1991, 550; VG Gießen, B. v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165) verletzt.Diese Spielräume können von den Gerichten nur eingeschränkt in Bezug auf Ermessenfehler hin überprüft werden (VG Gießen, B. v. 20.10.2008 - 8 L 3803/08.GI -, S. 9 BA; B. v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185 m.w.N.).
Bei mehreren Bewerbern, die von ihrem Angebot her als auch ansonsten vergleichbar sind, kann die Zulassung eines Bewerbers zu einem Jahrmarkt insbesondere abgelehnt werden, wenn die Platzkapazitäten erschöpft sind und Kriterien der Attraktivität sowie der ausgewogenen Vielseitigkeit berücksichtigt werden (vgl. VG Gießen, B. v. 08.03.2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; B. v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; B. v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165;… Fuchs, in: Robinski, Gewerberecht, 2002, S. 204, Rdnr. 51 m.w.N.).
- VGH Hessen, 24.03.2006 - 8 TG 715/06
Anspruch auf Zulassung eines Schaustellers mit seinem Imbissbetrieb und Festzelt …
Die vom Verwaltungsgericht als rechtswidrig angesehene Beschränkung der Zulassungschance für Neubewerber in Nr. 7.1 Satz 2 der städtischen Richtlinien auf "zumindest einige Plätze" entspricht zum einen der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (…vgl. Urteil vom 27. Januar 1984 a.a.O.) und war zum anderen hier nicht maßgeblich, weil es nur um die Verteilung der zwei für größere Imbissbetriebe vorgesehenen Standplätze ging, die je nach Attraktivität ihres Angebots auch an Neubewerber verteilt werden, wie etwa den "Zeltverleih ..." (vgl. VG Gießen, Beschluss vom 7. März 2005 - 8 G 125/05 - GewArch. 2005 S. 340 f. = juris).In eine ähnliche Richtung ging auch früher schon die Bevorzugung des "Zeltverleihs ...", wie sich etwa schon aus den von der Antragsgegnerin in ihrer Beschwerdebegründung vom 16. März 2006 auszugsweise zitierten Beschlüssen des Verwaltungsgerichts Gießen vom 19. Februar 2004 und 7. März 2005 (a. a. O.)ergibt.
Dazu hatte sie in einem vom Antragsteller zu dem die Herbstmesse 2005 betreffenden Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Gießen - 8 TG 1179/05 - als Anlage eingereichten Schriftsatz vom 31. Januar 2005 in dem die Frühjahrsmesse 2005 betreffenden Verfahren - 8 G 125/05 - ausgeführt:.
- VG Gießen, 23.11.2006 - 8 G 3890/06
Stadt Büdingen zur Vergabe eines Standplatzes auf dem Weihnachtsmarkt …
Zwar hat der Veranstalter eines Marktes grundsätzlich ein weites Ermessen in Bezug auf die nähere Ausgestaltung einer solchen festgesetzten Veranstaltung sowohl hinsichtlich der Art der Teilnehmer als auch bezüglich der Größe des Festgeländes (vgl. VG Gießen, B.v. 19.02.2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165; VG Gießen, B.v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; OVG NW, B.v. 10.07.1991 - 4 B 1635/01 -, GewArch 1991, 435).Diese Spielräume können gerichtlich nur eingeschränkt auf Ermessenfehler hin überprüft werden (vgl. VG Gießen, B.v. 07.03.2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185 m.w.N.).
- VG Gießen, 18.09.2025 - 8 L 5186/25
Zulassung zu einem Markt
abgelehnt werden, wenn die Platzkapazitäten erschöpft sind und Kriterien der Attraktivität sowie der ausgewogenen Vielseitigkeit berücksichtigt werden (vgl. VG Gießen, Urteil vom 30. September 2009 - 8 K 4528/08.GI -, GewA 2010, 161 ff.; Beschluss vom 20. Oktober 2008 - 8 L 3903/08 -, BeckRS 2008, 39959; Beschluss vom 8. März 2006 - 8 G 245/06 -, HSGZ 2006, 186, 187; Beschluss vom 7. März 2005 - 8 G 125/05 -, HSGZ 2005, 184, 185; Beschluss vom 19. Februar 2004 - 8 G 96/04 -, GewArch 2004, 164, 165). - VG Kassel, 31.10.2005 - 3 E 803/05
Reichweite der gerichtlichen Überprüfbarkeit der Auswahlkriterien einzelner …
Stammbeschicker dürfen nicht derart privilegiert werden, dass ihnen eine automatische Dauerzulassung gewährt wird (vgl. VG Gießen, Beschluss vom 07.03.2005 - 8 G 125/05).
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